Zimtschnecken ohne Zimt: Rezept für Kardamombullar mit Vanille

Ich gebe es zu: Ich mag Zimtschnecken ja eigentlich nur wegen des Kardamoms! Immer, wenn ich Kanelbullar esse, dann freue ich mich, wenn ich auf ein Stückchen Kardamom beiße. Groß ist die Enttäuschung, wenn in die Zimtschnecken gar kein Kardamom eingebacken ist! Was in Schweden ein Glück selten vorkommt, die meisten Schweden benutzen dieses feine Gewürz, mal mehr, mal weniger stark dosiert in ihre Zimtschnecken. Es gibt in den meisten Cafés sogar Kardomombullar ganz ohne Zimt, in die könnte ich mich reinsetzen. Ich kann Euch nur raten, Zimtschnecken unbedingt selbst zu backen und am besten noch lauwarm zu essen, denn dann schmecken sie unvergleichlich. Eine Bulle frisch  aus dem Ofen, noch etwas dampfend und dazu ein Pott Kaffee. Hmmmm. Das ist echte Fika! 1000 Mal besser als die Dinger vom schwedischen Möbelmarkt, die mit echten Zimtschnecken nur den Namen gemeinsam haben – ehrlich! Das Rezept für echte schwedische Zimtschnecken habe ich hier auf dem Blog. Aber da ich ja Kardamom noch viel lieber mag als Zimt, bevorzuge ich Kardamombullar, also  quasi Zimtschnecken ohne Zimt. Dafür mit Vanille. Man könnte also auch sagen  Vanillebullar mit Kardamom, die so lecker und leicht sind, dass ich Euch das Rezept nicht vorenthalten möchte! Den Kardamom-Gehalt könnt Ihr je nach Geschmack variieren, aber ich kann Euch versprechen: In Kombination mit Vanille unschlagbar. Schweden backen ja gerne mit Kardamom, in Deutschland ist das vielleicht eher nur aus der Weihnachtszeit bekannt. Aber traut Euch mal ran – ich lasse dafür jede Zimtschnecke links liegen.  Weiterlesen

Mittsommer in Schweden: So wird es gefeiert

Eines der schönsten schwedischen Feste ist Mittsommer. Ich war einige Male zu Mittsommer in Schweden – und die gelassene, heitere Stimmung ist wirklich einmalig! Man wünscht sich einen „schönen Sommer“ – gibt es eigentlich einen schöneren Abschiedsgruß?! Aber wann feiert man eigentlich Mittsommer? (nein, es ist nämlich nicht zwangsläufig der 21. Juni, also der längste Tag des Jahres!) Wie feiern die Schweden Mittsommer? Was darf dabei nicht fehlen? Und wieso feiern unsere skandinavischen Nachbarn eigentlich den Sommer? (und die anderen nordischen Länder übrigens auch) Hier gibt es ein paar Fakten – und Tipps zum Nachfeiern ebenso! Weiterlesen

Schwedischer Erdbeerkuchen mit Mascarpone

Ich liebe diese Jahreszeit! Nicht nur das Wetter ist toll – es gibt auch die schönsten frischen Zutaten für die schönsten frischen Rezepte. Nachdem ich Euch Rhabarberrezepte und Spargelrezepte vorgestellt habe, darf eine Sache natürlich nicht fehlen: Ein richtig leckerer Erdbeerkuchen! Ich habe einmal in einem dieser wunderschönen schwedischen Cafés mit einer Einrichtung aus Flohmarktfunden einen unglaublich leckeren Erdbeerkuchen gegessen. Eine Erdbeertarte muss man eher sagen. Sie schmeckte frisch, lecker, fruchtig, nicht zu süß und etwas nach Mandeln. Als ich nach dem Geheimnis fragte, bekam ich die Antwort: Mascarpone! Und so machte ich mich zuhause ans Nachbacken und habe nun eigentlich etwas ganz Simples gemacht: Ich habe quasi ein Erdbeer-Mascarpone-Sahne-Dessert auf einen Pajboden, also einen Tarteboden gefüllt. Dazu Mandeln und fertig ist ein schwedischer Erdbeerkuchen, verfeinert mit italienischer Mascarpone. Hört sich lecker an? Ist es auch! Und wirklich leicht gebacken! Weiterlesen

