Interview zur Vereinbarkeit: Wenn die Mutter Vollzeit arbeitet

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ja immer so eine Sache… es gibt viele verschiedene Modelle – die oft aus den unterschiedlichsten Motivationen heraus gewählt werden. Und nicht immer haben die Eltern die Wahl – mal ist es der Arbeitgeber, der nichts anderes zulässt (allen gesetzlichen Rechten auf Teilzeit zum Trotz), mal ist es die finanzielle Situation. So unterschiedlich wie die Vereinbarkeitsmodelle sind auch die Familien, die dahinterstecken. Was als einzelnes Interview mit einer Mutter begann, die mir in einer Mail davon berichtete, dass ihr Mann und sie beide Teilzeit arbeiten und sich alles 50:50 aufteilen, ist nun eine kleine Miniserie geworden, über die ich mich sehr freue! Auf das erste Interview mit den Teilzeit-arbeitenden-Eltern kamen so viele Emails, über die ich mich sehr gefreut habe – und so kamen tatsächlich auch die anderen Interviews zustande: die Hausfrau, die mir von ihrer Entscheidung und ihrem Alltag berichtete, der Hausmann, der von seinen Erfahrungen erzählte und heute nun die fast Vollzeit arbeitende Mutter, die noch einmal ganz andere Einblicke bringt.   Weiterlesen

Interview: „Ich bin Hausmann, na und?!“

Nachdem erst eine Mutter in einem Interview erzählt hat, wie sie und ihr Mann beide auf Teilzeit reduziert haben, um sich Haushalt und Kinder gerecht aufzuteilen, meldete sich erst eine Hausfrau für ein Interview. Und wieder gab es viele, viele Kommentare und Emails zu dem Thema „Wie organisieren wir Familie und Beruf?“ – darunter waren auch viele Vollzeit-Mütter, die sich ebenso wie die Vollzeit-Hausfrau etliche blöde Kommentare anhören müssen. Und es meldete sich auch ein Vater, der sich bewusst entschlossen hat, als Hausmann zuhause zu bleiben. Das fand ich so spannend, dass ich ihn um ein Interview bat. Er hat sich bereit erklärt, mir meine Fragen zu beantworten, aber weil sein früherer Arbeitgeber ebenso wie teilweise die engsten Freunde ziemlich daneben reagiert haben, möchte er anonym bleiben. Till heißt er, ist Anfang 40 und kommt aus einem 5000-Seelen-Dorf in Süddeutschland. Doch lest selbst, wie es ihm als Hausmann ergeht und ob er sich noch einmal so entscheiden würde!     Weiterlesen

Interview mit einer Mutter: „Wieso ich mich entschieden habe, Hausfrau zu sein“

Vor kurzem hatte ich ein Interview auf dem Blog mit einer Mutter, die mir erzählte, wie sie und ihr Mann sich Haushalt, Kinderbetreuung und Arbeit gleichermaßen aufteilen und beide auf Teilzeit reduziert haben. Echte Gleichberechtigung und Vereinbarkeit, hat mir die Mutter im Interview erzählt. Daraufhin erhielt ich viele Kommentare und Emails von Müttern, die es ähnlich hielten, aber auch von Müttern, die es gerne so machen würden, aber deren Mann es nicht möchte. Und eben von einer Mutter, die mir von ihrem Weg erzählte: Sie hat sich nach der Geburt des ersten Kindes ganz bewusst entschieden, Hausfrau zu sein. Trotz Ingenieursstudium und besten Karrierechancen. Dass sie für ihr Lebensmodell ebenso kritische Kommentare bekommt, wie die Mutter, die mit ihrem Mann gemeinsam Teilzeit genommen hat und alles zur Hälfte aufteilt, ist irgendwie bezeichnend für Deutschland im Jahr 2018, oder? Egal, wie man es macht, irgendjemand meckert immer. Weshalb wir auch nicht versuchen sollten, es anderen recht zu machen, sondern einfach unseren eigenen Weg gehen sollten. Was die Hausfrau-Mutter zu ihrem Weg bewegt hat und wie andere ihr dabei begegnen, hat sie mir im Interview erzählt:  Weiterlesen

