Was war heute besonders schön? Unsere 3 Fragen fürs Einschlafritual

Wenn es abends ins Bett geht, drehen meine Jungs nach dem Vorlesen gerne noch einmal auf. Plötzlich fallen ihnen 1000 Dinge ein, die sie noch erzählen möchten – und auf einmal sind sie wieder hellwach und denken nicht mehr ans Schlafen. Obwohl ich mich oft genug nach meinem „Feierabend“ auf dem Sofa sehne, mag ich dieses Kuschelige vor dem Schlafengehen sehr, das gemeinsame Runterkommen. Da ich es für mich auch immer schön finde, den Tag mit einem kleinen Resumée abzuschließen, habe ich mit meinen Jungs ein kleines Ritual als Teil des Einschlafsrituals entwickelt, dass sie mittlerweile von sich alleine aus einfordern und immer ganz gespannt sind, was der andere zu erzählen hat. Wir stellen uns gegenseitig drei Fragen über unseren Tag – und schließen so gemeinsam den Tag ab, so dass alle ohne Sorgen schlafen können. Weiterlesen

Checker Tobi im Interview über seinen Kinofilm und wieso Kinder das beste Publikum sind

*Interview und Filmtipp*

Bisher waren meine Kinder vor allem Fans von fiktiven Figuren. Protagonisten aus Kinderbüchern. Aber seit einiger Zeit haben sie einen ganz realen Helden. Einen sehr sympathischen Helden, wie ich zugeben muss. Checker Tobi! Kennt Ihr ihn? Nun, eigentlich heißt er Tobias Krell und ist Moderator der Kika-Sendung „Checker Tobi“, in der er wissenschaftliche Phänomene wie Gletscher oder Alltagsdinge wie Schwimmbad, Verdauung oder Orchester kindgerecht erklärt. Dabei hat er, obwohl Jahrgang 1986, so eine herrliche naive (im positiven Sinne!) und mitreißende Art, dass meine Jungs mittlerweile fast alle alten Folgen bei YouTube angeschaut haben und fantastischerweise alles (wirklich ALLES!) behalten und mir detailliert erklären können. Letzte Woche ist nun sein Kinofilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ angelaufen, den ich mit meinen Jungs sogleich (selbstbezahlt, soviel Transparenz muss sein) angeschaut habe, nachdem sie lange drauf hin gefiebert haben. Ich nehme schon mal vorneweg: Der Film lohnt sich! Aber später mehr dazu. Erstmal kommt Herr Krell zu Wort! Ich freue mich ganz besonders, dass mir Tobi einige Interviewfragen beantwortet hat (obwohl er jetzt gerade wie ein Verrückter durch ganz Deutschland düst, um seinen Film vorzustellen) und mir dabei auch verraten hat, wie viel Kunstfigur und wie viel echter Tobi Krell in „Checker Tobi“ steckt. Weiterlesen

Die Einsamkeit der Babymutter – ein Leserbrief

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich kein Fan von übermäßigen Förderangeboten für Kinder bin und stattdessen immer wieder fürs freie Spielen plädiere. Auch in meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ schreibe ich darüber, dass wir häufiger Fünfe grade sein lassen sollten – und konsequent überflüssige Veranstaltungen streichen sollten, um mehr Zeit zu gewinnen. Für uns, für die Kinder. Nun bekam ich letztens eine Email von einer Mutter, die meine Gedanken schön und gut fand – aber auch deutlich machte, dass sie mit ihrem Baby nicht zum Pekip und zum Baby-Musikgarten geht, um es zu fördern, sondern um der Einsamkeit zuhause zu entfliehen. Ich erinnerte mich an mein erstes Kind und verstand, was sie meinte. So ein Tag mit Baby kann manchmal ganz schön lang sein. Und gerade, wenn man im Freundeskreis zu den ersten mit Kind gehört, wird es manchmal ganz schön einsam. Da ich es wichtig finde, auch darüber einmal zu schreiben, bat ich darum, die Email auf dem Blog zu veröffentlichen. Und freue mich, dass ich es darf – anonym, aber ehrlich.

