Gastbeitrag: „Hausarbeit und Kinderbetreuung hälftig aufteilen, schön und gut, aber was, wenn der Mann nicht will?“

Vor einiger Zeit schrieb ich darüber, dass es wünschenswert wäre, wenn die Politik es mehr unterstützen würde, wenn beide Elternteile auf Teilzeit reduzieren und sich so Hausarbeit und Kinderbetreuung hälftig aufteilen könnten. Eine Diskussion, die zurzeit sehr aktuell ist – aber oft einfach theoretisch bleibt. Weil es vielen schlicht finanziell nicht möglich ist, dass beide auf Teilzeit reduzieren. Weil es noch viele Arbeitgeber gibt, die es gar nicht gerne sehen, wenn Väter auf Teilzeit gehen. Weil es bei Alleinerziehenden sowieso nicht möglich ist. Oder weil es die Männer schlicht nicht wollen. Denn das Modell funktioniert nur, wenn beide es wollen. Das wird dabei oft vergessen. Woran mich auch eine Leserin erinnerte, die mir heute eine Email schrieb. Gerne würde sie gemeinsam mit ihrem Partner die Arbeitszeit reduzieren, um sich alles zur Hälfte aufzuteilen, auch finanziell wäre es drin. Aber: Ihr Partner will nicht.  Ich freue mich, dass ich Ihre Email als Gastbeitrag veröffentlichen darf, denn ich bin mir sicher, dass sie nicht die einzige ist, der es so geht! Und hier kommt die Nachricht, die sie mir geschrieben hat: Weiterlesen

Manche Probleme lösen sich, wenn man nur lange genug wartet: Manchmal reicht es, einfach nichts zu tun

Kennt Ihr die Nächte, in denen man Sorgen und Gedanken im Kopf umherwälzt? Nicht schlafen kann, weil man sich die ganze Zeit fragt, wie sich das Problem lösen lässt? Eine Aufgabe vom nächsten Tag, die einen vom Schlaf abhält? Am Morgen wacht man total gerädert auf. Und hat trotz des Gedankenkarussells keine Lösung. Und dann kommt die Aufgabe, der Termin, was auch immer das Problem ist und man stellt fest: Es war gar nicht so schlimm. Das Problem hat sich von ganz alleine gelöst. Die ganzen Sorgen und Gedanken, die schlaflose Nacht: Das war es gar nicht wert! Genau das kommt erstaunlich oft vor: Ein Großteil der sorgenvollen Gedanken, die wir uns machen, machen wir uns eigentlich umsonst. Weil sich Probleme nämlich oft ganz einfach lösen. Es reicht manchmal, ja, nicht nur manchmal, sondern ziemlich oft, einfach mal nichts zu tun.  Weiterlesen

Schoko-Käsekuchen mit Himbeeren vom Blech: Leckerer Schokobrownie-Cheesecake

Was kommt heraus, wenn man die Familie fragt, welchen Kuchen man backen soll? „Schokokuchen!“ rufen die einen. „Käsekuchen“ meldet sich der andere. „Himbeerkuchen“ meldet sich noch ein weiteres Familienmitglied. Und dann sitzt du da und schaust in den Vorratsschrank. Das Kakaopulver reicht nicht so ganz für einen ganzen Schokoladenkuchen, die Himbeeren im Tiefkühlschrank nicht für einen reinen Beerenkuchen und der Frischkäse im Kühlschrank nicht für einen ganzen Käsekuchen. Es ist Sonntag, die Geschäfte sind zu und du musst mit dem auskommen, was da ist. Und der Wunschliste der Familie, die ungeduldig auf ihren Kuchen wartet. Da für keinen der Wünsche genug Zutaten da waren, würfelte ich einfach alles zusammen und heraus kam ein Blechkuchen: Schoko-Käsekuchen mit Himbeeren. Also Schokokuchen mit Käsenkuchen-Tupfen. Man könnte auch trendy sagen „Schokobrownie-Cheesecake“. Nennt es, wie Ihr wollt – backt einfach nach, denn dieser Kuchen ist superlecker! Weiterlesen

Mein Tanzbereich – dein Tanzbereich! Es könnte so einfach sein.

