Wisst Ihr noch, als man früher „einfach mal schnell“ zum Bäcker ging?

Früher, da ging ich manchmal „einfach mal schnell“ zum Bäcker. Oder zur Post. Oder in den Supermarkt. Weil ich vergessen hatte, Brot zu kaufen, Butter oder noch mal einen Brief wegschicken wollte. Heute ist nichts mehr mit „mal eben schnell“. Heute darf ich nichts mehr vergessen, denn „mal eben noch mal kurz in den Supermarkt“ ist hier nicht mehr. Das liegt nicht daran, dass wir umgezogen sind und auf dem Lande fernab jeglicher Infrastruktur wohnen. Nein. Wir wohnen immer noch mitten in der Stadt, Supermarkt, Briefkasten und Bäcker sind keine 400 Meter entfernt. Der Grund ist ein anderer: Ich habe Kinder. 3 an der  Zahl. Und die haben ein anderes Verständnis für den Begriff „mal eben schnell“. Wenn es diesen Begriff für sie überhaupt gibt, dann heißt es so viel wie: „Steh auf einem Bein, zieh einen Arm der Jacke an, wieder aus, dann den Schuh an, den linken, dann den rechten, dann noch mal die Jacke, die Mütze und zieh dann noch mal alles aus, weil dir plötzlich einfällt, auf Klo zu müssen. Und dann beginne alles wieder von vorne.“ Für das Baby gilt eine kleine Variante: „Mach‘ noch mal die Windel voll, aber so richtig gründlich, genau dann, wenn alle endlich angezogen an der Tür stehen und loswollen.“ Weiterlesen

So ist das Elternleben – ohne Filter und Pastell

*Werbung und Gewinnspiel*

Noch eine Weintraube abzupfen, waschen und mittig platzieren. Fertig ist das Obstmandala! Jetzt bloß nicht anstoßen, damit die Blaubeeren nicht durcheinanderkugeln und fotografieren, bevor meine Kinder das hübsche Arrangement wieder zerstören. Adrett gekleidet sitzen sie brav am Tisch und warten darauf, die tägliche Riesenportion Obst zu essen. Kein Fleck ziert ihre Pullis, in der Mitte des weißen Tisches steht ein Magnolienzweig in seiner langen schmalen Vase, an der hinteren Wand coole Schwarzweiß-Drucke, die Arbeitsplatte der Küche frei geräumt, die Gewürzdöschen stehen der Größe nach sortiert. Ich mache mein Instagramfoto, gleich noch ein gepflegtes Selfie hinterher – die Frisur sitzt, das weiße Shirt ist blitzesauber und die Fingernägel frisch manikürt. Ist das Elternleben nicht toll? Ja, das ist es. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als das Leben mit meinen Kindern, so wie es ist. Allerdings: Mein Leben als Mutter hat nichts, aber auch rein gar nicht mit dem zu tun, was ich gerade beschrieben habe. Das echte Elternleben ohne Filter? Sieht grad so aus: Weiterlesen

Ideen fürs Osternest -Kleinigkeiten unter 10 Euro, die der Osterhase bringt

Was bringt der Osterhase bei Euch? Nur bunt bemalte Eier? Schokolade? Oder auch einige Kleinigkeiten? Bei uns sind während des Osterspaziergangs natürlich die obligatorischen Schokoeier und bunt bemalten Eier versteckt. Im Haus hat der Osterhase aber auch immer je eine Kleinigkeit für die Kinder versteckt. Das kann ein Taschenbuch sein, aber auch ein Hörspiel, ein paar Spielkarten, ein Malbuch oder Ähnliches. Meine Eltern hielten es früher ähnlich und ich habe es geliebt. Außerdem kann man dann ein wenig Süßigkeiten einsparen, was auch kein schlechter Nebeneffekt ist… Ich habe mal ein paar Ideen unter 10 Euro zusammengestellt, die der Osterhase ins Osternest legen kann. Denn eines ist klar: Ostern soll bei uns definitiv kein zweites Weihnachten sein! Deshalb gibt es nur eine Kleinigkeit, die weniger als 10 Euro kostet. Aber die ist nicht immer sofort zu finden – denn es soll einerseits nicht zu teuer sein (wie gesagt, Ostern soll nicht in weihnachtlichen Kommerz ausarten), aber auch kein Blödsinn, den man einmal benutzt und dann wegwirft (im Sinne der Nachhaltigkeit finde ich Plastik-Wegwerf-Spielzeug einfach blöde). Ich habe einmal ein paar preisgünstige, aber dennoch sinnvolle Geschenkideen fürs Ostergeschenk recherchiert – vielleicht habt Ihr ja noch mehr Ideen und tragt sie unten in die Kommentare ein? Dann haben wir einen bunten Fundus mit vielen  Anregungen fürs Osternest (Text enthält Partner Links). Weiterlesen

„Die Kinder von heute dürfen fast alles und zu jeder Zeit. Kommt nur mir das so vor?“ – ein Gastbeitrag

