Da steh‘ ich nun: Wohin mit der alten Matratze?!

*Werbung*

Meine Kinder lieben es, auf unserem Bett herumzuhopsen. Je höher, desto besser. Und ich bin zu bequem, es ihnen zu verbieten. Ich kann mich selbst noch daran erinnern, dass ich es als Kind ebenso geliebt habe und stundenlang hopsen konnte. Doch bei all dem Spaß, den sie dabei haben, haben sie die Matratze arg in Mitleidenschaft gezogen. Also musste eine neue Matratze her – sagte mir mein jedenfalls mein Rücken. Doch was mich vom Kauf abschreckte, war die Frage der Matratzenentsorgung: Wohin mit der alten Matratze?! In die Mülltonne passt sie ja kaum. Offiziell gehört eine alten Matratze auf den Recyclinghof. Dafür müsste sie jetzt aber ins Auto passen – bei einer 1,80 Meter breiten Matratze muss da selbst unser Kombi passen. Bleibt der Sperrmüll. Aber auf so einen Termin muss man hier in der Stadt nicht nur einige Tage sondern einige Wochen warten. Und das 1,80×2 Meter Ungetüm solange im Haus zwischenlagern? Wir wohnen mitten in der Stadt und haben keinen Keller. Nicht so prickelnd die Aussicht. Und da fand ich tatsächlich eine Alternative – bei der es auch noch Geld dazu gibt!  Weiterlesen

Lasst den Kindern die Zeit, die sie brauchen!

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich kein Fan von übermäßigen Förderangeboten für Kinder bin. Denn ich bin der festen Überzeugung: Kinder lernen am besten durchs freie Spielen. Was auch durch mehrere Studien belegt wurde. Kinder sollen die Chance haben, Kinder zu sein, so lange es geht. Sie sind so wissbegierig, sie lernen so schnell – und brauchen dafür keine ausgeklügelten exotischen Kurse. Vor allem brauchen Kinder Zeit. Freie Zeit. Zeit für sich. Zeit fürs Spielen. Und Zeit genug, ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Ohne dass wir sie drängen, dass wir sie dabei beschleunigen wollen. Lasst den Kindern doch die Zeit, die sie brauchen! Lasst sie ihre eigenen Erfahrungen machen – in ihrem eigenen Tempo. Denn jedes Kind ist gut, so wie es ist. Und auch wenn wir Eltern manchmal ungeduldig werden: In den meisten Fällen kommen die Entwicklungsschritte ganz von selbst. Wir brauchen nur Geduld.

Weiterlesen

Stilleinlagen und Co. – Neues aus dem Paralleluniversum

Mal ganz ehrlich: Wusstet Ihr, was Stilleinlagen sind? Damals, in grauer Vorzeit, bevor das erste Kind auf die Welt kam? Ich nicht. Das ist so etwas, was man einfach nur als Mama kennt. Verschämt stehen sie im Drogerieregal in der Babyecke. Ich hatte gar keine Vorstellung davon, wie so etwas aussieht und dass man so etwas überhaupt braucht. Ich hatte auch keine Vorstellung davon, wie das eigentlich so genau ist mit dem Milcheinschuss. Ich hatte ja keine Ahnung, wie das so ist, wenn man unterwegs ist und das Baby gluckt und sich ohne jegliche Kontrolle Flecken auf dem T-Shirt ausbreiten, weil mal wieder die verdammte Stilleinlage verrutscht ist! Das lernt man ja auch nicht in der Schule. Weiterlesen

Werden wir immer später erwachsen?

Mittvierziger in Turnschuhen bevölkern die Straßen, Frauen in den besten Jahren, die die Schminke ihrer Tochter ausleihen, Dauerstudenten, die mit 30 noch bei Muttern wohnen, Frauen um die Vierzig, die ihr erstes Kind im Jogging-Buggy vor sich her schieben: Wir scheinen einfach nicht erwachsen zu werden.

„Trau keinem über 30“ sagte man einst und ehe man sich versieht, ist er plötzlich da, der 30. Geburtstag. Da hilft nur noch, die knackige Jeans anziehen, mit dem Push-Up-BH gegen die Schwerkraft ankämpfen, die Augenfältchen kaschieren und sich ins Nachtleben stürzen – man ist so alt wie man sich fühlt, so war das doch, oder?