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Vorkindvorsätze und was daraus geworden ist: Ein Gastbeitrag

Bevor ich Mutter wurde, habe ich mir so einiges vorgenommen. Was ich über Mütter dachte, bevor ich selbst eine wurde, hatte ich hier auf dem Blog ja bereits einmal aufgeschrieben. Doch nicht nur die Ansichten übers Muttersein ändern sich, wenn man selbst Mutter wird – auch die guten Vorsätze, die man sich in der Prä-Kind-Ära macht, lösen sich ziemlich schnell in Luft auf, sobald sie auf die Realität treffen. Bei mir war es ja der Vorsatz, nicht zu schimpfen und auch noch mit Baby das absolute Unverständnis, wie Eltern mit ihren Kindern schimpfen können. Nun, sobald mein erstes Kind größer wurde, konnte ich das mit dem Schimpfen vollkommen nachvollziehen! Ähnliche Vorkindvorsätze hat Tanja in einem Gastbeitrag beleuchtet, aber lest selbst: Weiterlesen

Geheimzutat Lachen: Wie Humor das Leben mit Kindern leichter macht

Oh nein, das Leben mit Kindern ist nicht immer einfach. Es gibt genug Tage, an denen ich wirklich an meine Grenzen stoße. An denen ich am liebsten nachmittags schon ins Bett gehen würde. Tage, an denen mir das Lachen im Halse steckenbleibt. Momente, in denen ich meinen Humor weit unten aus dem Keller hervorkramen muss – und nicht immer finde. Wie Ihr wisst, waren unsere letzten Monate nicht einfach (und die, die vor uns liegen, werden auch alles andere als einfach sein), da mein Mann im August an Krebs erkrankte. Aber wenn Ihr mich fragt, was mich durch diese Zeit trägt – und was mir den Alltag mit drei aufgeweckten, stets plappernden, manchmal streitenden und manchmal sehr dickköpfigen Kindern erleichtert, dann kann ich Euch eines sagen: Lachen. Auch wenn es manchmal schwerfällt, wenn mir nicht immer zum Lachen zumute ist. Wenn wir den Humor nicht verlieren, dann haben wir schon viel erreicht. Denn Humor macht das Leben leichter. Und sogar ein aufgesetztes Lachen kann dabei helfen.   Weiterlesen

Fit fürs zweite Halbjahr: Wie man das Lernen bei Kindern fördern kann und Lernando.de dabei hilft

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Ich muss gestehen: Ich bin froh, dass meinem Großen die Schule so leicht fällt. Eine Sorge weniger in dem Dschungel von Sorgen, die man sich als Eltern so macht. Er ist jetzt in der zweiten Klasse und freut sich sogar auf sein Halbjahreszeugnis. Besser geht es ja eigentlich kaum. Er geht gerne zur Schule und auch wenn ihn die Hausaufgaben manchmal nerven: Sorgen muss ich mir keine machen. Die Schule ist für ihn eine Art Selbstläufer, die Umstellung vom Kindergarten fiel mir schwerer als ihm. Aber ich weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Und ich weiß auch, dass das nicht bedeutet, dass es immer so bleibt. Es muss ja nur einmal ein Lehrer kommen, mit dem er nicht so richtig klar kommt und schon kann alles anders werden. Ganz abgesehen davon, dass sich Kinder ja auch verändern und damit auch ihre Motivation, in der Schule mitzuarbeiten. Für diese Fälle finde ich gut gemachte Lernhilfen wichtig, die Kinder motivieren und fördern – und gleichzeitig auch Spaß machen.   Weiterlesen

Magic Aufräuming nach der Ganznormalemama-Methode (oder: Wie ich an Marie Kondo scheiterte)

Jedes Jahr kurz nach Weihnachten packt mich nicht nur das Fernweh, sondern auch die Sehnsucht nach einem aufgeräumten Zuhause. Nach einem Esszimmer, das auch seinen Namen verdient, nach einem Sofa, auf das man sich setzen kann, ohne vorher sieben Bücher, zwanzig Legosteine und vier Kuscheltiere zur Seite zu räumen. Ich kaufe Hyazinthen und Tulpen, um den Frühling einziehen zu lassen und suche verzweifelt nach einem Ort, an dem ich die Vase abstellen kann. Der ist schwer zu finden, weshalb die Blumen ein eher trauriges Dasein zwischen Altpapierstapeln und partnerlosen Socken fristen. Ich will Ausmisten, mich befreien von all dem Ballast und endlich nicht mehr über Stapel alter Zeitschriften stolpern, wenn ich die Treppe hochgehe! Ich will endlich wieder Platz im Kleiderschrank und in den Küchenschränken. Und ich will einen Platz für all die Dinge, für die man keinen festen Platz hat und sie deshalb auf jeder frei verfügbaren Fläche ablegt. Jedes Jahr dasselbe um die Jahreszeit und es geht nicht  nur mir so. Ausmisten ist das Top-Thema in allen Zeitschriften und nun geht Marie Kondo, DIE Aufräumqueen schlechthin, sogar mit einer Netflixserie an Start. Mit Marie Kondo werde ich meine Ausmist-Challenge jedoch nicht starten, denn ich scheiterte an ihrem Konzept vor zwei Jahren grandios. Ein neues Konzept muss her!   Weiterlesen

