Wieso wir nachsichtiger mit uns selbst sein sollten.

Nachsichtig sein. Wenn es etwas gibt, ohne dass es in diesen Tagen nicht geht, dann ist es nachsichtig zu sein. Nachsichtig mit mir selbst. Weil ich seit Tagen nicht zum Duschen komme (und auch keinen Sinn drin sehe, die Haare schön zu haben). Weil ich den ganzen Tag esse. Oder Essen mache. Oder überlege, was ich als Nächstes essen möchte. Nachsichtig mit mir selbst, weil ich in drei Wochen nur zu einer halben Stunde Yoga kam und auch in diesen 30 Minuten zwei Brote geschmiert und drei verschwundene Legoteile gesucht habe. Nachsichtig mit mir, weil ich nicht mal ein Viertel meiner Arbeit vom Schreibtisch geschafft habe. Weil ich im Haushalt gerade mal das Nötigste schaffe. Weil ich mit meinen Kindern in 3 Wochen kein einziges Mal gebastelt habe. Und auch keinen Regenbogen gemalt habe. Geschweige denn daran gedacht habe. Weiterlesen

Spagat hoch 10! Home Office mit Kindern: Was mir dabei hilft

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Man sollte ja meinen, ich habe Erfahrung in Sachen Home Office mit Kindern. Ich mache das schon eine ganze Weile. Seit 13 Jahren arbeite ich als freiberufliche Journalistin und Autorin von zuhause aus. Und seit neun Jahren ist da auch immer mal wieder ein Kind dabei, während ich arbeite. Seit zwei Jahren auch immer mal wieder alle 3. Ich habe bei allen drei Kindern in den Elternzeiten gearbeitet. Ich kann auf Knopfdruck in genau der einen Stunde Mittagsschlaf Texte tippen. Ich kann kranke Kinder unterhalten und nebenher Telefoninterviews führen. Aber das war immer alles temporär. Ich wusste, zwei, drei Tage, dann ist das Kind gesund und ich habe wieder meinen Vormittag am PC. Und es war meistens nur ein Kind zurzeit, das mich brauchte. Nun aber, seit einem Monat ist das alles etwas anders. Es sind alle drei Kinder zuhause. Ich kann sie mal nicht eben mit meinem Mann auf den Spielplatz schicken oder sie mit Freunden spielen lassen. Und eins von ihnen musste zumindest in den ersten Wochen vor den Ferien auch noch Hausaufgaben machen. Jeden Tag. Verbunden mit entsprechenden Fragen und Hilfestellungen. Dazwischen wuselten die kleinen Geschwister, die natürlich immer ausgerechnet in diesen Momenten etwas von mir wollen, das aus unerfindlichen Gründen auch nur ich erledigen kann oder sich so furchtbar streiten, dass man einschreiten muss. (ist es nicht erstaunlich, was für ein Gespür fürs richtige Timing Kinder haben?!) Und schwupps bin ich aus der Arbeit gerissen – und selbst, wenn die Unterbrechung nur 5 Minuten dauert, dauert es ewig, bis ich wieder im Arbeitsfluss bin. Weiterlesen

Fast hätte ich Ostern vergessen..

Was für ein merkwürdiges Osterfest ist es dieses Jahr! Das ganze Leben ist auf den Kopf gestellt, die Welt nicht mehr die, die wir kennen. Und irgendwie mitten in diesen Ausnahmezustand, diesen Stillstand der Welt und zwar der ganzen Welt, kommt Ostern. Und es ist ein merkwürdiges Ostern dieses Jahr, finde ich. Es hat sich angeschlichen in den letzten Tagen, lautlos und irgendwie hätte ich fast vergessen, dass Ostern ist. Ja, wirklich! Erst hatte ich Ostern auf eine Woche früher datiert. Ehrlich: Bis vor zwei Wochen dachte ich tatsächlich Ostern wäre letztes Wochenende. Naja. Klärte sich dann auf. Und obwohl ich nun das richtige Datum im Kopf habe, ist das merkwürdige Gefühl geblieben. Es ist nicht dasselbe wie in den letzten Jahren. Angefangen damit, dass ich die Osterschokolade für die Kinder beim Lieferdienst des Supermarktes bestellte, statt sie selbst im Laden auszusuchen. Um das anstrengende Eier-Auspusten kam ich dieses Jahr auch herum. Es hatte schlicht niemand Lust drauf. Ich schwöre, ich habe es versucht! Ich habe mehrmals in die Runde gefragt, wer Lust hat, Eier anzumalen. Die Begeisterung ging gen 0. Also sparte ich mir das Auspusten und das damit verbundene schwarz vor Augen Werden. Weiterlesen

