So werden Geschwister ein Team – die besten Tipps

Während ich diesen Text schreibe, toben meine beiden Jungs durchs Kinderzimmer und haben sich eine Rutsche aus Matratzen gebaut. Ihre kleine Schwester schaut ihnen staunend zu. Und ich? Kann nebenher arbeiten. Harmonie am Nachmittag, friedlich spielende Geschwister – das habe ich mir kaum zu träumen gewagt. Natürlich geht es nicht immer so friedlich zu bei den beiden Brüdern. Manchmal, ach Quatsch, oft kracht es zwischen ihnen, aber gewaltig. „Du blödester Bruder der ganzen Welt!“ ist da noch das harmloseste, was zwischen ihnen fällt, ab und zu wird auch mal ein Kuscheltier geworfen und wenn es hart auf hart kommt, schubsen und rangeln sie wie nichts Gutes. Aber – und das finde ich beruhigend: Geschwisterstreit ist ganz normal. Kein Grund zur Sorge. Es ist ein Training fürs spätere Leben, eine Art Bootcamp. Denn untereinander lernen die Jungs soziale Fähigkeiten, die sie für ihr weiteres Leben brauchen. Und trotz aller Streitereien (die einen wirklich manchmal zur Weißglut bringen können!) weiß ich eines: Meine Kinder sind ein richtig gutes Team und wenn es ernst wird, dann sind sie füreinander da. Es ist gar nicht so schwer, dass aus Geschwistern ein echtes Team wird!  Weiterlesen

Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

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Mein Baby, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mal mit Dir schimpfen werde (… und ich weiß, dass es irgendwann so kommt)

Babys sind so knuffig, so süß. Und sie machen noch keinen Blödsinn. Also fast keinen Blödsinn. Und wenn, dann überwiegt das Süßsein so sehr, dass man Babys nicht böse sein kann. Wenn ich mir meine Babymaus so anschaue, dann könnte ich sie den ganzen Tag nur knuddeln. Und kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal mit ihr schimpfen muss. Aber ich weiß, dass es irgendwann so weit ist, mir der Kragen platzt – so wie bei meinen beiden Jungs. Ich erinnere mich noch, als mein Großer so alt war wie  seine kleine Schwester jetzt. So süß, so knuffig, mit all diesem Babycharme. Und diese Grübchen! Mit diesem kleinen Wesen einmal schimpfen? Rummeckern? Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Man will als Babymama sein Baby schließlich beschützen und wie kann man einem kleinen Wesen, was man so unglaublich doll liebt, böse sein? Wenn ich meckernde Muttis sah, war da nur ein großes Unverständnis: Wie kann die nur so rummotzen? Was hat das arme Kind getan, um sie so zur Weißglut zu bringen? Wie kann man als liebende Mutter so genervt sein, so mit seinem Kind umspringen? Ich schaute mein Baby an und konnte mir ganz und gar nicht vorstellen dass mich dieses kleine Männchen mit all seinem Babyspeck und den süßen Babygeräuschen mich auch einmal so zur Weißglut bringen könnte. Abgesehen davon, hielt ich mich für eine recht coole, gelassene Person, die so schnell nicht aus der Fassung zu bringen ist. Nun, heute, wo er 7 ist und sein kleiner Bruder 4, weiß ich, dass das sehr wohl geht.

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Immer dieses Einmischen – wenn ungefragte Ratschläge nerven

„Ach, jetzt ist sie schon so alt, dass sie ohne Mützchen raus darf?“ Es war bestimmt nicht böse gemeint, der Satz der älteren Dame. Sie fragte nett und blieb schon häufiger stehen, um meine Babymaus zu bewundern. Aber diesmal schwang ein kleiner Vorwurf mit. Mein sechs Monate altes Baby trug nämlich keine Mütze während sie in meiner Babytrage saß. Es war ein lauer Morgen, 9 Uhr, 20 Grad, kein Lüftchen wehte. UV-Strahlung gab es auch keine nennenswerte und zudem stand ich im Schatten. Aber Babys! müssen! nunmal! draußen! Mützchen! tragen! Auch wenn es draußen so warm ist wie im Haus. Wo kommen wir denn hin! Achja, die Mütze ist so ein Dauerthema. Dicht gefolgt vom Tragen. Gestern erst wieder im Zug, die ältere Dame aus der Sitzreihe vor mir „Stört es das Baby nicht, wenn es sich so gar nicht bewegen kann?“ Schon mal mit Kinderwagen Zug gefahren? Ganz abgesehen davon, dass meine Maus sehr gern getragen wird. Von all den anderen Vorteilen will ich gar nicht reden. Und außerdem: Glaubt die Dame, dass mein Baby da den ganzen Tag drinsitzt? Was weiß sie überhaupt von unsere Leben?!   Weiterlesen

