Gastbeitrag: „Mein Leben mit einer Autoimmunerkrankung und die Kunst, sich mehr Lebensqualität ins Leben zu zaubern“

Ich freue mich immer, wenn ich hier auf dem Blog auch andere Eltern zu Wort kommen lassen kann – denn wir Eltern sind so vielfältig und genau diese Vielfalt möchte ich hier auch auf dem Blog abbilden! Heute schreibt bei mir Britta über ihr Leben mit einer Autoimmunkrankheit, was das für sie als Mutter bedeutet und wie sie den Alltag meistert. Ein spannender Text, der auch Hoffnung macht. Lest selbst, was Britta schreibt: „Die Reise, die vor 35 Jahren begann, hab ich mir nicht selbst ausgesucht. Alles fing damit an, dass ich an einem Tag mit einem komplett steifen Kniegelenk im Bett lag. Damals war ich knapp 3 Jahre alt. Es begann ein langer Weg über diverse Arztbesuche und unterschiedliche Diagnosen und Mutmaßungen. Letztendlich sind wir an eine Klinik geraten ( St. Josef Stift ist ein Orthopädisches und Rheumatologisches Kompetenzzentrum), welches heutzutage einer der besten ausgezeichneten Kliniken auf der ganzen Welt ist. Der damalige leitende Arzt Dr. Ganser hat schnell die Diagnose „juvenile Oligoarthritis“ gestellt. Nun war sie da die Diagnose „Rheuma“, aber was bedeutete das eigentlich für meine Familie? Mein Alltag war von nun an geprägt von Einschränkungen im Alltag und regelmäßiger Physiotherapie.

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Alles zu seiner Zeit: Ich habe mich nicht verloren, sondern gefunden!

Auf Instagram lese ich in letzter Zeit immer häufiger den Satz „ich vermisse mein altes Ich“. Es geht darum, sich selbst aus dem Augen verloren zu haben, in all dem Alltagswahnsinn, zwischen dem Brotboxenvorbereiten und Pflasteraufskniekleben (aber nur das mit den grünen Monstern und ja nicht das mit den roten Eulen). Ja, manchmal denke ich es auch: Wo bin ich eigentlich? Wo sind eigentlich meine eigenen Bedürfnisse? Und dann fällt mir die Antwort ein: Ich bin ja da! Ich bin mittendrin! Ich bin hier und jetzt! Ich bin die, die die Brotboxen macht. Ich bin die, die das Pflaster aufklebt. Die mit den Monstern. Oder an ungeraden Tagen die Pflaster mit den Eulen. Das bin ich – und zwar genau hier und jetzt. Nein, ich habe mich nicht aus den Augen verloren, ich sehe mich doch. Hier und jetzt. Klar und deutlich. Natürlich bin ich ein anderes Ich als vor fast neun Jahren, bevor ich zum ersten Mal Mutter wurde. Aber das ist ja auch gut so. Das habe ich ja auch beabsichtigt. Darauf hatte ich mich eingestellt. Muttersein verändert. Weiterlesen