Lasst sie einfach spielen! Was Kinder durchs freie Spielen lernen

Kürzlich erst. Da lag wieder so ein Flyer herum. „Die beste Vorbereitung für die Schule“ stand da drauf. Es  war die Rede von Zeitfenstern, die sich schließen könnten. Von Vernetzung von Gehirnzellen. Feinmotorik. Das hat ja auch alles seine Berechtigung. Und wenn die Kinder Spaß daran haben, ist es auch ok. Aber wenn ein Kurs nur besucht wird, weil „alle es so machen“ oder man glaubt, dass das Kind sonst etwas Elementares für die weitere Zukunft verpasst – dann sollte man sich schleunigst wieder abmelden. Denn die beste Vorbereitung aufs Leben (und ja, auch auf die Schule) ist das freie Spielen! Und zwar nicht das von uns Großen angeleitete Spiel,  bei dem wir Erwachsenen unseren Kindern unserer Regeln und unsere Problemlösungsstrategien aufdrücken wollen, sondern das freie Spiel, ungestört, mit anderen Kindern oder auch alleine. Dabei lernen die Kinder mehr, als man auf den ersten Blick denken mag. Weiterlesen

Die kleine Eule badet – ein Bilderbuch für die Kleinsten

*Werbung und Buchtipp*

„Die kleine Eule“ vereint zwei Sachen, die ich sehr mag: Schlaue Reime und süße Illustrationen. Ich mag diese Bilderbücher aus dem Oetinger Verlag sehr und habe Euch ja hier auf dem Blog auch schon einige Eulen-Bücher vorgestellt. Nun gibt es ein neues Pappbilderbuch aus der Eule-Reihe, was meine Tochter besonders freut: „Die kleine Eule badet“. Oder eher gesagt … sie soll baden, aber sie will nicht. Denn, dafür hat die Autorin Tanja Jacobs einen niedlichen Reim gefunden: Mama ruft, doch sie wird blass: „Mir ist Wasser viel zu nass.“ Das kommt mir irgendwie bekannt vor, denn das Argument hatten meine Kinder mir gegenüber auch schon mal vorgebracht… Weiterlesen

Die 12 nervigsten Sätze, die Eltern zu hören bekommen – und die besten Antworten darauf

Ich gebe es zu: Ich bin nicht besonders schlagfertig. Kennt Ihr es auch? Da sagt jemand so einen total blöden Kommentar. Und statt einer locker-flockigen Antwort bringt Ihr nur ein schales „hm“ über die Lippen? Aber kaum ist die Person außer Rufweite, fällt Euch auf einmal ein super Konter ein? Leider fünf Minuten zu spät. Passiert mir ständig und ich ärgere mich jedes Mal, dass mir diese tolle Antwort nicht früher einfiel. Es gab so viele nervige Sätze, die mir um die Ohren gehauen wurden und so viele Antworten, die mir erst zehn Minuten später einfielen. Oder auch erst abends, als ich im Bett lag. Die beste Antwort, wenn Euch so gar nichts einfällt, aber der Kommentar total bescheuert ist? Lächeln und Winken, so wie die Queen. Einfach ein „jaja“ sagen, nett lächeln und weggehen. Aufregen lohnt sich meistens eh nicht, das kostet nur Energie. Oder auch immer gut, wenn Euch ansonsten nichts einfällt: „Guck an.“ Oder „ach Mensch. Schau mal.“ Aber auf so ein paar echt blöde Sätze, die Eltern zu hören bekommen, habe ich mir abends im Bett (kennt Ihr das, wenn Ihr den Tag noch einmal durchgeht und Euch dann auf einmal einfällt, was man ja hätte tolles sagen können?!) mal ein paar tolle Standardantworten überlegt: Weiterlesen

Das vorwurfsvolle Staubsaugen

Der Herr sitzt auf dem Sofa. Liest eine Zeitung. Die Dame würde auch gerne eine Zeitung in die Hand nehmen. Aber die Krümel unterm Esszimmertisch starren sie so vorwurfsvoll an. Seufzend greift sie zum Staubsauger, erbarmt sich, lässt die Zeitung Zeitung sein und dreht die Power vom Staubsauger voll auf. Je lauter desto besser! Rumms, haut der Staubsauger gegen das Tischbein. Rumms, das war das andere Tischbein. Zwei weitere Rumms folgen, eins lauter als das andere. Schränke, Wände, Stuhlbeine, es gibt noch viele weitere Rumms. Der Herr des Hauses zieht sich die Zeitung vors Gesicht und liest weiter. Wenig später. Sie sitzt endlich, liest Zeitung. Er ist genervt vom Geschirrstapel. Sie hat sich gedacht „ich hab gesaugt, jetzt bist du dran, ich mache jetzt nichts mehr“. Er packt das Geschirr und wirft es in den Geschirrspüler. Ja. Er wirft. Klirr. Und noch mal Klirr. Es gibt viele Klirr-Geräusche, bis der Geschirrstapel im Geschirrspüler verschwunden ist. Kennt Ihr das? Dieses vorwurfsvolle extra laute Aufräumen und Putzen, das wir immer dann durchziehen, wenn wir eigentlich keine Lust haben und genervt sind, weil der oder die andere nicht hilft und grad das macht, was man selbst machen will? Eine Freundin hat es mal „das vorwurfsvolle Staubsaugen“ genannt. Was stellvertretend für all diese unausgesprochenen, aber durch reichlich Krach geäußerten Vorwürfe steht, mit denen man zeigen will „hey, mach du doch auch mal was und hilf mir!“ Weiterlesen

