Quality Time und Quantity Time: Was war früher anders?!

(Auszug aus meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein„)

Obwohl heute mehr Mütter berufstätig sind und Kinder früher in den Kindergarten oder die Krippe kommen, verbringen die heutigen Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern als noch vor 50 Jahren. Eine Studie von Forschern aus Kalifornien hat dafür Eltern in elf westlichen Ländern wie Kanada, Dänemark, Frankreich und Deutschland unter die Lupe genommen und die Daten von  1965 bis 2012 ausgewertet. Dabei haben die Eltern ihre täglichen Tätigkeiten genau dokumentiert. Unter Kinderbetreuung wurden sämtliche Tätigkeiten erfasst, die sich um die Kinder drehen wie Essen vorbereiten, Kinder baden, wickeln, ins Bett bringen, Spielen, Vorlesen oder auch bei den Hausaufgaben helfen. 1965 verbrachten Mütter demnach 54 Minuten Kinderzeit am Tag, 2012 waren es 104 Minuten am Tag. Bei Vätern waren es 1965 16 (!) Minuten und 2012 59 Minuten. Was machten denn die Frauen 1965 anders als die Mütter heute? Weiterlesen

Muffelfurzteufel! Die Olchis werden 30 (und immer noch kann ich das F-Wort nicht aussprechen.)

(Werbung und Gewinnspiel)

Ich muss gestehen: Ich kann dieses Wort mit F… nicht aussprechen. Ich kann nicht aus meiner Haut, ich bin so erzogen worden. In mir sträubt sich alles, wenn ich das Wort „Gefurztag“ aussprechen soll. Und auch beim bekannten Olchi-Ausruf „Muffelfurzteufel“ sperrt sich das gut erzogene Mädchen in mir dagegen, en Mittelteil mit dem F auszusprechen. Eine gewisse Zeit lang konnte ich diese Hürden beim Vorlesen einfach übergehen. Wenn ich aus den Olchis vorlas, feierten sie einfach nur Geburtstag mit „b“ und das Muffelfurzteufel nuschelte ich so schnell vor mir hin, dass das F-Wort einfach unter den Tisch fiel. Ja, ich gestehe: Ich habe ein Furz-Problem! Die Olchis waren in meiner Vorlese-Variante immer nur am Pupsen. Und das fanden meine Kinder eigentlich auch lustig genug. Bis sie die Olchigeschichten als Hörspiel hörten. Und damit auch das F-Wort. Seitdem kennen meine Kinder kein Erbarmen mit mir: Ich muss richtig lesen. Und das F-Wort aussprechen. Zum Teufel mit der guten Erziehung! Und ja, sie haben ja recht: Denn das ist es, was an den Olchis so einen Spaß macht: Dass sie auf alle Konventionen pfeifen, alles machen, was Kinder eben so lustig finden (neben dem F-Wort fallen noch Schlammbaden, Matschpfützenspringen und Müllsammeln in diese Kategorie) und dabei aber so herrlich liebenswert und vor allem hilfsbereit sind.

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Mental Load-Interview: Wie beziehe ich den Partner mit ein?

Mental Load ist ein Stichwort, das seit einiger Zeit immer wieder diskutiert wird – und es ist auch richtig so! Denn dahinter verbirgt sich etwas, über das ich in meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ schrieb – aber für das es damals noch gar keinen wirklichen Ausdruck gab. Es ist, kurz zusammengefasst, dieser ganze tägliche Kram, an den man als Elternteil denken muss – von den 4 Euro für den Kindergartenausflug über das Waschen der Sportklamotten bis hin zum Urlaubsplanen und dem Geschenk für den Kindergeburtstag. Es sind diese vielen kleinen Dinge, die meist Mütter in ihrem Kopf haben müssen – und die einen nicht zur Ruhe kommen lassen. Laura Fröhlich hat darüber ein Buch geschrieben, in dem sie nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen teilt, sondern auch Tipps gibt, wie wir diesen Mental Load gerechter mit unserem Partner teilen können: „Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles“ (großartiger Titel, übrigens!) Aber wie bekommt man den Partner eigentlich dazu, den Mental Load gerechter zu teilen? Unter anderem diese Frage habe ich Laura im Interview gestellt:

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Hamburg mit Kindern: Tipps, Interview und Buchtipp

Als Lübeckerin lebe ich ja in einer Hansestadt und meine „kleine“ Hansestadt eine „große Schwester“: die Hansestadt Hamburg! (es gab eine Zeit, das war mein Lübeck „die Königin der Hanse“ und die zweitgrößte Stadt Deutschlands, aber das ist sehr lange her…) Heute ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands und auf jeden, jeden Fall eine Reise wert! Ich liebe die maritime Atmosphäre, die sonst keine Metropole in Deutschland so hat, das Weltoffene, für das Hamburg schon immer stand. Mit Kindern gibt es in Hamburg viel zu entdecken – die Highlights hat Ute Vaut vom famosen Blog Ahoikinder in ihrem Familien-Reiseführer „Dein Hamburg – mausschlaue Freizeittipps“ zusammengefasst. Auf eine großartige, ganz besondere Weise, denn der Maus-Reiseführer ist kein gewöhnlicher Reiseführer – es gibt nämlich noch viel mehr Wissenswertes, es werden typische Kinderfragen beantwortet, es gibt Anleitungen für Experimente und Spiele – eben typisch wie „Die Sendung mit der Maus„! Ein klasse Buch und umso mehr freue ich mich, dass Ute mir ein Interview gegeben hat und verrät, was ihre Lieblingsausflugsziele in Hamburg sind und was sie bei der Recherche überrascht hat – und was man auf keinen Fall in Hamburg verpassen sollte. Achja – und wer sich schon immer gefragt hat, wieso der Fischmarkt schon um 9.30 zumacht, der sollte jetzt weiterlesen:

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„Erziehen ist ein Kinderspiel“! Interview und Buchtipp

„Erziehen ist ein Kinderspiel“? Ach, wenn es doch manchmal so wäre! Manchmal gibt es diese Momente, da ist in Sachen Erziehung gar nichts leicht und schon gar nicht wie ein Kinderspiel. Wenn die Kinder trotz allem im Wutanfall am Boden liegen, sich kurz vorm Schlafengehen streiten und gleich nach dem Aufstehen „mir ist langweilig“ krähen. Und nicht nur die eigene Familie lässt einen manchmal an diesem „Kinderspiel“ zweifeln. Noch viel schlimmer sind andere Mütter. Und all diese guten Ratschläge. Bevor ich mein erstes Kind bekam, hatte ich keine Ahnung, wie viel Dogma das Thema Erziehung begleitet. Es ist unfassbar, wie verbissen und engstirnig Frauen werden können, wenn es um bestimmte Erziehungsthemen geht. Und das macht wiederum das Leben schwer. Es ist wirklich an der Zeit, mehr Leichtigkeit in das Thema Erziehung zu bringen – weniger Perfektionismus, weniger Druck, mehr Mut zu eigenen Fehlern und vor allem zum eigenen Weg. Und deshalb mag ich auch keine klassischen Erziehungsratgeber, wo ein Tipp nach dem anderen kommt, der erhobene Zeigefinger aus den Seiten herauspiekt und einen mit dem schalen Gefühl des schlechten Gewissens neben dem Buch sitzen zu lassen. Was ich mag: Bücher, die einem Anregungen geben, die einem Wege aufzeigen, aus denen man sich bedienen kann, so wie es zum eigenen Leben am besten passt. Denn jede Familie ist anders! Gerade im Familienleben ist Dogma deshalb völlig fehl am Platz.

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Geröstete Kichererbsen – leckerer Snack nicht nur für Kinder

Man ist als Mutter ja immer froh, wenn die Kinder etwas Gesundes mögen. Und wenn es dann auch noch so ein Superfood wie Kichererbsen ist, umso besser! Ballaststoffe essen wir ja bekanntlich zu wenig und Kichererbsen sind voll damit. Und dazu noch viel Protein, Eisen, B-Vitamine und Kalium! Deshalb stehen Kichererbsen bei uns jetzt häufiger auf der Tagesordnung, die vorgekochten aus der Dose oder dem Glas. Wenn ich Abendbrot koche, kredenze ich meinen Kindern nämlich immer eine Vorspeise aus Gurken- und Möhrensticks. Dazu gibt es jetzt immer häufiger auch einfach ein paar Kichererbsen zum Knabbern. Komischerweise essen meine Kinder das Grünzeug VOR dem Essen komplett auf, serviere ich es als Beilage ZUM Essen, beachten sie es gar nicht! Seit ich das bemerkt habe, gibt es also immer diese kleine Vorspeise. Dann meckert auch keiner, dass ihm der Bauch so knurrt! Die Kichererbsen-Liebe meiner Kinder habe ich mir nun auch für einen Snack zunutze gemacht: Zum Knabbern zwischendurch oder beim Videoabend gibt es seit Neuestem geröstete, leicht pikante Kicherebsen! Ein ganz einfaches Rezept, bei dem der Ofen die meiste Arbeit hat!

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Von Viren, Energiegewinnung und Evolution: Drei tolle Kinder-Sachbücher über Naturwissenschaft

Kinder sind neugierig. Was gut ist. Sogar sehr gut. Und in der Natur der Sache liegt. Weshalb wir diese angeborene Neugier nicht unterdrücken sollten. Das Problem: Je älter sie werden, umso mehr wollen sie wissen. Und umso häufiger sind unter ihren Warum-Fragen Dinge, auf die ich keine Antwort weiß. Oder nur eine komplizierte Antwort weiß. Oder die Antwort googel und dann daran scheitere, sie kindgerecht zu übersetzen. Und eben dafür liebe ich gut gemachte Kindersachbücher! Meine Kinder übrigens auch. Bei gut gemachten Kindersachbüchern lerne ich selbst meistens auch noch etwas dazu – und kann mit meinen Kindern gemeinsam nach Antworten auf ihre vielen (und schlauen!) Fragen suchen. Am liebsten mag ich es, wenn Sachbücher Kinder ernst nehmen und wirklich auf Augenhöhe begegnen. Gar nicht mag ich es, wenn die Sachverhalte arg verniedlicht und verkindlicht dargestellt werden. Drei tolle Sachbücher für Kinder, die naturwissenschaftliche Zusammenhänge nicht nur auf Augenhöhe sondern auch noch unterhaltsam erklären, möchte ich Euch heute vorstellen. Es geht um Viren und Bakterien, um Umwelt und Energie und um Evolution (ein Thema, das tatsächlich ein Steckenpferd von mir ist!). Weiterlesen