Alternde Gesellschaft will nicht erwachsen sein

Unsere Gesellschaft wird immer älter – aber sie will einfach nicht so aussehen. Und sie scheint sich standhaft zu weigern, sich so zu benehmen. Frank Schirrmacher moniert in seinem Buch „Der Methusalem-Komplott“, dass es „nur so wimmelt von 40-Jährigen, die wie Kinder reden und sich auch so kleiden“. Auch die Promis leben uns nichts anderes vor – man denke an Heike Makatsch, die mit Mitte 30 Mutter wurde, aber immer noch aussieht wie das Girlie von damals.  Madonna, immerhin auch schon über 50, lässt sich im Partnerlook mit Töchterchen Lourdes  fotografieren, Kate Moss und ihre Tochter Lila Grace stehen dem in nichts nach.

Gegen wen sollen unsere Kinder einmal rebellieren, wenn wir ihre Musik hören und dieselbe Kleidung tragen?

Werden wir immer später erwachsen? Wollen wir vielleicht gar nicht mehr erwachsen werden? Wann ist man überhaupt erwachsen? Wenn man sein erstes eigenes Geld verdient? In die erste eigene Wohnung zieht? Wenn man selbst Kinder hat?

Früher war es einfach: Auf die Schule folgten Ausbildung oder Studium, dann der erste Job und die Hochzeit. Kinder ließen danach auch nicht mehr lange auf sich warten und deutlich vor dem 30. Geburtstag war man erwachsen. Hatte vielleicht schon das erste Haus, war unter der Haube, schlug sich im Job durch, war Fachmann im Windelnwechseln. Die Lebensläufe ähnelten sich: Auf die Kindheit folgte die Jugend, mal mehr mal weniger wild, dann beendete man die Ausbildung, begann zu arbeiten und flugs war man erwachsen, machte vielleicht Karriere, zog eigene Kinder groß und schließlich ging man in Rente und schaute den Enkeln beim Spielen zu.

Das Leben verläuft seltener in geregelten Bahnen

Heute verläuft das Leben immer seltener in diesen geordneten Bahnen. Da geht es nach der Schule ins Ausland, wird der Studiengang ein ums andere Mal gewechselt – und dann folgt oft Praktikum auf Praktikum, wahlweise befristeter Vertrag auf befristeten Vertrag. Die Generation Praktikum taumelt von einem prekären Arbeitsverhältnis, wie man so schön sagt, ins nächste – wo bleibt da noch Zeit und Geld für Familienpläne? Wieso sich auf eine feste Beziehung einlassen, wieso ein Haus kaufen, wenn es sein kann, dass man schon morgen von Berlin nach New York zieht? Bei den einen ist es Luxus, sich selbst zu finden, immer auf der Suche nach dem großen Traum. Wer bin ich, was will ich, wieso will ich? Und: Will ich eigentlich eine Antwort auf diese Fragen? Der Dauerauftrag der Eltern läuft auch nach dem Studium weiter – da ist es bequem, heute nach Hamburg und morgen nach Berlin zu ziehen.

Die anderen sind ins Prekariat gezwungen:

Befristete Verträge, schlecht bezahlte Jobs, ihr Geld reicht zum Leben, aber bestimmt nicht dazu, eine Familie zu gründen.

Das Leben verlangt von uns immer mehr Flexibilität, den Job fürs Leben scheint es immer seltener zu geben – den Partner fürs Leben auch, steht in den Statistiken. 60 Prozent der 18 bis 25-Jährigen sagen, sie fühlten sich noch nicht erwachsen. Männer heiraten im Schnitt mit 37 Jahren, Frauen mit 34. Vor zehn Jahren waren sowohl Frauen als auch Männer bei der ersten Hochzeit noch drei Jahre jünger (siehe auch Parallelwelten-Text).

