Kinder zum Homeschooling motivieren: Die besten Leser-Tipps

Ich schreibe nichts Neues, wenn ich erwähne, dass es nun seit zwei Monaten immer schwieriger wird, die Kinder zum Homeschooling zu motivieren. Um ehrlich zu sein: Es ist jeden Tag von Neuem einfach nur furchtbar ermüdend. 1000 mehrfach gehörte Argumente, weshalb sie sich jetzt nicht an die Hausaufgaben setzen können – und zum 1000. Mal derselbe Satz von mir „in der Zeit, in der du meckerst, hättest du die Aufgaben schon lange erledigen können“. Es gibt Tage, an denen läuft das Homeschooling besser als an anderen. Aber manchmal scheint es, als ob alle Versuche, die Kinder zu ihren Hausaufgaben zu motivieren ins Leere laufen. Da ich von meinen Lesern immer wieder höre, dass es bei ihnen auch so ist, habe ich einmal bei Instagram in den Stories nach euren besten Tipps gefragt, wie man seine Kinder zum Homeschooling motivieren kann. Hier kommen die Antworten!

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Von gleichförmigen Tagen: Willkommen in der Lockdown-Langeweile

So langsam verschwimmen die Tage. Welchen Wochentag haben wir noch gleich? Montag? Mittwoch? Ach, Dienstag! Ein Glück gibt es den Homeschooling-Lernplan, der einen durch die Woche trägt. Heute war Sachkunde dran. Morgen nicht und Donnerstag wieder. War die große Klassen-Videokonferenz nun übermorgen oder doch schon morgen? Die Tage verlaufen gleichförmig, nur untergliedert in Wochenende (zwei Tage kein Lernen) und Woche (täglicher Streit um die Hausaufgaben). Aufstehen, frühstücken, sich von den Kindern die ewig gleichen Argumente anhören, wieso Homeschooling doof ist, dann doch irgendwie in 1000 Anläufen die Aufgaben erledigen, unterbrochen von 1000 Essenspausen und umgekippten Wasserbechern, Spielplatz, selbst ein wenig arbeiten (muss ja, irgendwie), Abendessen machen, Kinder ins Bett bringen, noch ein wenig arbeiten (muss ja, irgendwie), schlafen. Und der Kreislauf beginnt von vorne.

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Und wieder eine Chance verpasst, die Schulen infektionssicher zu machen

Wieder so ein Homeschooling-Tag rum. Was soll ich sagen: Die Leichtigkeit, die bleibt irgendwie auf der Strecke. Mir tut es vor allem um die Kinder leid, denen etwas ganz Elementares fehlt: das Spielerisch am Lernen. Homeschooling ist nicht dasselbe wie in der Schule. Es ist ein ständiges Reiben an uns Eltern, die unfreiwillig in die Lehrerrolle gesteckt werden. Es ist ein Lernen ohne Freunde, ohne soziale Kontakte. Gerade für Grundschüler bleibt vieles auf der Strecke. Kein spielerisches Vermitteln von Lerninhalten, stattdessen Runterarbeiten von Hausaufgaben und der müde Versuch seitens uns Eltern neue Lerninhalte zu vermitteln. Frontalunterricht, anders kann man es nicht nennen, ist das, was die Kinder zurzeit aufgetischt bekommen. Keine Lernstationen, kein Experimentieren, keine Lernspiele, keine Gruppenarbeit. Kein Spielen auf dem Pausenhof mit Freunden, kein Toben im Sportunterricht, kein gemeinsames Singen im Musikunterricht. Bei allem Verständnis für die Schulschließungen (bei den derzeitigen Infektionszahlen sehe ich leider keine Alternative), was mir fehlt und was mich wirklich ärgert: Es gibt immer noch keine Konzepte für einen sicheren Unterricht. Es wird wieder einfach ausgesessen. Und wie schon im Sommer wird auch in diesem Lockdown die Zeit nicht dafür genutzt, die Schulen infektionssicher zu machen.

