Willkommen zurück, Erkältungszeit!

Da ist sie wieder. Die Erkältungszeit. Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich sie vermisst habe. Monatelang kein Infekt. Abgesehen von der Blasenentzündung, die unsere Babymaus im Finnlandurlaub hatte. Aber keine schniefenden Nasen, keine schlaflosen Nächte wegen Ohrenschmerzen oder plötzlich auftretendes Scharlach. Letzteres scheint nämlich besonders vernarrt in meine Jungs zu sein. Kaum baumelt am Kindergarteneingang der Zettel „wir haben einen Fall von Scharlach“ hat einer von den Jungs abends einen roten Hals und mag nicht mal mehr Nudeln mit Ketchup essen.  Ja, der Sommer war sehr schön. Und irgendwie vergisst man in diesen Monaten, dass es ja auch die andere Seite gibt. Ich spreche jetzt nicht vom Kuscheln bei Sturm und Plätzchenbacken, worauf ich mich sehr freue. Nee, die Rede ist von literweise Rotz und die Telefonnummer des Kindergartens auf dem Handydisplay, die von drohendem Unheil kündet.  Weiterlesen

Mit diesen Tipps beschäftigt sich das Baby wunderbar selbst (… und Ihr habt Spaß beim Aufräumen)

Unser Baby ist nun fast zehn Monate alt. Das ist das Alter, in dem Babys Action wollen. Beschäftigung. Toben. Aufmerksamkeit. Und ja, ich könnte ihr ewig zuschauen, wie sie durchs Haus krabbelt und versucht, aufs Sofa zu klettern. Und ja, es ist einfach unglaublich süß, wenn sie anfängt zu tanzen, wenn ich ihr etwas vorsinge. Und ja, ich liebe diese Begeisterung in ihren Augen, wenn ich mit ihr ein Buch anschaue und dabei Tiergeräusche nachmache. Aber: Ich kann es nicht den ganzen Tag. Es gibt einfach Dinge, die erledigt werden müssen. Der Geschirrspüler muss ab und zu mal eingeräumt und angeschaltet werden. Telefonate sind zu führen und nicht jeder Gesprächspartner ist zu erreichen, wenn die Kinder im Bett liegen. Der Große will Hilfe bei den Hausaufgaben. Ich will auch mal duschen (ist ja eh immer so eine Sache mit Baby, darüber hatte ich ja mal hier geschrieben). Ich muss arbeiten. Oder aber: Mama will einfach nur mal fünf Minuten in Ruhe Kaffee trinken und in einer Zeitschrift blättern. Es ist ja Murphys Gesetz, dass sich Babys und Kinder immer dann gar nicht mehr selbst beschäftigen können, wenn man gerade ganz dringend mit dem Finanzamt telefonieren muss. Oder eingeseift unter der Dusche steht. Aber: Ich habe da ein paar Tricks, mit denen Ihr Euer Baby ganz sicher beschäftigt (nun, bei einigen werdet IHR dafür danach mit Aufräumen beschäftigt sein, aber so what, das tut man doch gern für ein paar Minuten Me-Time!).  Weiterlesen

So werden Geschwister ein Team – die besten Tipps

Während ich diesen Text schreibe, toben meine beiden Jungs durchs Kinderzimmer und haben sich eine Rutsche aus Matratzen gebaut. Ihre kleine Schwester schaut ihnen staunend zu. Und ich? Kann nebenher arbeiten. Harmonie am Nachmittag, friedlich spielende Geschwister – das habe ich mir kaum zu träumen gewagt. Natürlich geht es nicht immer so friedlich zu bei den beiden Brüdern. Manchmal, ach Quatsch, oft kracht es zwischen ihnen, aber gewaltig. „Du blödester Bruder der ganzen Welt!“ ist da noch das harmloseste, was zwischen ihnen fällt, ab und zu wird auch mal ein Kuscheltier geworfen und wenn es hart auf hart kommt, schubsen und rangeln sie wie nichts Gutes. Aber – und das finde ich beruhigend: Geschwisterstreit ist ganz normal. Kein Grund zur Sorge. Es ist ein Training fürs spätere Leben, eine Art Bootcamp. Denn untereinander lernen die Jungs soziale Fähigkeiten, die sie für ihr weiteres Leben brauchen. Und trotz aller Streitereien (die einen wirklich manchmal zur Weißglut bringen können!) weiß ich eines: Meine Kinder sind ein richtig gutes Team und wenn es ernst wird, dann sind sie füreinander da. Es ist gar nicht so schwer, dass aus Geschwistern ein echtes Team wird!  Weiterlesen

