Als wär‘ sie schon immer da gewesen – Gedanken über das Leben mit Kindern (und die Zeit vor den Kindern)

Er könne gar nicht glauben, dass seine Schwester erst vier Monate alt sei, sagte mein Großer letztens. „Es kommt mir so vor, als wär‘ sie schon immer bei uns gewesen.“ Da war er wieder dieser Satz. Der mir unzählige Male in den Kopf kam, seit ich Kinder habe. Also seit ziemlich genau sieben Jahren. Vor sieben Jahren um diese Zeit war mein Großer ganze zwei Wochen alt und ich weiß noch, wie ich eben jenen Satz zu meinem Mann sagte. Dasselbe kurz nachdem mein Kleiner auf die Welt gekommen war. Und auch jetzt beim Babymädchen  ging mir dieser Satz immer wieder durch den Kopf. Ist es wirklich erst etwas mehr als vier Monate her, dass ich diesen unglaublich dicken Bauch vor mir herschob? Und elf Tage über den Stichtag hinaus warten musste, um dieses wunderbare kleine Mädchen endlich richtig kennenzulernen? Um zu sehen, wer hinter diesen kräftigen Tritten steckte und wer da so lange auf sich warten ließ? Ja, die Zeit rast nur so an uns vorbei und Kinder machen es uns erst so richtig bewusst – da sie sich im Zeitraffer entwickeln. Kommt uns Eltern jedenfalls so vor. Aber was fast noch verblüffender ist: Kinder schaffen es im Nullkommanix, dass man sich das Leben ohne sich nicht mehr vorstellen kann.  Weiterlesen

Wo sind all die Gitarren hin?

Heute mal etwas off the Topic. Darf auch mal sein, oder? Die ganznormalemama ist ja eigentlich ein Familienblog und was zum Teufel hat Rockmusik mit Kindern zu tun? Egal. Ich muss mir mal was von der Seele schreiben und dafür sind Blogs ja da. Also waren sie zumindest in grauen Vorzeiten bevor man sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzte. Ich vermisse die Gitarren. Die E-Gitarren im Radio. Ich höre selten Radio, was zum einen daran liegt, dass ich selten Auto fahre und zum anderen daran, dass meine Jungs in der Küche am liebsten den alten Kassettenrecorder anschmeißen und zum 2457. Mal „Wicki und die starken Männer“ hören. Letztens waren wir wieder im Auto unterwegs, hörten einen ganz normalen Radiosender mit den Hits der 2000er und von heute, was halt so läuft an angesagter Musik. Ach. Merkt man daran, dass man alt ist? Dass man mit den Hits von heute nur noch wenig anfangen kann? Und sich nostalgisch nach alten Zeiten sehnt? Ich jedenfalls vermisste schmerzlich den guten alten E-Gitarren-Sound.

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Was wir von Babys lernen können: Das, was wirklich zählt.

Es gibt Leute, die bezahlen teures Geld für Entschleunigungskurse. Sie versuchen sich in Achtsamkeit und Meditation, vertiefen sich in schlaue Bücher oder gehen gleich ins Kloster. Ich schaue einfach mein Baby an. Beobachte sie morgens dabei, wie sie sich nach dem Aufwachen reckt und streckt, langsam aufwacht und mich dann mit diesem unwiderstehlichen Babylächeln anstrahlt. Ich könnte sie stundenlang anschauen, stundenlang ihr Glucksen hören, mich über ihre aufgeregt strampelnden Ärmchen freuen, wenn ich ihr eine Rassel hinhalte. Babys bringen einen zurück auf den Boden der Tatsachen, sie zeigen einem, was wirklich wichtig ist. Man muss sich nur einlassen auf ihr Tempo, in ihre Welt eintauchen.

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Vom Wochenbett-Zauber im Dezember

Psssst, ich melde mich hier aus unserer kleinen Blase, während das Baby schläft. Wir leben hier gerade in einer Art Kokon, in einer Zeitkapsel, wenn man so will. Das Wochenbett ist eine besondere Zeit, eine Zeit, in der die Zeit irgendwie stillsteht. Nun, diesmal beim dritten Kind nicht so richtig still. Denn natürlich muss der Große weiterhin morgens in die Schule und nachmittags seine Hausaufgaben machen und ebenso geht der Kleine weiterhin in den Kindergarten. Aber die Vormittage alleine mit Baby unterliegen einem besonderen Zauber – ebenso die Nachmittage, die wir zurzeit ohne Verabredungen und besondere Aktivitäten gestalten. Nur wir fünf, viel Kuschelei, viel Vorlesen, gemütliches heiße Milch vorm Adentskranztrinken. Alles ist verlangsamt, manchmal wie in Zeitlupe. Und trotzdem rast die Zeit – ist unser Baby nicht gerade eben erst auf die Welt gekommen? Hatte ich nicht eben noch diesen unwahrscheinlich dicken Bauch?! Und schon sieht sie so anders aus als auf den Fotos der ersten Stunden – und ruckzuck ist es da, das Gefühl, als sei unser Babymädchen schon immer bei uns gewesen.  Weiterlesen

Und noch mal in die Warteschleife

Ich würde Euch ja gerne ein paar Fotos von süßen speckigen Babyfingerchen und Füßchen zeigen, aber wie es aussieht, müsst  Ihr Euch noch ein wenig gedulden. Unsere Kleine lässt auf sich warten! Bis heute morgen war ich noch recht entspannt, der mein Kleiner kam auch vier Tage zu spät. Und es war noch mal ein sehr entspanntes, schönes Familienwochenende mit Ausschlafen und viel Kuscheln mit den Jungs. Aber nun muss ich zugeben, werde ich doch langsam ungeduldig… Weiterlesen

In Warteposition… morgen ist Stichtag.

