Wir sehen immer nur einen Ausschnitt und wissen nicht, was außerhalb des Rahmens ist

Ein hübsches Regal, nett dekoriert mit Jugendstil-Vorratsdosen vom Flohmarkt, Wichteln und heimeligen Tassen. Dazu ein paar nette Zeilen über die Gemütlichkeit, die im Advent Einzug hält und dazu der unvermeidliche #hygge-Hashtag. Hat die ihr Haus aber toll dekoriert! So gemütlich, so schick im Skandi-Stil, wohnt die aber toll! Nun, dass direkt unter diesem schönen Regal ein überquellender Altpapierstapel liegt, sieht man nicht auf dem Bild. Dass direkt daneben der ebenso überquellende Wäschekorb steht und der nicht abgeräumte Stapel benutztes Geschirr ebenso wenig. Denn wir sehen nur diesen Ausschnitt. Und wir wissen nie, was außerhalb des Rahmens ist. Weiterlesen

10 Dinge, die man im Advent mit Kinder nie machen sollte

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Neben den Sommerferien die schönste Zeit mit Kindern im Jahr. Ich mag es, wenn wir gemütlich zuhause sitzen, ich mag die Weihnachtsbäckerei, auch wenn es jedesmal eine Riesenkleckerei ist, ich mag diesen Zauber vom Weihnachtsmann, ich mag manchmal sogar die Weihnachtsbastelei, auch wenn ichzwei linke Hände hab. Ich mag Kinderpunsch, ich mag Tannenduft, ich mag die kleinen Wichtel überall. Erst mit Kindern hat Weihnachten seinen eigentlichen Zauber bekommen. ABER … es gibt einige Dinge, die man mit Kindern im Advent echt nie machen sollte. Nie. Faux-pas, absolute. Weiterlesen

Auf der Suche nach einer Weihnachtskrippe: Die besten Krippen für die ganze Familie

(Text enthält Affiliate Links)

Wir sind auf der Suche nach der perfekten Weihnachtskrippe für uns. Ich kann mich nämlich noch gut an meine Kindheit erinnern: Wir hatten eine tolle Krippe aus Holz, ganz schlicht, mit Holzfiguren, ebenfalls schlicht. Ich habe diese Krippe geliebt und konnte die ganze Adventszeit damit verbringen, die Figuren neu aufzustellen, die Hirten herbeiziehen zu lassen und danach die Heiligen Drei Könige. Für mich gehörte die Krippe immer zu Weihnachten dazu und ich freute mich das ganze Jahr über, wenn wir sie vom Dachboden holten. Genau diese Weihnachtstradition möchte ich nun auch für meine Kinder – aber leider ist unsere alte Krippe verschollen. Nun machte ich mich also auf die Suche nach einer neuen Krippe. Was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Irgendwie habe ich noch unsere alte Krippe im Kopf und somit ein Idealbild, was ich aber nirgendwo wiederfinde. Aus Holz soll sie sein, eher schlicht als verschnörkelt, nicht zu bunt, gerne ganz aus Farbe oder nur dezent bemalt. Sie soll nicht zu sehr nach kindlichem Spielzeug aussehen, denn sie ist ja schließlich auch Weihnachtsdekoration. Aber natürlich soll sie auch zum Spielen einladen. Die Figuren sollen schlicht sein, aber nicht zu schlicht. Nicht zu detailliert, aber auch nicht abstrakt. Die Form nicht zu rund, aber auch nicht kantig. Tja. Gar nicht so einfach, oder? Ich fragte einfach mal bei Instagram in die Runde, welche Krippen Ihr empfehlen könnt. Es kamen nicht nur viele Tipps, sondern auch viele Nachrichten, ob ich die Antworten nicht zusammenfassen könnte – denn offenbar bin ich nicht die einzige, die auf der Suche nach einer Weihnachtskrippe ist! Also entschloss ich mich, Eure Tipps einmal zusammenzufassen. Hier kommen sie also, die von meinen Instagram-Followern empfohlenen Krippen! Weiterlesen