Die Lebensentwürfe haben sich geändert – und Eltern werden wir immer später

Die Lebensentwürfe haben sich geändert. Das lineare Modell existiert nicht mehr, sagen die Sozialwissenschaftler übereinstimmend. Unser Gefühl sagt es, die Statistiken und die Psychologen bestätigen es. Sie räumen ein, dass man die Lebensphasen nicht mehr in Kindheit, Jugend und Erwachsensein einteilen kann. Der Psychologe Jeffrey Jensen Arnett gibt den 18- bis 25-Jährigen eine „Nachreifezeit“, in der sie experimentieren dürfen. Psychologen nennen diese Phase das „auftauchende Erwachsenenalter“. Sozusagen Erwachsen auf Probe. Der amerikanische Psychologe Frank Furstenberg räumt den Erwachsenen auf Probe sogar Zeit bis jenseits des 30. Lebensjahres ein, um sich selbst zu finden. Eine Probezeit, den Ernst des Lebens noch ein wenig vor sich her zu schieben.

Wollen wir überhaupt, dass er beginnt?

Für den Sozialwissenschaftler und Buchautor Frederic Hudson (Autor von „Heute beginnt mein neues Leben“) reicht es nicht aus, Erwachsensein an der Lebenssituation fest zu machen, sondern an der Charakterreife. Für ihn ist ein Mensch erwachsen, wenn er unter anderem über ein hohes Maß an Selbstvertrauen verfügt, keine Angst hat, Fehler zu machen, Gefühlen einen angemessen Ausdruck verleihen kann, Kritik verarbeiten kann und in der Lage ist, Kompromisse zu machen.

Aber mal ganz ehrlich, wer kann von sich sagen, in allen Situationen immer diese Charakterzüge zu besitzen? Was, wenn sich die Bedeutung vom Erwachsensein verändert hat? Vielleicht müssen wir einfach akzeptieren, dass das Leben immer mehr zu einer Suche wird, je weniger es von vorgeformten Lebensläufen und Biografien geprägt ist. Wir haben mehr Freiheiten – aber damit auch mehr Fragen, die wir beantworten müssen.

(gekürzter Artikel von mir, der vor einiger Zeit in verschiedenen Tageszeitungen erschien)

Werden wir immer später erwachsen? Gesellschaftskritischer Text über das erwachsenwerden - was ist Erwachsen? Wenn man selbst Kinder, eine Familie hat? #gesellschaft #familie

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

Und wusste Ihr, dass mein neues Buch „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder auf dem Markt ist!? Ein undogmatischer Erziehungsratgeber zum Thema „Zweites Kind“ – humorvoll und praxisorientiert

 

LINK-NAME

Einen Namen fürs Baby finden

Bei unserem Großen hatten wir uns recht schnell für einen Namen entschieden. Und waren beide davon sofort überzeugt. Für das zweite Kind hatte ich eine ganze Reihe schöner Mädchennamen parat. Aber es wird wieder ein Junge, das haben die Ultraschallbilder bisher immer ziemlich eindeutig gezeigt.

Einen Namen fürs Baby finden ist gar nicht so einfach

Also überlegen wir. Hin und her. Einen Namen fürs Baby zu finden, ist ja schließlich eine Entscheidung fürs Leben. Wir Llsen die Geburtsanzeigen in den Zeitungen. Auch die Todesanzeigen, man weiß ja nie, altmodischen Namen sind ja wieder in. Schließlich hatten wir eine engere Auswahl, waren aber noch nicht ganz fertig mit unserem Entscheidungsprozess im Finden von einem Namen fürs Kind. Diese Namen diskutierten mein Mann und ich. Unser Großer saß dabei und hörte aufmerksam zu. Wie aufmerksam, stellte ich erst am nächsten Tag fest. Da fragte mich seine Tagesmutter nämlich:

„Ihr habt schon einen Namen für das Baby?“

„Nein, eigentlich haben wir uns noch nicht ganz entschieden.“

„Also euer Sohn hat uns heute erzählt, wie sein Bruder heißen soll.“

Mit Vor- und Nachnamen. Das erzählt er jetzt jedem. Immer wieder. Ich schätze, er hat uns damit die Entscheidung abgenommen. Wir können seinen Bruder nun eigentlich nicht mehr anders nennen, er wäre total verwirrt… Wir haben also unsere Namenssuche abgebrochen und lesen nur noch halbherzig die Geburtsanzeigen. Ich denke mal, damit haben wir die Namensfindung fürs Baby nun auch erledigt.

Namen fürs BAby finden

Einen Namen fürs Baby zu finden, ist eine Entscheidung fürs Leben.