Wieso ich „Oje ich wachse“ nicht mehr lese

Ich kennt ihn doch sicher auch. Es ist einer DER Ratgeber für frischgebackene Eltern. „Oje ich wachse„. Der Erziehungsratgeber mit den Entwicklungsschüben, die Babys in den ersten 20 Monaten durchmachen. Ich habe das Buch beim ersten Kind verschlungen. Ich habe es geliebt, denn es hat mir geholfen, mein Baby besser zu verstehen. Beim zweiten Kind habe ich das Buch auch hervorgenommen, als Erinnerungsstütze, aber längst nicht mehr so intensiv. Nun, beim dritten Kind, hatte ich das Buch auch wieder aus dem Bücherregal genommen. Und, versteht mich nicht falsch, es ist immer noch ein klasse Erziehungsratgeber, ein schön geschriebenes Buch voller nützlicher Informationen für Babyeltern. Aber ich lese es nicht mehr. Nicht, weil ich alles schon weiß. Oh nein, man vergisst so viel, ganz ehrlich. Es hat einen anderen Grund, weshalb ich „Oje ich wachse“ beim dritten Kind schnell wieder ins Regal zurückgeschoben habe.

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Ab ins echte Leben: der ganz normale Alltag(swahnsinn) hat uns wieder

Da schrieb ich doch über unser gemütliches Wochenbett und wie kuschelig und langsam wir alles angehen lassen – und dann werde ich ganze zweieinhalb Wochen nach der Geburt von null auf hundert in den ganz normalen Alltag katapultiert! Heute war so ein Tag, den man nicht häufiger haben muss. Kinderarztbesuch mit drei Kindern, weiter in die Kinderchirurgie, erste Autofahrt mit Baby, übergelaufene Windeln und Stilleinlagen inklusive. Puh. Bin ich froh, dass dieser Tag vorbei ist. Aber der Reihe nach. Und vorneweg: Es geht uns allen gut!

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Drittes Kind, drittes Wochenbett – was ich seit dem letzten Mal ganz vergessen hatte

Zwei Wochen ist unsere Babymaus nun alt und wir sind zuhause gut angekommen – sind aber noch weit entfernt von „gut angekommen im Alltag“. Und das ist auch gut so. Denn gerade diese ersten Wochenbettwochen haben einen so besonderen Zauber, den ich so lange wie möglich erhalten möchte. Diese Zeitblase, dieses Dahintreibenlassen und Herunterkommen. Und ich stelle fest, es gibt so viele Dinge, die ich wieder ganz vergessen hatte, seit der Geburt unseres Kleinen vor vier Jahren. Wie gut Neugeborene riechen. Aber auch Dinge wie den Wochenfluss, Milcheinschuss und Co.

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Vom Wochenbett-Zauber im Dezember

Psssst, ich melde mich hier aus unserer kleinen Blase, während das Baby schläft. Wir leben hier gerade in einer Art Kokon, in einer Zeitkapsel, wenn man so will. Das Wochenbett ist eine besondere Zeit, eine Zeit, in der die Zeit irgendwie stillsteht. Nun, diesmal beim dritten Kind nicht so richtig still. Denn natürlich muss der Große weiterhin morgens in die Schule und nachmittags seine Hausaufgaben machen und ebenso geht der Kleine weiterhin in den Kindergarten. Aber die Vormittage alleine mit Baby unterliegen einem besonderen Zauber – ebenso die Nachmittage, die wir zurzeit ohne Verabredungen und besondere Aktivitäten gestalten. Nur wir fünf, viel Kuschelei, viel Vorlesen, gemütliches heiße Milch vorm Adentskranztrinken. Alles ist verlangsamt, manchmal wie in Zeitlupe. Und trotzdem rast die Zeit – ist unser Baby nicht gerade eben erst auf die Welt gekommen? Hatte ich nicht eben noch diesen unwahrscheinlich dicken Bauch?! Und schon sieht sie so anders aus als auf den Fotos der ersten Stunden – und ruckzuck ist es da, das Gefühl, als sei unser Babymädchen schon immer bei uns gewesen.  Weiterlesen

Warten aufs Baby: Vom Schwebezustand nach dem Stichtag

Ich habe heute kein Babyfoto für Euch. Weil ich immer noch warte. ET+9. So langsam reicht es mit der Warterei aufs Baby. Ich hatte mal geschrieben, dass vor dem Stichtag die Zeit stillsteht. Tja. NACH dem Stichtag steht sie erst so richtig still. Von Tag zu Tag mehr. Weiterlesen

