Rabenmutter? Woher dieser Begriff kommt und wieso Raben keine schlechten Eltern sind

(Werbung, der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen)

Es gibt ein Wort in unserem Sprachgebrauch, das ich eigentlich so gar nicht mag: Rabenmutter. Oder genauer gesagt: Rabenmutter ist so ein Wort, das ich bisher nicht mochte. Denn seit ich mehr über Raben weiß, sehe ich das Wort „Rabeneltern“ in einem viel positiveren Zusammenhang. Es begegnet einem als Mutter eher selten direkt ins Gesicht gesprochen. Nein, das Wort „Rabenmutter“ fällt eher hinter vorgehaltener Hand, getuschelt mit verdrehten Augen und einem abfälligen Lachen.

„Schon gehört, die lässt ihr Kind jeden Tag bis 16 Uhr im Kindergarten“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Schon gehört, die hat ja nie etwas zu essen für ihre Kinder auf dem Spielplatz dabei“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Ach, da kommt ja die, die sich auf dem Spielplatz lieber mit anderen Müttern unterhält, anstatt mit ihren Kindern Sandkuchen zu backen.“ – „Rabenmutter, die Kinde sind doch erst 4 Jahre alt!“

„Die geht doch tatsächlich nach dem Kindergartenelternabend noch etwas trinken anstatt zuhause ihre Kinder ins Bett zu bringen.“ – „So eine Rabenmutter!“ Weiterlesen

Lagom – was das schwedische Wort bedeutet

Hygge kennt mittlerweile jeder. Gerade jetzt zur Weihnachtseit ist alles wieder ziemlich hyyge. Hygge mag ich. Aber kennt Ihr Lagom? Man liest und hört diesen schwedischen Ausdruck auch immer häufiger, es gibt sogar Lagom-Kochbücher. Dabei ist Lagom gar nichts zu essen. Und ist auch kein Kochstil. Lagom ist das schwedische Wort für genau richtig. Also weder zu wenig, noch zu viel. Lagom halt. Im Wörterbuch steht die Übersetzung „gerade recht, angemessen, mäßig“. Man spricht es übrigens eher „Logum“ aus, mit einem kurzen o. „Lagom är bäst“ heißt ein schwedisches Sprichwort, was so viel bedeutet wie „das richtige Maß ist am besten“. Und das kann sich eigentlich auf alles beziehen, ist also ähnlich wie das dänische Hyyge auch ein Begriff, der ein ganzes Lebensgefühl beschreibt und nicht nur einen Einrichtungsstil. Es geht darum, die richtige Balance zu finden. Weiterlesen

Stopptanz und Co. – unsere Deezer-Playlist für den Kindergeburtstag

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Gestern ist mein Mittlerer 6 geworden. In Worten sechs Jahre alt! Unfassbar, wie die Zeit vergeht. Natürlich haben wir es groß gefeiert – mit der obligatorischen Schatzsuche und allem, was dazu gehört. Und zwar: Stopptanz! Das habe ich schon als Kind großartig gefunden! Praktischer als unser in die Jahre gekommener CD-Player ist dazu Musik von Deezer. Denn oft sind auf den CDs nicht nur Lieblingslieder, sondern auch viele Songs, bei denen mein Sohn Einspruch einlegt. Denn klar, dass auf seiner Geburtstagsparty bitte nur seine Lieblingslieder gespielt werden sollen. Und das kann man ganz einfach mit einer Playlist bei Deezer lösen. Eine extra Kindergeburtstagsparty-Playlist, die wir nicht nur für den Stopptanz abspielen, sondern auch gerne mal so am Nachmittag laufen lassen. Weiterlesen

Weihnachtskarten online gestalten: Wir haben Kaartje2go ausprobiert

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Es ist ja jedes Jahr dasselbe. Ich  nehme mir eigentlich schon direkt nach Weihnachten vor „beim nächsten Mal fange ich früher mit allem an.“ Nicht nur mit dem Geschenkebesorgen – auch mit dem Weihnachtspost schreiben. Denn obwohl das meiste heutzutage digital passiert (oder vielleicht gerade deshalb) finde ich handgeschriebene, echte Post einfach noch am schönsten! Gerade zu besonderen Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten. Wenn gute Wünsche auf dem traditionellen Wege im Briefkasten landen, mit der Hand anfassbar sind, man sie aufhängen oder hinstellen kann, dann ist die Freude eine ganz andere, als wenn einfach eine, oft auch noch an sämtliche Kontakte gleichzeitig verschickte, Nachricht auf dem Smartphone. Nun, im letzten Jahr habe ich es einfach nicht geschafft, Weihnachtskarten auf den Weg zu bringen. Zuviel um die Ohren, zu spät überhaupt dran gedacht und irgendwie war dann auf einmal schon der 23. Dezember und der Weihnachtsmann stand vor der Tür. Weihnachten kommt ja irgendwie immer so plötzlich: Grad noch Sommer, dann auf einmal Laternegehen und auf einmal stellt man fest, dass am Adventskranz die dritte Kerze brennt. Weiterlesen

