Gastbeitrag: Von der Langeweile einer Babymutter

Als ich die Email einer Leserin las, wusste ich sofort, was sie meinte, als sie mir beschrieb, wie lang die Tage mit Baby manchmal sind und wie groß die Langeweile an diesen Tagen ist. Auch ich kannte diese Tage, vor allem beim ersten Kind. Wenn die Zeit nicht verging und man abends feststellte, dass man den ganzen Tag mit keinem Erwachsenen geredet hatte, sondern nur mit dem eigenen Baby. Beim zweiten und beim dritten Kind wurde das schon besser – aber auch jetzt gibt es manchmal Tage, an denen ich mich einfach dabei langweile, auf dem Spielplatz Sandkuchen zu backen oder mich mit Kinderpuzzeln zu beschäftigen. Kennt ihr das Gefühl, das meine Gastautorin beschreibt? Lest selbst. Sie möchte lieber anonym bleiben, aber ich freue mich über ihre Ehrlichkeit:

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„Das Kind wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“ – mein neues Buch

Am 9. Juni erscheint mein neues Buch! Und obwohl es mittlerweile mein siebtes Buch ist, ist es immer wieder aufregend, wenn sich der Moment nähert, an dem ich das Buch, an dem ich so lange geschrieben habe, endlich in den Händen halte. Auch mein nächstes Buch erscheint wieder im Trias Verlag und auch dieses Mal geht es um eine Thema, das mir sehr am Herzen liegt. „Das Kind wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Erziehung einfach unperfekt. Wie du deine Kinder entspannt beim Großwerden begleitest“ heißt es. Worum es geht? Kurz gesagt: Darum, wie Eltern ihren eigenen Weg finden. Einen Weg ohne Stress, ohne Druck, einen Weg, der zur Familie passt. Denn jedes Kind ist anders, jede Mutter ist anders, jeder Vater ist anders. Ich greife in dem Buch die typischen Streitthemen auf, bei denen sich unter Eltern oft die Geister scheiden und die uns besonders herausfordern: von der ersten Zeit mit Baby, das Stillen, die Trotzphase, das Lernen wie Laufenlernen, Trockenwerden, Sprechenlernen, Einschlafbegleitung, Ernährung, Benehmen am Tisch, Streng sein oder nicht streng sein, Regeln vermitteln, die Bedeutung des freien Spielens bis hin zum Mamasein an sich und dem Wettbewerb unter Müttern.

Das Buch ist als Begleiter für die ersten Jahre mit Kind gedacht – und das nicht nur für Baby- und Kleinkindeltern. Vielleicht ja auch für Großeltern? Oder als Geschenk für die manchmal aufdringlichen Schwiegereltern?! Dabei gibt es zu jedem Kapitel eine Kolumne – so wie ihr sie hier vom Blog kennt! – und dann ein Zitat von Philosophen, Autoren oder aber Sprichwörter aus der ganzen Welt, die als Leitfaden helfen, die zusammenfassen, worauf es bei der Fragestellung ankommt. Ich habe für das Buch mehrere große Stapel von Sekundärliteratur gelesen, um für euch das, was wissenschaftlich bekannt ist, zusammenzufassen. Denn die Erkenntnisse sind die Leitplanken, die unseren Weg als Eltern weisen. Innerhalb dieser Leitplanken muss jede/jeder ihren/seinen eigenen Weg finden. Und eben dabei möchte ich eine Hilfestellung geben.

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Das Ding mit dem Fruchtzucker: Wie ist das mit dem Obst essen bei Kindern?

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Obst ist gesund. Das wissen wir alle. „An apple a day keeps the doctor away“ können die meisten von uns wohl im Schlaf aufsagen. Obst ist voller Vitamine und Nährstoffe, es ist ballaststoffreich – also gut für Groß und Klein. Aber es kommt tatsächlich darauf an, in welcher Form man Obst zu sich nimmt. „Meine Kinder trinken morgens ein Glas Orangensaft und abends ein Glas Apfelsaft“, sagte eine befreundete Mutter neulich zu mir. Damit hätten sie schon zwei von den empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag intus. Clevere Lösung für Kinder, die alles Gesunde verweigern? So einfach ist es leider nicht. Natürlich ist Obst super! Aber es ist halt noch „superer“, wenn es im Ganzen gegessen wird und nicht entsaftet. Denn im Saft fehlen die gesunden Ballaststoffe, von denen wir in unseren Breitengraden übrigens zu wenige verzehren. Dafür enthält Saft mehr Zucker – und auch, wenn es Fruchtzucker ist, es ist immer noch Zucker! Der ist bekanntlich nicht gut und zwar nicht nur, wegen des Kariesrisikos. Paradox eigentlich, da wollen Eltern ihren Kindern etwas Gutes tun und erziehen sie in den ersten Jahren weitgehend zuckerfrei – und dann kommt der Zucker durch eine Hintertür mit dem Apfelsaft, der übrigens auch gerne zum vermeintlich gesunden Süßem vom Tomatensoße und Co. verwendet wird. Aber wie ist das nun genau mit Fruktose, wie viel Obst ist gut und was ist mit Fruchtbrei, der beim Beikoststart gerne gefüttert wird? Gibt es da Alternativen zu Apfelmus und Co? (kleiner Spoiler: Ja, es gibt Alternativen!) Das mit der Fruktose will ich euch nun mal genauer aufdröseln…

