Um auch mal was Positives zu sagen: Die guten Seiten des Lockdowns

Diese Wochen seit Mitte März, seit dem Corona-Lockdown sind eine einzige Herausforderung. Wir Eltern jonglieren mit unseren Kapazitäten, mit unseren Kräften und stoßen bei täglichen Spagat zwischen Home Office und Homeschooling und Kinderbetreuung regelmäßig an unsere Grenzen. Was mich bedrückt besonders mangels der Perspektive, wie es weitergeht, hatte ich hier geschrieben. Und welche Sorgen sich andere Eltern machen und welche teilweise drastischen Konsequenzen sie gezogen haben, habe ich hier geschrieben. Beide Texte wurden mehrere tausend Mal in den sozialen Netzwerken geteilt, was mich freute – denn ich wollte mit ihnen uns Eltern eine Stimme verleihen. Und das ist hoffentlich gelungen! Vielleicht  können wir so ja gemeinsam etwas bewegen. Doch bei all den Nerven, die uns diese Zeit kostet, die bei uns blank liegen – es gibt auch positive Aspekte! Ich habe mir vorgenommen, mein Augenmerk mehr auf die guten Seiten zu richten. Und je genauer man hinschaut, umso mehr positive Dinge bemerkt man. Umso besser geht es einem. Ich möchte, dass diese guten Seiten Oberhand gewinnen! Deshalb kommt hier ein Artikel voller positiver Gedanken. Und zwar nicht nur mit meinen Gedanken, sondern auch mit Euren, denn ich habe erneut bei Instagram in den Stories um Eure Zitate gebeten! Es kamen ganz viele positive Seiten, die Ihr dieser verrückten Zeit abgewinnen könnt. In diesem Sinne: Lasst uns heute den Fokus auf das Positive lenken :-) Weiterlesen

Corona-Ungewissheit: Wie geht es nach den Sommerferien weiter?

So viel ist klar: Bis zu den Sommerferien, die bei uns Ende Juni beginnen, ist ein normaler Alltag mit Schule, Kindergarten, Krippe und fünf Stunden ungestörte Arbeit in weiter Ferne. Wir haben nun zumindest für die beiden Großen erfahren, wie es weitergeht: Ab dem 25. Mai einmal die Woche zweieinhalb Stunden Schule für den Großen, ab nächste Woche zwei Tage die Woche fünf Stunden Kindergarten für das Vorschulkind. Für die Zweijährige gibt es noch keinen Fahrplan. Normal ist jedenfalls was anderes. Und da mein Mann zur Corona-Risikogruppe gehört, werden wir auch unsere Großen erst einmal zuhause lassen. Was für keinen eine wirklich schöne Lösung ist – denn beide Kinder sehnen sich nach ihren Freunden und der Mittlere verpasst seinen Abschied aus dem Kindergarten (und ein paar Vorschulübungen, aber das ist zweitrangig). Aber da der Mittlere im selbigen Kindergarten den Hort besuchen wird, ist der Abschied nur ein halber Abschied. Aber ich hätte ihm vom Herzen letzte Wochen Unbeschwertheit im Kindergarten gewünscht! Aber die Alternative wäre, meinen Mann komplett von uns zu isolieren. Die Möglichkeit haben wir. Und wir werden wohl nach den Sommerferien davon Gebrauch machen müssen. Bis ein Impfstoff da ist. Denn wir können unsere Kinder schlecht noch länger isolieren – die erste Klasse und die vierte Klasse sind zu elementar, ganz abgesehen vom sozialen Aspekt. Aber wie wird es nach den Sommerferien weitergehen? Mit einem normalen Schul- und Kindergartenbetrieb rechne ich nicht. Bei dem Gedanken an die nächsten Monate wird mir schummerig. Ich könnte heulen, je mehr ich darüber nachdenke. Wie sollen wir Eltern das bitte schaffen??? Weiterlesen

