Was macht ein gutes Kinderbuch aus? Im Gespräch mit der Kinderbuchautorin Kirsten Boie

*Werbung und Buchrezension, der Text enthält Partnerlinks*

Es gibt Unmengen von Kinderbüchern. Unsere Regale quellen über vor Kinderbüchern und in der Stadtbibliothek sind wir Stammgast. Viele Kinderbücher lesen wir einmal und sie verschwinden – aus dem Haus, aus der Erinnerung. Weil nichts hängen bleibt. Ganz nett, aber mehr auch nicht, ein Zeitvertreib. Und es gibt die Kinderbücher, die hängenbleiben, die man immer wieder hervornimmt, vorliest, selbst liest. Die Art von Büchern, bei denen man mitfiebert, bei denen die Sprache wunderschön ist, die Geschichte spannend oder berührend oder witzig. Oder auch alles gleichzeitig. Das sind Kinderbücher, die ihren Platz ganz vorne im Regal haben, die teilweise schon abgegriffene Seiten haben, weil meine Kinder sie so lieben und immer wieder aus dem Regal nehmen. Das sind die guten Kinderbücher, die fantastischen Kinderbücher. So wie die Bücher von der Kinderbuchautorin Kirsten Boie, die nicht nur mit den Kindern vom Möwenweg oder dem kleinen Ritter Trenk Geschichten und Protagonisten geschaffen hat, die Kinder viele Jahre lang begeistern und begleiten. Bei uns sofort ins Herz geschlossen wurde auch „Sommer in Sommerby„, das ich Euch hier einmal vorgestellt habe. Oder auch Kirsten Boies neuestes Buch „Vom Fuchs, der ein Reh sein wollte„, über das ich Euch ein wenig mehr erzählen möchte. Denn ich habe die großartige Kinderbuchautorin auf Einladung des Oetinger Verlages getroffen und mit ihr über ihr neues Buch gesprochen – und darüber, was ein gutes Kinderbuch ausmacht und wie sie eigentlich an ihren Büchern arbeitet. Weiterlesen

Buchtipp zum Vorlesen und Selberlesen: Esmeralda Ahoi!

*Buchrezension*

Als ich klein war gab es zwei Arten von „Häusern“, in denen ich unbedingt wohnen wollte: entweder im Leuchtturm oder im Hausboot. Und ich konnte so gar nicht verstehen, wieso meine Eltern meine Begeisterung nicht teilten und wir in einem langweiligen Haus mit Garten wohnten. Als ich das Kinderbuch „Esmeralda Ahoi – Schwamm drüber und hui!“ in der Hand hielt, war da sofort wieder meine kindliche Begeisterung für ein Hausboot. Denn das Buch aus dem Lübecker Kilian Andersen Verlag spielt auf einem Hausboot namens Esmeralda, das gemütlich vor Anker liegt, aber auf große Fahrt gehen soll. Auf ganz große Fahrt: Denn wenn schon denn schon, es soll in die Antarktis gehen! Weiterlesen

Ein Kinderbuch zum Thema Wachkoma und Sterben: Interview und Lesetipp vom Herzen

*Werbung, Interview und Buchtipp*

Es gibt Themen, die man nicht unbedingt sofort mit einem Kinderbuch in Verbindung bringt. Das ist das Thema Tod, das aber so präsent in unserem Leben ist, dass es einfach auch in Kinderbüchern behandelt werden sollte. Um das Thema kindgerecht aufzubereiten, denn Geschichten können beim Erklären helfen, wo uns Erwachsenen manchmal die richtigen Worte fehlen. Aber das Thema Wachkoma, dieser Zustand, der sich dem Begreifbaren entzieht, das hätte ich mit einem Kinderbuch nicht wirklich in Verbindung gebracht. Jedenfalls nicht für jüngere Kinder – eher in einem Buch für Jugendliche. Aber das Buch „Als mein Bruder ein Wal wurde“ von Nina Weger hat mir gezeigt: Es kommt nur auf die richtige Herangehensweise, die richtige Geschichte an, um auch solche eher schwierigen Themen kindgerecht aufzubereiten. Ohne den Kindern Angst zu machen. Nina Weger ist ein trotz des schwierigen Themas hoffnungsvolles, ja, sogar stellenweise humorvolles Buch gelungen, zu dem sie mir einige Fragen beantwortet hat – auch zu dem generellen Thema „Kinder und der Umgang mit Tod“. Weiterlesen