Ich muss nicht immer die Beste sein – wieso Perfektsein nicht zu meinen Prioritäten zählt

Letztens wurde ich gefragt, wie ich das alles eigentlich meister: Meinen Beruf, den Blog, die zwei Kinder, die Schwangerschaft und dann noch das neue Buch. Und wie ich es schaffe, dabei immer so entspannt zu sein und den Humor nicht zu verlieren. Wenn es so rüber kommt, ist es ja schön – aber glaubt mir, ich bin nicht immer entspannt! Und auch nicht immer so humorvoll, wie ich gerne hätte! Ich verliere oft genug die Nerven. Aber alles in allem find ich auch, dass ich das ganz gut meister. Wie ich das mache? Ich setze Prioritäten. Perfekt zu sein ist so eine Sache, die bei mir keine oberste Priorität hat. Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss nicht immer die Beste sein. Hauptsache, ich bin gut  genug!  Weiterlesen

Hallo Herbst, schön, dass Du da bist!

Ein bisschen goldener könntest Du schon sein, lieber Herbst. Wieso versteckst Du Dein warmes Licht hinter den Wolken? Es ist doch gerade dieses Warme, Weiche, dieses besondere Licht, dass Deinen Einzug so besonders macht. Eigentlich wollte ich die Heizung auch nicht vor Oktober anstellen, aber wenn Du so weitermachst, dann komme ich wohl nicht mehr Drumherum. Trotzdem will ich nicht lamentieren, denn ich freue mich, dass Du da bist, lieber Herbst. Denn es gibt so ein paar Dinge, auf die ich mich jetzt freue und die den Übergang vom Sommer (der dieses Jahr eh nur eine Sparversion war) leichter macht.

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Wir Familien müssen sichtbarer werden – damit Familienpolitik nicht nur ein Randthema bleibt

Irgendwie geht ja dieser Wahlkampf diesmal an mir vorbei. Vielleicht, weil wir zwei Monate Ferien hinter uns haben und viel unterwegs waren. Vielleicht aber auch, weil es dieses Jahr irgendwie etwas lahm zugeht. Ich dachte, das TV-Duell könnte etwas Fahrt in die Sache bringen – und war dann enttäuscht, dass Flüchtlings- und dann die Außenpolitik mehr als die Hälfte der Sendezeit einnahmen. Ohne Zweifel wichtige Themen. Ganz am Rande ging es dann um das Thema, was einen als Mutter von kleinen Kindern besonders interessiert: die Familienpolitik. Überhaupt ist dies ein Thema, was in diesem ganzen Wahlkampf nur am Rande eine Rolle zu spielen scheint. Wieso eigentlich? Sind wir Familien zu unsichtbar, müssen wir uns mehr zeigen, mehr ins Bewusstsein der Politik rücken? Ziehen wir uns so sehr in unsere Komfortzone zurück, dass unsere Belange einfach vergessen werden?

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Was einer Mutter so vor der Einschulung durch den Kopf geht – mit dem Schulbeginn geht auch ein Stück Freiheit

Noch knapp eine Woche, bis sich in unserem Leben etwas gewaltig ändern wird: Mein Großer kommt in die Schule. Und je näher die Einschulung rückt, umso mehr wird mir bewusst, dass der Schulbeginn eine ganz schöne Veränderung sein wird. Die ich bisher unterschätzt habe. Die Einschulung war ja noch so lange hin! Und auf einmal steht sie vor der Tür und mir wird klar: Es beginnt tatsächlich ein neuer Lebensabschnitt.

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Schwangerschaftsupdate SSW26: Wachsender Bauch, Zuckertest und erste Zipperlein

Meinen Bauchumfang kann ich Euch leider nicht verraten, denn ich habe ihn lange nicht gemessen: Aber der Bauch ist riesig! Die Kleine strampelt munter und in den komischten Momenten – ich hoffe, das lässt jetzt keine Rückschlüsse auf ihren späteren Schlafrhythmus zu… Mittlerweile bin ich in der 27. Woche und frage mich, wie bei den letzten beiden Schwangerschaften: Wo bleibt die Zeit? Wollte ich diese dritte Schwangerschaft nicht mehr genießen? Ich genieße sie ja auch – allerdings vergeht alles wie im Zeitraffer, vor allem, weil meine zwei Jungs jetzt beide Kindergartenferien haben und ich grad drei Wochen lang den Spagat Homeoffice mit Kindern hinlegen. Was es sonst noch so an Schwangerschaftsnews gibt und was aus den Ringelröteln wurde, habe ich mal im Schwangerschaftsupdate für die SSW26 zusammengefasst.  Weiterlesen