Wumm! Der Golf fegt um die Ecke, ohne zu bremsen. Dass auf der einen Seite der Straße eine Grundschule liegt, auf der anderen der Kindergarten ist dem Fahrer ziemlich egal. Er beschleunigt nochmal und rast die 100 Meter bis zur nächsten Kreuzung an den Kindern vorbei, die gerade die Straße überqueren wollten. Kurz abgebremst, dann wumm wieder um die Ecke rum. Man hört den Motor noch eine Weile aufheulen. 30er Zone? War diesem Herrn ziemlich egal. Und es war kein 18-jähriger Führerscheinneuling, der hier den coolen Macker spielen wollte, sondern ein gesitteter grauhaariger Mann. Zu schnell fahren? Ein Kavaliersdelikt. Die Frau in den Vierzigern, die hinter ihm in die Straße einbiegt, rast auch mit 50 km/h an uns vorbei. Macht man halt so in Deutschland. Machen ja alle. Alle? Nein, ich nicht! Und seit ich Kinder habe, rege ich mich echt drüber auf. Heute muss ich mir mal Luft verschaffen und meckere ein bisschen rum – denn es reicht mir echt!
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Mamas Sicht der Dinge – auf die Welt, das Leben, das Arbeiten und überhaupt. Darf auf einem Mamablog nicht fehlen.
Babyausstattung: Was braucht man wirklich?
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Man sollte meinen, wenn man zum dritten Mal schwanger ist, weiß man alles in Sachen Babyausstattung. Und hat auch schon alles. Beides muss ich an dieser Stelle aber verneinen. Ich weiß zwar, was wir bei den letzten beiden Babys falsch gemacht haben – beziehungsweise wie viel überflüssige Dinge wir in Sachen Babyausstattung gekauft haben. Aber ich stelle immer wieder fest, dass es tatsächlich vieles gibt, was das Familienleben leichter macht. Und was das „alles haben“ betrifft: Vieles ist abhanden gekommen oder kaputt gegangen. Voreilig verkauft worden. Oder ausgeliehen und dann in Vergessenheit geraten. Also muss ich gestehen: Ich schaue mich jetzt schon um, was wir noch alles brauchen könnten… und wie das so ist, ist man als Mutter ja froh über jeden gut strukturierten Ratgeber oder Guide, der einen so ein bisschen an die Hand nimmt. So wie diesen Guide zur Babyerstausstattung von Zalando, den ich mir damals vor mehr als sechs Jahren beim ersten Baby gewünscht hätte. Und darauf tauchen auch die Dinge auf, die bei mir auf keinen Fall hätten fehlen dürfen!
8 Dinge, an denen Du merkst, dass Dein Kind groß wird
Achja, sie werden so schnell groß. Ich weiß nicht, wie oft mir der Satz schon von älteren Damen entgegengeseufzt wurde. Und wie oft ich ihn schon insgeheim vor mich hingeseufzt habe. Wenn man Kinder hat, wird einem unweigerlich Tag für Tag der Spiegel vorgehalten, wie schnell die Zeit vergeht. Eben noch hat man sich über die ersten Krabbelversuche gefreut, da flitzt der Kleine auf einmal mit dem Laufrad auf und davon. Und ehe man sich versieht, leiht er sich den Autoschlüssel aus und braust mit der Familienkutsche los. Und immer wieder gibt es Schlüsselmomente, in denen einem klar wird: Mein Kind wird groß!
Wie uns Kinder verletzlich machen
… und dann gibt es da plötzlich so einen Moment, der einem die Augen öffnet. Der einem zeigt, wie fragil das Leben ist, wie verletzlich wir selbst sind und wie wichtig es ist, jede Sekunde einfach zu genießen. Es ist einer der Momente, wo ich meine Kinder einfach nur fest in den Arm nehme, sie nicht mehr loslassen will. Auf einmal wird einem klar, was für ein großes Geschenk das Leben mit Kindern ist, ein Geschenk, das nicht selbstveständlich ist. Auf einmal wird einem bewusst, dass sich das, was wir jeden Tag so selbstverständlich erleben, was wir für gegeben nehmen, auch jederzeit vorbei sein kann. Und dann erscheint einem der morgendliche Anziehstress, das Meckern beim Essen und der Geschwisterstreit als so banal. Denn auch diese – doch manchmal so nervigen – Dinge sind ein Geschenk.
Wieso meine Kinder in den Kindergarten gehen
Mir scheint, als sei es grad ein wenig in Mode gekommen, über Kindergärten (Achtung: Kindergarten, nicht Krippe!) herzuziehen und seine Kinder selbst zu betreuen. Da werden Horrorgeschichten von Kindergärten erzählt und immer häufiger hört man: Da betreue ich doch meine Kinder lieber selbst zuhause. Versteht mich nicht falsch, jeder lebt sein Leben und muss das für sich und sein Kind selbst entscheiden. Aber ich möchte eine Lanze brechen für die Kindergärten, Erzieherinnen und auch Tagesmütter, die sich Tag für Tag den Hintern aufreißen, um trotz knappester Ressourcen unseren Kindern einen spannenden, lehrreichen und liebevollen Kindergartenalltag zu ermöglichen! Denn trotz aller Horrorgeschichten darf man eines nicht vergessen: Es gibt sie, die tollen Kindergärten, die liebevollen Erzieherinnen und sie machen einen klasse Job! Der nicht immer einfach ist. Und außerdem bin ich der festen Überzeugung: Kindergarten ist NICHT Fremdbetreuung. Ein guter Kindergarten tut unseren Kindern gut, vor allem in den drei Jahren vor der Schule und leistet etwas, was wir Eltern zuhause gar nicht leisten können: Dieses komplexe soziale Gebilde mit all seinen Gruppenregeln, lässt sich durch nichts ersetzen.
