„Ich habe, seitdem ich Mutter bin, immer unterbewusst Ängste“ – ein Leserbrief

Ich freue mich immer sehr, wenn mein Blog und auch meine Bücher anderen Müttern weiterhelfen – wenn sie zeigen „Ihr seid nicht alleine“. Denn fällt einem nicht alles gleich viel leichter, wenn man weiß, dass es anderen auch so geht? Letzte Woche habe ich wieder eine liebe Email von einer Mutter bekommen, die mich sehr berührte. Sehr gerne veröffentliche ich ihren Leserbrief nach Absprache mit ihr anonym hier auf dem Blog – vielleicht habt Ihr ein paar liebe Worte und Ratschläge für sie? Und könnt Ihr Mut machen? Denn das wollte ich von Anfang mit meinem Blog: mich mit anderen austauschen und Mut machen. Hier kommt ihr Leserbrief:   Weiterlesen

Die Kunst, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren: Mütter, Ihr dürft egoistisch sein!

Ich gebe es zu: Ich bin irgendwie ein hoffnungsloser Fall. Ich weiß es ja eigentlich besser. Aber trotzdem ist es immer dasselbe. Die Familie tut sich reihum auf beim Essen, alle sitzen mit ihren vollen Tellern da. Und ich? Schnippel das Essen für das Baby klein, während mein Essen kalt wird. Mama denkt zuletzt an sich. Es ist ja leider symptomatisch. Ein Beispiel für ein Verhalten, das sich durchs ganze Mamaleben zieht. Wir Mütter neigen dazu, zuletzt an uns selbst zu denken. Wir flitzen durch unser Leben, haben alles im Kopf von den Schließtagen der Kita bis hin zur aktuellen Windelgröße des Babys, nur uns selbst vergessen wir viel zu oft. Wir verkneifen es uns auf die Toilette zu gehen, weil das Baby auf dem Arm eingeschlafen ist, wir verzichten auf unsere Lieblingsserie, weil das Kind nicht einschlafen will und kuscheln eine Extrarunde im Bett. Wir pellen uns bibbernderweise im Schwimmbad als letzte aus den nassen Badesachen, weil wir erst einmal alle Kinder abtrocknen und umziehen. Und so geht es munter weiter: Unsere eigenen Bedürfnisse setzen wir an letzter Stelle. Hauptsache, die Familie ist glücklich, dann ist auch die Mama glücklich?! Weiterlesen

Zwischenbericht: Wie ich mit dem Aufräumen und Ausmisten vorankomme

Vor kurzem hatte ich Euch tatkräftig angekündigt, unser Haus auf Vordermann zu bringen. An Marie Kondo bin ich vor Jahren gescheitert – stattdessen machte ich mich mit meiner eigenen Methode ans Werk. Weniger streng, etwas impulsiver, aber ebenfalls mit dem Vorsatz: Überflüssiger Ballast muss weg! Mein Ziel ist kein blitzblankes Haus. Es muss hier auch nicht aussehen wie in einer Wohnzeitschrift oder bei so manchem Interiorblog. Hier wohnen schließlich Menschen. Fünf Stück. Fünf echte Menschen. Davon drei Kinder, die alles überall liegen lassen und eine Sammelleidenschaft haben. Aber ich wollte endlich mal durchs Wohnzimmer gehen, ohne über Eisenbahnen oder Legosteine zu stolpern. Ich wollte aufs Sofa plumpsen können, ohne erst alte Zeitschriften, Kinderbücher und Spielkarten wegzuräumen. Ich wollte endlich mal auf Anhieb den Tuschkasten finden und die Treppe hochgehen, ohne um wackelnde Stapel herum zu balancieren. Meine Ansprüche sind nicht hoch! Was mir fehlte, war vor allem die Zeit, endlich mal anzufangen. Nun bin ich ein großes Stück weiter (noch nicht am Ende) und nehme Euch mit auf einen kleinen Rundgang durch Wohnzimmer, Esszimmer und Küche! Weiterlesen

Wie sich das Prinzip „Weniger ist mehr“ durch die gesamte Elternschaft zieht

Weniger ist mehr. Habt Ihr sicher schon mal gehört. Weniger Deko im Wohnzimmer, weniger Make Up im Gesicht, weniger Schaumfestiger im Haar und weniger Salz in der Suppe. Viel wichtiger aber ist das Prinzip „Weniger ist mehr“ im Familienleben. Es ist sozusagen die Geheimzutat für entspanntes Elternsein. Denn es lässt sich so wunderbar im Alltag einsetzen. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so. Weiterlesen

Vorsätze fürs neue Jahr? Habe ich nicht. Aber dafür Pläne. Und Wünsche.

Vorsätze fürs neue Jahr? Nein, das habe ich nicht  wirklich. Aber Pläne. Moment mal, sagt Ihr jetzt. Wo ist denn da der Unterschied? Vorsätze sind etwas, was man (meistens) eh nicht umsetzt. Pläne sind konkreter. Greifbarer. Deshalb möchte ich von Plänen sprechen. Rein sprachliche Kosmetik, findet Ihr? Vielleicht. Find ich aber nicht. Und das habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen: Weiterlesen

Echt jetzt?! Unser Baby wird ein Jahr alt!