Mal eben schnell zum Bäcker… was ich vermisse, seit ich Kinder habe

Erinnert Ihr Euch noch? Damals, in der Vorkindära? Als man einfach noch mal eben schnell zum Bäcker ging? Sich die Schuhe überzog, die Jacke an und wirklich mal eben schnell zur Tür raus war. Eine Straße weiter zum Bäcker und nach zehn Minuten zurück. Oder zum Briefkasten. Mal eben schnell. Und nach fünf Minuten zurück. Es gibt nicht viel, was ich aus meinem Vor-Mama-Leben vermisse. Aber ganz ehrlich: Mir fehlt dieses Mal-eben-schnell. Klar, Entschleunigung und so. Wichtig, mehr Achtsamkeit für den Moment, auch wichtig und überhaupt muss denn immer alles schnellschnell gehen in unserer eh so schnelllebigen Gesellschaft. Weiß ich doch. Aber: Ganz egal. Ich vermisse es, einfach mal eben schnell zum Bäcker zu gehen. Weil ich vergessen habe, Brot zu kaufen und es mir abends um halb sechs einfällt. Ich vermisse es, mal eben schnell zum Briefkasten zu gehen, bevor der um 17 Uhr geleert wird. Im Leben mit Kindern geht nichts mehr „einfach mal eben schnell“. Weiterlesen

Mütter, Ihr seid toll!

Ganz gleich, was Euch jemand einreden möchte: Liebe Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn die Dame an der Supermarktkasse Euch einen schalen Blick zuwirft und meint, besser zu wissen, was Euer Baby gerade braucht. Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn Eure Schwiegermutter meint, Ihr würdet Euer Baby verwöhnen, wenn Ihr es auf den Arm nehmt. Mütter, Ihr seid gut, genauso wie Ihr seid. Auch wenn die Instagram-Mami die sauberere Wohnung, Top-Kleidung ohne Flecken und keine Ringe unter den Augen hat. Vergesst nicht – auf den Bildern wird immer nur eine Ecke des  Zimmers gezeigt und in der nicht gezeigten Ecke gibt es genau wie bei Euch Staubflusen und Geschirrberge. Weiterlesen

„Ich war aber schneller!“ – wenn Kinder sich ständig messen wollen

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann es eigentlich begonnen hat. Dieses „höher, schneller, weiter“-Spiel bei meinen Kindern. Ständig geht es darum, wer schneller ist, wer höher springen kann und wer weiter werfen kann. Der höhere Turm muss gebaut werden und am besten noch in der schnellsten  Zeit. Dass der eine zwei Jahre jünger ist als der andere, wird dabei völlig ausgeblendet. Jeder Spaziergang wird zum Wettlauf, jeder Kletterbaum zur Herausforderung, jeder Stein zum Weitwurfcontest benutzt. Meine Kinder messen sich ständig und überall. Und es sei es auch nur dabei, wer am lautesten schreien kann. Manchmal macht es mich wahnsinnig! Es ist ja nicht nur hier zuhause so, da könnte man es als gesunde Geschwisterrivalität abtun, Training fürs weitere Leben, Ihr wisst schon. Aber auch die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter scheinen ständig in einem Wettbewerb untereinander zu stehen. Auf dem Schulhof und im Kindergarten sind sie ständig am Rangeln, am Raufen und Wettlaufen. Woher kommt das bei Kindern, dieses ständige sich Messen in irgendwas? Ich habe es meinen Kindern ja nicht anerzogen, ganz im Gegenteil. Weiterlesen

Experiment mit Zisch und Knall: Raketen basteln für Kinder

Meine Jungs lieben alles, was zischt und knallt und sprudelt. Sie lieben Experimente, bei denen irgendetwas in die Luft geht und können sie stundenlang wiederholen. Die eigentliche Experimentierzeit ist bei uns eher zur kühleren  Jahreszeit, aber dieses Experiment eignet sich am besten draußen, nun, es sollte eigentlich am besten nur draußen gemacht werden. Denn diese selbstgebaute Rakete fliegt wirklich hoch. Und mit hoch meine ich hoch, der Rekord war bei uns höher als unser Haus, zehn Meter waren es mindestens. Der Aufwand für diese selbstgebauten Raketen: gering. Der Knallfaktor: riesig. Der Spaßfaktor: noch riesiger. Aber Vorsicht – Eure Kinder könnten an die hundert Wiederholungen einfordern, so war es bei uns nämlich! Weiterlesen

Mit gutem Gewissen investieren: Was bedeutet Nachhaltigkeit bei der Geldanlage?