Mal eben schnell zum Bäcker… was ich vermisse, seit ich Kinder habe

Erinnert Ihr Euch noch? Damals, in der Vorkindära? Als man einfach noch mal eben schnell zum Bäcker ging? Sich die Schuhe überzog, die Jacke an und wirklich mal eben schnell zur Tür raus war. Eine Straße weiter zum Bäcker und nach zehn Minuten zurück. Oder zum Briefkasten. Mal eben schnell. Und nach fünf Minuten zurück. Es gibt nicht viel, was ich aus meinem Vor-Mama-Leben vermisse. Aber ganz ehrlich: Mir fehlt dieses Mal-eben-schnell. Klar, Entschleunigung und so. Wichtig, mehr Achtsamkeit für den Moment, auch wichtig und überhaupt muss denn immer alles schnellschnell gehen in unserer eh so schnelllebigen Gesellschaft. Weiß ich doch. Aber: Ganz egal. Ich vermisse es, einfach mal eben schnell zum Bäcker zu gehen. Weil ich vergessen habe, Brot zu kaufen und es mir abends um halb sechs einfällt. Ich vermisse es, mal eben schnell zum Briefkasten zu gehen, bevor der um 17 Uhr geleert wird. Im Leben mit Kindern geht nichts mehr „einfach mal eben schnell“. Weiterlesen

Schöner Scheitern beim Kürbisschnitzen (wieso es bei uns keine geschnitzten Kürbisse gibt)

Ich habe mein Bestes gegeben. Aber Kürbisse und ich werden keine Freunde mehr. Dafür habe ich drei Messer weniger. Ich wollte ja auch so einen gruseligen Kürbis vor dem Haus stehen haben. Der gute Vorsatz war da. Das Messer aber nicht scharf genug. Oder der Kürbis zu groß. Oder ich zu schwach. Ach Quatsch, letzteres bestimmt nicht. Wie komme ich darauf! Ich hätte es ja eigentlich besser wissen müssen. Denn jedes Jahr, wenn die Kürbiszeit kommt, nehme ich mir vor, eine leckere Kürbissuppe zu kochen. Mag zwar keiner außer mir in diesem Haus, aber ich finde sie richtig lecker. Verfeinert mit Orange und Kürbiskernöl, ein bisschen Ingwer unterpüriert, das ist so lecker, echt jetzt. Aber der Weg dahin! Der ist beschwerlich. Ich nehme ja schon immer Hokkaidokürbis, denn den muss man nicht schälen. So wie den grünen Spargel. Man muss sich ja optimieren in der Küche. Aber das ändert leider nichts daran, dass so ein Kürbis hart ist. Furchtbar hart. Eigentlich unkaputtbar. Wie soll man das als normalstarker Mensch jemals in Stücke hacken?! Geschweige denn ein filigranes Kürbisgesicht schnitzen?! So mit Augen und Mund und Zähnen und fiesen Leuchtöffnungen? Weiterlesen

Teilzeit für beide Eltern: Wieso das Modell stärker unterstützt werden sollte

Ich gebe es zu: Es gibt eine Sache, die mich immer wieder ärgert. Die Tatsache, dass ich als Mutter immer wieder damit konfrontiert werde, dass ich doch bitte Vollzeit arbeiten soll. Wegen der Rentenlücke. Wegen der Gleichberechtigung. Damit ich mich als Frau nicht schlechter stelle als der Partner. Und natürlich stimmt es ja – wenn wir Teilzeit arbeiten wegen der Kinder, dann büßen wir in der Regel Rentenpunkte ein. Dann verdienen wir weniger. Dann ist es leider auch in vielen, ach Quatsch, wohl den meisten Fällen so, dass der Großteil der Hausarbeit damit auch an den Frauen hängen bleibt. Weil man ja eh nachmittags zuhause ist. Da kommt dann wieder das „sie hält dem Mann den Rücken frei“ ins Spiel. Und schwupps geht es zurück in alte Rollenmodelle, die man ja eigentlich hinter sich lassen wollte. Aber eines stört mich: Dass aus diesen unbestritten richtigen Punkten die Forderung resultiert, als Mutter solle man doch bitte Vollzeit arbeiten. Um gleichberechtigt zu sein. Was aber – wenn man es nicht will?! Ich möchte meine Kinder nun mal nicht acht Stunden in der Betreuung haben! Es ist ja auch ein emotionales Ding! Ich möchte mit ihnen Zeit verbringen, bevor sie so groß sind, dass sie nicht mehr mit mir Zeit verbringen wollen! Viel zu selten wird ein anderer Lösungsansatz diskutiert: dass beide Eltern reduzieren und Teilzeit arbeiten. Das ist ein Ansatz, der viel stärker gefördert werden müsste. Stattdessen wird durch das Ehegattensplitting das Gegenteil gefördert, nämlich, als Frau  deutlich weniger als der Mann zu verdienen. Weiterlesen

