Wieso wir viel häufiger Hilfe einfach annehmen sollten (ohne uns schlecht zu fühlen)

Es ist fast schon ein Reflex. „Sag‘ Bescheid, wenn du Hilfe brauchst.“ – „Ja, klar. Mache ich.“ Dahingemurmelte Antwort und es ist eh schon klar, dass ich auf dieses Angebot nie eingehen werde. Hilfe annehmen will tatsächlich gelernt sein. Viel zu oft ertappe ich mich dabei, wie ich gut gemeinte Angebote einfach ablehne. Ohne nachzudenken. „Soll ich Kuchen mitbringen?“ – „Den hole ich selbst, kein Problem.“ Wieso eigentlich?! „Soll ich dir was vom Supermarkt mitbringen?“ – „Ach lass mal, ich muss eh noch mal los.“ Nö,  musste ich eigentlich nicht, ich brauche nur Milch sonst nichts. „Sag‘ Bescheid, wenn ich die Kinder mal für dich mit abholen soll.“ – „Mache ich.“ Fällt ebenfalls unter die Kategorie: Mache ich nie. Wenn man mal darauf achtet, ist der Alltag tatsächlich voller Hilfsangebote. Und zwar nicht nur oberflächlich, rein aus Höflichkeit dahingesagte, sondern ehrliche Hilfsangebote. Und was machen wir?! Schlagen sie einfach aus. Wieso eigentlich? Und wieso ist es manchmal so schwer, Hilfe anzunehmen? Und noch schwerer: Andere um Hilfe zu bitten? Weiterlesen

Hallo Herbst, schön, dass Du da bist!

Ein bisschen goldener könntest Du schon sein, lieber Herbst. Wieso versteckst Du Dein warmes Licht hinter den Wolken? Es ist doch gerade dieses Warme, Weiche, dieses besondere Licht, dass Deinen Einzug so besonders macht. Eigentlich wollte ich die Heizung auch nicht vor Oktober anstellen, aber wenn Du so weitermachst, dann komme ich wohl nicht mehr Drumherum. Trotzdem will ich nicht lamentieren, denn ich freue mich, dass Du da bist, lieber Herbst. Denn es gibt so ein paar Dinge, auf die ich mich jetzt freue und die den Übergang vom Sommer (der dieses Jahr eh nur eine Sparversion war) leichter macht.

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Wie uns Kinder verletzlich machen

… und dann gibt es da plötzlich so einen Moment, der einem die Augen öffnet. Der einem zeigt, wie fragil das Leben ist, wie verletzlich wir selbst sind und wie wichtig es ist, jede Sekunde einfach zu genießen. Es ist einer der Momente, wo ich meine Kinder einfach nur fest in den Arm nehme, sie nicht mehr loslassen will. Auf einmal wird einem klar, was für ein großes Geschenk das Leben mit Kindern ist, ein Geschenk, das nicht selbstveständlich ist. Auf einmal wird einem bewusst, dass sich das, was wir jeden Tag so selbstverständlich erleben, was wir für gegeben nehmen, auch jederzeit vorbei sein kann. Und dann erscheint einem der morgendliche Anziehstress, das Meckern beim Essen und der Geschwisterstreit als so banal. Denn auch diese – doch manchmal so nervigen – Dinge sind ein Geschenk.

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Etwas Besonderes: Die Wartezeit vor dem Stichtag

Der Stichtag nähert sich in großen Schritten. Und damit diese herrliche Zeit, in der man einfach nicht weiß, ob man nicht abends schon sein Baby auf der Brust liegen hat. Und man abends ins Bett geht und nicht weiß, ob man mitten in der Nacht ins Krankenhaus fährt. Es ist diese Zeit des Wartens, in der man nichts Neues anfängt. Das Haus noch einmal auf Vordermann bringt, alle Wäsche wäscht, den Kühlschrank auffüllt und einfach nichts mehr plant. Wenn eine Freundin fragt, ob wir uns in drei Tagen mal zum Kaffee treffen wollen – dann kann ich nur sagen:

Ich weiß nicht, was ich in drei Tagen mache. Lass uns heute treffen.“

Man plant nur noch von Tag zu Tag. Wartet. Und genießt die Zeit mit den Dingen, von denen man weiß, dass man bald viel weniger Zeit für sie hat. Noch einmal gemütlich im Café sitzen und in Ruhe eine Zeitschrift lesen. Noch einmal abends mit dem Mann essen gehen. Noch einmal durch die Geschäfte bummeln. Noch einmal in Ruhe am Blog schreiben.

Das Warten aufs Baby: Der Stichtag steht vor der Tür

Und gleichzeitig erfüllt einen eine Art innere Unruhe. Man hört auf die Signale des Körpers. Geht es los? Hat es da nicht gezogen? Könnte es heute Nacht losgehen? Das Telefon klingelt, Freunde fragen, ob es schon losgeht, SMS kommen auf dem Handy rein:

Und noch, am Warten?“

Es ist irgendwie, als ob die Welt ein ganz bisschen stillsteht, während man auf das Wunder wartet. Sich fragt, wie der kleine Mann im Bauch wohl aussieht. Wie sein Temperament wohl sein wird. Und natürlich die Sorge, geht alles gut, ist er auch gesund. Die aber meistens von der Vorfreude verdrängt wird. Der Stichtag steht vor der Tür!

Und von diesem Zauber, der dieser Wartezeit innewohnt. Der Zeit, in der man einfach mal zur Ruhe kommt und wartet und das Warten auch geschehen lässt. Der Zeit, in der man vorbereitet ist und sich irgendwie doch noch nicht vorbereitet fühlt. Obwohl es die zweite Schwangerschaft ist. Und man doch eigentlich weiß, was auf einen zukommt.

Eine merkwürdige Wartezeit, die einem zum einen irre lange vorkommt – und dann wieder viel zu schnell vergeht.

Noch schöner ist: Dass sie von einer ganz anderen Zauber-Zeit abgelöst werden wird. Den Zauber der ersten Stunden, der ersten Tage mit dem Kind. Das Kennenlernen. Und darauf freue ich mich. Bis dahin genieße ich noch das Warten auf den Stichtag…. einfach mal Warten, das tut man in unserer hektischen Zeit eh viel zu selten.

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Zweite Schwangerschaft – anders als erste?

Der Stichtag meines zweiten Kindes nähert sich in großen Schritten. Noch knapp zwei Wochen. Endspurt. Der Bauch wird immer runder, die Schritte immer schwerfälliger. Die Vorfreude ist groß! Und es ist Zeit, zu überlegen, was bei der zweiten Schwangerschaft eigentlich anders war als beim ersten Mal.
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