Was ich an Attachment Parenting nicht mag

Versteht mich nicht falsch. Den Grundgedanken von Attachment Parenting finde ich toll. Und vieles fließt in die Erziehung unserer Kinder mit ein. Floss übrigens schon mit ein, bevor ich den Begriff Attachment Parenting zum ersten Mal gehört habe. Wir leben sehr bindungsorientiert – ganz bewusst. Aber dennoch nervt mich die Attachment Parenting „Bewegung“ ganz gewaltig! Wieso? Obwohl ich doch selbst so viel davon in unser Familienleben integriert habe? Weil es leider so viele Eiferer gibt, so viele Mütter, die das Attachment Parenting fast schon sektenmäßig vorantreiben und alle anderen, die nicht so verfahren wie sie, verurteilen, als etwas Schlechteres sehen, auf sie hinabblicken (nicht nur bei AP, klar, aber dort auffallend oft). In den sozialen Medien bin ich immer wieder schockiert, wie rau der Ton geworden ist und wie sehr sich Mütter gegenseitig zerfleischen. Wer mich kennt, weiß: Dogma finde ich doof. Dogmen jeglicher Art. Und noch viel mehr, wenn es um so etwas Privates wie das Familienleben geht. Doch leider wird gerade Attachment Parenting von vielen so verbissen und dogmatisch vorangetrieben – was ich sehr schade finde und was ich daran wirklich nicht mag.

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Blick über den Tellerrand: Pekip in den Anden

Wie Ihr wisst, bin ich freie Journalistin und einer meiner Schwerpunkte sind Reportagen aus ferne Ländern. In unregelmäßigen Abständen zeige ich Euch, was ich eigentlich arbeite und wie Frauen und Kinder in anderen Teilen der Welt leben – einen kleinen Blick über den Tellerrand. Mit nach Indien habe ich Euch genommen, mit nach Nepal und Tansania. Heute möchte ich Euch mit in die Anden nehmen. In Peru habe ich mir nämlich Mutter-Kind-Kurse in angeschaut. Pekip in den Anden, ganz in der Nähe von Macchu Picchu. Und dennoch eine Gegend, in die sich Touristen nicht verirren. Die Lebensbedingungen sind hart in fast 4000 Meter Höhe. Doch mit diesen Babykursen konnte die Kindersterblichkeit gesenkt werden. Denn hier ist Pekip nicht nur dazu da, die Entwicklung der Babys zu fördern – die Müttertreffen bewegen weit mehr in dem Land, wo die Unterschiede zwischen Arm und Reich immens sind.

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Digitale Medien und Kinder: Wie sieht ein sinnvoller Umgang aus?

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Digitale Medien üben eine große Faszination auf Kinder aus. Kinder komplett von Digitalen Medien fernzuhalten klappt meiner Meinung nach nicht – und ist auch weltfremd, denn der Umgang mit den Digitalen Medien ist einfach zu wichtig für das Leben in unserer heutigen Welt. Es geht also um einen vernünftigen Umgang mit den Digitalen Medien. Als ich die Gelegenheit bekam, Osmo zu testen, ein Spielsystem fürs Ipad, das digitales Spielen mit intuitivem Spielen mit realen Spielblöcken und den Händen miteinander verbindet, war ich neugierig. Dass die Kinder ab dem Grundschulalter damit spielerisch an die Digitalen Medien, ans erste Programmieren und logische Denken herangeführt werden sollen, fand ich spannend, auch wenn am Anfang etwas Skepsis dabei war.

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Buchtipp: 2 entspannte, undogmatische Erziehungsratgeber

Ich versuche, das Leben und die Erziehung entspannt zu sehen. Nicht zu viel zu betüddeln, nicht zu überpädagogisch zu sein und wo es geht, die Dinge mit Humor zu sehen (sofern meine Nerven es zulassen). Genau das zeichnet für mich auch gute Erziehungsratgeber aus. Ich mag keinen erhobenen Zeigefinger, keine belehrenden Theorien, die sich in der Praxis nicht umsetzen lassen, ich mag es nicht, wenn es dogmatisch wird. Aber einfach nur seichtes Rumgesabbel ist auch nicht mein Ding, ein paar handfeste Tipps sollten schon in so einem Erziehungsratgeber stehen. Genau solche Bücher, die mir gut gefallen, stelle ich Euch ja ab und zu vor. Diesmal sind es zwei Erziehungsratgeber, die sich mit dem Thema Klammern beschäftigen. Einmal das Klammern der Kinder und einmal das Klammern der Eltern.

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Bin ich als Mutter spießiger als früher?

Eigentlich bin ich ein recht toleranter Mensch. Aber die Toleranz hört auf, wenn Autos durch unsere Spielstraße rasen. Oder über die rote Ampel gehen, obwohl ich mit meinen Kinder artig warte. Und erst recht, wenn auf dem Bürgersteig ein Hundehaufen liegt – und so richtig auf 180 bin ich, wenn jemand auf dem Spielplatz raucht. Bin ich spießiger geworden, seit ich Mutter bin? Nein, ich achte einfach auf andere Dinge als früher. Und ja. Vielleicht doch. Weil ich auch irgendwie erwachsener geworden bin, seit ich nicht nur für mich Verantwortung trage. Beispiele gefällig…?