Diese Dinge vermissen Eltern in Corona-Zeiten am meisten

Wenn ich in diesen Tagen Fotos sehe von Menschen, die im Café sitzen oder von Kindern auf einem Spielplatz, dann ist es, als ob ich in eine fern zurückliegende Zeit schaue, eine Wirklichkeit sehe, die uns immer so selbstverständlich schien- und es ganz plötzlich nicht mehr ist. Einfach mal im Café sitzen, sich mit Freunden zum Frühstück treffen, ins Theater gehen, auf einem Flohmarkt bummeln oder einfach mal verreisen, das gehörte so ganz normal zu unserem Leben. Es war so normal, dass man nicht drüber nachdachte. Ich hätte mir selbst mit all meiner Fantasie nicht vorstellen können, dass die Grenzen in Europa einfach dicht machen und fast alle Flüge gecancelt werden. Dass die Schule wochenlang einfach zumacht und man nicht eben mal die Kinder mit den Nachbarskindern zum Spielen rausschicken kann. Weiterlesen

Schritt für Schritt. Nur auf den nächsten Meter schauen. Nicht auf die ganze Straße.

Tagsüber lassen sich die Gedanken beiseite schieben. Im Dreikampf Home Office – Homeschooling – Kindergartenkinder bei Laune halten (plus die inoffizielle Disziplin Haushalt) bleibt kein Platz für Gedanken. Keine Zeit für Sorgen. Das Gehirn hat schlicht nicht die Kapazität, sich auch noch damit zu beschäftigen, wie lange es noch so weitergeht. Und was als nächstes kommt. Und ob es nicht wieder einen Schritt zurück. Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass wir tagsüber so beschäftigt sind, dass kein Platz für Sorgen bleibt. Aber nachts, wenn alles schläft, wenn die Geräusche verstummen, kein Kind „Mama“ ruft und die Wäscheberge im Dunkel des Schlafzimmers verschwinden… dann kommen sie die Gedanken. Die Sorgen. Die offenen Fragen. Die Frage, die immer wieder kommt, die sich immer wieder in den Vordergrund drängt, egal wie oft ich sie in die hinterste Gehirnwindung verbanne, diese Frage ist: Wie lange geht es so weiter? Und eben das ist die Frage, die einem keiner beantworten kann. Und eben diese zeitliche Ungewissheit, diese fehlende Perspektive, die ist es, die einen verrückt machen kann. Die zermürbt. Kein Experte weiß eine Antwort, kein Politiker. Weil es eben keine Antwort gibt. Und die Schätzungen der Experten machen nicht gerade Mut: Monatelang kann es so weitergehen. Bis es einen Impfstoff gibt (im Frühjahr 2021?!) wird es nicht die Normalität geben, die wir kennen. Das kann einen wahnsinnig machen. Weil es wahnsinnig ist. Was mir hilft? Immer nur an den nächsten Schritt zu denken. Nicht an die ganze lange Straße, die vor einem liegt. Weiterlesen

„Mama! Kannst du mal!“ – Protokoll des ganz normalen Wahnsinns von #coronaeltern

Der Computer fährt hoch. Währenddessen: Das Schulkind packt seine Schulsachen aus. Es geht wieder los. Home Office mit parallelem Homeschooling und Unterhalten eines Vorschulkindes und Krippenkindes. Vorhang auf!

„Mama, was ist das Gegenteil von einfach?“

„Schwer.“

„Aber das ist ja schon das Gegenteil von leicht. Ich brauche ein anderes Wort.“

Ich als Journalistin sollte hier drauf eine Antwort geben können. Während ich angestrengt nach einer Lösung für die Deutschhausaufgaben suche, kräht es vom Töpfchen „Mama, hab AA gemacht.“ Beim Töpfchenauskippen rufe ich meinem Schulkind das Wort „schwierig“ zu, während der Mittlere eine Frage zu seiner Legoanleitung hat: „Kannst du mal den Nuppsi abmachen?“

Ich hatte ja schon mal geschrieben: Home Office mit drei Kindern und parallelem Homeschooling erfordert acht Arme und neun Gehirne wie ein Krake.

