Premieren, die Mütter nicht brauchen: Arm gebrochen, Krankenhaus und OP

Es gibt Premieren, die braucht man einfach nicht. Dinge, die man nicht in einem Satz nennen möchte. Kinder und Krankenhaus ist sowas. Kind mit Vollnarkose im OP ist sowas. Es gibt Situationen, die öffnen einem die Augen. Und man ist verwundert über sich selbst – wie man auf einmal funktioniert, wie man es trotz allem schafft, die Dinge irgendwie doch positiv zu sehen. Mein Sohn hat sich den Arm gebrochen. 1000 mal ist er von der Schaukel gesprungen. 1000 mal ist nix passiert. Bis auf vorgestern. Das Ergebnis: ein weinendes, aber überraschend tapferer Junge, ein Arm, der merkwürdig abstand und ich, die alle drei Kinder ins Auto packte, ins Krankenhaus fuhr und dabei funktionierte. Überraschend souverän. Autopilot. Natürlich war der Mann gerade unterwegs -Murphys Gesetz lässt grüßen. Natürlich passierte es kurz vor Schluss unseres Freibadbesuches, als ich sagte „noch fünf Minuten, dann geht es nach Hause.“ Das Resultat: Arm gebrochen und zwar so, dass operiert werden musste.

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Hallo Beikost – was beim dritten Kind anders ist

Es ist schon komisch: Beim ersten Kind konnte ich den ersten Brei kaum erwarten. Und pünktlich mit fünf Monaten kaufte ich einen Sack Biomöhren, pürierte motiviert einen extra feinen Brei, legte die Kamera bereit und band meinem Sohn feierlich ein Lätzchen um. Natürlich planten wir das große Ereignis extra an einem Wochenende ein – so dass mein Mann an diesem besonderen Tag dabei sein konnte, wie mein Sohn zwei Löffel Karottenbrei im Mund umherschob und die Hälfte wieder herauskatapultierte. Immerhin, die 100 Fotos dieses Großereignisses sind super geworden. Beim 2. Kind war das schon weniger feierlich irgendwann in der Woche mit fünf Monaten und es gibt auch nur einen Handyschnappschuss. Und statt Beikostöl gab es auch nur schnödes Rapsöl druntergerührt. Nun ist es bei meiner Babymaus so weit und irgendwie ist es nun bei dritten Kind noch mal ganz anders mit dem Thema Beikost.  Weiterlesen

Und da fiel auf einmal der Strom samt Handy aus …

Eigentlich wollte ich heute ja arbeiten. Zwei Texte müssen morgen abgegeben werden. Und für Euch wollte ich einen neuen Blogpost schreiben. Unsere liebsten Wohnmobilstellplätze in  Schweden vorstellen und Euch Fernweh bereiten. Tja. Eigentlich. Doch kaum saß ich am Laptop: Ping. WLAN weg. Schreib ich halt offline, dachte ich. Doch leider war der Laptop nicht wirklich aufgeladen. Typisch. Ping. Laptop aus. Sicherung geflogen? Nö. Nur der Strom weg, Und damit auch das Festnetztelefon und Internet. Hast ja noch das Handy. Dachte  ich. Doch da standen  links oben in der Ecke die unheilvollen Wörter „Kein Netz“. Der Strom kommt bestimmt gleich wieder. Dachte ich.  Doch es sollte vier Stunden dauern, bis wir wieder an den Rest der Welt angeschlossen waren… Weiterlesen

Ein Recht auf heile Welt – wieso ich meinen Kindern nicht alle Nachrichten erzähle

Bombenangriff hier, Mann erschlägt Frau dort, danach noch ein Busunfall mit fünf Toten und der misshandelte Säugling und zum Abschluss noch das Auto, das in die Menschenmenge gerast ist: Wenn man heutzutage die Nachrichten im Radio hört, dann will man eigentlich gar nicht hinhören. Und schon gar nicht, möchte ich, dass meine Kinder es hören. Also bin ich dazu übergegangen, das Radio zur vollen Stunde leiser zu drehen. Seit mein Großer lesen kann, öffne ich die Zeitung morgens auch nicht mehr unbefangen, sondern drehe die Seiten so, dass er sie nicht einfach mitlesen kann. Weil ja fast jeden Morgen etwas drinsteht, das ich meinen Kindern nicht zumuten will. Weil auf dieser Welt zu viele Dinge geschehen, die ich noch nicht einmal verstehe. Die ich mir gar nicht vorstellen will. Und mich dennoch damit auseinandersetze – weil man gar nicht drum herum kommt (und ich als Journalistin auch eine gewisse Kenntnis der Nachrichtenlage haben sollte). Aber meine Kinder, die möchte ich so lange es geht, in ihrer heilen Welt lassen. In der keine Verrückten mit ihrem Auto in ein Straßencafé fahren, in der niemand seinen neugeborenen Säugling einfach aussetzt, in der es keine Giftgasangriffe oder Atombomben gibt.

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Da steh‘ ich nun: Wohin mit der alten Matratze?!