Der neue Joolz Day³: Interview mit Firmenchef Stan Vermeulen übers Vatersein

*Werbung und Interview*

Ich habe ja bekanntlich mit Autos nicht so viel am Hut, da ich auch selten Autofahren muss. Aber ein Fahrzeug brauche ich jeden Tag: unseren Kinderwagen. Ich hatte ja schon mal (hier) beschrieben, dass ich erst jetzt beim dritten Kind tatsächlich den perfekten Kinderwagen gefunden habe – nachdem ich mich bei den beiden ersten Kindern ständig über unseren alten Kinderwagen geärgert habe (der auch ein drittes Kind nicht mehr mit gemacht hätte). Der Joolz Day² hatte mich jedoch auf Anhieb überzeugt – auch Monate später noch. Der perfekte Kinderwagen, endlich. Ich hätte nicht gedacht, dass der in Sachen Fahrkomfort und Wendigkeit noch zu toppen ist. Mal abgesehen vom schicken, gradliniegen Design. Nun wurde ich eines besseren belehrt: Denn der Nachfolger, der Joolz Day³ toppt nochmal alles! Vielleicht liegt das auch daran, dass der Firmengründer Stan Vermeulen selbst vor kurzem Vater geworden ist und seine eigenen Erfahrungen in den neuen Joolz Day³ eingeflossen sind. Ich habe ihn einmal befragt – auch danach, was Vätern eigentlich am Kinderwagen wichtig ist.  Weiterlesen

Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

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Neun Monate Babymädchen, neun Monate Dreifachmama

Und schwupps ist sie neun Monate alt. Unsere Babymaus ist nun so lange auf der Welt wie ich sie bewusst im Bauch getragen habe. Denn ich habe diese Schwangerschaft in der fünften Woche festgestellt.  Neun Monate ist sie bei uns – und wir sagen immer noch immer wieder diesen Satz „als wäre sie schon immer bei uns gewesen„. Neun Monate bin ich nun Dreifachmama. Und immer noch ist die Babymaus ein Sonnenscheinbaby. Jeden Morgen strahlt sie mich an, liegt neben mir, rollt auf den Bauch, reckt ihren Kopf hoch und strahlt. Dieses unwiderstehliche Babylächeln. Da ist es egal, dass es halb sechs morgens ist und die Nacht viel zu kurz war: Ich kann gar nicht anders als zurückzulächeln. Ich wache auf von einer kleinen Babyhand, die sich auf mein Gesicht legt und einem leisen Glucksen, schaue in große blaue Augen und ein breites Babygrinsen und bekomme automatisch gute Laune. Kann ein Tag besser beginnen?!

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Der erste Urlaub allein mit drei Kindern – inklusive Nachtzug, Buffet und diversen Wutanfällen

Sollte ja eigentlich kein Problem sein. So ein Urlaub alleine mit drei Kindern. Einem Siebenjährigen, einem Vierjährigen mitten in der Autonomiephase und einem Baby. Ich verbringe ja schließlich auch ansonsten den Tag von 7 bis 19 Uhr alleine mit ihnen. Was sollte dann anders sein bei sechs Tagen Urlaub?! Je näher der Urlaub rückte, umso naiver kamen mir meine Gedanken vor. Aber wer mich kennt, weiß, ich bin eine chronische Optimistin. Ich kann  da nichts für. Mein Optimismus ist angeboren. Meine Jungs hatten sich in den vergangenen Ferienwochen so gut miteinander verstanden, waren stundenlang ins Spiel vertieft, das Baby ist eines der pflegeleichten Sorte – was sollte da schon schief gehen?!

