Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

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Neun Monate Babymädchen, neun Monate Dreifachmama

Und schwupps ist sie neun Monate alt. Unsere Babymaus ist nun so lange auf der Welt wie ich sie bewusst im Bauch getragen habe. Denn ich habe diese Schwangerschaft in der fünften Woche festgestellt.  Neun Monate ist sie bei uns – und wir sagen immer noch immer wieder diesen Satz „als wäre sie schon immer bei uns gewesen„. Neun Monate bin ich nun Dreifachmama. Und immer noch ist die Babymaus ein Sonnenscheinbaby. Jeden Morgen strahlt sie mich an, liegt neben mir, rollt auf den Bauch, reckt ihren Kopf hoch und strahlt. Dieses unwiderstehliche Babylächeln. Da ist es egal, dass es halb sechs morgens ist und die Nacht viel zu kurz war: Ich kann gar nicht anders als zurückzulächeln. Ich wache auf von einer kleinen Babyhand, die sich auf mein Gesicht legt und einem leisen Glucksen, schaue in große blaue Augen und ein breites Babygrinsen und bekomme automatisch gute Laune. Kann ein Tag besser beginnen?!

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Burnout vorbeugen: Wieso mit vielen kleinen Auszeiten mehr erreicht ist als mit einer großen

„Ich muss nur einmal wieder ein Wochenende für mich haben. Lange ausschlafen. Mich um nichts kümmern müssen. Nur Dinge tun, die mir gut tun. Dann wird alles anders.“ Sagte eine Freundin von mir, buchte sich ein Wellness-Wochenende und verreiste ohne Kinder. Dass sie ihre Kinder furchtbar vermisste, ist eine andere Geschichte. Vor allem aber geht es darum: Es war danach nicht alles anders. Die Auszeit hatte ihren Kopf freigepustet, sie wusste wieder, was wichtig für sie ist. Aber als sie am Montag wieder vom Kindergarten ins Büro flitzte, war alles wieder wie sonst. Willkommen im Hamsterrad! Nun, vielleicht hilft dann ein längerer Urlaub? Eine Woche Auszeit? Um wieder Zeit für sich zu haben? Und so etwas gegen den täglichen Stress zu tun? Dem Mutter-Burnout vorzubeugen? Auszeiten wie ein Wellnesswochenende oder gar ein ganzer Urlaub nur für uns selbst sind wichtig und schön – aber erstens bringen sie nichts, wenn der Alltag danach so weitergeht wie bisher. Denn dann ist der Erholungseffekt schneller weg als uns lieb ist. Und schwer zu organisieren sind diese Auszeiten auch. Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht jedermanns Sache ist, so längere Zeit ohne die Kinder zu sein. Meine jedenfalls nicht. Ich würde sie spätestens nach ein paar Stunden furchtbar vermissen.

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Weniger aufs Handy starren vor den Kindern – was ich mir vorgenommen habe

Ich habe mir Urlaubsfotos angeschaut. Und neben den schönen skandinavischen Landschaften ist mir eins aufgefallen: Ich habe viel zu oft mein Telefon in der Hand. dabei dachte ich, ich hätte meinen Handykonsum im Urlaub reduziert. In meiner Erinnerung hatte ich es hauptsächlich zum Fotografieren in der Hand. Hm. Auf den Fotos sieht es nicht so aus, als würde ich fotografieren. Die eigene Erinnerung ist manchmal trügerisch. Wurde ich auf den Foto nur in einem ungünstigen Moment erwischt? Mag sein. Aber ob ungünstig hin oder her: Ich möchte weniger auf mein Handy starren. Vor allem in Gegenwart der Kinder.

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Ein Kind ist kein Kind?! Wieso ich das als Dreifach-Mama nicht so sehe

Auf meiner Lesung aus meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ erzählte eine Mutter mir, dass sie ständig zu hören bekommt, sie solle sich nicht so anstellen, schließlich habe sie nur ein Kind. Und ein Kind ist kein Kind. Sagt man doch so. Sie könne diesen Satz nicht mehr hören, sagte sie. Was ich denn als Dreifach-Mutter darüber denke: Ist ein Kind wirklich kein Kind? Und dürfe sie sich deshalb nicht beklagen, dass sie zu nichts kommt? Ich muss gestehen, ich habe mich, als mein zweiter Sohn auf die Welt kam, auch gefragt, wieso mir das Leben mit nur einem Kind eigentlich manchmal so stressig vorkam. Und heute mit drei Kindern wundere ich mich, wieso mir das Leben mit nur zwei Kindern so stressig vorkam. So ändert sich die Wahrnehmung. Aber rückblickend muss ich sagen: Die Umstellung von keinem zu einem Kind war die größte. Das erste Kind hat mein Leben am meisten auf den Kopf gestellt – und dieses Auf-den-Kopf-Stellen, dieses ins kalte Wasser geworfen werden, in eine ganz neue Welt eintauchen, das war es, was das erste Kind am anstrengendsten machte. Und weshalb der Spruch „ein Kind ist kein Kind“ absolut nicht gerechtfertigt ist. Denn natürlich ist ein Kind ein Kind und es ist viel Arbeit – und natürlich dürfen auch Mütter von einem Kind sagen „ich kann nicht mehr!“

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Mein Baby, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mal mit Dir schimpfen werde (… und ich weiß, dass es irgendwann so kommt)