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Meine Kinder lieben es, auf unserem Bett herumzuhopsen. Je höher, desto besser. Und ich bin zu bequem, es ihnen zu verbieten. Ich kann mich selbst noch daran erinnern, dass ich es als Kind ebenso geliebt habe und stundenlang hopsen konnte. Doch bei all dem Spaß, den sie dabei haben, haben sie die Matratze arg in Mitleidenschaft gezogen. Also musste eine neue Matratze her – sagte mir mein jedenfalls mein Rücken. Doch was mich vom Kauf abschreckte, war die Frage der Matratzenentsorgung: Wohin mit der alten Matratze?! In die Mülltonne passt sie ja kaum. Offiziell gehört eine alten Matratze auf den Recyclinghof. Dafür müsste sie jetzt aber ins Auto passen – bei einer 1,80 Meter breiten Matratze muss da selbst unser Kombi passen. Bleibt der Sperrmüll. Aber auf so einen Termin muss man hier in der Stadt nicht nur einige Tage sondern einige Wochen warten. Und das 1,80×2 Meter Ungetüm solange im Haus zwischenlagern? Wir wohnen mitten in der Stadt und haben keinen Keller. Nicht so prickelnd die Aussicht. Und da fand ich tatsächlich eine Alternative – bei der es auch noch Geld dazu gibt!  Weiterlesen

Lasst die Kinder toben – und dabei einfach Kind sein!

*Werbung – dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung der AOK Hessen*

Der Tagesablauf mancher Kinder ist besser durch getaktet als der eines Managers. Der kann sich ja wenigstens noch in Meetings ausruhen. Die Kinder hingegen müssen vom heimischen Frühstückstisch ruckizucki in den Kindergarten, nach dem Kindergarten schnurstracks zum Musikunterricht und danach vom Abendbrottisch direkt ins Bett. Zeit zum Toben? Außerhalb des Kindergartens eher weniger. Aber ist es nicht genau das, an was wir uns am liebsten erinnern, wenn wir an unsere Kindheit denken? Das stundenlange Toben, das Versinken ins Spiel, ohne Verpflichtungen, ohne Termindruck, diese Zeit, in der wir einfach nur Kind sein konnten? Genau dafür bleibt den Kindern von heute immer weniger Zeit – dabei ist es sogar nachweislich förderlich für die Gesundheit. Von Kindern – und von uns Eltern!  Weiterlesen

Mein Gemüse ess‘ ich nicht: Kinder und Essen

Ich kenne sie alle. Die Tipps, wie man Kinder dazu bringt, Gesundes zu essen. Die Tricks, mit denen man Kinder begeistert, auch mal Gemüse zu probieren. Ich habe lustige Gesichter aus der Gemüse auf den Teller gelegt. Ich habe die Kinder Kresse aussäen lassen und aufs Brot gestreut. Ich habe sie beim Kochen helfen lassen und der Kleine hat mit Hingabe Möhren geschält, bis nix mehr von ihnen über war. Ich habe pürierte Möhren in der Nudelsoße versteckt. Aber gegessen haben sie das Gemüse nicht. Und die Kresse haben sie angeekelt vom Brot gepickt. Den Trick mit dem versteckten pürierten Gemüse haben sie sofort durchschaut. Die guten Tricks aus all den Büchern, wie man Kindern gesundes Essen beibringt – bei meinen Kindern helfen sie nicht. Dabei sind sie als kleine Essanfänger so gut gestartet und ich habe schon innerlich jubiliert! Heute sag ich: Freut Euch nicht zu früh. Solange sie klein sind, ist alles leicht. Aber es kommt der Tag… da wird alles anders.

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Feierabend vs. Ausgeschlafensein – jeden Abend dasselbe Dilemma

Hände hoch – wer von Euch schläft auch regelmäßig beim Insbettbringen der Kinder mit ein?! Mir passiert es ständig. Also wirklich ständig. Seit einem Jahr noch häufiger als früher. Denn in der Schwangerschaft war ich oft so müde, dass ab 20 Uhr mit mir eh nichts mehr anzufangen war. Und seit das Baby da ist und zwar gut durchschläft, aber dafür morgens ab halb sechs Babyparty macht, fallen meine Augen abends oft genug noch vor den Augen meiner Kinder zu. Dafür bin ich morgens (meistens) recht ausgeruht – aber ich muss ehrlich gestehen: Ich will meinen Feierabend zurück!

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Da braucht es drei Kinder, um endlich den richtigen Kinderwagen zu finden: Der Joolz Day² (Werbung)

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Manche sind nicht grad Blitzmerker. Ich zum Beispiel. Ich brauchte drei Kinder, um endlich den richtigen Kinderwagen zu finden! Und den haben wir jetzt bei Baby Nummer 3 gefunden. Den Joolz Day². Seit mehr als vier Monaten teste ich den Kinderwagen nun auf Herz und Nieren – sogar bei Schnee und Matsch und auf dem unwegsamen Kopfsteinpflaster der Lübecker Altstadt – und kann zufrieden sagen: Ja. Er ist der Richtige!  Weiterlesen

Wie wir in den Urlaub fuhren und ich urlaubsreif zurückkehrte

Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht mitbekommen: Wir waren im Urlaub. Eine Woche Mallorca, superlastminute zwei Tage vor Abflug gebucht. Als wir Ostereier im Schnee suchten, reifte die Entscheidung: Wir buchen die Sonne. Schnell mal weg, Wärme tanken, die Sonne in die Nase halten, im Café einen Cortado trinken, am Strand entlangflanieren, durch Gebirgsdörfer streifen, ein bisschen wandern gehen. Und das alles gemütlich als Familie. Soweit der Plan. Nun sind wir zurück und ich bin urlaubsreif. Also so richtig. Ich bräuchte jetzt noch mal eine Woche Urlaub. Denn dieser Urlaub hatte es in sich: Drei kranke Männer und eine Menge Premieren, die man nicht wirklich braucht. So wissen wir nun, dass spanischer Antibiotikasaft noch schlechter schmeckt als der deutsche und ich hatte das Vergnügen nach all den Jahren endlich mal unsere Auslandskrankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Ach und ich weiß nun, wie das so ist, mit drei Kindern, davon einem Baby, am Hotelbuffet sein Essen einzunehmen.

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