Bis vor ein paar Jahren gab es ein Wort in meinem Sprachgebrauch eigentlich so gut wie nie: Übergriffig. Ich benutzte es nie. Ich las es nie. Es war so ein Wort, das zwar da war, aber irgendwie nicht so richtig. Es gehörte eindeutig zum passiven Wortschatz. So wie „ruchbar werden“. Liest man nie, benutzt man nie. Ist mit „ruchbar werden“ immer noch so. Mit dem Begriff „übergriffig“ leider nicht mehr. Ich kann noch ziemlich genau sagen, wann die Trendwende kam. Nämlich: Vor 9 Jahren. Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. Denn bereits mit der Schwangerschaft begann ich zu spüren, was übergriffig bedeutet. Und nein, es war nicht das Kind in meinem Bauch, sondern die Umwelt. Die anfing, sich einzumischen. Nicht nur subtil und nett. Sondern ebenso, wie die Definition von „übergriffig“ im Duden ist: aggressiv, lästig, aufdringlich, lästig, penetrant, zudringlich. Die Wahl des Geburtskrankenhauses, der Inhalt meiner Kliniktasche, die Ernährung in der Schwangerschaft waren, so schien es, ein Problem der Außenwelt geworden, anstatt meine persönliche Entscheidung. Ich hatte aber keine Ahnung, wie sich das noch steigern konnte. Nämlich als das Kind dann da war!

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Praktisch und kompakt: Wir haben den Buggy bonavi Air getestet (mit Rabattcode)

(Werbung und Rabattcode)

Wenn es nach meiner Tochter ginge, würde sie am liebsten nur noch laufen. Oder getragen werden. Nicht in der Trage, sondern auf dem Arm. Da manche Wege aber definitiv zu weit sind mit Kind auf der Hüfte und man ja auch Dinge mit sich herumträgt wie Einkäufe oder Büchereibücher, kommen wir um einen Buggy nicht herum. Wir nutzen ihn vor allem, wenn wir unterwegs sind, mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug. Und da ist eines am Buggy besonders wichtig: Die Kompaktheit und Verstaubarkeit. Gleichzeitig soll so ein Buggy aber auch stabil und robust sein, so dass das Kind auch auf Kopfsteinpflaster nicht durchgerüttelt wird oder man gar nicht mehr vorankommt. Bei den ersten zwei Kindern habe ich einige Buggys durchgetestet und jetzt bei Kind 3 endlich den richtigen Buggy gefunden: den bonavi Air. Weiterlesen

Rezept für finnischen Ofenpfannkuchen

Ich koche immer abends warm und auch an den Wochenenden gibt es bei uns mittags meist nur eine Kleinigkeit. Ein typisches Samstag-Mittagessen ist Pfannkuchen. Meine Jungs können den schon ganz alleine backen, selbst den Teig rühren sie selbst an. Das machen wir immer frei Schnauze – drei Eier und dann so viel Mehl und Milch, bis der Teig die richtige Pfannkuchen-Konsistenz hat. Dazu gibt es dann einfach Apfelmus, lecker! Aber auch wenn Pfannkuchen direkt aus der Pfanne einfach lecker sind, einen Nachteil haben sie: Man muss die ganze Zeit neben dem Herd stehen, die Pfannkuchen wenden und rechtzeitig aus der Pfanne nehmen. Und dann den Turm Pfannkuchen warm stellen, damit alle gleichzeitig zusammen essen können. Da jeder von uns Fünfen etwa 3 Pfannkuchen, manchmal auch vier, vertilgt, dauert es ganz schön lange, bis alle Pfannkuchen fertig sind! Und ganz ehrlich: Frisch aus der Pfanne schmecken sie nun mal besser als warmgehalten. Deshalb gibt es manchmal eine ebenso leckere Alternative: Ofenpfannkuchen! Das ist quasi ein riesiger Pfannkuchen direkt aus dem Ofen. Dieses Rezept habe ich aus dem Sommerurlaub in Finnland von meiner finnischen Familie mitgebracht. Es ist sehr einfach, superlecker und die meiste Arbeit hat dabei der Ofen! Weiterlesen

2019: Gut, dass Du vorbei bist.