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Einmal bitte aufwärmen! Was uns nach einem langen Spaziergang guttut

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Kennt ihr das auch? Wenn ihr nach einem langen Spaziergang nach Hause kommt und so richtig schön am Frösteln seid? Die Kinder rosige Bäckchen haben und kalte Finger? Ich liebe es ja, bei Sturm am Strand spazieren zu gehen – man fühlt sich so lebendig und ich liebe diese gute Luft! Nach so einem Spaziergang bei Schmuddelwetter freut man sich riesig über eine heiße Schokolade, um sich aufzuwärmen. Und: über ein warmes Bad, das nicht nur die kalten Hände und kalten Füße wieder aufwärmt, sondern auch so richtig schön durchatmen lässt. Meine Kinder lieben es, in der Badewanne herum zu planschen, besonders meine Kleine. Da Kinder jedoch eine wesentlich empfindlichere Haut haben als wir Erwachsenen, sind mir kindgerechte Badezusätze wichtig, die auf die zarte Kinderhaut abgestimmt sind. Denn Kinderhaut ist zehn mal dünner als die Haut von uns Großen! Wir haben nach einem Winterspaziergang das Eucabal® Kinderbad mit Thymian – erhältlich in der Apotheke – getestet, das auch für Säuglinge und Kleinkinder geeignet ist. Wie es uns gefallen hat und welche Inhaltsstoffe darin enthalten sind? Lest selbst:

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Gastbeitrag: Wochenbettdepression in Corona-Zeiten

Diese Zeiten sind für uns alle nicht einfach – und die Herausforderungen sind enorm. Meine Gastautorin schreibt heute über ihre Wochenbettdepressionen in der Corona-Pandemie. Ein emotionaler, nachdenklich machender Text, für den ich ihr sehr danke! Lest selbst:

( Triggerwarnung: Im Folgenden geht es um Depressionen, Angststörungen und Panikattacken. Wenn dich diese Themen triggern, lies den Text lieber nicht oder nicht alleine. Hilfsangebote findest Du im Infokasten am Ende des Textes.)

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Wie schlafen Babys besser? Interview und Buchtipp rund ums Durchschlafen, Einschlafen und Co.

Wenn man frischgebackene Eltern fragt, was sie in der ersten Zeit mit Baby am meisten stresst, bekommt man oft die Antwort: „der Schlafmangel.“ Es ist eines der Dinge, auf die man einfach nicht vorbereitet ist, egal, wie oft man es hört und in der Theorie weiß. Aber wie sehr Schlafmangel zermürbt und belasten kann, erfährt man erst, wenn man wirklich alle zwei Stunden geweckt, die Nächte stillend oder das schreiende Baby durch die Wohnung tragend verbringt – und dann auch am folgenden Tag nicht zum Ausruhen kommt. Aber wieso schläft das Baby eigentlich nicht durch? Und gibt es Tricks, die wirklich helfen, damit man etwas mehr Schlaf bekommt? Wann wird es besser? Und wann sollte man mit dem Einschlafritual anfangen? Diese und andere Fragen beantwortet die Autorin Silke Plagge in ihrem Buch „Schlaf, mein Baby, schlaf. Entspannte Wege zu ruhigen Nächten„, das in der Reihe „Eltern Ratgeber“ der Zeitschrift Eltern im DK-Verlag erschienen ist (und in dem es auch einen Gastbeitrag von mir gibt!). Ein paar Tipps und Fakten rund ums Thema Babyschlaf verrät sie mir hier im Interview:

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Meningokokken-Erkrankungen sind selten, aber können lebensbedrohlich sein: Was kann einen davor schützen?

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Es ist einige Jahre her, mein Großer war damals knapp ein Jahr alt. In einem Zeitungsartikel las ich über einen Jungen, genauso alt wie mein Sohn, dem aufgrund einer Meningokokken-Erkrankung beide Arme amputiert werden mussten. Eine Sepsis hatte sich in seinem Körper ausgebreitet – um sein Leben zu retten, mussten die Ärzte amputieren. Seine Mutter ging mit der Geschichte an die Öffentlichkeit, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Ich weiß noch, dass ich schlucken musste und meinen Sohn sehr fest in den Arm nahm. Was mich besonders berührte: wie banal die Erkrankung begann und wie schnell sie lebensbedrohlich wurde. Ich begann zu recherchieren und unseren Arzt nach möglichen Impfungen zu fragen. Meningokokken-Erkrankungen sind selten (256 Fälle in Deutschland in 2019), aber sie können schnell lebensbedrohlich werden. Deshalb sollten wir Eltern die Symptome kennen aber vor allem wissen, was vor einer Erkrankung schützen kann.

