Wie schlafen Babys besser? Interview und Buchtipp rund ums Durchschlafen, Einschlafen und Co.

Wenn man frischgebackene Eltern fragt, was sie in der ersten Zeit mit Baby am meisten stresst, bekommt man oft die Antwort: „der Schlafmangel.“ Es ist eines der Dinge, auf die man einfach nicht vorbereitet ist, egal, wie oft man es hört und in der Theorie weiß. Aber wie sehr Schlafmangel zermürbt und belasten kann, erfährt man erst, wenn man wirklich alle zwei Stunden geweckt, die Nächte stillend oder das schreiende Baby durch die Wohnung tragend verbringt – und dann auch am folgenden Tag nicht zum Ausruhen kommt. Aber wieso schläft das Baby eigentlich nicht durch? Und gibt es Tricks, die wirklich helfen, damit man etwas mehr Schlaf bekommt? Wann wird es besser? Und wann sollte man mit dem Einschlafritual anfangen? Diese und andere Fragen beantwortet die Autorin Silke Plagge in ihrem Buch „Schlaf, mein Baby, schlaf. Entspannte Wege zu ruhigen Nächten„, das in der Reihe „Eltern Ratgeber“ der Zeitschrift Eltern im DK-Verlag erschienen ist (und in dem es auch einen Gastbeitrag von mir gibt!). Ein paar Tipps und Fakten rund ums Thema Babyschlaf verrät sie mir hier im Interview:

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Meningokokken-Erkrankungen sind selten, aber können lebensbedrohlich sein: Was kann einen davor schützen?

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Es ist einige Jahre her, mein Großer war damals knapp ein Jahr alt. In einem Zeitungsartikel las ich über einen Jungen, genauso alt wie mein Sohn, dem aufgrund einer Meningokokken-Erkrankung beide Arme amputiert werden mussten. Eine Sepsis hatte sich in seinem Körper ausgebreitet – um sein Leben zu retten, mussten die Ärzte amputieren. Seine Mutter ging mit der Geschichte an die Öffentlichkeit, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Ich weiß noch, dass ich schlucken musste und meinen Sohn sehr fest in den Arm nahm. Was mich besonders berührte: wie banal die Erkrankung begann und wie schnell sie lebensbedrohlich wurde. Ich begann zu recherchieren und unseren Arzt nach möglichen Impfungen zu fragen. Meningokokken-Erkrankungen sind selten (256 Fälle in Deutschland in 2019), aber sie können schnell lebensbedrohlich werden. Deshalb sollten wir Eltern die Symptome kennen aber vor allem wissen, was vor einer Erkrankung schützen kann.

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So könnt Ihr Euch in der Schwangerschaft aufs Stillen vorbereiten: Tipps für werdende Mütter

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Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich im Geburtsvorbereitungskurs, damals, vor neun Jahren, als ich mit meinem Großen schwanger war, mich zum ersten Mal direkt mit dem Thema Stillen auseinandersetzte. Mir war immer klar, dass ich unbedingt stillen wollte – mich hatten die gesundheitlichen Vorteile des Stillens von Anfang an überzeugt. Aber mehr als dieses theoretische Wissen hatte ich nicht. Ehrlich gesagt, hatte ich keine rechte Vorstellung davon, wie das eigentlich so ist mit dem Stillen. Geschweige denn, dass es Probleme beim Stillen geben könnte. Woher auch?! Man hat ja vor dem ersten Kind eher selten Berührung mit dem Thema Stillen. Ich ging ehrlich gesagt davon aus, damals in der ersten Schwangerschaft, dass es ein körperlicher Vorgang ist, der einfach so klappt. Baby andocken und die Sache läuft! Dass es nicht immer so einfach ist, dass jedes Kind anders ist oder dass das Stillen bei jeder Mutter anders abläuft, hätte ich nicht erwartet. Schon gar nicht war ich darauf vorbereitet, dass das Stillen schmerzen könnte! Über meine Stillerfahrungen beim ersten Kind und was mir gegen die schmerzenden Brustwarzen half, habe ich hier schon mal berichtet. Die Schmerzen beim Stillen waren ein Glück beim zweiten und dritten Kind so gut wie nicht mehr vorhanden. Kann man denn etwas machen, um die Brust schon in der Schwangerschaft aufs Stillen vorzubereiten? Weiterlesen

