Wie wird der Corona-Herbst? Mama-Gedanken am Ende der Sommerferien

Eigentlich stecken wir ja noch mitten im Sommer. Aber unser langer Sommerurlaub bei meiner Familie in Finnland liegt hinter uns. Noch knapp 10 Tage, dann beginnt die Schule wieder. Und der Kindergarten. Es mag sich vielleicht komisch anhören, aber für mich beginnt der Herbst immer schon im August. Dann schleicht er sich nämlich heimlich an. Mit plötzlich kühleren Nächten, mit dem früher Dunkelwerden, Tag für Tag, ganz langsam, bis einem auf einmal auffällt: Hey, es ist ja schon dunkel, dabei ist es doch erst neun. Eigentlich noch Hochsommer, aber gefühlt irgendwie nicht. Spätestens, wenn die Felder abgeerntet sind und es keine Erdbeeren mehr zu kaufen gibt, ist aus dem Sommer auf einmal ein Spätsommer geworden. Oder: fast Herbst. Was gar nicht schlimm ist. Denn ich mag den Herbst, besonders den Übergang  von Sommer zu Herbst. Die warmen Farben, das weichere Licht, den Kontrast aus kühleren Nächten und warmen Tagen. Aber: Dieses Jahr mischt sich in die Vorfreude auf den Herbst, die ich sonst immer am Ende der Sommerferien habe, ein banges Gefühl. Man könnte auch sagen: Die Angst vorm Schnupfen der Kinder. Weiterlesen

Gastbeitrag einer Pädagogin: „Liebe Mamas, liebe Papas, Ihr seid in Ordnung wie Ihr seid!“

Gerne lasse ich auf diesem Blog auch immer wieder Euch, liebe Leserinnen, zu Wort kommen. Ich finde, ein Blog lebt von vielen verschiedenen Stimmen und Ansichten – und ich freue mich immer sehr, wenn mir Leserinnen schreiben und einen Gastbeitrag oder ein Interview anbieten. Heute hat Cara Alena einen aufmunternden, Mut machenden Brief für Euch geschrieben. Sie schreibt darüber, wie sich ihr Verhältnis als Pädagogin in einer Krippe zu den Eltern verändert hat, seit sie selbst Mutter geworden ist. Denn seitdem sie selbst ein Kind hat, ärgert sie sich über ihr früheres Pädagogin-Ich: Weiterlesen

Endlich Ferien! Was fast 4 Monate Corona mit uns gemacht haben

Endlich. Ferien. Darauf habe ich in den letzten Wochen echt hingearbeitet. Dabei haben wir doch seit Mitte März fast so etwas wie Ferien, sollte man meinen. Schlafen seit Mitte März jeden Tag aus, machen fast jeden Nachmittag einen Ausflug in die Natur. Am Anfang war es auch ein bisschen so. Endlich viel Zeit zusammen, keine Termine, ausschlafen, gemütlich frühstücken und lange Spaziergänge im Wald. Selbst die Hausaufgaben beim Homeschooling packten wir recht entspannt und der Spagat zwischen Home Office und Kinderbetreuung fühlte sich noch nicht so schmerzhaft an. Schließlich kamen zwei Wochen nach dem Lockdown eh erst mal drei Wochen Osterferien, die wir hier zuhause an der Ostsee verbrachten statt wie geplant in Frankreich. Doch dann wurde der Spagat schmerzhafter, die Belastung größer und das Fragezeichen nach „Wann bekommen wir unser normales Leben zurück?“ wuchs ins Unermessliche. Lange war nicht klar, wann Schule und Kindergarten wieder losgingen. Und selbst als beides wieder losging, änderte sich für uns nichts, da mein Mann zur Risikogruppe zählt und wir deshalb die Kinder zuhause ließen. Der Spagat ging also weiter – und war eigentlich kaum noch machbar. Weiterlesen

Gastbeitrag: „Nun sitzen wir hier und atmen tief durch um den Kloß in unserem Magen kleiner werden zu lassen“

Corona hat uns Eltern das Leben schwer gemacht – folgenlos blieben die vergangenen Monate wohl bei kaum jemanden von uns. Um zu zeigen, wie es Eltern in dieser Zeit geht, lasse ich auf dem Blog immer wieder gerne andere Mütter zu Wort kommen. Letzte Woche hatte ich ein Interview mit Sarah, die ihre Selbständigkeit aufgeben musste. Diese Woche habe ich Vera interviewt, die von der Corona-Krise ebenfalls vor große Herausforderungen gestellt wurde. Gemeinsam mit Lisa veranstaltet sie seit sechs Jahren die Märkte „Zwergenkram“ und „Deernskram“ in Schleswig-Holstein: „Unsere Märkte sind Plattformen für Secondhand, Handmade & Regionales, uns geht es insbesondere um den Nachhaltigkeitsaspekt sowie die Vermarktung/Unterstützung von regionalen Labels. Feste Locations finden sich in Lübeck, hier leben und arbeiten wir im Homeoffice, sowie in Kiel, Flensburg und Rendsburg.“ Der Corona-Lockdown hat ihre Selbständigkeit von einem Tag auf den anderen auf 0 heruntergefahren – und wann es wieder weitergeht, ist nicht in Sicht. Weiterlesen

Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen?

