Perfekt ist doch langweilig!

Perfekt sein ist auch keine Lösung. Ich meine, wer will schon lauter perfekte Menschen um sich herum? Welches Kind wünscht sich schon perfekte Eltern? Welche Mutter möchte – ganz ehrlich! – perfekte Kinder haben? Wer möchte den perfekten Partner? Oder die perfekte beste Freundin? Was ist das überhaupt – perfekt sein?! Ich für meinen Teil möchte auf gar keinen Fall von lauter perfekten Menschen umgeben sein. Allein die Vorstellung, mich an einen perfekt vom perfekten Ehemann gedeckten Frühstückstisch zu den perfekten Kindern zu setzen – dabei schüttelt es mich. Man stelle sich das mal vor. Alles steht an seinem Platz, ein perfektes Obstmandala, selbst die Brotscheiben perfekt drapiert und unter dem Esstisch ist kein Krümelchen vom Abendessen vom Vortag zu sehen. Der Kaffee ist nicht kalt, sondern dampft in genau der perfekten Stärke in der perfekten, auf keinen Fall angeschlagenen Kaffeetasse. Der perfekt gelaunte und frisierte Ehemann grinst einen an, entblößt die perfekten Zähne fragt, ob er nicht schon das Brot schmieren soll. Daneben die perfekten Kinder. Perfekt und fleckenlos gekleidet. Keine Marmelade am Mundwinkel. Kein Gestreite. Kein Ellenbogen auf dem Tisch. Kein umgekipptes Milchglas. Diese perfekten Kinder nehmen sich Obstschnitze aus dem perfekten Obstmandala, ohne dessen Perfektheit zu zerstören. Und niemand fragt nach Schoko-Haselnuss-Creme! Und alle schmieren sich ihr Brot selbst. Ohne zu krümeln. Ohne zu meckern! Weiterlesen

12 Bewegungsspiele für Kinder: Drinnen und draußen in Bewegung bleiben

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Gerade jetzt, wo die Kinder nicht jeden Tag im Kindergarten oder auf dem Schulhof toben, versuchen wir, so viel Bewegung wie möglich in den Alltag zu integrieren. So oft wir es schaffen, gehen wir spazieren. So lange wie möglich. Im Wald, am Strand – da kann man mit Steinen zielwerfen, über Baumstämme hüpfen oder um die Wette rennen. Aber auch an Regentagen kann man im Haus eine Menge Bewegung integrieren! Schon in „normalen“ Nicht-Corona-Zeiten bewegen sich drei Viertel aller Kinder im Durchschnitt zu wenig, wie  eine Familienstudie der AOK zeigte. Dabei ist Bewegung wichtig für die Entwicklung der Kinder – in jedem Alter. AOK-Experten empfehlen täglich 15 Minuten Sport, 60 Minuten toben und spielen und eine weitere Stunde zusätzliches Bewegen. Dabei zählt nicht nur laufen, klettern und springen zu Bewegung, auch zum Beispiel schaukeln oder balancieren. Weiterlesen

„Dann hättet ihr halt keine Kinder bekommen sollen“ – ein Satz, der mich so wütend macht

Die sozialen Medien sind voll mit Wasserstandsmeldungen von Eltern, die verzweifeln am täglichen Spagat zwischen Kinderbetreuung und Home Office. Das Geld will verdient werden, die Kinder wollen betreut werden. Dann wären da ja auch noch die Hausaufgaben der Schulkinder, die gemacht werden wollen. Vom Haushalt, der ebenfalls dazwischen grätscht, will ich gar nicht erst anfangen. Der ist auf der Prioritätenliste längst ganz ans Ende gerutscht. Viele Eltern sind mit den Nerven am Ende. Und machen sich Luft. Besonders hilfreich sind dann die Kommentare, die in letzter Zeit immer wieder aufpoppen, egal ob bei Facebook, Instagram oder Twitter (nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen, vielen anderen Eltern, die sich Luft machen): „Das hättet ihr vorher wissen müssen, bevor ihr euch für Kinder entscheidet.“ Oder „dann hättet ihr halt keine Kinder bekommen sollen“. Uff! Das sitzt. Totschlagargument. Auch immer wieder gern genannt: „Wer sich nicht um seine Kinder kümmern möchte und von der Fremdbetreuung abhängig ist, sollte keine bekommen.“ Uff. Darf ich mal kurz schreien?! Danke. Ich würde jetzt auch gerne ein schlimmes Wort benutzen, dass ich sonst eher selten sage (empfindliche Ohren bitte weghören!): Ich könnte kotzen. Ja, ich könnte kotzen. KOTZEN. Wenn ich solche Kommentare lese. Das Problem: Diese Kommentare werden immer mehr. Nicht nur bei meinen Posts. Sie greifen um sich und man hat fast den Eindruck, als spalte sich die Gesellschaft. Kinderlose vs. Eltern. Oder haben diese Trolle gar Kinder? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Es nervt kolossal. Weiterlesen