Schmerzen beim Stillen? Welche Tipps mir wirklich halfen

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Beim ersten Kind war ich auf alles eingestellt, was das Stillen betraf. Aber nicht darauf, dass es wehtun könnte. Schmerzen beim Stillen? Das hätte ich einfach nicht erwartet und so traf es mich damals ziemlich unvermittelt, als meine Brustwarzen in den ersten Tagen anfingen zu schmerzen, so sehr, dass ich froh war über jede Minute, die sich die nächste Stillzeit herauszögerte. Da mein Sohn in den ersten Wochen ein sehr hungriges Baby war und sich – als wir uns mit dem Stillen eingegroovt hatten – mindestens alle zwei Stunden meldete, gab es nur wenig Schonung. Das war nicht immer witzig, obwohl ich das Stillen liebte (und es immer noch liebe, auch jetzt beim dritten Kind, das ich jetzt schon mehr als 2 Jahre lang stille) und die Stillpausen sehr genoss. Die Nähe, die Ruhe, das Wissen, dass ich allein mit meiner Milch meinem Kind alles geben konnte, was es an Nährstoffen benötigte und damit auch noch Gutes für meine und seine Gesundheit tat – das wollte ich nicht missen. Aber die Schmerzen beim Stillen machten auch keinen Spaß, im Gegenteil, sie machten mir regelrecht Angst. Weiterlesen

Experteninterview: Wie wirken ätherische Öle und Aromasprays?

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Dass Gerüche auf unser Gehirn wirken, ist logisch. Bei bestimmten Gerüchen fühle ich mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Oder denke an lange Urlaubsnächte. Oder bekomme Appetit auf Pizza. Dass Lavendel schlaffördernd wirkt, davon habe ich schon oft gehört. Aber: Wieso ist das eigentlich so? Was machen Düfte und ätherische Öle mit unserem Gehirn, mit unserem Körper? Wie wirken sie? Und wie sollte man sie anwenden? Und welche Öle haben welche Wirkung? Dazu habe ich die Molekularbiologin Bettina Görner gefragt, die eine echte Fachfrau für das Thema Aromasprays und ätherische Öle und die Wirkungsweise ist. Denn sie entwickelt und verkauft eben solche mit ihrer Firma aetherio love & science – ganz speziell auf die Bedürfnisse von Babys, Kindern, Müttern und Großeltern zugeschnitten. Da ist zum Beispiel das Spray „Hausaufgabenheld“ mit Minze und Zitrone, das nicht nur sehr sehr gut riecht, sondern tatsächlich meinen Sohn konzentrierter arbeiten lässt.  Oder das „Babyhelferspray“, das beruhigt und zwar nicht nur die ganz Kleinen. Oder für die müde Mama oder Großmutter das „Grandma Spray Hellwach“ mit Zitrone und Weißtanne. Hört sich gut an? Riecht auch so! Weiterlesen