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Wie geht es dir eigentlich? Mütter antworten auf die viel zu selten gestellte Frage

„Wie geht es dir eigentlich gerade?“ Eine simple Frage. Sollte man meinen. Aber in Wirklichkeit stellen wir sie viel zu selten. Vielleicht fragen wir „und wie geht’s?“ Doch seien wir mal ehrlich: Oft fragen wir das nebenbei. Aus Höflichkeit. Sind in Gedanken schon viel weiter. Hören bei der Antwort nur halb zu. Und genauso oft antworten wir nur so nebenbei darauf. „Gut.“ Oder „Naja, muss ja.“ Oder: „Geht schon.“ Aber Hand aufs Herz: Wie oft erzählt ihr wirklich, was ihr fühlt? Wie oft hört ihr wirklich ehrlich zu, wenn euch jemand anders auf die Frage antwortet? Dabei ist diese Frage so wichtig – und eine ehrliche Antwort darauf auch. Denn sie ist der Türöffner zu echten Gesprächen, sie lässt uns dichter zusammenrücken und sie tut vor allem gut! Denn ehrliches Interesse am Gegenüber, das ist wunderbar! Es macht, dass wir uns aufgehoben fühlen. Schon allein das Herz auszuschütten, tut gut. Erleichtert. Und lässt einen sich ein kleines bisschen besser fühlen. Und deshalb habe ich auf Instagram einmal Mütter gefragt, wie es ihnen eigentlich gerade geht. In dieser wahnsinnigen Situation, die uns an unsere Grenzen bringt. Und ganz allgemein. Wie geht es euch gerade? Hier kommen einige der Antworten – lest und sagt mir, wie geht es euch denn gerade? Findet ihr euch in den Antworten wieder?

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Wie soll ich das bloß schaffen? Indem du dich erinnerst, was du schon alles geschafft hast!

Zu sagen, dass es grad einfach ist, wäre gelogen. Zu sagen, dass es bombig läuft, erst recht. Zu sagen, wir bekommen das schon hin, wäre wahrscheinlich zu optimistisch gedacht. Zu sagen, es kommen schon noch bessere Tage, wirkt an manchen diesen Tagen wie blanker Hohn – denn ganz ehrlich: Das Licht am Ende des Tunnels ist weit weg. Sehr weit weg. Und die Tatsache, dass einem niemand sagen kann, wie weit dieses Licht eigentlich weg ist, macht es auch nicht besser. Kurz: Die Dinge standen schon mal besser für uns Eltern! „Wie soll ich es bloß schaffen?“ Ja, es gibt Tage, an denen ist das der letzte Satz, der vor dem Einschlafen durch den Kopf geht – und der erste Satz, der morgens vorm Aufstehen aufpoppt. Zermürbend. Ohne Zweifel. Was hilft? Mich zu erinnern, was ich alles schon geschafft habe.

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Gastbeitrag einer Lehrerin zur Corona-Situation an den Schulen

Es wird viel geredet davon, wie es uns Familien in diesen Corona-Zeiten geht – mit der drohenden Quarantäne, Homeschooling und so weiter. Es wird geschrieben über Hygienekonzepte in Schulen, Lüftungsregeln und E-Learning. Aber wie geht es eigentlich den Lehrern dabei? Schließlich treffen sie jeden Tag viele unterschiedliche Kinder – und nicht nur eine Klasse, sondern in den meisten Fällen verschiedene Klassen. Alle reden über Kontaktbeschränkungen. Aber Lehrer können das schwerlich umsetze, denn zu ihrem Job gehören Kontakte, mitunter 100 und mehr am Tag. Ich freue mich sehr, dass mir eine Lehrerin einen Gastbeitrag dazu geschrieben hat und einmal ihre Sicht der Dinge schildert, denn ich finde es wichtig, dass auch diese Seite einmal gehört wird. Und was sie schreibt, macht nachdenklich!

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Um die Ecke denken bei Schulkonzepten in Corona-Zeiten: Bitte mehr Kreativität, liebe Politiker!

Was für eine Überraschung! Es wird Herbst und die Coronazahlen steigen. Es wird Herbst und es wird kalt in den Klassenräumen, wenn die ganze Zeit gelüftet wird. Mensch! Wer hätte das gedacht! Anscheinend alle – außer den zuständigen Politikern. Denn die scheinen grad überrumpelt zu sein. Und das, obwohl man immer betont hat, dass die Schulen und Kindergärten bei einem neuerlichen Lockdown als letztes geschlossen werden sollen. Man hatte ja auch wirklich kaum Zeit, sich auf all diese „Überraschungen“ vorzubereiten. (Vorsicht, dieser Satz enthält Ironie) Und dann kommen heute CDU-Politiker doch tatsächlich mit dem Vorschlag um die Ecke, die Weihnachtsferien zu verlängern. Um – Achtung, jetzt kommt es! – drei bis vier Wochen. Diese kann man dann ja einfach von den Sommerferien wegnehmen. Öhm ja. Soviel dazu: Die Schulen und Kindergärten müssen diesmal unbedingt offen bleiben und als letztes geschlossen werden. Sorry, aber als ich das heute las, musste ich mich echt aufregen! Das ist sowas von an der Realität von uns Eltern vorbei! Dann sollen also wir Eltern unseren Jahresurlaub gleich am Anfang des Jahres aufbrauchen? In einem Jahr, von dem man heute noch nicht weiß, was es für uns eigentlich bringt? Denn – so viel ist ja wohl klar – Corona wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Mir fehlt mittlerweile die Energie, um so doll den Kopf zu schütteln, wie man ihn über solche Vorschläge schütteln sollte. Wo bitte bleiben die kreativen Ideen? Wie wäre es mit um die Ecke denken? Wo sind die Lüftungsanlagen? Die Plexiglaswände? Die abgespeckten Lehrpläne?

