Magic Aufräuming nach der Ganznormalemama-Methode (oder: Wie ich an Marie Kondo scheiterte)

Jedes Jahr kurz nach Weihnachten packt mich nicht nur das Fernweh, sondern auch die Sehnsucht nach einem aufgeräumten Zuhause. Nach einem Esszimmer, das auch seinen Namen verdient, nach einem Sofa, auf das man sich setzen kann, ohne vorher sieben Bücher, zwanzig Legosteine und vier Kuscheltiere zur Seite zu räumen. Ich kaufe Hyazinthen und Tulpen, um den Frühling einziehen zu lassen und suche verzweifelt nach einem Ort, an dem ich die Vase abstellen kann. Der ist schwer zu finden, weshalb die Blumen ein eher trauriges Dasein zwischen Altpapierstapeln und partnerlosen Socken fristen. Ich will Ausmisten, mich befreien von all dem Ballast und endlich nicht mehr über Stapel alter Zeitschriften stolpern, wenn ich die Treppe hochgehe! Ich will endlich wieder Platz im Kleiderschrank und in den Küchenschränken. Und ich will einen Platz für all die Dinge, für die man keinen festen Platz hat und sie deshalb auf jeder frei verfügbaren Fläche ablegt. Jedes Jahr dasselbe um die Jahreszeit und es geht nicht  nur mir so. Ausmisten ist das Top-Thema in allen Zeitschriften und nun geht Marie Kondo, DIE Aufräumqueen schlechthin, sogar mit einer Netflixserie an Start. Mit Marie Kondo werde ich meine Ausmist-Challenge jedoch nicht starten, denn ich scheiterte an ihrem Konzept vor zwei Jahren grandios. Ein neues Konzept muss her!   Weiterlesen

Wieso wir mit unseren Kindern viel häufiger essen gehen sollten

Raus mit Euch! Ab in die Restaurants mit Euren Kindern! Entert die Cafés, stürmt die Restaurants. Und zwar nicht zum „entspannten Abend“ zu zweit, sondern mit der ganzen Familie. Denn wir Familien müssen sichtbarer werden. Sonst werden wir vergessen. Und müssen dann nicht wundern, dass es sich mit der Kinderfreundlichkeit in Grenzen hält. Schaut nach Frankreich, wo Kinder ganz selbstverständlich mit ins Restaurant gehen (und in Frankreich dauern die Abendessen lang… wirklich lang, unter vier Gänge geht da nix). Oder nach Italien. Oder nach Skandinavien. In all den Ländern sind Kinder immer ganz selbstverständlich mit dabei. Und die Restaurantbesitzer und Cafébesitzer legen eine ganz andere Kinderfreundlichkeit zutage als hier. Denn Kinder gehören dort zum öffentlichen Leben – während sich Eltern hierzulande mit ihren Kindern immer häufiger in Komfortzonen zurückziehen. Da wird höchstens mal das Café mit der Spielecke angesteuert oder das Restaurant mit dem Spielplatz im Garten. Aber ich bin der Meinung: Wir Familien müssen uns die Öffentlichkeit zurückerobern! Und das mit den Manieren beim Essengehen? Kommt ganz von alleine. Kinder sind unglaublich lernfähig und flexibler als wir denken.
Weiterlesen

Meine Bücher auch als Hörbücher – mit Verlosung!

*Verlosung und Werbung in eigener Sache*

Während ich die letzten Seiten meines nächsten Buches schreibe, gibt es heute eine kleine Premiere zu feiern: Meine Bücher „Willkommen Geschwisterchen“ und „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein. Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter“ erscheinen heute als Hörbuch! Ich wurde schon mehrmals gefragt, ob es die Bücher nicht als Hörbuch gibt – und der Trias Verlag hat Euer Bitten erhört. Und voila: Die Printversion gibt es nun also auch zum Hören! Ich bin superstolz, auch wenn ich sie nicht selbst eingelesen habe (dazu hätte ich in den letzten Monaten leider nicht die Zeit gehabt). Diese beiden Bücher sind seit ihrem Erscheinen immer wieder Bestseller bei Amazon gewesen, teilweise monatelang am Stück und ich habe so viele unglaublich liebe Emails bekommen, in denen Ihr mir geschildert habt, wie Euch meine Bücher weitergeholfen oder auf Eurem Weg bestärkt haben. Das tut einfach unglaublich gut zu hören!

Weiterlesen

Wie sich das Prinzip „Weniger ist mehr“ durch die gesamte Elternschaft zieht

Weniger ist mehr. Habt Ihr sicher schon mal gehört. Weniger Deko im Wohnzimmer, weniger Make Up im Gesicht, weniger Schaumfestiger im Haar und weniger Salz in der Suppe. Viel wichtiger aber ist das Prinzip „Weniger ist mehr“ im Familienleben. Es ist sozusagen die Geheimzutat für entspanntes Elternsein. Denn es lässt sich so wunderbar im Alltag einsetzen. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so. Weiterlesen

Rezept für vegane Linsensuppe mit Curry und Zitronengras

Ich mag die indische Küche sehr und esse auch gerne mal vegan. Diese Linsensuppe ist an indische Linsensuppen angelehnt, wird mit Curry, Ingwer und Zitronengras gewürzt und hat sogar meinen beiden Jungs so gut geschmeckt, dass sie einen Nachschlag wollten. Das hört sich doch vielversprechend an, oder? Diese Linsensuppe wärmt so richtig schön durch – und macht durch das Protein und die Ballaststoffe der Linsen auch richtig schön satt. Und das Rezept ist auch noch ganz einfach zu kochen – versprochen! Weiterlesen

Vorsätze fürs neue Jahr? Habe ich nicht. Aber dafür Pläne. Und Wünsche.