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Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das zurzeit in aller Munde ist. Wir wollen alle nachhaltiger konsumieren, nachhaltiger essen und haushalten. Ich achte auf regional angebautes Bio-Gemüse, kaufe gebrauchte Kinderkleidung, reiche nicht mehr angesagtes Kinderspielzeug an meine Nichte weiter und greife zu Klopapier aus Altpapier. Wir sind es unseren Kindern schuldig, unser Leben so nachhaltig wie möglich zu gestalten, davon bin ich überzeugt.  Aber seien wir mal ganz ehrlich: In Sachen Nachhaltigkeit verfallen viele in eine Art Aktionismus und schießen bei manchen Dingen übers Ziel hinaus. Dabei ist mittlerweile klar, dass viele vermeintlich nachhaltige Dinge gar nicht so nachhaltig sind, man denke an die Umweltbilanz von Papiertüte und Plastiktüte. Aber ich muss zugeben an eine Sache habe ich bisher nicht gedacht: Ich habe mir bisher keinen Kopf zerbrochen, ob ich mein Geld nachhaltig anlege. In welche Fonds meine Einzahlungen an meiner privaten Rentenversicherung fließen? Ich weiß es gar nicht so genau, muss ich zugeben. Dabei kann man nicht nur bei seinem Konsumverhalten auf Nachhaltigkeit achten, sondern auch bei den eigenen Geldanlagen – und damit eine ganze Menge Einfluss ausüben! Weiterlesen

Gastbeitrag: „Bis einer weint! Kein Tag ohne Geschwisterstreit“

Ich freue mich immer, wenn ich auf diesem Blog auch ein paar andere Stimmen unterbringe – umso mehr Vielfalt, umso besser, finde ich. Denn wir Mütter sind verschieden, unsere Kinder sind verschieden, unsere Familien und natürlich auch unsere Meinungen und Wege, die wir beschreiten. Ich finde Gastbeiträge sind so etwas wie die Würze auf einem Blog, denn sie runden das große ganze Blog-Gericht erst so richtig ab! Und deshalb freue ich mich riesig, dass ich heute wieder einen Gastbeitrag für Euch habe – diesmal hat für mich die liebe Verena von dem Blog Vrenitutkund einen Text über Geschwisterstreit von der Seele gebloggt! Sie ist wie ich Dreifachmutter und ich mag ihre Texte sehr ! Aber lest selbst – hier kommt Verenas Gastbeitrag: Weiterlesen

Vor einem Jahr geriet unser Leben aus den Fugen – und ein Ende ist nicht in Sicht

Es ist tatsächlich schon ein Jahr her. Ein Jahr her, dass unser Leben aus den Fugen geriet. Dass wir mit einem Mal herauskatapultiert wurden aus der Normalität. Dass die Leichtigkeit aus unserem Alltag herausgesogen wurde. Vor einem Jahr ging mein Mann mit geschwollenen Mandeln zum Arzt. Und kam mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs wieder nach Haus. Es folgte ein Jahr voller Höhen und Tiefen, voller Therapien, die erst anzuschlagen schienen und dann doch nicht so wirkten, wie sie sollten. Es war ein Jahr, in dem wir versuchten, für die Kinder so viel Normalität wie möglich aufrecht zu erhalten, die Zeit zu nutzen, uns zu sagen „jetzt erst recht“ und trotz aller Umstände  unser Lachen nicht zu verlieren. Denn unseren Humor, unsere Freude am Leben – das wollten wir uns nicht nehmen lassen! Und schon gar nicht sollten unsere Kinder sich ihren Humor,  ihr Lachen, ihre unbeschwerte Kindheit nehmen lassen! Aber es war auch ein Jahr, in dem wir immer wieder an unsere Grenzen stießen, in dem ich merkte, wie gut mein Autopilot funktioniert und wir uns mit Fachbegriffen und Statistiken auseinandersetzten, die man eigentlich gar nicht genauer kennen möchte. Leider ist ein Ende nicht in Sicht. Es geht vielleicht jetzt erst so richtig los. Denn die einzige Therapie, die meinem Mann nun noch helfen kann, ist die Stammzellentransplantation. Weiterlesen