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Woher kommt diese Wut in den sozialen Medien?

Was passiert da gerade in unserer Gesellschaft? Woher kommt diese Wut? Woher kommt dieser Hass? Wieso werden wildfremde Menschen beschimpft? Wenn man in diesen Wochen im Internet mitliest, dann tut es förmlich weh. Dieser Hass, diese Häme, diese Missgunst, die aus den Zeilen sprechen. Ich versuche tief durchzuatmen, es nicht an mich ranzulassen, mir zu sagen, dass es sich nicht lohnt, mit diesen Menschen zu diskutieren. Und doch ertappe ich mich dabei, wie ich es dann doch tue. Weil ich nicht anders kann. Weil ich gewisse Dinge nicht so stehen lassen kann. Um dann wiederum neu bepöbelt zu werden. Aber der Ton wird immer rauer, immer aggressiver. Es macht mir angst. Wie fremde Menschen virtuell übereinander herfallen. Wie es nur noch die Extreme zu geben scheint, nur noch die eigene absolute Meinung gilt, man sich rationalen Argumenten gegenüber verschließt. Und alle anderen beschimpft – viel zu oft unter der Gürtellinie.

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Schwebezustand zwischen „halber Normalität“ und Sorgen: Corona-Status Quo

Seit fast zwei Monaten hat die Schule wieder begonnen. Wir steuern in Schleswig-Holstein geradewegs auf die Herbstferien zu. Bisher ohne Lockdown, ohne Schul- oder Kitaschließung und außer 2 Erkältungstagen auch ohne Infekt. Auch wenn wir schon einen Corona-Abstrich hinter uns haben – die Normalität hat uns wieder. Halt! Ich korrigiere: So eine Art „halbe Normalität“. Es ist eher eine Art Schwebezustand. Denn natürlich ist nicht alles normal. Und über all dem, was normal ist, schwebt die ganze Zeit so eine diffuse Bedrohung, so ein schales Gefühl. Denn auch, wenn wir hier im Norden in Sachen Corona-Fälle echt von größeren Fallzahlen verschont geblieben sind: Die Tatsache, dass grad überall Fälle plötzlich aufpoppen und sich auch nicht mehr nur mit Reiserrückkehrern erklären lassen, macht mir Sorgen. Auch hier bei uns im Norden stehen jeden Tag Meldungen von Schulschließungen in näherer Umgebung in der Zeitung. Auch ganz in der Nähe. Und der Gedanke „wann unsere Schule und Kita wohl dran sind?“ lässt sich nicht einfach so aus dem Hinterkopf verbannen.

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„Wieso ich mir nicht die Normalität von gestern wünsche, sondern eine Welt von morgen“: Gastbeitrag von Nina Hundertschnee

Dieses Jahr ist alles andere als normal. Unser Alltag ist auf den Kopf gestellt. Und niemand weiß, wann es wieder so sein wird, wie es einmal war. Wenn ich heute in Filmen sehe, wie Menschen in einer überfüllten Bar feiern, sich Dinge ins Ohr brüllen und zur Begrüßung umarmen, dann zucke ich zusammen und in mir ruft es „Abstand!“ Es kommt mir vor wie ein anderes Leben, das irgendwie Lichtjahre zurückliegt. Viele reden davon, dass sie sich die alte Normalität wieder zurückwünschen. Aber wünschen wir uns wirklich alles wieder so zurück, wie es einmal war? Kann man nicht vielleicht diese Zeit für eine Art Reset nutzen? Um eine neue Art von Normalität zu schaffen? Die Kinderbuchautorin Nina Hundertschnee (sie hat ua die fantastische Kinderbuchreihe „Professor Plumbums Bleistift“ geschrieben) hat mir einen Gastbeitrag geschrieben, in dem sie von ihrer Hoffnung schreibt – ihre Hoffnung, wie die Welt „nach Corona“ aussehen könnte (wie wir ja wissen, wird es eher eine Welt „mit Corona“ sein). Ein nachdenklicher Text, ein wunderschöner Text, der Hoffnung macht und zeigt, was wirklich zählt im Leben. Lest selbst, es lohnt sich! Weiterlesen