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So könnt Ihr Euch in der Schwangerschaft aufs Stillen vorbereiten: Tipps für werdende Mütter

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Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich im Geburtsvorbereitungskurs, damals, vor neun Jahren, als ich mit meinem Großen schwanger war, mich zum ersten Mal direkt mit dem Thema Stillen auseinandersetzte. Mir war immer klar, dass ich unbedingt stillen wollte – mich hatten die gesundheitlichen Vorteile des Stillens von Anfang an überzeugt. Aber mehr als dieses theoretische Wissen hatte ich nicht. Ehrlich gesagt, hatte ich keine rechte Vorstellung davon, wie das eigentlich so ist mit dem Stillen. Geschweige denn, dass es Probleme beim Stillen geben könnte. Woher auch?! Man hat ja vor dem ersten Kind eher selten Berührung mit dem Thema Stillen. Ich ging ehrlich gesagt davon aus, damals in der ersten Schwangerschaft, dass es ein körperlicher Vorgang ist, der einfach so klappt. Baby andocken und die Sache läuft! Dass es nicht immer so einfach ist, dass jedes Kind anders ist oder dass das Stillen bei jeder Mutter anders abläuft, hätte ich nicht erwartet. Schon gar nicht war ich darauf vorbereitet, dass das Stillen schmerzen könnte! Über meine Stillerfahrungen beim ersten Kind und was mir gegen die schmerzenden Brustwarzen half, habe ich hier schon mal berichtet. Die Schmerzen beim Stillen waren ein Glück beim zweiten und dritten Kind so gut wie nicht mehr vorhanden. Kann man denn etwas machen, um die Brust schon in der Schwangerschaft aufs Stillen vorzubereiten? Weiterlesen

Schmerzen beim Stillen? Welche Tipps mir wirklich halfen

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Beim ersten Kind war ich auf alles eingestellt, was das Stillen betraf. Aber nicht darauf, dass es wehtun könnte. Schmerzen beim Stillen? Das hätte ich einfach nicht erwartet und so traf es mich damals ziemlich unvermittelt, als meine Brustwarzen in den ersten Tagen anfingen zu schmerzen, so sehr, dass ich froh war über jede Minute, die sich die nächste Stillzeit herauszögerte. Da mein Sohn in den ersten Wochen ein sehr hungriges Baby war und sich – als wir uns mit dem Stillen eingegroovt hatten – mindestens alle zwei Stunden meldete, gab es nur wenig Schonung. Das war nicht immer witzig, obwohl ich das Stillen liebte (und es immer noch liebe, auch jetzt beim dritten Kind, das ich jetzt schon mehr als 2 Jahre lang stille) und die Stillpausen sehr genoss. Die Nähe, die Ruhe, das Wissen, dass ich allein mit meiner Milch meinem Kind alles geben konnte, was es an Nährstoffen benötigte und damit auch noch Gutes für meine und seine Gesundheit tat – das wollte ich nicht missen. Aber die Schmerzen beim Stillen machten auch keinen Spaß, im Gegenteil, sie machten mir regelrecht Angst. Weiterlesen

Experteninterview: Wie wirken ätherische Öle und Aromasprays?

(Unbezahlte Werbung von Herzen!)

Dass Gerüche auf unser Gehirn wirken, ist logisch. Bei bestimmten Gerüchen fühle ich mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Oder denke an lange Urlaubsnächte. Oder bekomme Appetit auf Pizza. Dass Lavendel schlaffördernd wirkt, davon habe ich schon oft gehört. Aber: Wieso ist das eigentlich so? Was machen Düfte und ätherische Öle mit unserem Gehirn, mit unserem Körper? Wie wirken sie? Und wie sollte man sie anwenden? Und welche Öle haben welche Wirkung? Dazu habe ich die Molekularbiologin Bettina Görner gefragt, die eine echte Fachfrau für das Thema Aromasprays und ätherische Öle und die Wirkungsweise ist. Denn sie entwickelt und verkauft eben solche mit ihrer Firma aetherio love & science – ganz speziell auf die Bedürfnisse von Babys, Kindern, Müttern und Großeltern zugeschnitten. Da ist zum Beispiel das Spray „Hausaufgabenheld“ mit Minze und Zitrone, das nicht nur sehr sehr gut riecht, sondern tatsächlich meinen Sohn konzentrierter arbeiten lässt.  Oder das „Babyhelferspray“, das beruhigt und zwar nicht nur die ganz Kleinen. Oder für die müde Mama oder Großmutter das „Grandma Spray Hellwach“ mit Zitrone und Weißtanne. Hört sich gut an? Riecht auch so! Weiterlesen