Familienzimmer nach der Geburt: Unsere Erfahrungen und Tipps

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Letztens durchzuckte mich die Erinnerung wieder: Ich schaute meinen Großen an und mir wurde bewusst, wie groß er eigentlich schon ist. Es ist jetzt schon unglaubliche acht Jahre her, dass er auf die Welt kam. Und ich sah ihn auf einmal wieder vor mir, wie er frisch auf der Welt war, mit seinem roten Haarflaum, mit dem niemand gerechnet hätte. Und wie er uns aus so unfassbar wachen Augen anschaute und so lustige Glucksgeräusche von sich gab. Als er auf die Welt kam, gab es diesen Blog noch nicht. Und deshalb habe ich auch noch nie darüber geschrieben, wie die erste Zeit nach der Geburt mit meinem Großen war. Dabei war sie wundervoll, ganz besonders – auch, weil wir uns für ein Familienzimmer im Krankenhaus entschieden hatten. Letztens erzählte eine Mutter von ihrem schwierigen Start im Krankenhaus, weil sie sich mit einer Mutter das Zimmer teilen musste, mit der sie absolut nicht auf einer Wellenlänge war und außerdem ihren Mann gerne viel mehr um sich herum gehabt hätte in den ersten Tagen. Da fiel mir auf, wie viel Glück wir mit den ersten Tagen hatten, nachdem wir zum ersten Mal Eltern geworden sind. Denn wir waren zusammen – Tag und Nacht. Und wenn man mich heute fragt, würde ich jedem ein Familienzimmer nach der Geburt empfehlen (zumindest beim ersten Kind). Weiterlesen

Tipps für die Hausaufgaben: So klappt es ohne Stress

Wenn es eine Sache gibt, die mich früher schon im Schulalltag nervte und heute als Mutter genauso nervt, dann sind es Hausaufgaben! Sie passen irgendwie nie in den Tagesablauf, sie halten einen ab von den schönen Dingen, die man am Nachmittag gerne machen möchte, sie sind viel zu oft nicht besonders spannend und sie tun dem Familienfrieden nicht gut. Manchmal beneide ich die Eltern, die ihre Eltern in der Ganztagsbetreuung angemeldet haben, wo die Hausaufgaben erledigt werden. Aber da ich mich nun mal absichtlich für die 14-Uhr-Betreuung entschieden habe, müssen wir hier zuhause ran. Und ich sage ganz bewusst: Wir. Denn man hängt als Mutter einfach mit drin. Ist so. Selbst, wenn mein Sohn die Hausaufgaben in der Nachmittagsbetreuung erledigen würde, würde ich ja noch mal einen Blick drauf werden, sie mit ihm durchgehen. Um einfach zu wissen, was er in der Schule macht und vor allem: wie er es macht. So oder so: Hausaufgaben sind ein Teil unseres Familienalltags geworden. Wenn es nach mir geht, sind sie ein wenig zu sehr präsenter Teil des Alltags geworden. Aber man kommt nun mal nicht drumherum. Also müssen wir das Beste draus machen: Hier kommen ein paar Tipps, wie man die Hausaufgaben besser in den Alltag untergebracht bekommt, sie stressfreier erledigt werden und wie sie dann auch wirklich etwas bringen. Also für den Lernerfolg des Kindes!   Weiterlesen

Bilderbücher für Pinguinfans: Buchtipp für kleine Leser

*Buchrezension*

Meine Lieblingstiere sind Pinguine. Ich liebe sie: ihren Watschelgang, die langen Schnäbel, wie sie beisammenstehen und ihre Jungen beschützen und dann elegant ins Wasser tauchen. Im Zoo könnte ich stundenlang vor dem Pinguin-Becken stehen und ihnen zuschauen. Ich liebe Pinguin-Tierdokus! Ich habe sogar einen großen Kuscheltier-Pinguin, den meine Kinder sehr mögen. Seit Jahren erzähle ich meinen Kindern eine selbst ausgedachte Gute-Nacht-Geschichte, in der ein reiselustiger Pinguin die Hauptrolle spielt. Umso mehr freue ich mich über Pinguin-Bilderbücher – ich könnte jedes Mal vor Freude quietschen! Heute möchte ich Euch gleich zwei Bilderbücher vorstellen, in denen die Protagonisten Pinguine sind. Ganz besondere Pinguine: In Nina Dullecks „Boje hebt ab“ geht es um einen Pinguin, der fliegen will. Und in „Die Not ist groß, einer muss los“ von Jenna & Bo um Kalle Pinguin, der um die Welt reist, weil am Südpol das Eis schmilzt. Was beweist: Pinguine sind einfach ganz besondere Tiere!
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