Wieso mich Dogmen in der Erziehung stören

Kürzlich blätterte ich in einem Erziehungsratgeber. Interessantes Thema, eine Fragestellung, die mich schon länger beschäftigte. Aber ich kam nicht weit mit dem Lesen. Denn wohin ich auch blätterte, mich verfolgte ein erhobener Zeigefinger. Am Ende blieb ein schaler Geschmack und irgendwie das Gefühl: Ich als Mama mache eigentlich alles falsch. Sprich: Ich habe versagt, weil ich es nicht so mache, wie beschrieben. Ich las die Dialoge, die als Problemlösung aufgeschrieben waren und fühlte mich erneut: schuldig. Und dachte mir: „Wer zum Teufel redet so?“ Wenn das die Lösung sein sollte (und laut Buch die einzige wahrhaftige echte umsetzbare und beste Lösung), dann versagen die Mütter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis reihenweise. Regelmäßig.   Weiterlesen

Ein Recht auf heile Welt – wieso ich meinen Kindern nicht alle Nachrichten erzähle

Bombenangriff hier, Mann erschlägt Frau dort, danach noch ein Busunfall mit fünf Toten und der misshandelte Säugling und zum Abschluss noch das Auto, das in die Menschenmenge gerast ist: Wenn man heutzutage die Nachrichten im Radio hört, dann will man eigentlich gar nicht hinhören. Und schon gar nicht, möchte ich, dass meine Kinder es hören. Also bin ich dazu übergegangen, das Radio zur vollen Stunde leiser zu drehen. Seit mein Großer lesen kann, öffne ich die Zeitung morgens auch nicht mehr unbefangen, sondern drehe die Seiten so, dass er sie nicht einfach mitlesen kann. Weil ja fast jeden Morgen etwas drinsteht, das ich meinen Kindern nicht zumuten will. Weil auf dieser Welt zu viele Dinge geschehen, die ich noch nicht einmal verstehe. Die ich mir gar nicht vorstellen will. Und mich dennoch damit auseinandersetze – weil man gar nicht drum herum kommt (und ich als Journalistin auch eine gewisse Kenntnis der Nachrichtenlage haben sollte). Aber meine Kinder, die möchte ich so lange es geht, in ihrer heilen Welt lassen. In der keine Verrückten mit ihrem Auto in ein Straßencafé fahren, in der niemand seinen neugeborenen Säugling einfach aussetzt, in der es keine Giftgasangriffe oder Atombomben gibt.

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Lasst die Kinder toben – und dabei einfach Kind sein!

*Werbung – dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung der AOK Hessen*

Der Tagesablauf mancher Kinder ist besser durch getaktet als der eines Managers. Der kann sich ja wenigstens noch in Meetings ausruhen. Die Kinder hingegen müssen vom heimischen Frühstückstisch ruckizucki in den Kindergarten, nach dem Kindergarten schnurstracks zum Musikunterricht und danach vom Abendbrottisch direkt ins Bett. Zeit zum Toben? Außerhalb des Kindergartens eher weniger. Aber ist es nicht genau das, an was wir uns am liebsten erinnern, wenn wir an unsere Kindheit denken? Das stundenlange Toben, das Versinken ins Spiel, ohne Verpflichtungen, ohne Termindruck, diese Zeit, in der wir einfach nur Kind sein konnten? Genau dafür bleibt den Kindern von heute immer weniger Zeit – dabei ist es sogar nachweislich förderlich für die Gesundheit. Von Kindern – und von uns Eltern!  Weiterlesen