Und auf einmal brennt die erste Kerze auf dem Kuchen. Und auf einmal ist dieses kleine Mädchen offiziell kein Baby mehr. Und auf einmal habe ich da etwas im Auge. Der erste Geburtstag ist etwas besonderes. Nein, nicht fürs Baby. Das bekommt im Zweifel ja gar nichts mit, außer vielleicht, dass es an diesem Tag noch häufiger geknuddelt wird als sonst. Aber für uns Mütter ist der erste Geburtstag etwas besonderes. Auch beim dritten Kind sind da sofort wieder diese Erinnerungen. Diese Mischung aus Wehmut und Freude. Wehmut ist dieses Mal noch ein bisschen größer, denn es wird ja doch wahrscheinlich mein letztes Baby sein, das nun ein Jahr alt wird. Ist es wirklich erst ein Jahr her? Ein Jahr her, dass diese kleine Maus auf die Welt kam und uns sofort um den Finger wickelte? Dass sie im Eiltempo auf die Welt wollte, nachdem sie uns elf Tage hat warten lassen? Weiterlesen

Du merkst, dass du alt bist, wenn die Modesünden deiner Kindheit plötzlich wieder angesagt sind

Jetzt bin ich wirklich alt. Denn die Karottenjeans ist zurück! Auf einmal tragen alle diese unförmigen Jeans mit meterhohem Hosenbund bis über den Bauchnabel. So wie damals, Ende der 80er, Anfang der 90er. Wenn du merkst, dass die Modesünden deiner Kindheit und Jugend plötzlich wieder in, angesagt, trendy oder wie auch immer sind – dann weißt du: Du bist alt. Alles kommt wieder. Man muss seine Klamotten nur lange genug aufbewahren, dann kann man sie wieder ohne schlechtes Gewissen anziehen und ist voll en vogue. Ausgerechnet die Karottenjeans! Die Highwaisthosen! Die Katastrophe der 80er! Leute, diese Hosen sahen damals schon … suboptimal aus. Und es hat sich nichts geändert: Diese Jeans stehen nur wenigen. Sie machen immer noch einen Po wie eine Riesenbirne. Aber es ist ja noch schlimmer. Die Bodys sind auch wieder da! Nicht die für Babys. Sehen aber genauso aus. Mit Knopfleiste unten. Und für erwachsene Frauen. Dazu eine Highwaistkarotte und man ist trendiger als trendy. Weiterlesen

Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

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Neun Monate Babymädchen, neun Monate Dreifachmama

Und schwupps ist sie neun Monate alt. Unsere Babymaus ist nun so lange auf der Welt wie ich sie bewusst im Bauch getragen habe. Denn ich habe diese Schwangerschaft in der fünften Woche festgestellt.  Neun Monate ist sie bei uns – und wir sagen immer noch immer wieder diesen Satz „als wäre sie schon immer bei uns gewesen„. Neun Monate bin ich nun Dreifachmama. Und immer noch ist die Babymaus ein Sonnenscheinbaby. Jeden Morgen strahlt sie mich an, liegt neben mir, rollt auf den Bauch, reckt ihren Kopf hoch und strahlt. Dieses unwiderstehliche Babylächeln. Da ist es egal, dass es halb sechs morgens ist und die Nacht viel zu kurz war: Ich kann gar nicht anders als zurückzulächeln. Ich wache auf von einer kleinen Babyhand, die sich auf mein Gesicht legt und einem leisen Glucksen, schaue in große blaue Augen und ein breites Babygrinsen und bekomme automatisch gute Laune. Kann ein Tag besser beginnen?!

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Burnout vorbeugen: Wieso mit vielen kleinen Auszeiten mehr erreicht ist als mit einer großen

„Ich muss nur einmal wieder ein Wochenende für mich haben. Lange ausschlafen. Mich um nichts kümmern müssen. Nur Dinge tun, die mir gut tun. Dann wird alles anders.“ Sagte eine Freundin von mir, buchte sich ein Wellness-Wochenende und verreiste ohne Kinder. Dass sie ihre Kinder furchtbar vermisste, ist eine andere Geschichte. Vor allem aber geht es darum: Es war danach nicht alles anders. Die Auszeit hatte ihren Kopf freigepustet, sie wusste wieder, was wichtig für sie ist. Aber als sie am Montag wieder vom Kindergarten ins Büro flitzte, war alles wieder wie sonst. Willkommen im Hamsterrad! Nun, vielleicht hilft dann ein längerer Urlaub? Eine Woche Auszeit? Um wieder Zeit für sich zu haben? Und so etwas gegen den täglichen Stress zu tun? Dem Mutter-Burnout vorzubeugen? Auszeiten wie ein Wellnesswochenende oder gar ein ganzer Urlaub nur für uns selbst sind wichtig und schön – aber erstens bringen sie nichts, wenn der Alltag danach so weitergeht wie bisher. Denn dann ist der Erholungseffekt schneller weg als uns lieb ist. Und schwer zu organisieren sind diese Auszeiten auch. Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht jedermanns Sache ist, so längere Zeit ohne die Kinder zu sein. Meine jedenfalls nicht. Ich würde sie spätestens nach ein paar Stunden furchtbar vermissen.

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