Wieso mich Dogmen in der Erziehung stören

Kürzlich blätterte ich in einem Erziehungsratgeber. Interessantes Thema, eine Fragestellung, die mich schon länger beschäftigte. Aber ich kam nicht weit mit dem Lesen. Denn wohin ich auch blätterte, mich verfolgte ein erhobener Zeigefinger. Am Ende blieb ein schaler Geschmack und irgendwie das Gefühl: Ich als Mama mache eigentlich alles falsch. Sprich: Ich habe versagt, weil ich es nicht so mache, wie beschrieben. Ich las die Dialoge, die als Problemlösung aufgeschrieben waren und fühlte mich erneut: schuldig. Und dachte mir: „Wer zum Teufel redet so?“ Wenn das die Lösung sein sollte (und laut Buch die einzige wahrhaftige echte umsetzbare und beste Lösung), dann versagen die Mütter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis reihenweise. Regelmäßig.   Weiterlesen

Lillydoo-Windeln im Langzeittest: Unser Fazit

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 Unsere Babymaus ist nun ein halbes Jahr auf der Welt – und vom ersten Tag an wickelte ich sie mit Lillydoo-Windeln. Als meine Jungs im Windelalter waren, gab es diese Windelmarke noch nicht, so dass sie mit „herkömmlichen“ Windeln gewickelt wurden. Nachts Markenwindeln, tags die Eigenmarke vom Drogeriemarkt. Was das „Dichthalten“ betraf, hatten wir es damit gut im Griff. Also meistens jedenfalls. Allerdings hatten meine Jungs ständig einen wunden Po, außer im Sommer, wenn ich sie „unten ohne“ herumkrabbeln ließ. Und was mich ebenfalls störte: dieser chemische Geruch, der aus der Windelpackung strömte. Das ist auch das erste, was auffällt, wenn man eine Lillydoo-Packung öffnet: Da ist nix Chemisches, was in die Nase steigt. Doch das ist noch längst nicht alles, was mir an den Lillydoo-Windeln gefällt.  Weiterlesen

Auf den Tag genau 6 Monate alt: unsere Babymaus!

Heute habe ich übrigens Geburtstag. In zweifacher Hinsicht. Ich bin heute 38 geworden. Ja, uralt, wie mein Sohn charmant sagt. Und ich bin seit einem halben Jahr Dreifachmama. Auf den Tag genau vor 6 Monaten kam unsere Babymaus nämlich auf die Welt. Und fragt mich nicht, wo die Zeit geblieben ist?! Genau ein halbes Jahr ist es her, da lag sie auf mir mit ihrem zerknitterten Neugeborenengesicht. Und heute gluckst und plappert sie –  und die Hälfte des Babyjahres ist schon um. In einem halben Jahr wird sie ein Jahr alt! Wahnsinn, was sich in diesen Monaten alles getan hat.

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Ein Wochenende allein mit drei Kindern – und einem Haufen zu erledigender Arbeit

Dass Murphys Gesetz in ganz besonderem Maße für uns Eltern gilt, habe ich ja schon mal beschrieben. Und an diesem Wochenenden schlug es mal wieder so richtig zu. Das erste Wochenende alleine mit drei Kindern. Natürlich ein Wochenenden, an dem ich richtig viel zu tun habe. Es ist Ende des Monats und das heißt bei mir immer: Artikel für meine Zeitschriften-Kunden abgeben. Dazu Frühlingsfest im Kindergarten, hochsommerliche Temperaturen und drei Kinder, die alles andere im Sinn haben, als abends früh ins Bett zu gehen. Tja. Und da bin ich also, die Frau mit dem Buch mit den tollen Tipps, wie man als Mama keinen Burnout bekommt und sich Auszeiten nimmt – und befolge keinen einzigen meiner tollen Tipps, sondern stehe stattdessen selbst kurz vorm Durchdrehen. Toll Frau Expertin, das ist so wie bei den Lungenfachärzten, die zur Zigarette greifen. Einen Einblick gefällig in den ganz normalen Wochenendwahnsinn zwischen Home Office, Babystillen und  Home Office! Achja und den ersten Zahn beim Baby gab es auch noch!

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Diese Dinge sind völlig normal, liebe Mamas!

Immer wieder stoße ich in den sozialen Medien auf Fragen von Müttern, die wissen wollen, ob es normal ist, dass ihr drei Wochen altes Baby nicht durchschläft. Oder ihr Dreijähriger nicht alleine einschläft. Verunsicherte Mütter, die sich fragen, ob es normal ist, wenn ihr Zweijähriger sich nicht länger als 15 Minuten alleine beschäftigen kann oder ob es anderen auch so geht, dass ihr Vierjähriger kein Gemüse mag. Und dann sind da die Schwiegermütter oder neunmal klugen Nachbarinnen, die den Müttern erzählen wollen, dass Kinder spätestens mit sechs Monaten alleine einschlafen sollten oder die Mutter aus der Kindergartengruppe, die es gar nicht verstehen kann, dass Kinder kein Gemüse essen, denn ihre Kinder essen natürlich alles und mögen auch gar keine Süßigkeiten. Sehr hilfreich auch, vielen Dank. Dabei gibt es so viele Dinge im Leben mit Kindern, die einfach normal sind. Die ganz und gar kein Grund zur Sorge sind. Und bei denen man sich gar keinen Kopf machen sollte, ob man selbst etwas falsch macht oder das Kind. Diese Dinge, liebe Mamas, sind einfach ganz normal!