Das Jahr 2019 ist um. Endlich. Es ist gut, dass das Jahr abgeschlossen ist. Es ist Zeit, dass ein neues Jahr beginnt. Ein unbeschriebenes Blatt, das vor uns liegt, ein Jahr, das hoffentlich die Normalität, die Leichtigkeit in unseren Alltag zurückbringt. Denn 2019 war dominiert von der Krebserkrankung meines Mannes, die immer und immer wieder zurückkam, diversen Therapien trotzte. Kurz vorm Jahreswechsel erfuhren wir von seinem Rezidiv (Rückfall), das viel zu schnell kam, und uns war von Anfang an klar, was auf dem Spiel stand. 2019 war das Jahr, in dem mein Mann viel zu viel Zeit im Krankenhaus fernab der Familie verbrachte. Es war auch das Jahr, in dem die Kinder zu viel Zeit in Krankenhäusern verbrachten, in Spielecken warten mussten, bis ich aus dem Krankenzimmer meines Mannes zurückkam. 2019 war das Jahr des Wartens, Bangens, Hoffens, das Jahr, in dem der Krebs permanent bei uns war. Ein Jahr der Angst, der Prüfungen.  Und der Rückschläge und enttäuschten Hoffnungen. Zweimal war mein Mann in Heidelberg für die ganz neue vielversprechende CAR-T-Therapie, in die wir so viele Hoffnungen steckten. Hoffnungen, die nach kürzester Zeit zunichte gemacht wurden. Weil der Krebs immer wieder zurückkam. Viel zu viel Platz in unserem Alltag einnahm, auch im Alltag der Kinder, obwohl wir versuchte, so viele Momente der Normalität, so viel Familienmomente wie möglich einzubauen. Aber 2019 war auch das Jahr, in dem das Leben meines Mannes gerettet wurde. Denn die Stammzellentransplantation in Hamburg im August brachte die Wende. Der Krebs ist bisher nicht zurückgekehrt, so lange hat er meinen Mann noch nie in Ruhe gelassen. Und deshalb schaue ich trotz aller Widrigkeiten dankbar in das vergangene Jahr zurück. Weiterlesen

Daimkaka: Schwedisches Rezept für Daimkuchen

Weihnachten ist vorbei und ich kann keine Plätzchen mehr sehen. Ganz ehrlich: Mit Zimt und Lebkuchen ist erst einmal Pause! Was nicht heißt, dass es am Wochenende trotzdem noch einen Kuchen bei uns gibt. Um mich gedanklich schon ein wenig auf den Sommer in Schweden einzustimmen, habe ich am Wochenende einen typisch schwedischen Kuchen gebacken: einen Daimkaka, man könnte auch Daimtorta dazusagen. Daimkuchen oder Daimtorte. Ich gebe zu: Dieser Kuchen mit Daim ist schon ziemlich süß. Und dank der Sahne, die man oben drauf streicht auch sehr sehr reichhaltig. Aber eben auch sehr sehr lecker! Das Tolle am Daimkaka: Das Rezept ist leicht nachzubacken und bis auf das Daim hat man eigentlich immer alles im Haus. Ich verspreche Euch: Mit diesem Daimkuchen holt Ihr Euch ein Stück Schwedenurlaub ins Haus! Weiterlesen

Einfach mal nichts tun müssen: Vom Zauber der Zeit zwischen den Jahren

Schon allein dieser Ausdruck „die Zeit zwischen den Jahren“! Denn natürlich gibt es das faktisch nicht. Es gibt keine  Zeit zwischen den Jahren. Nach 23:59 Uhr am 31.12.2019 kommt 24:00 Uhr am 1.1.2020. Da passt keine Sekunde zwischen die zwei Jahre. Klar, das ist mir bewusst und erschließt sich auch logisch. Aber: Es gibt sie doch, natürlich, die Zeit zwischen den Jahren, die es so rein wissenschaftlich betrachtet, eigentlich gar nicht gibt. Der Ausdruck „zwischen den Jahren“ beschreibt ihn perfekt, diesen Schwebezustand, dieses Sich-Außerhalb-der-Zeit-Befinden, dieses Nichts-Tun-Müssen-sondern-sich-einfach-treiben-lassen. Weiterlesen

Für die Feiertage ein bisschen Lesestoff: Best of 2019

Ist das zu fassen? Es ist schon fast wieder ein Jahr rum! Nun kommen die entspanntesten zwei Wochen des Jahres und wir haben alle auf diese Ferien hingefiebert. Nicht nur wegen der Geschenke, die es morgen gibt. Nein, auch weil wir alle ferienreif sind. Keine Lust mehr haben, im Dunklen aufzustehen. Und endlich ein paar Tage brauchen, an denen wir einfach nur ausschlafen können und den ganzen Tag im Schlafanzug herumlaufen. Nichts müssen, aber tun können, worauf wir Lust haben. Ich habe oft überlegt, in den Weihnachtsferien so richtig weit weg in den Urlaub zu fliegen und bin immer wieder davon abgekommen. Denn ich liebe diese gemütlichen Tage! Und dazu gehört auch, dass ich hier auf dem Blog und in den sozialen Medien ein wenig weniger schreibe, einen Gang runterschalte. Ich mache, worauf ich Lust habe und der größte Teil der Zeit gilt meiner Familie. Da ich aber in dieser Zeit auch gerne lese und viel lese und es Euch ja vielleicht ähnlich geht, habe ich hier mal die Best of 2019-Texte von diesem Jahr zusammengestellt. Dann habt Ihr ein bisschen Lesestoff für die Feiertage und könnt Euch in Ruhe durch den Blog klicken, wenn Ihr mögt. Oder endlich mal alle Rezepte nachbacken. Weiterlesen