Buchtipp für Grundschüler: Die Miss Braitwhistle-Reihe

*Werbung und Buchrezension*

Es  geht nichts über Kinderbuch-Serien! Denn dann weiß man, was man bekommt. Und man kann immer weiterlesen und sich auf den nächsten Band freuen. Schon als Kind habe ich Serien geliebt – besonders diese warme Gefühl, wenn man einen neuen Band aufschlug, so als ob man nach Hause kommt in eine vertraute Welt. Wir haben eine neue Serie entdeckt, die meinen Jungs auf Anhieb gefiel: die Miss Braitwhistle-Reihe aus dem Dressler Verlag. Worum es dabei geht? Um eine englische Lehrerin, die sich um die gefürchteste Chaosklasse der Schule kümmern soll – und dabei die merkwürdigsten Ideen hat und auch noch zaubern kann. Eine zaubernde Lehrerin ist genau das Richtige, findet mein Zweitklässler, der den neuen Band „Klassenreise mit Miss Braitwhistle“ sofort an einem Tag verschlang. Weiterlesen

Das neue Einschwein-Buch ist da: Unsere Lieblings-Kinderbuchreihe

*Werbung und Buchtipp*

Es gibt Kinderbuchhelden, die sich sofort im Herzen einnisten. So ein Kinderbuchheld ist Einschwein, das unsere Herzen sofort im Sturm eroberte. Ihr kennt Einschwein nicht?  Dann wird es Zeit, dass Ihr es kennenlernt! Seit wir den ersten Band von Anne Böhms Kinderbuchserie in der Hand hielten, waren wir verliebt. In dieses charmanten, süße tollpatschige Schwein mit Horn und die spannenden Geschichten. Zwei Bände gibt es schon – ich habe sie Euch hier vorgestellt. Nun kam der heiß ersehnte dritte Band im Oetinger Verlag heraus. Und wieder ist ein spannendes, lustiges und liebenswertes Buch herausgekommen. Weiterlesen

Den Wald mit Peter Wohlleben entdecken: Bilderbuch für Kindergartenkinder

*Werbung und Buchrezension*

Herbst ist Waldzeit! Eigentlich ist der Wald ja zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang wert – aber im Herbst finde ich es im Wald ganz besonders schön. Wenn die ersten Blätter fallen, es bei jedem Schritt raschelt, man Kastanien, Eicheln, Bucheckern und Tannenzapfen sammeln kann und die Sonne so weich und warm durch die lichter gewordenen Bäume scheint. Überhaupt – dieses warme, weiche Licht im Herbst! Ich liebe es. Dazu die gute, würzige Waldluft, die einem so klar vorkommt nach dem langen, warmen Sommer. Und passend zu langen Herbstspaziergängen im Wald ist frisch im  Oetinger Verlag ein neues Buch vom Förster Peter Wohlleben erschienen. Sein großartiges Kinder-Wald-Sachbuch „Hörst du, wie die Bäume sprechen“ hatte ich Euch ja bereits hier schon mal vorgestellt. Das neue Waldbuch „Weißt du, wo die Baumkinder sind?“ ist für kleinere Kinder – denn es ist ein Bilderbuch und das Besondere: Peter Wohlleben ist hier der Protagonist in der liebevoll erzählten Geschichte.

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Ostsee-Indianer: Ein Kinderbuch, das hier an der Ostsee spielt (und an dem ich mitgeschrieben habe)

*Rezension und Verlosung*

Sachbücher schreibe ich schon seit ein paar Jahren, vier an der Zahl habe ich bereits veröffentlicht, am fünften sitze ich gerade. Aber ein heimlicher Traum von mir ist so ein echtes, wirkliches Kinderbuch. Geschichten habe ich viele im Kopf – aber die Zeit… Ihr wisst schon, man kommt zu nix. Aber nun habe ich zumindest an einem Kinderbuch mitgeschrieben – zwei Kapitel habe ich beigesteuert. Und dieses Buch möchte ich Euch heute einmal empfehlen. Nicht (nur) weil ich zwei Kapitel beisteuern durfte, sondern auch, weil es ein klasse Buch geworden ist, das in unserer Region hier an der Ostsee spielt! „Abenteuer an der Lübecker Bucht -Lilly, Nikolas und die Ostsee-Indianer“ ist im Biber & Butzemann Verlag erschienen, ein kleiner, feiner Verlag mit ganz besonderen Büchern: Abenteuer,  die in Urlaubsregionen spielen. In diesen Büchern werden eine Abenteuergeschichte mit einer Art Reiseführer verknüpft. Drei dieser Bücher verlose ich übrigens!  Weiterlesen

