Einfach mal nichts tun müssen: Vom Zauber der Zeit zwischen den Jahren

Schon allein dieser Ausdruck „die Zeit zwischen den Jahren“! Denn natürlich gibt es das faktisch nicht. Es gibt keine  Zeit zwischen den Jahren. Nach 23:59 Uhr am 31.12.2019 kommt 24:00 Uhr am 1.1.2020. Da passt keine Sekunde zwischen die zwei Jahre. Klar, das ist mir bewusst und erschließt sich auch logisch. Aber: Es gibt sie doch, natürlich, die Zeit zwischen den Jahren, die es so rein wissenschaftlich betrachtet, eigentlich gar nicht gibt. Der Ausdruck „zwischen den Jahren“ beschreibt ihn perfekt, diesen Schwebezustand, dieses Sich-Außerhalb-der-Zeit-Befinden, dieses Nichts-Tun-Müssen-sondern-sich-einfach-treiben-lassen. Weiterlesen

Für die Feiertage ein bisschen Lesestoff: Best of 2019

Ist das zu fassen? Es ist schon fast wieder ein Jahr rum! Nun kommen die entspanntesten zwei Wochen des Jahres und wir haben alle auf diese Ferien hingefiebert. Nicht nur wegen der Geschenke, die es morgen gibt. Nein, auch weil wir alle ferienreif sind. Keine Lust mehr haben, im Dunklen aufzustehen. Und endlich ein paar Tage brauchen, an denen wir einfach nur ausschlafen können und den ganzen Tag im Schlafanzug herumlaufen. Nichts müssen, aber tun können, worauf wir Lust haben. Ich habe oft überlegt, in den Weihnachtsferien so richtig weit weg in den Urlaub zu fliegen und bin immer wieder davon abgekommen. Denn ich liebe diese gemütlichen Tage! Und dazu gehört auch, dass ich hier auf dem Blog und in den sozialen Medien ein wenig weniger schreibe, einen Gang runterschalte. Ich mache, worauf ich Lust habe und der größte Teil der Zeit gilt meiner Familie. Da ich aber in dieser Zeit auch gerne lese und viel lese und es Euch ja vielleicht ähnlich geht, habe ich hier mal die Best of 2019-Texte von diesem Jahr zusammengestellt. Dann habt Ihr ein bisschen Lesestoff für die Feiertage und könnt Euch in Ruhe durch den Blog klicken, wenn Ihr mögt. Oder endlich mal alle Rezepte nachbacken. Weiterlesen

Trockenwerden ohne Stress: Wieso es bei uns kein Töpfchentraining gibt (aber sehr wohl ein Töpfchen)

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Wenn es etwas gibt, wobei ich von Kind zu Kind gelassener wurde, dann ist es das Trockenwerden. Habe ich beim ersten Kind noch genau überlegt, wann denn nun der richtige Zeitpunkt und ob ich ihn nicht vielleicht verpasst habe und wie ich es denn nun genau anstellen sollte, ließ ich  beim zweiten Kind alles auf mich zukommen und jetzt beim dritten Kind noch viel mehr. Denn je weniger Druck, je weniger „es muss jetzt klappen“, umso besser. Trockenwerden ist ein Reifungsprozess, der sich nicht durch Training beschleunigen lässt! Bei meine Kleinen ist auf einmal das Interesse am Töpfchen erwacht. Nachdem sie das Töpfchen, das ich schon seit einiger Zeit nebens Klo gestellt habe, bisher nur zum Verstauen von Bauklötzen benutzt hat, ist ihr letztens plötzlich aufgegangen, dass man sich da super draufsetzen kann. Wir haben zwei Töpfchen von BabyBjörn, das kleinere, „klassische“ Töpfchen, wird bisher nur von ihren Puppen benutzt. Aber das größere Töpfchen, ein Topfstuhl, der fast einem kleinen Thron gleicht, hat nun das Interesse meiner Tochter geweckt. Und letztens dachte ich tatsächlich, sie wäre jetzt kurz davor, trocken zu sein: Weiterlesen

Weihnachten ohne Stress? Ja. Wenn wir uns aufs Tempo unserer Kinder einlassen.