Was der Corona-Lockdown mit mir macht – mein Gedankenkarussell

Und auf einmal bist Du Teil eines Filmes. Einer dieser Katastrophenfilme, in denen Menschen in Schutzanzügen auf den Straßen herumlaufen und sich niemand mehr vor die Tür traut. Es ist ja nicht so, dass es alles überraschend kam. Die Bilder aus China und Italien haben einen ja irgendwie vorbereitet. Aber das ist das Ding mit exponentiellen Kurven: Es beginnt harmlos und zack explodieren die Zahlen. Diese trügerische Ruhe am Anfang hat uns in falscher Sicherheit gewogen. Und dann überschlugen sich die Ereignisse. Die Welt, wie wir sie kannten, war auf einmal nicht mehr dieselbe. Das Tempo, in dem sich unser bisheriges Leben auf den Kopf stellte, überrumpelte mich – dabei hätten wir es ja wissen müssen: China und Italien hatten es uns ja vorgemacht. Das Virus näherte sich, Experten warnten und es wenn man ein bisschen in Mathe aufgepasst hatte, war es klar, dass die Krankenzahlen auch bei uns ganz plötzlich in die Höhe schießen würden. Trotzdem hätte ich mir diese Situation nie vorstellen können. Hätte ich in einem Endzeitthriller darüber gelesen, ich hätte gesagt: „Völlig überzogen.“ Grenzen dicht? Sogar innerhalb Deutschlands? Nie im Leben. Nicht in unserer Welt. Klopapier ausverkauft? Ich hätte dem Autor einen Vogel gezeigt. Tja. Und da sitzen wir nun. Seit drei Wochen. Und von der Welt, wie wir sie kannten, sind nur noch Fragmente übrig. Verrückt? Völlig verrückt. Und fast am verrücktesten ist, wie schnell wir uns an all diesen Wahnsinn gewöhnen. Weiterlesen

Hörspiele und Musik gegen die Langeweile

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Es sind verrückte Zeiten. Zeiten, in denen wir so eng zusammensitzen wie sonst nie. In Zeiten, in denen man viel Zeit hat – aber nur wenig Möglichkeiten, sich diese Zeit zu vertreiben. Eines der Dinge, die uns gerade helfen, ist Deezer. Am Anfang dieser ganzen verrückten Zeit habe ich tatsächlich viel mehr Radio gehört als früher. Um informiert zu sein. Aber irgendwann drehte es sich. Ich wollte, konnte nicht mehr jede Nachricht aufnehmen. Einmal am Tag die Onlinemedien lesen und morgens die Tageszeitung, das muss reichen, beschloss ich. Um nicht durchzudrehen in Zeiten der ständigen Hiobsbotschaften und sich überschlagenden Ereignisse. Stattdessen brauchte ich Musik, meine Lieblingsmusik, um mich abzulenken. Mitsingen und Mittanzen hilft. In jeder Situation. Meine Kinder beschäftigen sich in diesen Tagen besser denn je selbst, spielen, streiten sich tatsächlich weniger als sonst – aber manchmal wollen sie sich einfach zurückziehen. Und dann hören sie ihre Lieblingshörspiele bei Deezer, denn die CDs, die wir hier vorrätig haben, sind längst alle „ausgehört“. Weiterlesen

Das ist aber meins! Immer dieser leidige Geschwisterstreit ums Spielzeug…

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Kennt Ihr es auch? Ein Spielzeug ist erst dann so richtig interessant, wenn das andere Geschwisterkind damit spielt. So wie der Spielzeugkran, der monatelang unbeachtet in der Ecke stand. Niemand wollte damit spielen, ich hatte schon den Vorsatz gefasst, das riesige sperrige Ding einfach auf den Dachboden zu verfrachten, zu der Flohmarkkiste mit den ausrangierten Spielsachen. Doch dann, eines Tages entdeckte mein Mittlerer den Kran wieder. Fing an ausgiebig damit zu spielen. Und schwupps saß der große Bruder auch daneben, obwohl er noch vor kurzem verkündet hatte, viel zu alt dafür zu sein. Es kam, wie es kommen musste: Sie fingen an zu streiten, wer damit spielen kann und wer welche Kran-Arbeiten durchführen darf. „Ich hatte den aber zuerst!“ – „Aber es ist mein Spielzeug!“ und schon war der schönste Geschwisterstreit im Gange. Selbst, wenn die kleine Schwester eines der Spielzeuge in der Hand hat, wollen die Brüder auf einmal unbedingt damit spielen. Duplo! Das interessierte die Großen schon lange nicht mehr. Bis ich es für die kleine Schwester rausholte und sie auf einmal anfingen zu streiten, wer denn nun den höchsten Turm baut und wer die Ritterburgsteine benutzen darf. Weiterlesen