Was ich gerne gewusst hätte, bevor ich Mutter geworden bin

Es ist ja nicht so, dass man sich vorher nicht einlesen kann. Es gibt ja genug Bücher für werdende Mütter. Man kann ja auch mal die Freundin fragen, wie das denn wirklich so ist mit Kindern. Wie man sich verändert. Wie es einen verändert. Aber egal, wie viel man fragt und recherchiert und wie viele Mamablogs man zur Vorbereitung liest. Man ist nie wirklich darauf vorbereitet, wie es ist, Mutter zu sein. Wie es ist, plötzlich Verantwortung für so ein kleines Wesen zu tragen. Wie tief, wie groß, wie unbeschreiblich Mutterliebe sein kann. Genauso wenig, wie man darauf vorbereitet ist, wie einen diese Kinder, die man eigentlich so sehr liebt, in den Wahnsinn treiben können mit ihren Wutanfällen und Pubertätsanwandlungen. Und wie sehr man sie trotzdem lieben kann, wie unerschütterlich diese Liebe ist. Ich war ehrlich gesagt auf vieles nicht vorbereitet und muss rückblickend sagen: Einiges hätte ich schon gerne gewusst, bevor ich Mutter wurde. Ich hätte nie gedacht, wie viel Schlafmangel sich ansammelt im Laufe des Mamalebens. Ich hätte vorher gerne gewusst, wie es ist, wenn das eben noch so süße Kind zum ersten Mal einen Wutanfall bekommt und den ganzen Supermarkt zusammenschreit. Ich wäre gerne drauf vorbereitet gewesen, wie groß und stark sich die Sorgen anfühlen, wenn das Kind krank ist und auf einmal nicht mehr wiederzuerkennen ist. Weiterlesen

Trockenwerden ohne Stress: Wieso es bei uns kein Töpfchentraining gibt (aber sehr wohl ein Töpfchen)

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Wenn es etwas gibt, wobei ich von Kind zu Kind gelassener wurde, dann ist es das Trockenwerden. Habe ich beim ersten Kind noch genau überlegt, wann denn nun der richtige Zeitpunkt und ob ich ihn nicht vielleicht verpasst habe und wie ich es denn nun genau anstellen sollte, ließ ich  beim zweiten Kind alles auf mich zukommen und jetzt beim dritten Kind noch viel mehr. Denn je weniger Druck, je weniger „es muss jetzt klappen“, umso besser. Trockenwerden ist ein Reifungsprozess, der sich nicht durch Training beschleunigen lässt! Bei meine Kleinen ist auf einmal das Interesse am Töpfchen erwacht. Nachdem sie das Töpfchen, das ich schon seit einiger Zeit nebens Klo gestellt habe, bisher nur zum Verstauen von Bauklötzen benutzt hat, ist ihr letztens plötzlich aufgegangen, dass man sich da super draufsetzen kann. Wir haben zwei Töpfchen von BabyBjörn, das kleinere, „klassische“ Töpfchen, wird bisher nur von ihren Puppen benutzt. Aber das größere Töpfchen, ein Topfstuhl, der fast einem kleinen Thron gleicht, hat nun das Interesse meiner Tochter geweckt. Und letztens dachte ich tatsächlich, sie wäre jetzt kurz davor, trocken zu sein: Weiterlesen

Rabenmutter? Woher dieser Begriff kommt und wieso Raben keine schlechten Eltern sind

(Werbung, der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen)

Es gibt ein Wort in unserem Sprachgebrauch, das ich eigentlich so gar nicht mag: Rabenmutter. Oder genauer gesagt: Rabenmutter ist so ein Wort, das ich bisher nicht mochte. Denn seit ich mehr über Raben weiß, sehe ich das Wort „Rabeneltern“ in einem viel positiveren Zusammenhang. Es begegnet einem als Mutter eher selten direkt ins Gesicht gesprochen. Nein, das Wort „Rabenmutter“ fällt eher hinter vorgehaltener Hand, getuschelt mit verdrehten Augen und einem abfälligen Lachen.