Ich freue mich immer, wenn ich Leserbriefe bekomme. Denn drum blogge ich ja – um mich auszutauschen. Sonst könnte ich ja auch im stillen Kämmerchen ein Tagebuch führen! Eure Kommentare und Mails, die machen mir Freude und zeigen mir, dass ich nicht einfach mit einer Wand spreche, sondern echte lebendige Leser habe! Umso mehr freue ich mich, wenn ich diese Nachrichten auch mit Euch teilen darf, wir also die Gelegenheit bekommen, alle zusammen zu diskutieren. Denn das sollte mein Blog von Anfang an sein – ein Austausch und keine Einbahnstraße. Heute bekam ich eine liebe Email von einer Leserin, die zwei Kinder hat – allerdings 2 große, Mitte 20. Sie ist Anfang 50 und liest gerne meinen Blog – was mich riesig freut! Aber heute hatte sie ein Anliegen. Es geht um die Frage, ob und wieso viele Eltern ihren Kindern keine Rücksichtnahme mehr beibringen und wieso Kinder heute scheinbar alles dürfen. Auch um 22 Uhr abends auf dem Trampolin hüpfen oder lärmend ab früh morgens durch die Nachbarschaft toben. Ich hatte ja mal geschrieben, wieso ich meinen Kindern gewisse Regeln beibringe und wieso sie zwar sehr viele Freiheiten haben – aber ich diese einschränke, wenn sie die Freiheiten der anderen berühren. Denn gegenseitige Rücksichtnahme ist für mich ein Schlüssel für ein gutes Miteinanderleben. Aber anscheinend sehen es manche Eltern anders. Lest selbst, was meine Leserin mir geschrieben hat: Weiterlesen

Unsere Detektiv-Schatzsuche beim Kindergeburtstag: So haben wir es gemacht

Mein Großer ist acht Jahre alt geworden! Acht Jahre! Unglaublich! Er ist nun wirklich kein kleines Kind mehr. Und im Vergleich zu seiner Einschulung, wo er sechs Jahre alt war, um einiges größer geworden. In jeglicher Hinsicht. Mir ist es an seinem Geburtstag erst so richtig bewusst geworden: Dieses Kind ist auf dem Wege dazu, ein großes Kind zu werden. Unfassbar, dass er vor acht Jahren so ein kleines Baby war – wo ist die Zeit nur geblieben?! Natürlich war für ihn auch klar: Am Geburtstag muss es, wie in den letzten Jahren auch, eine Schatzsuche sein. Aber nicht einfach nur eine Schnitzeljagd mit Pfeilen. Babykram. Rätsel sollte es geben, natürlich durfte die Schatzsuche nicht zu kurz sein und außerdem bitte auch eine Rechenaufgabe. Öhm ja. Ich ging also in mich und grübelte und habe am Ende eine Detektiv-Schatzsuche auf die Beine gestellt, die, wie ich finde, ziemlich gelungen war! (meinem Sohn war sie immer noch zu kurz, aber die Kinder sind auch sowas von losgerast, dass sie die Hinweise in der Hälfte der veranschlagten Zeit zusammengesammelt hatten…) Weiterlesen

Ab und zu dürfen es auch mal Pommes sein – vom Restaurantbesuch mit Kindern

mmmmm. Yummieh. Pommes mit Mayo und Ketchup. Ich gebe es zu: Ich finde es manchmal unverschämt lecker. Ich achte auf gesunde Ernährung, esse vegetarisch, koche immer frisch, kaufe saisonal auf dem Markt und halte mich an die Empfehlung „5 am Tag“, Zucker habe ich fast ganz gestricheZucker habe ich fast ganz gestrichen. Aber: Ab und zu werde ich schwach. Mit Pommes assoziiere ich Sommertage am Strand – denn früher, wenn ich mit meinen Eltern am Strand war, gab es immer Pommes vom Strandimbiss. Dieser Duft, am besten noch vermischt mit Sonnencreme… das weckt Kindheitserinnerungen! Ich weiß, sie sind ungesund, Fett, Kohlenhydrate, Acrylamid und so. Aber: Solange sie etwas Besonderes sind und es sie nicht jeden Tag gibt, darf es das ja wohl auch mal sein. Ausnahmen machen das Leben schön! Kann ich es deshalb meinen Kinder vergönnen, wenn sie im Restaurant mit Treffsicherheit einen Teller Pommes mit Fischstäbchen oder Chicken McNuggets auswählen?! Nein. Denn es ist für sie ebenso etwas Besonderes und da es bei uns zuhause normalerweise keine Pommes gibt (die aus dem Backofen schmecken ja auch nur halb so gut), darf es das ab und zu auch sein. Lasst die Kinder doch auch mal schlemmen und genießen!  (Machen wir Großen doch auch gern) Weiterlesen