Rhabarbertarte wie im Sommercafé: Ein schnelles Rezept für Rhabarberkuchen

Frühling ist nicht nur in der Natur am schönsten, sondern auch in der Küche! Denn ich liebe die frühlingsfrischen Obst – und Gemüsesorten. Erdbeeren! Heidelbeeren! Und natürlich: Rhabarber! Dieser fein säuerliche Geschmack, den ich gerne mit Vanillepudding kombiniere. Oder aber auf einer leichten Tarte wie in einem schwedischen Sommercafé. Diese Rhabarbertarte ist schnell gemacht, kommt ohne Eier aus und mit wenig Zucker – und wenn Ihr es richtig gesund wollt, könnt Ihr das Weizenmehl sogar noch ganz einfach gegen Dinkelvollkornmehl austauschen, es fällt kaum auf! Weiterlesen

Weißer Kladdkaka – Rezept für Schokokuchen mit weißer Schokolade

Den „normalen“ Kladdkaka habe ich hier ja schon mal vorgestellt – ein schnelles Rezept für den schwedischen Kuchenklassiker schlechthin. Letztens hatte ich meinen Kindern Kladdkaka versprochen – und stellte fest, dass ich kein Kakaopulver mehr im Haus hatte. Dafür fand ich eine Tafel weiße Schokolade in der hintersten Schrankecke, die in Vergessenheit geraten war. Wieso nicht einfach mal einen weißen Kladdkaka backen? Das geht tatsächlich ganz einfach, ich habe einfach den Zucker reduziert, da ja weiße Schokolade per se schon süßer schmeckt als ungesüßtes Kakaopulver, das ich sonst an den normalen Kladdkaka-Teig gebe. Dieser weiße Kladdkaka schmeckt besonders gut mit Beeren, so wie die Schweden ihren Kladdkaka sowieso gerne essen. Blaubeeren gehen immer, aber säuerliche Beeren wie Himbeeren oder rote Johannisbeeren ergänzen die Süße der weißen Schokolade noch besser, finde ich. Ich habe mangels frischer Beeren tiefgekühlte Himbeeren aufgetaut und püriert und dann durch ein Sieb gedrückt und so eine Himbeersosse über den Kuchen gegeben. Wer es etwas süßer mag, kann auch etwas Agavendicksaft oder Honig an die Himbeersosse geben. Weiterlesen

Der Götakanal – ein Schwedenreisetipp (nicht nur) für Familien

Ein Reiseziel in Schweden, an das es uns schon mehrmals verschlagen hat, weil es dort immer wieder Neues zu entdecken gibt, ist der Götakanal. Der ist nämlich genaugenommen nicht nur EIN Reiseziel, sondern eine eigene Reiseregion an sich: Ein fast 200 Kilometer langer Kanal, der die Ostküste Schwedens mit der Westküste verbindet und dabei quer durch die beiden großen Seen Vättern und Vänern führt. Der Kanal wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und sollte die Wasserstrecke zwischen den beiden großen Städten Stockholm und Göteborg verkürzen. Es entstand ein technisches Meisterwerk, denn der Kanal überwindet 91 Meter Höhenunterschied mit 58 Schleusen. Heute ist der Götakanal eine der größten schwedischen Touristenattraktionen, besonders die Abschnitte zwischen der Ostküste und Motala, wo der Kanal in den Vättern mündet und dem Abschnitt zwischen Vättern und Vänern. Er wird nur noch touristisch genutzt und die Schleusen sind auch nur in den Sommermonaten geöffnet. Am Götakanal gibt es viel zu sehen, denn er fließt durch eine wunderschöne Landschaft mit hübschen Orten – und es ist für schwedische Verhältnisse im Sommer mitunter sehr trubelig (wer den Sommertrubel von Mittelmeerorten gewohnt ist, dem wird der Trubel gar nicht auffallen). Aber trotzdem oder gerade deshalb lohnt sich ein Abstecher an einige Abschnitte des Götakanals! Weiterlesen

Farbenfrohe, skandinavische Kindermode von Maxomorra – mit Verlosung

*Werbung und Verlosung*

War bei Euch dieses Wochenende auch schon der Frühling zu Besuch? Hier hat sich die Sonne blicken lassen und ich hoffe, sie bleibt jetzt! Der wunderbare Sonnenschein hat Lust auf den Sommer gemacht – und auf farbenfrohe Kindermode! Endlich raus aus den dicken Klamotten und Luft an die Haut lassen. Dazu passt die neue Sommerkollektion des schwedischen Kindermode-Labels Maxomorra – denn die ist farbenfroh und macht einfach gute Laune! Und Lust auf Frühling und Sommer, auf Eis in der Sonne, auf Toben am Strand und viel, viel frische Luft. Selbst im Haus sieht alles auf einmal viel freundlicher aus, wenn die Sonne durchs Fenster luschert. Kennt Ihr das? Damit Ihr und Eure Kinder auch in Sommerlaune kommt, könnt Ihr tolle Kindermode von Maxomorra gewinnen – für Jungs und Mädchen, für Größere und fürs Baby. Weiterlesen