Vorsätze fürs neue Jahr? Nein, das habe ich nicht  wirklich. Aber Pläne. Moment mal, sagt Ihr jetzt. Wo ist denn da der Unterschied? Vorsätze sind etwas, was man (meistens) eh nicht umsetzt. Pläne sind konkreter. Greifbarer. Deshalb möchte ich von Plänen sprechen. Rein sprachliche Kosmetik, findet Ihr? Vielleicht. Find ich aber nicht. Und das habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen: Weiterlesen

Tschüss 2018, hallo 2019!

Ich bin nicht mehr für große Partys gemacht, ganz ehrlich, ich fühle mich ein bisschen… verkatert. Obwohl ich außer Tee und Wasser nix getrunken habe. Einen Himbeer-Orangen-Smoothie noch. Aber meine Jungs wollten unbedingt das Feuerwerk sehen und bis Mitternacht aufbleiben. Sie schafften es tatsächlich … und ich auch. Um eins waren wir im Bett, das Baby hielt sich nicht an die Nachtruhe und wollte im Stundentakt gestillt werden (ein Backenzahn schiebt sich fieserweise durchs Zahnfleisch). Um neun waren die Kinder wieder wach und fit, ich nicht. Für diese wilden Parties bin ich nicht gemacht. Nun nach drei Kaffee bleiben die Augen immerhin auf und gleich geht es an die frische Luft. Der Mittlere will sehen, wie viel Müll das Feuerwerk gemacht hat und ich hoffe, dass mein Kopfweh sich verflüchtigt. Deshalb gibt es heute für Euch nur einen schnellen Jahresrückblick in Form der 10 meistgeklickten Texte von 2018. Weiterlesen

Leichtes Dessert ohne Zucker: Mascarpone-Creme mit Himbeeren

Die letzten Wochen hatten wir genug Süßkram und Zucker. Für die Kinder gab es überall etwas zu Naschen, einen Schoko-Weihnachtsmann hier, Plätzchen da und dann noch tütenweise Mutzen auf dem Weihnachtsmarkt. Da konnte ich Heiligabend als Dessert einfach nix Süßes mehr sehen, geschweige denn essen. Ich brauchte etwas Fruchtiges zum Nachtisch, etwas Leichtes, aber etwas ausgefallener als Obstsalat sollte es dann schon sein. Herauskam diese Mascarpone-Creme mit Himbeeren, die ich mit einem Schuss Agavendicksaft statt Zucker abschmeckte. Dieses leichte zuckerfreie Dessert passt übrigens auch bestens aufs Silvesterbuffet! Weiterlesen

Winterlicher Hefezopf mit Kardamom

Hefezopf ist ja eigentlich ein klassisches Osterrezept. Aber wieso eigentlich? Ich liebe Hefeteig und finde ja das Kneten hat schon fast was Therapeutisches. Also habe ich unseren Hefezopf für dieses vierte Advent-Wochenende mal mit einem weihnachtlichen Gewürz abgeschmeckt: Kardamom. Ich liebe diesen Geschmack, der für mich übrigens nicht nur mit Weihnachten in Verbindung steht, sondern vor allem mit Schweden. Denn Kardamom wird auch für die schwedische Zimtschnecke benutzt (deren Rezept Ihr hier findet!) – für mich schmeckt dieser Hefezopf also auch ein bisschen nach Sommer in Schweden, so merkwürdig das vielleicht klingen mag. Also, falls Ihr an den Weihnachtsfeiertagen ein leckeres Brot selbst backen wollt, dann versucht Euch an diesem Kardamom-Hefezopf. Schon allein der Duft wird Euch das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen! Weiterlesen

Mein Mann und der Krebs: Wie unser Leben auf den Kopf gestellt wurde

Alles begann mit geschwollenen Mandeln. Einem Hals, der immer  weiter zuschwoll. Man denkt sich nichts dabei. Wieder so ein Infekt halt. Es war August, die Schulferien waren vorbei, aber es war immer noch Sommer, dieser schöne, nicht enden wollende Sommer. Mein Mann ging mit seinen geschwollenen Mandeln zum Arzt, bekam Blut abgenommen und am nächsten Tag eine Überweisung zum Onkologen. Verdacht auf malignes Lymphom stand auf der Überweisung. So saßen wir also da im Wartezimmer bei einem Arzt einer Fachrichtung, bei dem Du nie sitzen möchtest. Und befasst Dich mit Dingen wie Lymphknotenentnahme, Biopsie, Knochenmarkentnahme und CT. Eine Woche später saßen wir erneut in diesem Wartezimmer. Und bekamen schwarz auf weiß, was wir eigentlich schon ahnten, fast sicher wussten: Lymphdrüsenkrebs. Von eben noch eigentlich gesund mit eigentlich nur geschwollenen Mandeln und dicken Lymphknoten hineinkatapultiert in: schwerkrank, sterbenskrank. Eine Woche später schon begann die Chemo und irgendwie war es gut, dass es losging. Dass das Warten ein Ende hatte. Weiterlesen