Die besten Beschäftigungsideen für Kinder – ein Überblick

In Zeiten von geschlossenen Schulen und Kindergärten bekomme ich gerade unglaublich viele Suchanfragen auf dem Blog, wie man seine Kinder beschäftigen kann, wenn man in Zeiten von Corona nicht raus kann, keine Freunde treffen kann und einem die Kinder vor Langeweile die Bude auseinandernehmen. Ich habe auf diesem Blog eine ganze Menge Beschäftigungsideen für Kinder und damit Ihr sie auf Anhieb findet, habe ich mir gedacht „stelle ich doch mal einen Übersichtstext zusammen“. Und hier kommt er! Eine Auswahl unserer liebsten Beschäftigungsideen für Kinder. Egal ob kreative Dinge oder Experimente oder Bewegungsspiele. Hier gibt es einige Links zu den entsprechenden Texten auf dem Blog – dann habt Ihr sie alle auf einem Blick. Damit niemanden langweilig wird. Und ja… es ist auch okay, wenn die Kinder in diesen Ausnahmezeiten ein bisschen mehr Fernsehgucken als sonst oder sich auch mal die Zeit mit Spieleapps am Tablet vertreiben. Ganz ehrlich: Meine Kinder machen das auch gerade, deutlich mehr als sonst und ich habe kein schlechtes Gewissen. Es sind halt besondere Zeiten und ab und an muss ich auch in Ruhe arbeiten. Wobei ich den Spagat Home Office mit Kindern schon ganz gut kenne und von daher vor keiner neuen Situation stehe. Und hier geht es nun los – so könnt Ihr Eure Kinder beschäftigen! Weiterlesen

Das Familienkochbuch für nicht perfekte Mütter ist da!

Es ist endlich da! Mein neues Buch, ein besonderes Buch, denn es ist mal etwas ganz anderes als die Ratgeberbücher vorher. „Das Familienkochbuch für nicht perfekte Mütter“ heißt es. Und Ihr findet darin nicht nur einige der beliebtesten Rezepte vom Blog sondern auch mehr als 80 Rezepte für jeden Anlass. Dazu noch viele Ideen für Blitzrezepte in weniger als 10 Minuten und noch blitzschnellere Rezepte für „Kochen ohne Kochen“.

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Abenteuer mit Kindern: Das geht auch zuhause! Die besten Tipps.

Es muss nicht die große weite Welt sein, um mit seinen Kindern etwas zu erleben. Auch vor unserer Haustür warten große und kleine Abenteuer – für manche muss man mit seinen Kindern noch nicht einmal das eigene Grundstück verlassen! Mit meinen eigenen Kindern merke ich es immer wieder, dass es nicht die großen Highlights sind, die bei ihnen im Gedächtnis bleiben, dass es nicht immer nur um größer, schneller, weiter geht – sondern dass es ihnen vor allem darum geht, mit uns Eltern zusammen zu sein. Und so auch das Baumhaus im eigenen Garten oder das Übernachten unter freien Himmel auf der Terrasse zu einem Familienabenteuer werden, das die Kinder ihr Leben lang nicht vergessen. Und wir Eltern übrigens auch nicht. Sven Wehde, ein geschätzter Journalistenkollege von mir, mit dem ich vor vielen Jahren zusammen ein Volontariat bei den Lübecker Nachrichten machte und deshalb gut kenne, hatte sich vor einiger Zeit vorgenommen, mit seinen Kindern regelmäßig gemeinsam Abenteuer zu erleben. Größere wie das Besteigen eines Berges. Und kleinere vor der Haustür wie der morgendliche Spaziergang im Nebel auf dem Weg zum Kindergarten. Er hat darüber ein inspirierendes Buch geschrieben, das ich Euch wirklich ans Herz legen möchte – es macht Mut, es macht Lust, mit den Kindern loszuziehen und es bringt einen auf viele tolle Ideen. „Abenteuer mit Kindern – Inspiration, Geschichten, Tipps, Interviews“ heißt das Buch und ich habe Sven gefragt, wie er zu dem Buch kam und welche Tipps er für Eltern hat, die Abenteuer mit ihren Kindern erleben wollen. Weiterlesen

Schmerzen beim Stillen? Welche Tipps mir wirklich halfen

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Beim ersten Kind war ich auf alles eingestellt, was das Stillen betraf. Aber nicht darauf, dass es wehtun könnte. Schmerzen beim Stillen? Das hätte ich einfach nicht erwartet und so traf es mich damals ziemlich unvermittelt, als meine Brustwarzen in den ersten Tagen anfingen zu schmerzen, so sehr, dass ich froh war über jede Minute, die sich die nächste Stillzeit herauszögerte. Da mein Sohn in den ersten Wochen ein sehr hungriges Baby war und sich – als wir uns mit dem Stillen eingegroovt hatten – mindestens alle zwei Stunden meldete, gab es nur wenig Schonung. Das war nicht immer witzig, obwohl ich das Stillen liebte (und es immer noch liebe, auch jetzt beim dritten Kind, das ich jetzt schon mehr als 2 Jahre lang stille) und die Stillpausen sehr genoss. Die Nähe, die Ruhe, das Wissen, dass ich allein mit meiner Milch meinem Kind alles geben konnte, was es an Nährstoffen benötigte und damit auch noch Gutes für meine und seine Gesundheit tat – das wollte ich nicht missen. Aber die Schmerzen beim Stillen machten auch keinen Spaß, im Gegenteil, sie machten mir regelrecht Angst. Weiterlesen