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Zwei Kindern gerecht werden – manchmal ein Balanceakt

Meine Jungs sind ein Herz und eine Seele. Wenn sie sich nicht gerade um den Duplobagger streiten oder der Kleine dem Großen eins mit dem Krokodil über die Rübe zieht. Sie können wunderbar miteinanderspielen und bringen sich gegenseitig so zum Lachen, wie es kaum ein anderer kann. Sie lieben es, gemeinsam Quatsch zu machen und sich gegen die Großen zu verbünden. Und das Mamaherz geht auf, wenn sie Hand in Hand zum Kindergarten schlendern. Aber dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen es einfach so schwer ist, zwei Kindern gerecht zu werden. In denen man sich manchmal einfach zerreißen möchte.

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So wünscht man es sich als Mutter: Zwei Brüder, die sich verstehen wie Freunde. Und obwohl es bei uns meistens so ist- manchmal ist es doch schwer, beiden Kindern gerecht zu werden.

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Buchtipp und Interview: Zeit für eine jungengerechte Erziehung?

Gender, Gleichberechtigung, Chancengleichheit: Die Worte beherrschen die aktuellen Diskussionen – besonders in der Bildungspolitik. Jahrelang ging es darum, Mädchen zu fördern. Nun haben die Mädchen die Jungs in Sachen Noten und Abschlüsse überholt. Und was sagen die neuesten Studien: Jungs sind die Bildungsverlierer! Aber wieso? Weil die Schule nicht jungengerecht ist? Gibt es überhaupt Unterschiede zwischen Juns und Mädchen? Ein vieldiskutiertes, spannendes Thema – für mich als Jungsmama ganz besonders. Deshalb habe ich mich gefreut, das Buch Artgerechte Haltung: Es ist Zeit für eine jungengerechte Erziehung zu lesen und dazu die Autorin Birgit Gegier Steiner zu interviewen, wie denn ihrer Meinung nach so eine jungengerechte Erziehung und Schule aussieht und was sich im Unterricht ändern muss.

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Kinder spielend auf die Zukunft vorbereiten: Kinder lernen am besten durchs Spielen

Heute Geige, morgen Englisch und übermorgen Ausdruckstanz? Machen meine Kinder nicht. Ich finde, dass Kinder am besten lernen, wenn sie spielen. Zuhause, auf dem Spielplatz, in der Natur, mit anderen Kindern. Spielerisch lernen – im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb versuche ich die Zahl von Nachmittagskursen so klein wie möglich zu halten. Bei zwei Kindern wäre man sonst auch nur noch dabei, von Kurs zu Kurs zu eilen. Jetzt haben auch Wissenschaftler bestätigt: Durch das freie Spielen lernen Kindern am besten die Fähigkeiten, die sie auf die Zukunft vorbereiten.

Chaos im Haushalt, Höhlebauen, Aufräumen

Kaum aufgestanden, fangen meine Kinder an zu spielen, das Esszimmer wird dann ruckzuck zur Autowerkstatt. Da lernen sie dann ganz spielerisch die Tücken der Statik.

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Wie lernen Kinder, sich allein zu beschäftigen?

Können Eure Kinder sich gut selbst beschäftigen? Also die kleinen Kinder, die unter fünf, sechs Jahren? Mein Kleiner kann sich mit seinen zweineinhalb Jahren erstaunlich gut allein beschäftigen – meistens jedenfalls. Nur gerade dann, wenn man dann mal WIRKLICH etwas Dringendes machen muss, wie mit dem Finanzamt telefonieren oder schnell mal eine wichtige Email beantworten, genau in solchen Momenten hat er es auf einmal verlernt. Und sein großer Bruder weiß auch urplötzlich nicht mehr, wie man sich allein beschäftigt. Stattdessen stehen die eben noch so versunken spielenden Kinder neben mir und fordern lautstark Mamas Animation ein. Dann ist nix mehr mit allein beschäftigen.

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Den Flow erreichen die Kinder nur, wenn man sie mal sich in Ruhe selbst beschäftigen lässt.

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Buchtipp und Verlosung: Liebevolles Sachbuch für Kleinkindeltern

Gerade in den ersten drei Jahren hat man als Mama ja unglaublich viele Fragen. Weil alles so schnell passiert, weil das Kind so viel lernt, weil alles neu ist. Genau diese Meilensteine der Entwicklung des Babys beschreibt das Buch Was Lotta alles kann: Das Baby-Entwicklungsbuch von 0 bis 3 Jahre aus dem Trias Verlag, das ich Euch einmal vorstellen möchte. Ein undogmatischer, leicht zu lesender, kompakter Begleiter für die ersten drei Lebensjahre. Und gewinnen könnt Ihr genau dieses Buch auch!

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