Leichter leben mit Baby: Am besten ohne „Mein-Baby-kann-aber-Schon“-Wettbewerb

Seit einiger Zeit gehe ich zur Rückbildungsgymnastik und werde damit schwupps reinkatapultiert in diesen Mütter-Wettbewerb, welches Baby sich als erstes drehen, wenden, sonst was kann. In meiner Blase zuhause und im näheren Bekanntenkreis war ich davor gut geschützt. Doch kaum betrat ich den Yogaraum kamen da auch sofort wieder diese Erinnerungen hoch. An  diesen Baby-Wettbewerb unter Müttern. Der immer noch genauso ist wie vor sieben Jahren, als ich mit meinem Großen in die Parallelwelt „Muttersein“ hineingeworfen wurde. Es hat sich nichts geändert. Frischgebackene Mütter im Wettbewerb um den ersten Zahn, das erste Drehen, das erste Krabbeln. Aber wisst Ihr, was das Schöne ist beim dritten Kind? Dass ich einfach meine Ohren verschließen kann. Dass ich mich einfach raushalte. Und es sich so viel leichter leben lässt. Denn es gibt kaum etwas Unnötigeres als diesen Wettbewerb, welches Baby sich als erstes drehen kann!  Weiterlesen

Gab es diese Mengen an martialischem Kinderspielzeug eigentlich schon immer?!

Eigentlich wollte ich Euch heute einen Reisetipp vorstellen, das tolle, familienfreundliche Hotel Strandkind in Pelzerhaken. Ich hoffe, ich schaffe es morgen. Aber nachdem ich gerade wieder von meiner Seitenstrangangina genesen bin, hat nun die Grippe (die echte!) den Gatten erwischt, den wir in Quarantäne gesteckt haben und ihm einmal am Tag eine frische Flasche Wasser vor die Tür stellen. Mit drei Kindern allein komme ich zu nicht grad viel und so müsst Ihr auf den Hoteltipp noch etwas warten. Dafür schreibe ich mir mal quick n dirty was von der Seele, was mir eben beim Zeitungslesen aufgefallen ist. Genauer gesagt in der Werbebeilage, die die tollsten Ostergeschenke für Kinder anpries. Dass die Ostergeschenke heutzutage laut Werbebeilage 40 Euro kosten sollen und riesig groß sind, ist ein anderes Thema, das führt nun wirklich zu weit. Was mich viel mehr aufregte: Diese martialischen Spielsachen! Es sind ja nicht nur Spielzeugpistolen. Sondern fette Kanonen, merkwürdige Kämpferfiguren, Kriegsfahrzeuge und dazu Comicfiguren, die ich eigentlich nie wirklich mit Kindern in Verbindung brachte. Oder seit wann ist Batman ein Kinderfilm?! Habe ich etwas verpasst? Mir waren die Filme jedenfalls zu spannend, ich habe nie einen vollständig geschaut. Und dann sollen Fünfjährige mit Batmanfiguren spielen?! Geht es noch?!

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Ich muss nicht immer die Beste sein – wieso Perfektsein nicht zu meinen Prioritäten zählt

Letztens wurde ich gefragt, wie ich das alles eigentlich meister: Meinen Beruf, den Blog, die zwei Kinder, die Schwangerschaft und dann noch das neue Buch. Und wie ich es schaffe, dabei immer so entspannt zu sein und den Humor nicht zu verlieren. Wenn es so rüber kommt, ist es ja schön – aber glaubt mir, ich bin nicht immer entspannt! Und auch nicht immer so humorvoll, wie ich gerne hätte! Ich verliere oft genug die Nerven. Aber alles in allem find ich auch, dass ich das ganz gut meister. Wie ich das mache? Ich setze Prioritäten. Perfekt zu sein ist so eine Sache, die bei mir keine oberste Priorität hat. Ich muss nicht perfekt sein. Ich muss nicht immer die Beste sein. Hauptsache, ich bin gut  genug!  Weiterlesen