Da sitz ich nun mit meinem dicken Bauch und warte. Lausche auf die Signale meines Körpers. Ab und zu ein Ziehen. Ansonsten Ruhe. Morgen ist Stichtag und theoretisch kann es jederzeit soweit sein: Unser Baby kommt! Den Geburtstag meine Kleinen habe ich letzte Woche hinter mich gebracht, das Wochenende haben wir auch noch einmal genossen und waren lange am Strand spazieren – und eigentlich kann es jetzt mal losgehen. Wir sind bereit!

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Ich muss nicht immer die Beste sein – wieso Perfektsein nicht zu meinen Prioritäten zählt

Letztens wurde ich gefragt, wie ich das alles eigentlich meister: Meinen Beruf, den Blog, die zwei Kinder, die Schwangerschaft und dann noch das neue Buch. Und wie ich es schaffe, dabei immer so entspannt zu sein und den Humor nicht zu verlieren. Wenn es so rüber kommt, ist es ja schön – aber glaubt mir, ich bin nicht immer entspannt! Und auch nicht immer so humorvoll, wie ich gerne hätte! Ich verliere oft genug die Nerven. Aber alles in allem find ich auch, dass ich das ganz gut meister. Wie ich das mache? Ich setze Prioritäten. Perfekt zu sein ist so eine Sache, die bei mir keine oberste Priorität hat. Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss nicht immer die Beste sein. Hauptsache, ich bin gut  genug!  Weiterlesen

Umstandsmode, die gleichzeitig Stillkleidung ist: Mama mag es praktisch

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Ich mag es gern praktisch. Und ich mag es nachhaltig. Umstandsmode nur für ein paar Monate kaufen und dann das schöne Kleid nicht mehr anziehen können? Das finde ich ziemlich schade! Geht es Euch auch so? Zumal die dritte Schwangerschaft wahrscheinlich meine letzte sein wird und ich das schicke Umstandskleid also nicht noch einmal aufheben kann. Umso besser finde ich Umstandsmode, die gleichzeitig auch für die Stillzeit taugt und eventuell sogar noch über die Stillzeit hinaus. Und genau so etwas habe ich bei Bellybutton gefunden! Wieso ich diese Umstandsmode, die gleichzeitig Stillkleidung ist, so praktisch finde, möchte ich Euch einmal erzählen – denn sie ist nicht nur funktionell, sondern auch noch bequem und schick. Besser geht kaum, oder?!  Weiterlesen

Bald geht es wieder los: Stillen, wenig Schlaf, keine freie Hand beim Essen …

Noch knapp drei Wochen bis zum Stichtag! Wahnsinn! Erst kommt einem der Stichtag so weit weg vor – und dann ist es auf einmal fast soweit. Theoretisch könnte es ja sogar jederzeit losgehen. Wobei es bei mir nicht so aussieht und meine beiden Jungs waren auch übertragen. Von daher bin ich recht gelassen. Der Klinikkoffer ist auch noch nicht gepackt. Zur Not kann mein Mann ja auch alles nachbringen, da bin ich diesmal sehr entspannt. Ich hoffe, das rächt sich nicht. Ich habe eigentlich auch noch einiges zu erledigen, bevor es losgeht. Aber je näher der Termin rückt, umso klarer wird mir auf einmal: Es geht bald wieder los! Das Stillen, der wenige Schlaf, das ständige Babytragen, weil es nicht abgelegt werden will. Es geht alles wieder von vorne los. Da wird mir auf einmal klar, wie bequem es auch geworden ist: Meine Kinder schlafen durch, ziehen sich alleine an und können sich (meistens) alleine beschäftigen. Und nun wird alles noch mal auf 0 gestellt! Weiterlesen

Meine Kinder schlafen nicht alleine ein – na und?! Plädoyer fürs Einschlafkuscheln

In letzter Zeit lese ich immer wieder Texte und Posts in sozialen Medien von Eltern, die sich fragen, wie sie ihre Kinder zum Alleine-Einschlafen bewegen können. „Hilfe, mein Kind schläft nicht alleine ein!“ oder „So helfen Sie Ihrem Baby alleine einzuschlafen“ oder „Ab welchem Alter sind Eure Kinder alleine eingeschlafen?“ Und manches Mal sind die Mütter richtiggehend verzweifelt, weil ich noch nicht mal einjähriges Baby nur mit Kuscheln und Körperkontakt einschläft. Wer sagt eigentlich, dass Babys und kleine Kinder alleine einschlafen müssen? Woher kommt der gefühlte Druck, die Kinder so schnell wie möglich ans alleine Einschlafen zu gewöhnen? Meine Kinder schlafen immer noch nicht alleine ein – na und? Auch wenn es mich manchmal nervt und ich auch das ein oder andere Mal gerne früher „Feierabend“ hätte – ich mag das Einschlafkuscheln. Und finde gar nichts Ungewöhnliches an diesem Einschlafritual. Weiterlesen