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Ich erinnere mich noch gut an den Geburtsvorbereitungskurs, damals vor mehr als neun Jahren, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. „Ihr macht euch jetzt in der Schwangerschaft Sorgen um eure Kinder. Und ich sage euch: Das wird nicht aufhören. Ihr werdet euch immer Sorgen um eure Kinder machen. Immer.“ Die Dame ist ein bisschen arg theatralisch, dachte ich damals. Wie die anderen Teilnehmer wohl auch, wie die Blicke zeigten, die wir wechselten. Heute, mehr als neun Jahre später, weiß ich genau, was gemeint war. Denn die Sorgen um die Kinder hören nicht einfach auf, nur weil sie älter werden oder weil man beim zweiten oder dritten Kind mehr weiß. Denn auch, wenn sich einige Sorgen mit der Zeit auflösen, kommen andere Sorgen hinzu. Und auch, wenn man beim zweiten (oder dritten) Kind schon viel routinierter ist und deshalb viele Dinge besser einschätzen kann, bringt jedes Kind neue Sorgen mit. Weiterlesen

Weniger Kindergarten-Infekte und Co. – was wir von den Corona-Regeln mitnehmen können

Einen positiven Nebeneffekt hatte der Corona-Lockdown ja: Diese Spirale aus Kindergarten-Infekten war endlich unterbrochen. Dieser Winter hatte es echt in sich. Die üblichen Verdächtigen waren alle dabei: Neben unzähligen Schnupfenviren hatten wir Scharlach, Magen-Darm und Mittelohrentzündung zu Besuch. Bei drei Kindern kommt man auf wenige Wochen, wo mal alle drei Kinder ohne Schniefnase waren. Ich hielt tapfer durch, mich erwischte es erst an genau dem Tag, als die Schulen schlossen. Aber das war es dann auch: Seitdem gab es keine weiteren Infekte. Ist ja auch kein Wunder: Wir hatten ja niemanden, bei dem wir uns anstecken konnten! Und waren wir mal außerhalb des Hauses hielten wir Abstand. Das Händeschrubben tat sein Übriges. Und wird es hoffentlich auch weiterhin tun. Denn ich hoffe, dass wir einige der Corona-Regeln auch beibehalten können, wenn Corona „vorbei“ ist, auch wenn die zweite Welle ausbleibt und es einen Impfstoff gibt. Zum Beispiel Dinge wie Händewaschen (was ja eigentlich seit eh und je normal sein sollte!), in die Ellenbeuge niesen, bei Erkältung  zuhause zu bleiben und die Kinder nicht mit Ibuprofen „pimpen“, damit sie in den Kindergarten können und man selbst zur Arbeit. Und auch das Lüften find ich super – wenn ich daran denke, wie es oft im Kindergarten müffelte… da ist mehr frische Luft für alle gut! Weiterlesen

Weshalb ich nichts mehr aufschiebe: Gedanken zum 40.

40! In Worten vierzig. 40 bin ich heute geworden und was soll ich sagen: Es ist auch nur eine Zahl. Vielleicht ist da ein graues Haar mehr als gestern und vielleicht war das Fältchen in den Augenwinkel gestern noch etwas weniger ausgeprägt. Hab dann erstmal die Augencreme etwas dicker aufgetragen, frei nach dem Motto „viel hilft viel“. Aber im Ernst: War gar nicht schlimm. Das 40 werden. Auch wenn ich mich wirklich nicht so fühle. Mich etwas über die Zahl erschrecke. 40 waren doch früher immer „die Alten“. Aber alt komme ich mir wirklich nicht vor. Wenn man mich fragen würde, würde ich sagen, ich bin 31. Mal sehen, ob ich dann in 10 Jahren sage, „ich bin 41“. Oder immer noch 31?! Letztendlich ist es nur eine Zahl auf dem Papier und seit dem 18. Geburtstag ändert sich faktisch nicht mehr viel. Das tut es dann erst wieder mit 60, wenn man Seniorenrabatt bekommt. Moment mal, das ist ja schon in 20 Jahren?! Himmel. Stopp jetzt, darüber wollte ich gar nicht schreiben. Sondern darum, dass mich eben dieser Geburtstag daran erinnert, dass ich nichts mehr vor mir herschieben möchte. Weiterlesen

Filme, Spielzeug, Ausflüge: Muss denn alles immer pädagogisch wertvoll sein?