Babys sind so knuffig, so süß. Und sie machen noch keinen Blödsinn. Also fast keinen Blödsinn. Und wenn, dann überwiegt das Süßsein so sehr, dass man Babys nicht böse sein kann. Wenn ich mir meine Babymaus so anschaue, dann könnte ich sie den ganzen Tag nur knuddeln. Und kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal mit ihr schimpfen muss. Aber ich weiß, dass es irgendwann so weit ist, mir der Kragen platzt – so wie bei meinen beiden Jungs. Ich erinnere mich noch, als mein Großer so alt war wie  seine kleine Schwester jetzt. So süß, so knuffig, mit all diesem Babycharme. Und diese Grübchen! Mit diesem kleinen Wesen einmal schimpfen? Rummeckern? Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Man will als Babymama sein Baby schließlich beschützen und wie kann man einem kleinen Wesen, was man so unglaublich doll liebt, böse sein? Wenn ich meckernde Muttis sah, war da nur ein großes Unverständnis: Wie kann die nur so rummotzen? Was hat das arme Kind getan, um sie so zur Weißglut zu bringen? Wie kann man als liebende Mutter so genervt sein, so mit seinem Kind umspringen? Ich schaute mein Baby an und konnte mir ganz und gar nicht vorstellen dass mich dieses kleine Männchen mit all seinem Babyspeck und den süßen Babygeräuschen mich auch einmal so zur Weißglut bringen könnte. Abgesehen davon, hielt ich mich für eine recht coole, gelassene Person, die so schnell nicht aus der Fassung zu bringen ist. Nun, heute, wo er 7 ist und sein kleiner Bruder 4, weiß ich, dass das sehr wohl geht.

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Immer dieses Einmischen – wenn ungefragte Ratschläge nerven

„Ach, jetzt ist sie schon so alt, dass sie ohne Mützchen raus darf?“ Es war bestimmt nicht böse gemeint, der Satz der älteren Dame. Sie fragte nett und blieb schon häufiger stehen, um meine Babymaus zu bewundern. Aber diesmal schwang ein kleiner Vorwurf mit. Mein sechs Monate altes Baby trug nämlich keine Mütze während sie in meiner Babytrage saß. Es war ein lauer Morgen, 9 Uhr, 20 Grad, kein Lüftchen wehte. UV-Strahlung gab es auch keine nennenswerte und zudem stand ich im Schatten. Aber Babys! müssen! nunmal! draußen! Mützchen! tragen! Auch wenn es draußen so warm ist wie im Haus. Wo kommen wir denn hin! Achja, die Mütze ist so ein Dauerthema. Dicht gefolgt vom Tragen. Gestern erst wieder im Zug, die ältere Dame aus der Sitzreihe vor mir „Stört es das Baby nicht, wenn es sich so gar nicht bewegen kann?“ Schon mal mit Kinderwagen Zug gefahren? Ganz abgesehen davon, dass meine Maus sehr gern getragen wird. Von all den anderen Vorteilen will ich gar nicht reden. Und außerdem: Glaubt die Dame, dass mein Baby da den ganzen Tag drinsitzt? Was weiß sie überhaupt von unsere Leben?!   Weiterlesen

Wieso mich Dogmen in der Erziehung stören

Kürzlich blätterte ich in einem Erziehungsratgeber. Interessantes Thema, eine Fragestellung, die mich schon länger beschäftigte. Aber ich kam nicht weit mit dem Lesen. Denn wohin ich auch blätterte, mich verfolgte ein erhobener Zeigefinger. Am Ende blieb ein schaler Geschmack und irgendwie das Gefühl: Ich als Mama mache eigentlich alles falsch. Sprich: Ich habe versagt, weil ich es nicht so mache, wie beschrieben. Ich las die Dialoge, die als Problemlösung aufgeschrieben waren und fühlte mich erneut: schuldig. Und dachte mir: „Wer zum Teufel redet so?“ Wenn das die Lösung sein sollte (und laut Buch die einzige wahrhaftige echte umsetzbare und beste Lösung), dann versagen die Mütter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis reihenweise. Regelmäßig.   Weiterlesen

Lillydoo-Windeln im Langzeittest: Unser Fazit

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 Unsere Babymaus ist nun ein halbes Jahr auf der Welt – und vom ersten Tag an wickelte ich sie mit Lillydoo-Windeln. Als meine Jungs im Windelalter waren, gab es diese Windelmarke noch nicht, so dass sie mit „herkömmlichen“ Windeln gewickelt wurden. Nachts Markenwindeln, tags die Eigenmarke vom Drogeriemarkt. Was das „Dichthalten“ betraf, hatten wir es damit gut im Griff. Also meistens jedenfalls. Allerdings hatten meine Jungs ständig einen wunden Po, außer im Sommer, wenn ich sie „unten ohne“ herumkrabbeln ließ. Und was mich ebenfalls störte: dieser chemische Geruch, der aus der Windelpackung strömte. Das ist auch das erste, was auffällt, wenn man eine Lillydoo-Packung öffnet: Da ist nix Chemisches, was in die Nase steigt. Doch das ist noch längst nicht alles, was mir an den Lillydoo-Windeln gefällt.  Weiterlesen

Auf den Tag genau 6 Monate alt: unsere Babymaus!

Heute habe ich übrigens Geburtstag. In zweifacher Hinsicht. Ich bin heute 38 geworden. Ja, uralt, wie mein Sohn charmant sagt. Und ich bin seit einem halben Jahr Dreifachmama. Auf den Tag genau vor 6 Monaten kam unsere Babymaus nämlich auf die Welt. Und fragt mich nicht, wo die Zeit geblieben ist?! Genau ein halbes Jahr ist es her, da lag sie auf mir mit ihrem zerknitterten Neugeborenengesicht. Und heute gluckst und plappert sie –  und die Hälfte des Babyjahres ist schon um. In einem halben Jahr wird sie ein Jahr alt! Wahnsinn, was sich in diesen Monaten alles getan hat.

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