Käsekuchen ohne Boden – mit Mandarinen und Vanille

Früher habe ich mich an Käsekuchen nie herangetraut. Ich weiß gar nicht, wieso eigentlich. Ich hatte aus unerfindlichen Gründen einen riesigen Respekt davor, zuhause Käsekuchen zu backen. Also gab es Käsekuchen nur vom Bäcker oder im Café. Irgendwann traute ich mich an eine finnische Käsekuchen-Variante mit Blaubeeren heran (das Rezept ist hier). Es folgten viele weitere Experimente mit Käsekuchen. Das Tolle: Man kann Käsekuchen so wunderbar variieren! Mit Kirschen und Grieß zum Beispiel. Der Klassiker unter den Kuchen mit Quark ist und bleibt aber Käsekuchen mit Mandarinen, finde ich. Hier habe ich ein kinderleichtes Rezept für diesen Klassiker – da er ohne Boden gebacken wird, ist er ganz schnell angerührt und in den Ofen geschoben. Versprochen! Der beste Kuchen für Käsekuchen-Anfänger, mit Geling-Garantie (das einzige, was passieren kann, ist, dass ihr in zu früh anschneidet und er auseinanderfällt, diese Geduld ist das einzig schwere am Kuchen!). Weiterlesen

Lang lebe König Frosch: Ein Buch zum Nachdenken und Diskutieren

*Werbung/Buchrezension*

Habt Ihr Lust auf ein Buch zum Vorlesen und Selbstlesen, über das Ihr mit Euren Kindern von Herzen diskutieren könnt? Dann möchte ich Euch Martin Baltscheits neues Buch „Lang lebe König  Frosch!“ vorstellen. Es ist die Fortsetzung von „Nur ein Tag“, aber es lässt sich auch ohne Probleme als eigenes Buch, in sich abgeschlossene Geschichte lesen. Es ist ein Kinderbuch mit Tiefgang, bei dem es nicht nur viel zu lachen gibt – sondern auch einiges zum Nachdenken, auch wenn es teilweise viel zu erklären gibt und das Ende nicht ganz kindgerecht ist (dazu später mehr). Denn es geht, kurz zusammengefasst, um Populismus und Manipulation – ein Oberthema, das ja leider heutzutage aktueller denn je ist. „Lang lebe König Frosch!“ zeigt, wie einfach man Populisten auf den Leim geht und wie leicht man andere manipulieren kann. Unterhaltsam verpackt in eine Fabel voller Situationskomik, nur leider nicht immer ganz kindgerecht und für Kinder gut zu verstehen. Weiterlesen

Apfelkuchen mit Streuseln aus Haferflocken-Krokant

Apfelkuchen ist so etwas, was ich täglich essen könnte. In allen Varianten. Vielleicht, weil Sahne so perfekt zu Apfelkuchen passt und ich Sahne so mag. Oder auch, weil Äpfel im Kuchen immer einen saftigen Teig ergeben, einen Kuchen, der selbst am nächsten Tag immer noch frisch und lecker schmeckt. Ich habe Euch ja schon verschiedene einfache Apfelkuchenrezepte auf dem Blog vorgestellt, wie diesenversunkenen Apfelkuchen, diesen Blechkuchen mit Äpfeln oder diesen schwedischen Kladdkaka mit Äpfeln. Äpfel kann man sogar in Sconesteig hineingeben und erhält so supersaftige Scones, die auch zum Frühstück lecker schmecken. Diesmal habe ich mich für einen Apfelstreuselkuchen entschieden, bei dem die Streusel aus karamellisierten Haferflocken sind. Das gibt leckeren Biss und die Kombination aus den fein säuerlichen Äpfeln und der Süße des Krokants ergänzt sich super! Weiterlesen

Diese Dinge vermissen Eltern in Corona-Zeiten am meisten

Wenn ich in diesen Tagen Fotos sehe von Menschen, die im Café sitzen oder von Kindern auf einem Spielplatz, dann ist es, als ob ich in eine fern zurückliegende Zeit schaue, eine Wirklichkeit sehe, die uns immer so selbstverständlich schien- und es ganz plötzlich nicht mehr ist. Einfach mal im Café sitzen, sich mit Freunden zum Frühstück treffen, ins Theater gehen, auf einem Flohmarkt bummeln oder einfach mal verreisen, das gehörte so ganz normal zu unserem Leben. Es war so normal, dass man nicht drüber nachdachte. Ich hätte mir selbst mit all meiner Fantasie nicht vorstellen können, dass die Grenzen in Europa einfach dicht machen und fast alle Flüge gecancelt werden. Dass die Schule wochenlang einfach zumacht und man nicht eben mal die Kinder mit den Nachbarskindern zum Spielen rausschicken kann. Weiterlesen

