Die ganznormalemama war mein zweites Zuhause, der Ort, wo ich mir das von der Seele geschrieben habe, was in meinen Zeitungsartikeln und Büchern keinen Platz fand. Dann bin ich dem reinen Elternkosmos entwachsen und die ganznormalemama wurde still. Nun geht es weiter – als Newsletter und Substack-Kolumne. Wie die alte ganznormalemama, aber dennoch ganz anders. Folgt mir dort gerne, abonniert den Newsletter. Was ihr dort erwartet, lest ihr im ersten Post, den ich dort gestartet habe. So beginnt er …
Auf Partys bin ich eine Null. Kommunikation ist mein Beruf. Aber nicht die Kommunikation mit vielen Menschen gleichzeitig. Alle reden, aber irgendwie doch nicht. Ich versuche zu folgen, gleichzeitig die Personen zu beobachten, wenn dann noch Musik im Hintergrund ist, verschwimmt alles vor meinen Augen, in meinen Ohren ein Klangbrei. Alle lachen, werfen Anekdoten ein und reden, reden, reden, finden ihre Wörter automatisch, während ich noch nach einem Punkt zum Einhaken suche, sind sie schon beim nächsten Thema und wenn ich dann spreche, meistens zu viel und meistens zum falschen Zeitpunkt und fühle mich danach noch schlechter, als wenn ich gar nichts sage. Ich habe das seltsame Talent, Menschen nicht ausreden lassen zu können. Jedenfalls in meiner Freizeit. In meinem Beruf kann ich das, da stelle ich die richtigen Fragen, da höre ich zu, muss ich ja, um dann später darüber zu schreiben. Aber wenn die professionelle Nathalie Feierabend hat und die private Nathalie übernimmt, ist Schluss mit Kommunikation…