Nun, die immer wieder hervortretende Trotzphase des Mittleren hatte ich erfolgreich verdrängt. Und auch die Tatsache, dass man an einem Hotelbuffet mit Kindern am besten sechs Hände hat, habe ich ausgeblendet. Dabei hatte ich bei unserem Osterurlaub einen kleinen Vorgeschmack erhalten, als mein Mann an drei von sieben Tagen krank im Hotelbett lag und ich den Urlaub alleine mit den Kindern meistern musste. Mein Respekt vor alleinerziehenden Müttern war immer groß, sehr groß und ist nach diesen Tag noch mehr gewachsen. Aber gleichzeitig weiß ich auch: Ich kann das. Wenn es sein muss, klappt es alles. Irgendwie. Und das ist wiederum ein gutes Gefühl. Wir können mehr als wir denken und wachsen, wenn’s drauf ankommt, einfach über uns hinaus!

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Weniger aufs Handy starren vor den Kindern – was ich mir vorgenommen habe

Ich habe mir Urlaubsfotos angeschaut. Und neben den schönen skandinavischen Landschaften ist mir eins aufgefallen: Ich habe viel zu oft mein Telefon in der Hand. dabei dachte ich, ich hätte meinen Handykonsum im Urlaub reduziert. In meiner Erinnerung hatte ich es hauptsächlich zum Fotografieren in der Hand. Hm. Auf den Fotos sieht es nicht so aus, als würde ich fotografieren. Die eigene Erinnerung ist manchmal trügerisch. Wurde ich auf den Foto nur in einem ungünstigen Moment erwischt? Mag sein. Aber ob ungünstig hin oder her: Ich möchte weniger auf mein Handy starren. Vor allem in Gegenwart der Kinder.

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Home Office mit Baby -Tipps für das Arbeiten von zuhause aus

Als freiberufliche Journalistin ist die Elternzeit keine so richtige Elternzeit. Es gibt einfach immer etwas zu tun. Seit elf Jahren arbeite ich selbständig – das heißt zuhause im Home Office. Ein Jahr pausieren? Kam für mich nicht in Frage, bei keinem Kind. Immer wieder nahm ich Aufträge an, musste ich, um bei meinen Kunden nicht in Vergessenheit zu geraten. Und so sitze ich jetzt auch beim dritten Kind regelmäßig am Laptop und tippe meine Texte. Mittlerweile habe ich den Dreh etwas besser raus und arbeite um einiges effektiver als beim ersten Baby. Doch immer noch ist es ein Spagat, der nicht so ganz einfach ist – und manchmal würde ich auch einfach gerne ein bisschen Elternzeit haben, ich gebe es zu. Aber andererseits mache ich meine Arbeit einfach viel zu gerne! Was mir beim Home Office mit Baby hilft? Ich habe einmal einige Tipps zusammengefasst:  Weiterlesen

Ein Kind ist kein Kind?! Wieso ich das als Dreifach-Mama nicht so sehe

Auf meiner Lesung aus meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ erzählte eine Mutter mir, dass sie ständig zu hören bekommt, sie solle sich nicht so anstellen, schließlich habe sie nur ein Kind. Und ein Kind ist kein Kind. Sagt man doch so. Sie könne diesen Satz nicht mehr hören, sagte sie. Was ich denn als Dreifach-Mutter darüber denke: Ist ein Kind wirklich kein Kind? Und dürfe sie sich deshalb nicht beklagen, dass sie zu nichts kommt? Ich muss gestehen, ich habe mich, als mein zweiter Sohn auf die Welt kam, auch gefragt, wieso mir das Leben mit nur einem Kind eigentlich manchmal so stressig vorkam. Und heute mit drei Kindern wundere ich mich, wieso mir das Leben mit nur zwei Kindern so stressig vorkam. So ändert sich die Wahrnehmung. Aber rückblickend muss ich sagen: Die Umstellung von keinem zu einem Kind war die größte. Das erste Kind hat mein Leben am meisten auf den Kopf gestellt – und dieses Auf-den-Kopf-Stellen, dieses ins kalte Wasser geworfen werden, in eine ganz neue Welt eintauchen, das war es, was das erste Kind am anstrengendsten machte. Und weshalb der Spruch „ein Kind ist kein Kind“ absolut nicht gerechtfertigt ist. Denn natürlich ist ein Kind ein Kind und es ist viel Arbeit – und natürlich dürfen auch Mütter von einem Kind sagen „ich kann nicht mehr!“

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