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Fragen vor dem Einschlafen – Philosophie mit Kindern

„Mama“, sagte mein Großer plötzlich vor dem Einschlafen. „Mama, wenn du ein anderes Kind hättest, würdest du dem auch sagen, dass du es so lieb hast, oder?“ Und bevor ich etwas antworten konnte, fuhr er fort: „Denn dann wüsstest du ja gar nichts von uns.“ Siebenjährige laufen kurz vor dem Einschlafen zur Höchstform auf. Philosophie um 20 Uhr, wenn eigentlich auf dem Sofa eine Zeitschrift auf einen wartet.  Weiterlesen

Was ich heute mal wieder nicht geschafft habe…

Achja. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Und er hatte wieder nur 24 Stunden. Und sechs bis sieben davon würde ich gerne noch schlafen. Um dann morgen vielleicht so ausgeschlafen zu sein, dass ich mal das schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Was ich ewig vor mir herschiebe. Und das, was halt so erledigt werden muss. Und so schlafe ich ein mit der stillen Hoffnung, ab morgen könnte sich wie durch ein Wunder die Erdumdrehung verringern (Asteroideneinschlag im Pazifik oder ein Sonnensturm mit bremsender Rotationswirkung?!) und der Tag hat auf einmal 26 Stunden. Ach Quatsch, wenn schon denn schon. 28 Stunden. Dann würde ich vielleicht mal alles schaffen. Oder zumindest 50 Prozent dessen, was so zu tun ist. Stattdessen habe ich mal wieder nichts geschafft…

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Als wär‘ sie schon immer da gewesen – Gedanken über das Leben mit Kindern (und die Zeit vor den Kindern)

Er könne gar nicht glauben, dass seine Schwester erst vier Monate alt sei, sagte mein Großer letztens. „Es kommt mir so vor, als wär‘ sie schon immer bei uns gewesen.“ Da war er wieder dieser Satz. Der mir unzählige Male in den Kopf kam, seit ich Kinder habe. Also seit ziemlich genau sieben Jahren. Vor sieben Jahren um diese Zeit war mein Großer ganze zwei Wochen alt und ich weiß noch, wie ich eben jenen Satz zu meinem Mann sagte. Dasselbe kurz nachdem mein Kleiner auf die Welt gekommen war. Und auch jetzt beim Babymädchen  ging mir dieser Satz immer wieder durch den Kopf. Ist es wirklich erst etwas mehr als vier Monate her, dass ich diesen unglaublich dicken Bauch vor mir herschob? Und elf Tage über den Stichtag hinaus warten musste, um dieses wunderbare kleine Mädchen endlich richtig kennenzulernen? Um zu sehen, wer hinter diesen kräftigen Tritten steckte und wer da so lange auf sich warten ließ? Ja, die Zeit rast nur so an uns vorbei und Kinder machen es uns erst so richtig bewusst – da sie sich im Zeitraffer entwickeln. Kommt uns Eltern jedenfalls so vor. Aber was fast noch verblüffender ist: Kinder schaffen es im Nullkommanix, dass man sich das Leben ohne sich nicht mehr vorstellen kann.  Weiterlesen

Wo sind all die Gitarren hin?

Heute mal etwas off the Topic. Darf auch mal sein, oder? Die ganznormalemama ist ja eigentlich ein Familienblog und was zum Teufel hat Rockmusik mit Kindern zu tun? Egal. Ich muss mir mal was von der Seele schreiben und dafür sind Blogs ja da. Also waren sie zumindest in grauen Vorzeiten bevor man sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzte. Ich vermisse die Gitarren. Die E-Gitarren im Radio. Ich höre selten Radio, was zum einen daran liegt, dass ich selten Auto fahre und zum anderen daran, dass meine Jungs in der Küche am liebsten den alten Kassettenrecorder anschmeißen und zum 2457. Mal „Wicki und die starken Männer“ hören. Letztens waren wir wieder im Auto unterwegs, hörten einen ganz normalen Radiosender mit den Hits der 2000er und von heute, was halt so läuft an angesagter Musik. Ach. Merkt man daran, dass man alt ist? Dass man mit den Hits von heute nur noch wenig anfangen kann? Und sich nostalgisch nach alten Zeiten sehnt? Ich jedenfalls vermisste schmerzlich den guten alten E-Gitarren-Sound.

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Was wir von Babys lernen können: Das, was wirklich zählt.

Es gibt Leute, die bezahlen teures Geld für Entschleunigungskurse. Sie versuchen sich in Achtsamkeit und Meditation, vertiefen sich in schlaue Bücher oder gehen gleich ins Kloster. Ich schaue einfach mein Baby an. Beobachte sie morgens dabei, wie sie sich nach dem Aufwachen reckt und streckt, langsam aufwacht und mich dann mit diesem unwiderstehlichen Babylächeln anstrahlt. Ich könnte sie stundenlang anschauen, stundenlang ihr Glucksen hören, mich über ihre aufgeregt strampelnden Ärmchen freuen, wenn ich ihr eine Rassel hinhalte. Babys bringen einen zurück auf den Boden der Tatsachen, sie zeigen einem, was wirklich wichtig ist. Man muss sich nur einlassen auf ihr Tempo, in ihre Welt eintauchen.

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