So ein Stress. So viel zu tun. So viele Termine. So viel muss noch besorgt werden. Sätze, die ich zurzeit überall höre. Es scheint, als ob alle nur auf dem Sprung sind, in Gedanken ellenlange To-Do-Listen abhaken, das Haus dekorieren und dabei vor allem eines auf der Strecke bleibt: die Gemütlichkeit. Dabei ist der Dezember doch eigentlich die gemütlichste Zeit im Jahr. Die Zeit, in der man es sich zuhause heimelig macht, das Haus schmückt, gemeinsam backt, singt, Geschichten vorliest, einen Tannenbaum kauft, die Adventskerzen anzündet – jede Familie hat da ihre eigenen Traditionen. Und trotzdem artet die Adventszeit bei vielen einfach nur in Stress aus und wird zur Belastungsprobe für Ehen. Wieso ist das eigentlich so? Wann ist es so geworden? Ich mache da bewusst nicht mit. Ich ziehe mich in diesen vier Wochen mit meiner Familie zurück, wir machen es uns im Haus gemütlich, dekorieren Stück für Stück nach Lust und Laune, zelebrieren das Backen, kümmern uns dabei nicht ums Chaos. Weihnachtsfeiern sehe ich als Möglichkeit, nett beisammen zu sitzen und nicht als Pflichtausübung. Seit ich Kinder habe, nehme ich bewusst das Tempo raus im Dezember. Und mache einfach das, was meine Kinder machen: Mit staunenden Augen auf die Lichter schauen, Kinderpunsch trinken und mich auf den Heiligen Abend freuen. Weiterlesen

Schnelle Last-Minute-Weihnachtsdeko aus Papp-Strohhalmen basteln

Jetzt aber Endspurt! Unser Haus wurde in den vergangenen Wochen jeden Tag ein bisschen weihnachtlicher geschmückt, aber so richtig vollständig ist es bei uns immer erst am Heiligabend geschmückt. Ich mag es, wie das Weihnachtliche sukzessive bei uns einzieht. Mein Großer und ich haben nun noch eine schnelle Last-Minute-Weihnachtsdeko aus Papp-Strohhalmen gebastelt, die nun bei uns an der Wand hängt. Eigentlich viel zu schön, um sie nur in der Weihnachtszeit hängen zu lassen, finde ich. Und das Schöne: Dieser Weihnachtsstern war ganz schnell gebastelt! Weiterlesen

Kiel mit Kindern – die besten Tipps

Ich bin ja Lübeckerin und wohne somit nur eine Stunde von Kiel entfernt – der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Und auch dort gibt es viel zu sehen und zu erleben, vor allem mit Kindern. Und was man in Kiel und Umgebung mit Kindern unternehmen kann, darüber weiß Katja Josteit bestens Bescheid! Selbst Mutter von zwei Kindern stellt sie auf ihrem famosen Blog kuestenkidsunterwegs regelmäßig Ausflugsziele in und um Kiel, aber auch Dänemark, vor. Und nun hat sie ein tolles Buch geschrieben, das ich Euch wärmstens ans Herz legen möchte! „111 Orte für Kinder in Kiel, die man gesehen haben muss“ heißt es und ist frisch im Emons Verlag erschienen. Über ihr Buch und wieso Kiel eine tolle Stadt für Familien ist und was ihr persönliches Kiel-Highlight ist, hat Katja mir in einem Interview verraten:

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Schwedische Zimtplätzchen schmecken nicht nur zu Weihnachten

Bevor Heiligabend da ist, müssen wir noch schnell ein paar Plätzchen auf Vorrat backen! Meine Kinder lieben es, Plätzchen zu backen und ich finde Backnachmittage auch immer herrlich entspannend (das anschließende Chaos mal ignoriert…) – die Kinder sind beschäftigt und am Ende kommt etwas Leckeres heraus! Und bevor Weihnachten da ist, muss ich noch unbedingt dieses leckere schwedische Zimtplätzchen-Rezept mit Euch teilen. Man bestreut diese mürben Plätzchen mit einer Mischung aus Zimt und Zucker, was superlecker schmeckt. Man kann sie aber auch einfach verzieren, was die Variante ist, die meine Kinder bevorzugen. Denn einfach nur Zimt und Zucker draufstreuen ist ihnen zu langweilig, das kann man ja auch bei Pfannkuchen. Also teilen wir den Plätzchenteig auf: Eine Hälfte der Plätzchen zum hemmungslosen Verzieren für die Kinder und eine  Hälfte zum Bestreuen mit Zimt und Zucker für mich. Weiterlesen