Natürlich wollen wir alle immer nur das Beste für unsere Kinder. Dass es ihnen gut geht – und dass sie sich natürlich bestmöglich entwickeln. Dafür kaufen wir ihnen das bestmögliche Spielzeug. Und lassen sie so wenig wie möglich digitale Medien benutzen und natürlich so selten wie möglich fernsehen. Stattdessen lesen wir viele schlaue Sachbücher, basteln mit Knete und Fingerfarben (alle Sinne anregen! Ihr wisst schon!) und lassen unsere Kinder mit handgeschnitzten Holzbausteinen Türme bauen, um ihre Feinmotorik bestmöglich zu stärken. Im Wald schicken wir sie balancierenderweise über Baumstämme, soll ja so gut sein für die Entwicklung des Gehirns und so. Achja und wenn wir sie mal fernschauen lassen, dann natürlich nur schlaue Wissenssendungen. Und auf dem Tablet dürfen sie an die Lern-App, die ihr logisches Denken trainieren soll. Ja. Wir haben hier Knete und Fingerfarben. Wir haben Holzbausteine und über Bäume balancieren wir auch. Meine Kinder lieben „Checker Tobi“ und ich find ihn auch echt klasse. Ich mag die Kindersachbücher mit den vielen Klappen sehr und die Lern-App für die Schule auch. Soweit, so gut, so pädagogisch wertvoll. Aber: Das ist alles nur ein Teil. Ein Teil der Wirklichkeit. Der andere Teil der Wirklichkeit ist weniger pädagogisch wertvoll. Der besteht aus Plastikfiguren aus Ü-Eiern, aus ferngesteuerten Autos, sinnfreien Zeichentrickserien und Fantasybüchern. Denn ganz ehrlich: Es muss doch nicht immer alles pädagogisch wertvoll sein! Weiterlesen

Die ungelesenen Zeitschriften-Stapel und Co: Meine Synonyme für „Ich komm zu nix“

Es gibt so einige Dinge im Haus, die mich immer wieder daran erinnern, dass ich einfach zu nix komme. Diese Dinge, die als Stellvertreter für meine persönlichen Grenzen stehen. Die mich daran erinnern, dass ich mal dringend eine kleine Auszeit bräuchte, einen Moment für mich selbst. Die mir durchs Haus zurufen „setz dich hin, kümmere dich mal um dich selbst!“ oder die leise und vorwurfsvoll raunen „streng dich an, du hast zu viel aufgeschoben“. Kennt Ihr sie auch, diese Synonyme des täglichen „Ich komme einfach zu nichts“?   Weiterlesen

Um auch mal was Positives zu sagen: Die guten Seiten des Lockdowns

Diese Wochen seit Mitte März, seit dem Corona-Lockdown sind eine einzige Herausforderung. Wir Eltern jonglieren mit unseren Kapazitäten, mit unseren Kräften und stoßen bei täglichen Spagat zwischen Home Office und Homeschooling und Kinderbetreuung regelmäßig an unsere Grenzen. Was mich bedrückt besonders mangels der Perspektive, wie es weitergeht, hatte ich hier geschrieben. Und welche Sorgen sich andere Eltern machen und welche teilweise drastischen Konsequenzen sie gezogen haben, habe ich hier geschrieben. Beide Texte wurden mehrere tausend Mal in den sozialen Netzwerken geteilt, was mich freute – denn ich wollte mit ihnen uns Eltern eine Stimme verleihen. Und das ist hoffentlich gelungen! Vielleicht  können wir so ja gemeinsam etwas bewegen. Doch bei all den Nerven, die uns diese Zeit kostet, die bei uns blank liegen – es gibt auch positive Aspekte! Ich habe mir vorgenommen, mein Augenmerk mehr auf die guten Seiten zu richten. Und je genauer man hinschaut, umso mehr positive Dinge bemerkt man. Umso besser geht es einem. Ich möchte, dass diese guten Seiten Oberhand gewinnen! Deshalb kommt hier ein Artikel voller positiver Gedanken. Und zwar nicht nur mit meinen Gedanken, sondern auch mit Euren, denn ich habe erneut bei Instagram in den Stories um Eure Zitate gebeten! Es kamen ganz viele positive Seiten, die Ihr dieser verrückten Zeit abgewinnen könnt. In diesem Sinne: Lasst uns heute den Fokus auf das Positive lenken :-) Weiterlesen