Trödelnde Kinder: Wieso sie nicht anders können und was hilft

Wenn es etwas gibt, was mich manchmal zur Weißglut treibt, sind es meine trödelnden Kinder. Es ist unglaublich, wie lange man brauchen kann, um sich ein Paar Schuhe anzuziehen! Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass man eine halbe Stunde seine Zahnbürste in der Hand angucken kann ohne damit die Zähne zu putzen. Wenn mir jemand früher erzählt hätte, dass ein Weg von 200 Metern mit Kindern schnell mal eine Sache von 45 Minuten wird, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt. Nun, meine Kinder haben mich eines besseren belehrt. Es ist eine Art Gesetz: Je eiliger man es hat, umso mehr trödeln die Kinder. Kennt Ihr es auch? Die gute Nachricht: Sie machen es nicht absichtlich. Sie wollen einen nicht in den Wahnsinn treiben. Es ist schlicht entwicklungspsychologisch bedingt. Bis zu einem Alter von etwa acht Jahren haben Kinder nämlich ganz einfach kein richtiges Zeitgefühl. Erst mit 10 Jahren ist ihr Zeitgefühl so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Bis dahin wissen sie nicht, was Pünktlichkeit wirklich bedeutet und was dieses Beeilen nun wirklich ist. Ja, wirklich erst mit 10 Jahren! Weiterlesen

Gastbeitrag: „Hausarbeit und Kinderbetreuung hälftig aufteilen, schön und gut, aber was, wenn der Mann nicht will?“

Vor einiger Zeit schrieb ich darüber, dass es wünschenswert wäre, wenn die Politik es mehr unterstützen würde, wenn beide Elternteile auf Teilzeit reduzieren und sich so Hausarbeit und Kinderbetreuung hälftig aufteilen könnten. Eine Diskussion, die zurzeit sehr aktuell ist – aber oft einfach theoretisch bleibt. Weil es vielen schlicht finanziell nicht möglich ist, dass beide auf Teilzeit reduzieren. Weil es noch viele Arbeitgeber gibt, die es gar nicht gerne sehen, wenn Väter auf Teilzeit gehen. Weil es bei Alleinerziehenden sowieso nicht möglich ist. Oder weil es die Männer schlicht nicht wollen. Denn das Modell funktioniert nur, wenn beide es wollen. Das wird dabei oft vergessen. Woran mich auch eine Leserin erinnerte, die mir heute eine Email schrieb. Gerne würde sie gemeinsam mit ihrem Partner die Arbeitszeit reduzieren, um sich alles zur Hälfte aufzuteilen, auch finanziell wäre es drin. Aber: Ihr Partner will nicht.  Ich freue mich, dass ich Ihre Email als Gastbeitrag veröffentlichen darf, denn ich bin mir sicher, dass sie nicht die einzige ist, der es so geht! Und hier kommt die Nachricht, die sie mir geschrieben hat: Weiterlesen

Praktisch und kompakt: Wir haben den Buggy bonavi Air getestet (mit Rabattcode)

(Werbung und Rabattcode)

Wenn es nach meiner Tochter ginge, würde sie am liebsten nur noch laufen. Oder getragen werden. Nicht in der Trage, sondern auf dem Arm. Da manche Wege aber definitiv zu weit sind mit Kind auf der Hüfte und man ja auch Dinge mit sich herumträgt wie Einkäufe oder Büchereibücher, kommen wir um einen Buggy nicht herum. Wir nutzen ihn vor allem, wenn wir unterwegs sind, mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug. Und da ist eines am Buggy besonders wichtig: Die Kompaktheit und Verstaubarkeit. Gleichzeitig soll so ein Buggy aber auch stabil und robust sein, so dass das Kind auch auf Kopfsteinpflaster nicht durchgerüttelt wird oder man gar nicht mehr vorankommt. Bei den ersten zwei Kindern habe ich einige Buggys durchgetestet und jetzt bei Kind 3 endlich den richtigen Buggy gefunden: den bonavi Air. Weiterlesen

2019: Gut, dass Du vorbei bist.