Buchtipp und Interview: Fernreisen mit Kind

*Buchrezension und Interview*

Ich liebe es zu reisen und die Welt zu entdecken und war früher auch beruflich viel unterwegs für meine Recherchereisen. Die Welt ist groß und es gibt einfach zu viel zu entdecken, um einfach nur Urlaub auf Mallorca zu machen! Eine, die es ebenfalls in die Welt herauszieht, ist Gabriela, die auf ihrem Blog mami-bloggt.de über ihre Fernreisen mit Kind berichtet. Denn sie hat als sie Mutter wurde nicht etwa das Reisen reduziert, sondern ganz im Gegenteil: Sie hat es erst so richtig begonnen! Denn mit der Geburt ihres Sohnes veränderte sich auch ihr berufliches Leben: Sie konnte nach der Elternzeit nicht wieder in ihren vorherigen Beruf einsteigen und fand auch keine adäquate Anstellung. Doch Gabriela machte das Beste draus: Sie begann mit ihrem Sohn zu reisen. Und zwar in Länder, in die sich viele nicht mal ohne Kind hin trauen. 22 Länder hat sie seitdem bereist – und berichtet nicht nur auf ihrem Blog darüber, sondern hat nun auch ein Buch geschrieben. „Wie Buddha im Gegenwind. Eine Kündigung, 22 Länder und ein besonderer Reisebegleiter“ (Partnerlink). Ein Buch, das Mut macht, auch mal über seinen Schatten zu springen. Das Mut macht, weniger mit dem Schicksal zu hadern, sondern einfach mal zu machen. Und ein Buch, das ganz arg Fernweh macht! Ich habe Gabriela interviewt, zu ihrem Buch und dazu, wie man das eigentlich so macht, das Fernreisen und Backpacking mit Kind. Weiterlesen

Schokoladiger geht kaum: Brownie-Kuchen mit Kirschen und Mandeln

Um Zucker zu reduzieren, greife ich beim Backen sehr gerne auf dunkle Schokolade und Obst zurück, denn beides gibt ein kräftiges Aroma und Geschmack, so dass man die Süße durch den Zucker gar nicht vermisst. Das gefällt auch meinen Kindern! Für diesen Schokobrownie-Kuchen mit Kirschen habe ich 85-prozentige Schokolade genommen, wem das zu kräftig ist, kann natürlich auch Schokolade mit etwas weniger Kakaoanteil nehmen. Heraus kam ein unglaublich saftiger Kuchen, der einen im Schokoladenhimmel schweben ließ. Er ist übrigens am nächsten Tag immer noch sehr saftig und lässt sich gut aufbewahren (das Problem: Es bleibt meistens nichts über zum aufbewahren). Weiterlesen

Das Zauberwort „nein“ – wie es uns das Leben leichter machen kann

Ich gebe es zu. Wenn es drauf ankommt, bin ich eine Ja-Sagerin. Es ist einfach furchtbar mit mir. Noch einmal schnell einen Text schreiben? Eigentlich habe ich keine Zeit, aber wenn der Kunde so nett fragt, dann kann ich doch nicht nein sagen. Den Sohn einer anderen Mutter mit aus dem Kindergarten nach Hause nehmen, obwohl ich dafür grad gar keinen Kopf habe? Ja, okay, klappt schon irgendwie. Beim Kindergeburtstag der Freundin mithelfen, obwohl es zeitlich gar nicht passt? Was soll’s, dann mache ich es halt. Für den Kollegen noch schnell etwas erledigen, obwohl ich noch nicht mal meine eigene Arbeit schaffe? Ich bin einfach zu gutmütig. Den Kindern die Weingummis kaufen, obwohl sie schon genug zu Naschen hatten? Konsequenz hin oder her, ich habe keinen Nerv, das Theater durchzustehen. So ein „ja“ ist bequem. Man erspart sich Diskussionen, man verärgert niemanden und mein Gott, dann macht mal halt schnell noch die Arbeit vom Kollegen mit. Aber es gibt einen Haken bei der Sache: Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden. Und wir können uns nicht  zweiteilen. Und da niemand unbegrenzt belastbar ist, müssen wir mit unseren Kräften haushalten. Das Wort „nein“ an der richtigen Stelle kann uns das Leben leichter machen. Nur wir Frauen neigen ja leider dazu, viel zu schnell „ja“ zu sagen…   Weiterlesen

Weniger Zucker – tatsächlich eine Frage der Gewohnheit

Ich brauchte eigentlich immer einmal am Tag etwas Süßes. Nachmittags zum Kaffee habe ich mir immer etwas gegönnt. Ein Stück Kuchen. Etwas Schokolade. Als ich schwanger war auch gerne eine Packung Toffifee (Schwangerschaftsgelüste Nummer 1). Mir fiel die Vorstellung schwer, ganz auf Zucker zu verzichten. Aber: Es geht einfacher als ich dachte! Und zwar ohne Zucker zu ersetzen. Einfach durch weglassen. Und dadurch, aufmerksamer die Zutatenlisten im Supermarkt zu lesen. Denn, wenn man ein bisschen darauf achtet, fällt einem erst so richtig auf, wie viel Mist in unserer Nahrung steckt. Weiterlesen