Sommerferien-Buchtipp für Leseanfänger und Fortgeschrittene: Professor Plumbums Bleistift

*Buchrezension (Werbung)*

Das Buch kam zur rechten Zeit: Als mein Großer mit gebrochenen Arm aus dem Krankenhaus nach Hause kam, wartete „Professor Plumbums Bleistift“ auf ihn. Die Autorin Nina Hundertschnee hatte auf Instagram gesehen, dass mein Großer sich den Arm gebrochen hatte und den ersten Band mit Genesungswünschen an uns geschickt. Als das Buch mit der Post kam, saß mein Großer gerade auf dem Sofa, frisch aus dem Krankenhaus entlassen und unglücklich darüber, dass er nicht mit seinem Bruder herumtoben durfte. Da kam „Professor Plumbums Bleistift  – Mumien-Alarm!“ gerade richtig. Denn Lesen ging auch mit einer Hand und schwupps war mein Sohn ins Buch abgetaucht und verkündete nach einiger Zeit „fertig“. Er hatte tatsächlich alle 74 Seiten am Stück gelesen. Und wollte noch mehr. Was für ein Glück, dass nun der zweite Band vom Carlsen Verlag zur Rezension an uns geschickt wurde „Professor Plumbums Bleistift – Zwischen Fischen!“ Und wieder war mein Sohn für ein, zwei Stunden nicht ansprechbar bis die letzte Seite umgeblättert war und ich am selbigen Abend das Buch auch noch mal für den Kleinen vorm Insbettgehen vorlesen musste.

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Buchtipps für die Sommerferien

*Buchrezension*

Mein Großer erinnert mich an mich selbst. Ich hatte früher ständig und überall ein Buch unterm Arm. Das gleiche Bild bei meinem Sohn. Er sitzt im Auto und liest (und mir wird beim Zuschauen schlecht). Er liest morgens nach dem Weckerklingeln. Er liest die Zeitung mit (weshalb ich als erste Amtshandlung morgens die nicht kindgerechten Seiten aussortiere) . Er liest die Inhaltsangaben auf den Lebensmittelverpackungen (was zu vielen interessanten Fragen und Diskussionen führt). Er taucht ab in seine Bücherwelten und verschlingt Seite um Seite. Und ich beneide ihn darum – und beschließe, selbst wieder mehr zu lesen (aber die liebe Zeit, Ihr kennt es ja!). Drei der neuesten Lieblingsbücher möchte ich Euch einmal vorstellen – Neuerscheinungen aus dem Carlsen Verlag und dem Ellermann Verlag  für Grundschüler, die auch bestens für die Sommerferien geeignet sind.

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25 Jahre „meine Freundin Conni“ – Kinder lieben sie und Eltern… nun ja.

*Buchrezension mit Verlosung

Conni wird 25! Ja genau. DIE Conni. Conni Klawitter. Besser bekannt als „meine Freundin Conni“. Die mit der Schleife im Haar. Oder wie viele Eltern gerne heimlich singen „Conni, Conni mit der Sch… im Haar“. Diesen Jingle am Anfang vom Hörspiel, Ihr wisst schon! Conni wird tatsächlich 25 – Zeit für eine Conni-Paket-Verlosung an Euch! Mich begleiten ihre Geschichten schon mindestens fünf Jahre – die Geschichte einer Hassliebe. Conni im Kindergarten, auf dem Bauernhof, in den Bergen, beim Tanzen und beim Zahnarzt: Wir haben sie so ziemlich überallhin begleitet. Aber was ich in diesen fünf Jahren festgestellt habe: Auch Conni entwickelt sich. Es gibt nämlich Conni-Bücher für Ältere. Denn Conni altert zusammen mit ihren Lesern – und wird mit zunehmendem Alter tatsächlich sympathischer. Denn je älter sie wird, umso weniger perfekt (und somit nervig) wird das Mädchen mit der Schleife im Haar.

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