Wieso wir mit unseren Kindern viel häufiger essen gehen sollten

Raus mit Euch! Ab in die Restaurants mit Euren Kindern! Entert die Cafés, stürmt die Restaurants. Und zwar nicht zum „entspannten Abend“ zu zweit, sondern mit der ganzen Familie. Denn wir Familien müssen sichtbarer werden. Sonst werden wir vergessen. Und müssen dann nicht wundern, dass es sich mit der Kinderfreundlichkeit in Grenzen hält. Schaut nach Frankreich, wo Kinder ganz selbstverständlich mit ins Restaurant gehen (und in Frankreich dauern die Abendessen lang… wirklich lang, unter vier Gänge geht da nix). Oder nach Italien. Oder nach Skandinavien. In all den Ländern sind Kinder immer ganz selbstverständlich mit dabei. Und die Restaurantbesitzer und Cafébesitzer legen eine ganz andere Kinderfreundlichkeit zutage als hier. Denn Kinder gehören dort zum öffentlichen Leben – während sich Eltern hierzulande mit ihren Kindern immer häufiger in Komfortzonen zurückziehen. Da wird höchstens mal das Café mit der Spielecke angesteuert oder das Restaurant mit dem Spielplatz im Garten. Aber ich bin der Meinung: Wir Familien müssen uns die Öffentlichkeit zurückerobern! Und das mit den Manieren beim Essengehen? Kommt ganz von alleine. Kinder sind unglaublich lernfähig und flexibler als wir denken.
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Tschüss 2018, hallo 2019!

Ich bin nicht mehr für große Partys gemacht, ganz ehrlich, ich fühle mich ein bisschen… verkatert. Obwohl ich außer Tee und Wasser nix getrunken habe. Einen Himbeer-Orangen-Smoothie noch. Aber meine Jungs wollten unbedingt das Feuerwerk sehen und bis Mitternacht aufbleiben. Sie schafften es tatsächlich … und ich auch. Um eins waren wir im Bett, das Baby hielt sich nicht an die Nachtruhe und wollte im Stundentakt gestillt werden (ein Backenzahn schiebt sich fieserweise durchs Zahnfleisch). Um neun waren die Kinder wieder wach und fit, ich nicht. Für diese wilden Parties bin ich nicht gemacht. Nun nach drei Kaffee bleiben die Augen immerhin auf und gleich geht es an die frische Luft. Der Mittlere will sehen, wie viel Müll das Feuerwerk gemacht hat und ich hoffe, dass mein Kopfweh sich verflüchtigt. Deshalb gibt es heute für Euch nur einen schnellen Jahresrückblick in Form der 10 meistgeklickten Texte von 2018. Weiterlesen

Mein Mann und der Krebs: Wie unser Leben auf den Kopf gestellt wurde

Alles begann mit geschwollenen Mandeln. Einem Hals, der immer  weiter zuschwoll. Man denkt sich nichts dabei. Wieder so ein Infekt halt. Es war August, die Schulferien waren vorbei, aber es war immer noch Sommer, dieser schöne, nicht enden wollende Sommer. Mein Mann ging mit seinen geschwollenen Mandeln zum Arzt, bekam Blut abgenommen und am nächsten Tag eine Überweisung zum Onkologen. Verdacht auf malignes Lymphom stand auf der Überweisung. So saßen wir also da im Wartezimmer bei einem Arzt einer Fachrichtung, bei dem Du nie sitzen möchtest. Und befasst Dich mit Dingen wie Lymphknotenentnahme, Biopsie, Knochenmarkentnahme und CT. Eine Woche später saßen wir erneut in diesem Wartezimmer. Und bekamen schwarz auf weiß, was wir eigentlich schon ahnten, fast sicher wussten: Lymphdrüsenkrebs. Von eben noch eigentlich gesund mit eigentlich nur geschwollenen Mandeln und dicken Lymphknoten hineinkatapultiert in: schwerkrank, sterbenskrank. Eine Woche später schon begann die Chemo und irgendwie war es gut, dass es losging. Dass das Warten ein Ende hatte. Weiterlesen