Was Eltern sich von einer neuen Regierung erhoffen – nicht nur in Sachen Familienpolitik

Es wurde gewählt und auch, wenn noch nicht klar ist, wie die Regierung genau aussehen wird, die unser Land regiert, ist eine Sache klar: Es muss viel passieren, denn es gibt große Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft, die von uns und besonders die der Kinder. Deshalb habe ich auf Instagram einmal meine Leser*innen gefragt, was sie sich von einer neuen Regierung erhoffen und welche Dinge ihrer Meinung nach unbedingt angepackt werden müssen. Es ist Zeit, dass die Politik mehr an uns Familien denkt, besonders an unsere Kinder! Hier kommen die Gedanken meiner Instagram-Leser*innen:

Weiterlesen

Haben Autos eine größere Lobbys als Kinder?

Manchmal habe ich das Gefühl, als ob Autos in diesem Land wichtiger sind als Kinder. Wenn Parkplätze wichtiger sind als Kinderspielplätze. Wenn Autofahrer dicht an spielenden Kindern vorbei rasen und statt vom Gas zu gehen auch noch hupen. Wenn das Spielstraßen Schild einfach mal übersehen wird. Wenn sich über Kinderlärm mehr aufgeregt wird als über Autolärm. Wenn übers Tempolimit mehr diskutiert wird als über Kinderbetreuung (statt einfach ein längst überfälliges Tempolimit einzuführen). Wenn Autos immer größer werden und immer mehr Raum einnehmen – und Kinder immer mehr verdrängt werden. Wenn sich über die Erhöhung des Benzinpreises mehr aufgeregt wird als über die Tatsache, das viele Schulen immer noch kein stabiles WLAN haben. Wenn der Verkehrsfluss in der Straßenplanung wichtiger ist als die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Fußgänger.

Weiterlesen

Mehr Vereinbarkeit: Was sich Mütter wünschen

„Vereinbarkeit von Beruf und Familie“: Das liest sich so schön in den Parteiprogrammen. Das ist so ein tolles Schlagwort, das man mal fallen lassen kann in Talkshows und Interviews. „Wir tun was für die Vereinbarkeit“ oder auch pathetischer „eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eines unserer Herzensanliegen“ – das kann man mal sagen. Das ist modern, das ist weltoffen, das ist etwas, was alle gut finden und wo keiner meckert. Eine gute Sache! Ja. Eben. Eine gute Sache. Eine verdammt überfällige Sache. Eine Sache, die eben nicht einfach ist (und es doch sein könnte, wenn nur die Rahmenbedingungen stimmen würden!). Eine Sache, die sich viel zu oft in Lippenbekenntnisse verliert. Denn es liegen uns Eltern noch viel zu viele Steine im Weg. Und entlang des Weges gibt es immer noch viel zu viele Baustellen, die seit Jahren offen liegen und an denen sich nichts tut. Oder nur mal hier und da etwas tut und dann wieder jahrelang nichts. Es muss sich noch viel tun, bis Vereinbarkeit wirklich gelebt werden kann. Bis man bestenfalls gar nicht mehr darüber reden muss, dass sich etwas ändern muss, weil es einfach so selbstverständlich geworden ist. Von echter, gelebter Vereinbarkeit sind wir noch weit entfernt. Es gibt einfach zu viele Baustellen. „Wir setzen uns für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ ein ist immer noch eine Floskel und das Kindergeld um 5 Euro zu erhöhen ist definitiv nicht das, was ich unter diesem „wir tun was für Vereinbarkeit“ verstehe. Ich habe einmal meine Leserinnen auf Instagram gefragt, welche Rahmenbedingungen sich für sie ändern müssen und was sie sich wünschen für mehr, echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „“Vereinbarkeit fängt mit Verständnis an“, schrieb mir eine Leserin – und damit hat sie einfach recht! Das Verständnis fehlt an allen Ecken und Enden. Aber es muss sich noch mehr tun – hier kommen die spannenden Antworten, die, wie ich finde, sich Politiker ganz genau durchlesen sollten, bevor sie in der nächsten Talkshow wieder verkünden, dass ihnen ja die Vereinbarkeit sehr am Herzen liegt:

Weiterlesen

Wie Familien mal wieder vergessen werden. Oder: Was sind Familien der Gesellschaft wert?

Man stelle sich mal vor: Der Wirtschaftsminister tritt zurück. Drei Monate vor der Wahl. Ist ja nicht mehr lange hin, trotzdem muss ja jemand seinen Job machen. Ist ja wichtig. Und da lässt man einfach den Finanzminister seinen Job mit erledigen. Das kann man ja so nebenher machen, statt einem Ministerposten macht man eben zwei gleichzeitig. Kann man sich nicht vorstellen? Tja. Genau das ist geschehen, nur dass es die Familienministerin war, die zurückgetreten ist und die Justizministerin ist, die nun parallel noch das Amt der Familienministerin mit übernimmt. Ich bin mir ziemlich sicher: Bei einem zurückgetretenen Wirtschaftsminister hätte man den vakanten Posten nicht so gelöst. Denn Wirtschaft, das ist wichtig. Was im Umkehrschluss zeigt, wie unwichtig Familienpolitik ist – in den Augen der Verantwortlichen. Was hatten wir uns damals über Schröders Zitat „Familie und Gedöns“ aufgeregt. Lange ist es her. Leider muss ich feststellen: Es hat sich an der Einstellung nicht viel geändert. Was eben die Geschehnisse von gestern zeigen. Und was die ganze Coronapandemie uns zeigt, in der man uns Familien einfach mal alleine gelassen hat. Die bekommen das schon hin! 150 Euro pro Kind haben sie doch bekommen, sollen sich mal nicht so anstellen. Das man mit diesen 150 Euro gerade mal so die Kosten von den Druckerpatronen bezahlen kann, die man fürs Homeschooling verbraucht hat, interessiert keinen.

Was den Stellenwert der Familien in der Politik, ja, in der Gesellschaft zeigt.

Weiterlesen

Die Abwesenheit von Kindern in unserer Gesellschaft: Verlasst Eure Komfortzone! – #geburtenraten

Dank einer neuen Formel sind wir nun Letzter in Sachen Geburtenrate. Und werden es, so befürchte ich, noch eine ganze Weile lang bleiben. Denn es gibt einfach zu viele Stellschrauben, an denen man drehen muss. Über die Gründe haben sich schon viele geäußert, ich habe viele schlaue Texte gelesen – und möchte deshalb nicht alles noch einmal durchkauen. Sondern lieber davon schreiben, dass wir jetzt schon eine kinderlose Gesellschaft haben. Und das auch das einer Gründe ist, weshalb die Rate so niedrig ist. Als ich selbst mal ohne Kinderwagen unterwegs war, fiel mir die Abwesenheit von Kindern in unserer Gesellschaft erst so richtig auf. Unheimlich ist es. Und ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet: Kommt da eine ewige Busreisefahrt mit grauhaarigen Senioren mit praktischen Kurzhaarfrisuren, beigen Anoraks und moosgrünen Jerseyhosen auf uns zu?

Wo sind die Kinder? Schon jetzt fehlen sie im Alltagsbild.

Wo sind die Kinder? Schon jetzt fehlen sie im Alltagsbild.

Weiterlesen