Marshmallows mit Schokohaube: Wenn’s süßer als süß sein soll!
Mein Sohn wurde ja letzte Woche sechs. Und zu solchen Anlässen wie Kindergeburtstagen darf es dann auch mal süßer als süß sein. Also so richtig zuckersüß. Deshalb gab es in Schokolade getauchte Marshmallows, die zu alledem auch noch mit bunten Streuseln bestreut waren. Süßer geht eigentlich kaum! Auf bunte Spieße gesteckt ergab das Marshmallow-Lollies, die auch super zu Fasching oder anderen Partys passen, wo es in Sachen Zuckerkonsum mal ausnahmsweise richtig krachen darf. Wie ich diese Marshmallows machte? Ganz einfach und mit einem kleinen Trick richtig schnell gemacht.
Ich müsste mal wieder…
Es ist ja tatsächlich so, dass man als Mutter zu nix kommt. Ich kam früher schon zu nix, Prokrastination war schon immer eines meiner liebsten Fremdwörter. Aber seit ich Mama zweier reizender Jungs bin, hat sich das noch gesteigert. Was ich gar nicht so schlecht finde. Denn was zählt, ist die Zeit mit der Familie, nicht der blitzblankgeputzte Haushalt. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich keinen Preis für die sauberste Küche gewinne. Und mein Büro wird leider auch nie instagramtauglich aussehen, es sei denn das pure Chaos kommt mal in Mode. Ich habe mich daran gewöhnt, dass vieles liegen bleibt. Aber dennoch kommt mir mehrmals am Tag der Gedanke… ich müsste mal wieder…
Karriere? Reisen? Was zählt, ist die Zeit mit der Familie, denn die lässt sich nicht nachholen
Egal, ob im Zeitschriftenkiosk oder im Internet: Die Schlagzeilen sind dieselben. „Tipps für die Karriere“, „Die Reise Ihres Lebens“ oder „So verwirklichen Sie Ihre Träume!“…. ich könnte noch stundenlang weitere diverse Zeitschriftenartikel und Texte aus Online-Medien zitieren. Und ich muss gestehen: Auch ich will reisen (ich liebe es sogar und bin arg von Fernweh gebeutelt, wenn ich es grad nicht kann), beruflich erfolgreich sein (ich liebe meinen Job und mache das, was ich schon immer machen wollte!), mich selbst verwirklichen – aber seit ich Kinder habe, haben sich die Prioritäten verschoben. Denn, was zählt, ist die Zeit mit der Familie. Also jetzt für mich persönlich. Es ist meine Sicht – und wenn es für Euch ganz anders ist, dann ist es auch okay. Ich möchte Euch einmal schildern, was mir am Wochenende durch den Kopf ging, als ich am Strand mit meiner Familie spazieren ging und feststelle: Es ist alles super, so wie es ist. Und ich möchte nichts ändern.
Der nicht endenwollende Haushalt: Immer diese Stapel
Kennt Ihr das mit den Stapeln? Ich gebe es zu: Ich bin eine leidenschaftliche Stapelbilderin. Überall im Haus befinden sich kleine Stapel. Auf der Treppe in den ersten Stock lagern Bücher, Socken und Teetassen, die ich mit nach oben nehmen möchte. Wenn ich denn mal die Hände frei habe. Nur trage ich meistens etwas in der Hand. Am oberen Ende derselben Treppe lagern die benutzten Teetassen, die ich irgendwann mal nach unten tragen will und die ausgelesenen Zeitschriften. Unser Haus besteht aus Stapeln! Und das Schlimme ist: Kaum habe ich einen Stapel weggeräumt, wächst an anderer Stelle schon der nächste.
Wie siehst Du nur wieder aus?
Ach Mensch. Schau Dich doch mal an. Wie siehst Du nur wieder aus?! Diese feine Linie zwischen Deinen Augenbrauen, die war doch gestern noch nicht da? Ist da nicht auch eine kleine Falte zwischen Nase und Mund? Ist mir vorher gar nicht aufgefallen. Mensch, Du wirst alt. Du hattest doch früher keine Augenringe! Achso, Du hast nur sechs Stunden geschlafen? Das ist zu wenig. Hast Du mir nicht mal erzählt, dass Du unter acht Stunden Schlaf gar nicht ansprechbar bist? Kaffee ist auch keine Lösung. Das weißt Du doch. Und sag‘ mal, Deine Haare – sind das tatsächlich graue Haare? Diese hier und diese und oh, so viele schon?!