Wir sehen immer nur einen Ausschnitt und wissen nicht, was außerhalb des Rahmens ist

Ein hübsches Regal, nett dekoriert mit Jugendstil-Vorratsdosen vom Flohmarkt, Wichteln und heimeligen Tassen. Dazu ein paar nette Zeilen über die Gemütlichkeit, die im Advent Einzug hält und dazu der unvermeidliche #hygge-Hashtag. Hat die ihr Haus aber toll dekoriert! So gemütlich, so schick im Skandi-Stil, wohnt die aber toll! Nun, dass direkt unter diesem schönen Regal ein überquellender Altpapierstapel liegt, sieht man nicht auf dem Bild. Dass direkt daneben der ebenso überquellende Wäschekorb steht und der nicht abgeräumte Stapel benutztes Geschirr ebenso wenig. Denn wir sehen nur diesen Ausschnitt. Und wir wissen nie, was außerhalb des Rahmens ist. Weiterlesen

Weihnachtsausgaben von Kinderbuch-Reihen: Buchtipps zum Vorlesen und Selberlesen

Eigentlich gibt es für mich kaum etwas Schöneres zu Weihnachten als ein Buch. Auch wenn ich natürlich jederzeit Lesenachschub aus der Bücherei erhalte und wir eigentlich schon genug Bücher haben – ich liebe es, ein neues Buch aufzuschlagen, mich darauf zu freuen, es zu lesen, mich darin zu verlieren, zum Lachen, zum Weinen oder Nachdenken angeregt zu werden. Schon als Kind habe ich es geliebt zu lesen – und auch wenn ich heute weitaus weniger Zeit dazu habe, genieße ich es sehr. Jeden Abend vorm Schlafengehen versuche ich zumindest ein paar Seiten zu lesen. Manchmal wird es dann spät in der Nacht, bis ich schlafe, weil das Buch so spannend ist. Weil ich genauso gerne Bücher verschenke, wie ich sie geschenkt bekomme, habe ich für Euch eine Auswahl an schönen Weihnachtsbüchern zusammengestellt: Weihnachtsausgaben beliebter Kinderbuchserien zum Selberlesen und Vorlesen und Bilderbücher für die Kleineren. Da ist für jeden etwas dabei!  Weiterlesen

Manche Tage haben es echt in sich: Hilfe, die Infektsaison hat begonnen!

Manche Tage haben es echt in sich. Vor allem, wenn sie solchen Nächten folgen. Denn die haben es bei uns zurzeit auch echt in sich. Seit einer Woche hat uns die Infektsaison im Griff, aber so richtig. Von Freitag bis Montag hatte ich drei kranke, fiebernde Kinder zuhause. Aber sie  waren so fit, dass sie sich immerhin noch streiten konnten, langweilen konnten, beschäftigt werden wollten. Eine heftige Erkältung legte uns der Reihe nach um. Als letzte traf es mich, logisch, oder? Wenn du drei fiebernde, hustende Kinder neben dir im Familienbett liegen hast, die nicht nur ihre Viren verbreiten, sondern dich auch noch nicht länger als zwei Stunden am Stück schlafen lassen, kannst du noch so viel Ingwershots runterkippen, hilft alles nix. Irgendwann haben sie dich, die Viren und hauen dich um. Naja. Sie versuchen es zumindest, aber weil es einfach nicht geht, weil ich einfach nicht ausfallen darf, schaffen sie es nicht so ganz. Denn ein bisschen laufende Nase und Halskratzen ist doch kein Grund, liegenzubleiben. Schon gar nicht, wenn drei Kinder unterhalten werden wollen und der Stapel auf dem Schreibtisch immer weiter wächst. Ganz abgesehen von den Wäsche- und Geschirrbergen, die ich aber mittlerweile an solchen Tagen ganz gut einfach ignorieren kann. Herzlich willkommen, lieben Schnupfenzeit, ich hoffe, bei uns ist es nicht allzu gemütlich und du verschwindest bald wieder! Weiterlesen