In 20 Minuten fertig: Ein Blitzrezept-Kuchen aus Schweden

An den Wochenenden backe ich gerne – aber manchmal vergesse ich, die richtigen Zutaten zu kaufen, um ein spezielles Rezept auszuprobieren. Wie gut, dass es dieses schwedische Kuchenrezept gibt, für das man eigentlich immer die Zutaten im Haus hat. Man benötigt noch nicht einmal Backpulver. 2 Eier, etwas Zucker, etwas Mehl. Das ist alles. Und wen man dann noch ein paar Mandeln im Haus hat (oder aus einer Müslipackung oder Studentenfutterpackung fischt), ist dieser schnelle Kuchen sogar noch lecker verfeinert. Oder mit Kirschen, Beeren, Schokostückchen, Rosinen, Nüssen oder Zitronenschale – was halt so im Haus ist! Das Beste: Dieser Kuchen kommt nicht nur mit herrlich wenig Zutaten aus, er ist auch noch so schnell zusammengemixt, wie ich es bei keinem anderen Rezept vorher hatte. Noch nicht einmal beim Kladdkaka und der geht auch sehr fix. Weiterlesen

Schokokuchen mit karamellisierten Kokosflocken: Variante des schwedischen Toscakuchens

Ok, ist vielleicht ein bisschen schräg: Im letzten Blogtext schrieb ich darüber, wie ich den Zucker reduziert habe und nun poste ich zwei Tage später ein Backrezept. Und dann auch noch mit karamellisierten Kokosflocken! Spinnt die denn, fragt Ihr Euch? Nun ja. Ich habe ja auch geschrieben, dass sich meine Backliebe nicht verändert hat. Und ich einfach nur anders backe. Mit weniger Zucker. Und es gibt nur noch am Wochenende Kuchen (und ich beschränke mich auch auf 1 oder 2 Stücke und esse nicht mehr ein halbes Blech…). Ganz verzichten aufs Backen will ich nicht und ich finde, man muss sich auch mal was gönnen und genießen. Doch das geht mit weniger Zucker – und fällt noch nicht mal schwer! Diesen Schokokuchen vom Blech gab es bei uns letztes Wochenende. Es ist eine Variante des schwedischen Toscakuchens (das Rezept findet Ihr hier), bei dem karamellisierte Nüsse oder Mandeln auf einen Rührteig kommen. Bei dieser Variante gibt es einen saftigen Teig mit viel Kakaopulver und statt der Nüsse werden Kokosflocken karamellisiert. Weiterlesen

Schwedisches Fastnachtsgebäck: Rezept für Fastlagssemlor

Fasching spielt in Schweden keine Rolle. Aber die Fastenzeit wird dennoch eingeläutet. Und dafür  wird am Faschingsdienstag noch einmal ordentlich geschlemmt. Und zwar so richtig. So sehr, dass man in Schweden zum Faschingsdienstag auch Fettisdagen sagt. Also: Fetter Dienstag. Traditionell gibt es in Schweden nämlich Fastlagssemlor, das sind süße gefüllte Brötchen. Ein luftiger Hefeteig mit Kardamom, der mit einer Sahne-Mandel-Mischung gefüllt wird. Fragt bitte nicht, wie viele Kalorien darin enthalten sind. Und es versteht sich, dass man nicht nur eine Semla isst sondern gleich mehrere Semlor. Mittlerweile isst man diese süßen Hefeteig-Brötchen jedoch nicht nur am Faschingsdienstag, sondern in der gesamten Zeit von Weihnachten bis Ostern (was dann wieder mit Fasten eher wenig zu tun hat). In Schweden ist ein regelrechter Hype in den Cafés entbrannt, wer die besten Fastlagssemlor macht. Diese Semlor sehen ein bisschen aus wie die deutschen Windbeutel, aber da es ein Hefeteig und kein Brandteig ist, sind sie sehr viel einfacher gebacken und tatsächlich auch etwas leichter, also was die Kalorienzahl betrifft. Weiterlesen