„Schon gehört, die lässt ihr Kind jeden Tag bis 16 Uhr im Kindergarten“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Schon gehört, die hat ja nie etwas zu essen für ihre Kinder auf dem Spielplatz dabei“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Ach, da kommt ja die, die sich auf dem Spielplatz lieber mit anderen Müttern unterhält, anstatt mit ihren Kindern Sandkuchen zu backen.“ – „Rabenmutter, die Kinde sind doch erst 4 Jahre alt!“

„Die geht doch tatsächlich nach dem Kindergartenelternabend noch etwas trinken anstatt zuhause ihre Kinder ins Bett zu bringen.“ – „So eine Rabenmutter!“ Weiterlesen

Familienzimmer nach der Geburt: Unsere Erfahrungen und Tipps

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Letztens durchzuckte mich die Erinnerung wieder: Ich schaute meinen Großen an und mir wurde bewusst, wie groß er eigentlich schon ist. Es ist jetzt schon unglaubliche acht Jahre her, dass er auf die Welt kam. Und ich sah ihn auf einmal wieder vor mir, wie er frisch auf der Welt war, mit seinem roten Haarflaum, mit dem niemand gerechnet hätte. Und wie er uns aus so unfassbar wachen Augen anschaute und so lustige Glucksgeräusche von sich gab. Als er auf die Welt kam, gab es diesen Blog noch nicht. Und deshalb habe ich auch noch nie darüber geschrieben, wie die erste Zeit nach der Geburt mit meinem Großen war. Dabei war sie wundervoll, ganz besonders – auch, weil wir uns für ein Familienzimmer im Krankenhaus entschieden hatten. Letztens erzählte eine Mutter von ihrem schwierigen Start im Krankenhaus, weil sie sich mit einer Mutter das Zimmer teilen musste, mit der sie absolut nicht auf einer Wellenlänge war und außerdem ihren Mann gerne viel mehr um sich herum gehabt hätte in den ersten Tagen. Da fiel mir auf, wie viel Glück wir mit den ersten Tagen hatten, nachdem wir zum ersten Mal Eltern geworden sind. Denn wir waren zusammen – Tag und Nacht. Und wenn man mich heute fragt, würde ich jedem ein Familienzimmer nach der Geburt empfehlen (zumindest beim ersten Kind). Weiterlesen

Wow Mom: DAS Buch für frischgebackene Mamas

*Buchrezension und Interview*

Als ich aus dem Finnland-Urlaub zurück kam, lag es endlich im Briefkasten: Das Buch meiner Blogger- und Journalistenkollegen Lisa und Katharina von Stadtlandmama! Ich habe mich riesig gefreut, auch wenn meine Babyzeit nun leider wohl endgültig um ist und ich beim Lesen von „Wow Mom“ fast schon etwas wehmütig wurde. Denn bei allen drei Kindern war gerade die erste Zeit nach der Geburt einfach unfassbar schön. Genauso wie unfassbar anstrengend. Wobei im Rückblick, und das ist ja das Gute, die schönen Erinnerungen und Gefühle eindeutig das Anstrengende überdecken. Das hat die Natur schon clever eingerichtet. Von daher, liebe Mamas, die Ihr gerade eine anstrengende Zeit durchgeht: Es wird besser und ich verspreche Euch, es sind nicht die durchwachten Nächte, die in der Erinnerung überwiegen, sondern dieser besondere Zauber, die Erinnerungen ans Kuscheln, an die Fortschritte des Babys, an den Babyduft. Aber, weil man, wie ich aus eigener Erfahrung, gerade im ersten Babyjahr Zuspruch bestens gebrauchen kann, möchte ich Euch allen „Wow Mom – der Mama-Mutmacher fürs erste Jahr mit Kind“ empfehlen (Affiliate Link). Denn es gibt Zuspruch, es macht Mut und es zeigt vor allem: Wir sind nicht alleine. Anderen geht es auch so. Und es ist ganz normal. Ich finde ja immer: Wenn ich weiß, dass es anderen auch so geht wie mir, dann fällt es mir gleich viel leichter, die Situation zu ertragen. Deshalb hatte ich vor fünf Jahren mal diesen Blog gestartet – und deshalb möchte ich Euch „Wow Mom“ ans Herz legen. Für Euch selbst, wenn Ihr noch ein Baby habt, bald eins erwartet oder für Eure beste Freundin zur Geburt. Weiterlesen