In der Zwischenzeit sind vier Emails aufgepoppt. Ich schaffe es, zwei davon zu lesen, dann der Schrei: „Mama, sie hat das Wasser ausgekippt!“

„Mama, wie schreibt man desorientiert?“

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Fast hätte ich Ostern vergessen..

Was für ein merkwürdiges Osterfest ist es dieses Jahr! Das ganze Leben ist auf den Kopf gestellt, die Welt nicht mehr die, die wir kennen. Und irgendwie mitten in diesen Ausnahmezustand, diesen Stillstand der Welt und zwar der ganzen Welt, kommt Ostern. Und es ist ein merkwürdiges Ostern dieses Jahr, finde ich. Es hat sich angeschlichen in den letzten Tagen, lautlos und irgendwie hätte ich fast vergessen, dass Ostern ist. Ja, wirklich! Erst hatte ich Ostern auf eine Woche früher datiert. Ehrlich: Bis vor zwei Wochen dachte ich tatsächlich Ostern wäre letztes Wochenende. Naja. Klärte sich dann auf. Und obwohl ich nun das richtige Datum im Kopf habe, ist das merkwürdige Gefühl geblieben. Es ist nicht dasselbe wie in den letzten Jahren. Angefangen damit, dass ich die Osterschokolade für die Kinder beim Lieferdienst des Supermarktes bestellte, statt sie selbst im Laden auszusuchen. Um das anstrengende Eier-Auspusten kam ich dieses Jahr auch herum. Es hatte schlicht niemand Lust drauf. Ich schwöre, ich habe es versucht! Ich habe mehrmals in die Runde gefragt, wer Lust hat, Eier anzumalen. Die Begeisterung ging gen 0. Also sparte ich mir das Auspusten und das damit verbundene schwarz vor Augen Werden. Weiterlesen

Was der Corona-Lockdown mit mir macht – mein Gedankenkarussell

Und auf einmal bist Du Teil eines Filmes. Einer dieser Katastrophenfilme, in denen Menschen in Schutzanzügen auf den Straßen herumlaufen und sich niemand mehr vor die Tür traut. Es ist ja nicht so, dass es alles überraschend kam. Die Bilder aus China und Italien haben einen ja irgendwie vorbereitet. Aber das ist das Ding mit exponentiellen Kurven: Es beginnt harmlos und zack explodieren die Zahlen. Diese trügerische Ruhe am Anfang hat uns in falscher Sicherheit gewogen. Und dann überschlugen sich die Ereignisse. Die Welt, wie wir sie kannten, war auf einmal nicht mehr dieselbe. Das Tempo, in dem sich unser bisheriges Leben auf den Kopf stellte, überrumpelte mich – dabei hätten wir es ja wissen müssen: China und Italien hatten es uns ja vorgemacht. Das Virus näherte sich, Experten warnten und es wenn man ein bisschen in Mathe aufgepasst hatte, war es klar, dass die Krankenzahlen auch bei uns ganz plötzlich in die Höhe schießen würden. Trotzdem hätte ich mir diese Situation nie vorstellen können. Hätte ich in einem Endzeitthriller darüber gelesen, ich hätte gesagt: „Völlig überzogen.“ Grenzen dicht? Sogar innerhalb Deutschlands? Nie im Leben. Nicht in unserer Welt. Klopapier ausverkauft? Ich hätte dem Autor einen Vogel gezeigt. Tja. Und da sitzen wir nun. Seit drei Wochen. Und von der Welt, wie wir sie kannten, sind nur noch Fragmente übrig. Verrückt? Völlig verrückt. Und fast am verrücktesten ist, wie schnell wir uns an all diesen Wahnsinn gewöhnen. Weiterlesen