Die Tierpolizei: Buchtipp von Herzen (nicht nur) für alle Einschwein-Fans

(Werbung/Buchrezension)

Wenn es eine Kinderbuchfigur gibt, die meine Kinder und ich auf Anhieb ins Herz geschlossen haben, dann ist es Einschwein. Dieses knuddelige, charmante, unfassbar liebenswerte kleine Schweinchen mit dem Zauberhorn auf der Nase, das kleine Fabelwesen, das in mittlerweile sechs Büchern gleichermaßen spannende und lustige Abenteuer erlebt. Wir fiebern jedem neuen Einschwein-Buch entgegen. Und die famose Anna Böhm hat nun ein neues Buch geschrieben – ganz ohne Einschwein, aber mit genauso liebenswerten, knuddeligen und lustigen Tierchen wie in den Einschwein-Büchern. „Die Tierpolizei: Kommissare mit Fell und Feder“ ist neu im Oetinger Verlag erschienen und was soll ich sagen? Schon nach den ersten paar Seiten haben die Tierpolizisten, die tapsige Katzenbärin Flopson, das Minipferd Fridolin, der knutschig-schlecht-gelaunte Teddyhamster Jack und die clevere Blaumeise Meili unser Herz gestohlen. Ich will es gleich vorab sagen: Wer Einschwein mag, der wird auch die Tierpolizei lieben. Und wer Einschwein noch nicht kennt, der sollte nicht nur dringend Einschwein lesen, sondern auch die Tierpolizei! Wieso?! Das kann ich Euch sagen… Weiterlesen

„Wo kommt unser Essen her?“ – ein Kinderbuch, das die Herkunft von Lebensmitteln erklärt

(Werbung/ Buchrezension)

„Wo kommt das Essen her?“ Aus dem Supermarkt natürlich! Aber wo kommt das Essen wirklich her?  Wie Mohrrüben und Kartoffeln wachsen, können meine Kinder im Garten selber sehen. Aber wo kommt das Gemüse her, das wir im Supermarkt kaufen? Wie erntet man tausende Tomaten? Und wie ist das mit den Eiern? Wie kommt die Milch in den Tetrapak und dann in die Kühlabteilung des Supermarktes? Dass es Kühe sind, die dafür gemolken werden, ist klar. Aber wie werden sie gemolken und was passiert dann mit der Milch? Was ist anders, wenn ein Brötchen vom Bäcker oder aus der großen Backfabrik kommt? Wie kommt die Wurst in die Pelle und wie wird Fisch gezüchtet? Eben diesen Fragen ist Julia Dürr für ihre Kinderbuch „Wo kommt unser Essen her?“ nachgegangen, das aktuell im Verlag Julius Beltz erschienen ist. Und das auf eine erfrischend realistische Art – ohne zu verniedlichen oder ins Kitschige zu verfallen. Weiterlesen

Buchtipps für die Sommerferien Teil 1: Urlaubslektüre für Grundschulkinder

Der Sommer ist da und zumindest hier bei uns in Schleswig-Holstein nähern sich die Sommerferien in großen Schritten! Weil für mich Lesen und Urlaub einfach zusammengehören, decken wir uns vor den Sommerferien immer mit reichlich Urlaubslektüre ein, egal, ob wir wegfahren oder zuhause bleiben. Ich versuche, im Urlaub häufiger in ein gutes Buch als auf mein Handy zu starren – und mein Großer liebt es glücklicherweise genau wie ich, den halben Tag lesend zu verbringen. Und auch das abendliche Vorlesen im Bett gehen wir lockerer an, wenn am nächsten Morgen kein Wecker auf uns wartet und aus zwei oder drei Kapiteln wird dann schnell ein halbes Buch, das ich vorm Schlafengehen vorlese. Damit Ihr Euren Büchervorrat ebenfalls rechtzeitig zum Ferienbeginn aufstocken könnt, werde ich Euch in den nächsten Wochen immer mal wieder ein paar Buchtipps für die Sommerferien geben – mal für die Kleinen, mal für Grundschulkinder und auch mal Romane für uns Große oder Sachbücher, die mir  besonders gut gefallen haben. Den Start der Sommerferien-Buchtipps machen heute 5 Kinderbücher für Grundschulkinder zwischen 6 und 10 Jahren. Dabei sind ganz unterschiedliche Bücher: Abenteuerbücher, ein Fußballbuch, ein Buch mit Survivaltipps im Wald und ein Reiseführer, der gleichzeitig eine Abenteuergeschichte ist. So wird niemanden in den Sommerferien langweilig! Weiterlesen