Das Jahr 2019 ist um. Endlich. Es ist gut, dass das Jahr abgeschlossen ist. Es ist Zeit, dass ein neues Jahr beginnt. Ein unbeschriebenes Blatt, das vor uns liegt, ein Jahr, das hoffentlich die Normalität, die Leichtigkeit in unseren Alltag zurückbringt. Denn 2019 war dominiert von der Krebserkrankung meines Mannes, die immer und immer wieder zurückkam, diversen Therapien trotzte. Kurz vorm Jahreswechsel erfuhren wir von seinem Rezidiv (Rückfall), das viel zu schnell kam, und uns war von Anfang an klar, was auf dem Spiel stand. 2019 war das Jahr, in dem mein Mann viel zu viel Zeit im Krankenhaus fernab der Familie verbrachte. Es war auch das Jahr, in dem die Kinder zu viel Zeit in Krankenhäusern verbrachten, in Spielecken warten mussten, bis ich aus dem Krankenzimmer meines Mannes zurückkam. 2019 war das Jahr des Wartens, Bangens, Hoffens, das Jahr, in dem der Krebs permanent bei uns war. Ein Jahr der Angst, der Prüfungen.  Und der Rückschläge und enttäuschten Hoffnungen. Zweimal war mein Mann in Heidelberg für die ganz neue vielversprechende CAR-T-Therapie, in die wir so viele Hoffnungen steckten. Hoffnungen, die nach kürzester Zeit zunichte gemacht wurden. Weil der Krebs immer wieder zurückkam. Viel zu viel Platz in unserem Alltag einnahm, auch im Alltag der Kinder, obwohl wir versuchte, so viele Momente der Normalität, so viel Familienmomente wie möglich einzubauen. Aber 2019 war auch das Jahr, in dem das Leben meines Mannes gerettet wurde. Denn die Stammzellentransplantation in Hamburg im August brachte die Wende. Der Krebs ist bisher nicht zurückgekehrt, so lange hat er meinen Mann noch nie in Ruhe gelassen. Und deshalb schaue ich trotz aller Widrigkeiten dankbar in das vergangene Jahr zurück. Weiterlesen

Einfach mal nichts tun müssen: Vom Zauber der Zeit zwischen den Jahren

Schon allein dieser Ausdruck „die Zeit zwischen den Jahren“! Denn natürlich gibt es das faktisch nicht. Es gibt keine  Zeit zwischen den Jahren. Nach 23:59 Uhr am 31.12.2019 kommt 24:00 Uhr am 1.1.2020. Da passt keine Sekunde zwischen die zwei Jahre. Klar, das ist mir bewusst und erschließt sich auch logisch. Aber: Es gibt sie doch, natürlich, die Zeit zwischen den Jahren, die es so rein wissenschaftlich betrachtet, eigentlich gar nicht gibt. Der Ausdruck „zwischen den Jahren“ beschreibt ihn perfekt, diesen Schwebezustand, dieses Sich-Außerhalb-der-Zeit-Befinden, dieses Nichts-Tun-Müssen-sondern-sich-einfach-treiben-lassen. Weiterlesen

Für die Feiertage ein bisschen Lesestoff: Best of 2019

Ist das zu fassen? Es ist schon fast wieder ein Jahr rum! Nun kommen die entspanntesten zwei Wochen des Jahres und wir haben alle auf diese Ferien hingefiebert. Nicht nur wegen der Geschenke, die es morgen gibt. Nein, auch weil wir alle ferienreif sind. Keine Lust mehr haben, im Dunklen aufzustehen. Und endlich ein paar Tage brauchen, an denen wir einfach nur ausschlafen können und den ganzen Tag im Schlafanzug herumlaufen. Nichts müssen, aber tun können, worauf wir Lust haben. Ich habe oft überlegt, in den Weihnachtsferien so richtig weit weg in den Urlaub zu fliegen und bin immer wieder davon abgekommen. Denn ich liebe diese gemütlichen Tage! Und dazu gehört auch, dass ich hier auf dem Blog und in den sozialen Medien ein wenig weniger schreibe, einen Gang runterschalte. Ich mache, worauf ich Lust habe und der größte Teil der Zeit gilt meiner Familie. Da ich aber in dieser Zeit auch gerne lese und viel lese und es Euch ja vielleicht ähnlich geht, habe ich hier mal die Best of 2019-Texte von diesem Jahr zusammengestellt. Dann habt Ihr ein bisschen Lesestoff für die Feiertage und könnt Euch in Ruhe durch den Blog klicken, wenn Ihr mögt. Oder endlich mal alle Rezepte nachbacken. Weiterlesen