Interview zur Vereinbarkeit: Wenn beide Elternteile Teilzeit arbeiten

Mit Verlassen des Kreißsaales scheinen die meisten Eltern die Gleichberechtigung aufzugeben und stattdessen in alte Rollenmodelle zu verfallen: Obwohl sich zwei Drittel aller Eltern vor der Geburt vornehmen, Haushalt und Kind gleichberechtigt aufzuteilen, gelingt es nur ganzen 14 Prozent tatsächlich (mehr dazu auch in meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“). Gleichberechtigung sieht anders aus. In den allermeisten Fällen ist es der Mann, der Vollzeit arbeitet, während die Frau entweder längere Elternpause einlegt oder allenfalls Teilzeit arbeitet. Und selbst bei den Paaren, die beide Vollzeit arbeiten, ist es oft genug die Frau, an der die Hausarbeit hängen bleibt. Aber was hindert uns eigentlich daran, Haushalt und Kinderbetreuung gleichberechtigt aufzuteilen? Was hindert die Väter daran, ebenfalls auf Teilzeit zu reduzieren? Die Gesellschaft? Die eigene Barriere im Kopf? Die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust? Die finanziellen Einschränkungen? Ich habe eine Mutter befragt, die genauso wie ihr Mann Teilzeit arbeitet und mit ihm alles gleichberechtigt aufgeteilt hat. Echte Vereinbarkeit von Familie, Haushalt, Kindern – und den eigenen Bedürfnissen, sie sagt. Eine Einstellung und ein Modell, von dem man sich wirklich etwas abschauen kann! Auch wenn der Weg dorthin, wie sie selbst sagt, nicht ganz einfach war und auch blöde Reaktionen von anderen nicht ausblieben.  Weiterlesen

Vereinbarkeit: Warum wir Mütter Netzwerke brauchen

Mit der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ist es ja bekanntlich so eine Sache. Bei mir klappt es meistens ganz gut – was aber nur daran liegt, dass ich freiberuflich von zuhause aus arbeite. Was bedeutet: Wenn ein Kind krank ist, könnte ich trotzdem arbeiten. Denn ich bin ja eh zuhause. Und zur Not könnte ich ja auch abends arbeiten. Wenn die Kinder schlafen. Der Konjunktiv ist bewusst gewählt. Denn viel zu oft kann ich es nicht. Weil Theorie und Praxis wie so oft einfach auseinanderklaffen. Bisher habe ich es aber immer irgendwie hinbekommen. Bis letzte Woche ein krankes Kind und ein wichtiger Termin kollidierten und mir klar wurde: Das Ding mit der Vereinbarkeit ist und bleibt schwierig. Ohne Netzwerke geht es nicht für uns Mütter. Und damit meine ich nicht die sozialen Netzwerke. Sondern die echten, realen. Denn Facebook kann nun mal kein krankes Kind aus dem Kindergarten abholen!

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Teilzeit: Anspruch und Realität. Dabei gibt es kaum Effizienteres als Teilzeitmuttis!

Ich bin froh, dass ich als Freiberuflerin selbst entscheiden kann wann und wie viel ich arbeiten möchte. Denn das können nicht alle Mamas, Rechtsanspruch auf Teilzeit hin oder her. Denn viele Unternehmen setzen sich einfach drüber hinweg oder geben bei Bewerbungen Müttern einfach mal keine Chance. Heute hat mir eine Freundin von ihrem vergeblichen Versuch erzählt, einen Teilzeitjob in ihrer Branche zu finden. Noch ist sie in Elternzeit, aber ihr alter Arbeitgeber hat ihr schon klar gemacht, dass sie mit 25 Stunden in Teilzeit nicht einsteigen kann. Also schaut sie sich um nach einem neuen Arbeitsplatz in Teilzeit – und das ist alles andere als erbaulich. Weiterlesen

Mamas zwischen Schreibtisch und Spielplatz Teil I

Ich bin eine berufstätige Mutter. Working mum, wie man neudeutsch so schick sagt. Ich arbeite und ich habe ein Kind (ganz bald zwei). Das heißt: Ich bin in zwei Welten zuhause. Vormittags bin ich die am Schreibtisch. Die sich professionell am Telefon meldet, mit der Arbeitsstimme, ein bisschen tiefer (soll ja seriös kommen) spricht, ruhig und langsam, wohl formulierte, höfliche Emails schreibt, To-Do-Listen abarbeitet und wichtige Dinge in wichtige Ordner heftet mit wichtiger Miene, versteht sich, und dann auf der Tastatur rumklappert und ihre Artikel schreibt. Dass das nicht immer ganz einfach ist, habe ich ja schon mal geschrieben.

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