Liebe Grüße an Oma, Opa und an alle, die wir vermissen: Karten für jeden Anlass

*Werbung mit Rabattcode*

Die Großeltern haben wir lange nicht mehr gesehen. Freunde haben wir lange nicht mehr gesehen. Und wenn, dann höchstens aus der Entfernung, auf der anderen Straßenseite, wo man sich zuwinkt und ein paar Sätze wechselt. Und dann jeder seines Weges zieht – Social Distancing eben. Es sind mittlerweile schon so viele Wochen, die wir als Familie in unserem kleinen Kokon leben. Und ein wirkliches Ende, eine Rückkehr der Normalität ist nicht in Sicht. Nicht nur ich vermisse die Normalität, auch meine Kinder vermissen ihre Freunde, ihre Schule (ja, tatsächlich!), den Kindergarten, ihre Großeltern. Was wir neben Videotelefonie entdeckt haben: Karten schreiben. Fotos schicken. Denn noch schöner als ein Videogespräch oder per Direktnachricht verschickte Fotos, ist es, etwas Richtiges in der Post zu haben. Und das Schöne ist, wenn man beides miteinander kombinieren kann: Fotos und Postkarten. Dafür habe ich die Vorlagen vonKaartje2go benutzt, die man ganz einfach mit eigenen Fotos und eigenem Text personalisieren kann. Weiterlesen

Schnelles Essen ohne Kochen – 10 Ideen und Rezepte für die einfache Familienküche

Ich koche gerne. Habe ich schon immer gemacht. Kochen ist für mich Entspannung. Eine Entspannung, deren Ergebnis ich auch noch genießen kann. Besser geht es eigentlich nicht, oder? Ich esse nämlich auch sehr gerne. Und am liebsten esse ich, wenn es gut schmeckt. Beim Kochen experimentiere ich gerne. Ich mag es, aus dem, was der Vorratsschrank hergibt, ganz neue Gerichte auszuprobieren, auch mal Zutaten zusammenzuwerfen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören. Ich habe Unmengen von Kochbüchern und Kochzeitschriften, vor allem aus Schweden, aus denen ich immer wieder Neues ausprobiere oder mich einfach nur inspirieren lasse. Das „Problem“ bei meinem kreativen Kochen sind nur manchmal meine Kinder, die nur eine beschränkte Auswahl an Gemüse mögen … eine zusätzliche Herausforderung. Manchmal behelfe ich mir dann, indem ich ihnen einfach Nudeln Bolognese kredenze, wenn es für meinen Mann und mich mal etwas Ausgefalleneres gibt, von dem ich weiß, dass sie eh es verschmähen. Weiterlesen

Spieletest: MyCity, grandioser Spielspaß für die ganze Familie

*Spiele-Rezension*

Meine Kinder und ich lieben Gesellschaftsspiele, vor allem, wenn es nicht nur um Glück sondern eher um Kombinieren und Nachdenken geht (Mensch ärgere dich finde ich zum Beispiel total doof). CATAN ist zum Beispiel eines unserer Lieblingsspiele – aber nun haben wir ein Spiel gefunden, dass definitiv mit CATAN mithalten kann! MyCity. Es ist, genau wieCATAN, im Kosmos Verlag erschienen und hat uns den Corona-Lockdown versüßt. So sehr, dass wir Nachmittag für Nachmittag spielten und meine Kinder schon morgens fragten, wann wir denn endlich weiterspielen. Ja, richtig gelesen: Weiterspielen. Denn „MyCity“ ist ein so genanntes Legacy-Spiel. Also ein Brettspiel, bei dem sich das Spielbrett mit den Spielfortschritten in jeder Partie weiterentwickelt. Die Entwicklungen und neuen Spielregeln hängen auch von den Ergebnissen der vorherigen Spiele ab. Also eine Art Fortsetzungsspiel! Das ist richtig spannend, denn jedes Spiel ist anders – und es war jedes Mal eine Aufregung, wenn wir mit einer Spielrunde fertig waren und den Umschlag mit den neuen Regeln für die nächste Spielrund öffneten. Ich sage es vorab: MyCity hat einen Suchtfaktor und wir haben an manchen Tagen stundenlang mehrere Runden gespielt, weil es unglaublich viel Spaß brachte! Weiterlesen