Echt jetzt?! Unser Baby wird ein Jahr alt!

Und auf einmal brennt die erste Kerze auf dem Kuchen. Und auf einmal ist dieses kleine Mädchen offiziell kein Baby mehr. Und auf einmal habe ich da etwas im Auge. Der erste Geburtstag ist etwas besonderes. Nein, nicht fürs Baby. Das bekommt im Zweifel ja gar nichts mit, außer vielleicht, dass es an diesem Tag noch häufiger geknuddelt wird als sonst. Aber für uns Mütter ist der erste Geburtstag etwas besonderes. Auch beim dritten Kind sind da sofort wieder diese Erinnerungen. Diese Mischung aus Wehmut und Freude. Wehmut ist dieses Mal noch ein bisschen größer, denn es wird ja doch wahrscheinlich mein letztes Baby sein, das nun ein Jahr alt wird. Ist es wirklich erst ein Jahr her? Ein Jahr her, dass diese kleine Maus auf die Welt kam und uns sofort um den Finger wickelte? Dass sie im Eiltempo auf die Welt wollte, nachdem sie uns elf Tage hat warten lassen? Weiterlesen

Gedanken zum Geburtstag meines großen Kleinen

Ich habe etwas Muskelkater heute. Und das kommt nicht nur vom Yoga. Sondern auch, weil ich gestern alle paar Meter einen Kreidepfeil auf die Straße gemalt habe. Wir haben nämlich einen Schatz gesucht. Denn mein Mittlerer ist 5 geworden! Oder auch: mein großer Kleiner. Oder mein kleiner Großer. Denn der Vorteil am Sandwichkind-Dasein: Man ist gleichzeitig groß und klein. Und kann sich je nach Situation aussuchen, ob man grad der Große oder der Kleine ist. Geht es ums morgendliche Anziehen ist er gern der Kleine. Geht es ums ins Bett gehen, ist er natürlich der Große, der ganz lange aufbleiben darf. Und nun ist er gestern also fünf geworden. Stolz wie Oskar mit seiner Geburtstagskrone. Tagelang vorher so aufgeregt, dass er kaum schlafen konnte und nur von seinen ganzen Geschenken sprach, auf die er sich freute. Und ich war so hin und hergerissen zwischen „mein Großer“ und „mein Kleiner“. Mal kommt er mir so groß vor, auch im Vergleich zu seiner kleinen Schwester. Und dann fällt mir wieder auf: Er ist ja eigentlich auch noch ein kleines Kind. Das vergessen wir manchmal und setzen die gleichen Maßstäbe an wie bei seinem großen, siebenjährigen Bruder.   Weiterlesen

Marshmallows mit Schokohaube: Wenn’s süßer als süß sein soll!

Mein Sohn wurde ja letzte Woche sechs. Und zu solchen Anlässen wie Kindergeburtstagen darf es dann auch mal süßer als süß sein. Also so richtig zuckersüß. Deshalb gab es in Schokolade getauchte Marshmallows, die zu alledem auch noch mit bunten Streuseln bestreut waren. Süßer geht eigentlich kaum! Auf bunte Spieße gesteckt ergab das Marshmallow-Lollies, die auch super zu Fasching oder anderen Partys passen, wo es in Sachen Zuckerkonsum mal ausnahmsweise richtig krachen darf. Wie ich diese Marshmallows machte? Ganz einfach und mit einem kleinen Trick richtig schnell gemacht.

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Wettbewerb um die besseren, teureren, kreativeren Mitgebsel für den Kindergeburtstag

Mein Sohn ist sechs Jahre alt geworden. Kindergeburtstag! Mit sieben aufgekratzten Kindern, einer echten Schatzsuche, selbst belegten Hot Dogs und Unmengen von Gummibärchen. Was halt zu einer echten Geburtstagsparty dazugehört. Inklusive einer Mitbringsel-Tüte (oder auch Mitgebsel-Tüte) für die Gäste. Die zu befüllen ging nicht, ohne mich aufzuregen über den sinnfreien Wettbewerb, den einige Eltern ausgerufen zu haben scheinen: Wer hat die bessere, teurere, kreativere, süßere, prall gefülltere und überhaupt Geburtstagsmitbringsel-Tüte?!

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Der 6. Geburtstag – wo ist die Zeit hin?!

Vor genau sechs Jahren um diese Zeit setzten bei mir die Wehen ein. Und morgen früh werden wir am Essenstisch sitzen und Du wirst die sechs Kerzen am Kuchen auspusten. Sechs Jahre! Mir kommt es vor, als seien die letzten Jahre im Zeitraffer vergangen. Ich seh‘ Dich noch vor mir, als Du frisch geboren um Dich blicktest, so neugierig und irgendwie schon so frech wie heute. Und nun steht vor mir ein großer, lang aufgeschossener Junge, der manchmal ein richtiger Klugschieter sein kann, der so unglaublich viel weiß und immer mehr wissen will und dann auf einmal doch wieder mein kleines Kuschelkind ist. Wo sind nur die letzten Jahre hin? Seit ich Kinder habe, denke ich viel zu oft: Ich will die Zeit festhalten!

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8 Zeichen, dass in diesem Haus ein Kindergeburtstag war

Die Geburtstagsparty meines Sohnes liegt hinter uns. Geschafft! War der 3. Geburtstag noch ein harmloser Einstieg in die Kindergeburtstag-Karriere (die Kinder waren zufrieden am Spielzeug ausprobieren), der 4. auch noch recht pflegeleicht (bis auf einmal Topfschlagen wollten die Kinder auch kein Unterhaltungsprogramm), ist der 5. Geburtstag schon etwas fordernder. Das normale Spielen reicht nicht mehr. Topfschlagen ist super. Aber dauert auch nicht den ganzen Nachmittag. Ohne Schatzsuche kein anständiger 5. Geburtstag, findet mein Sohn. Schatzsuche = Lärm, = Hausverlassen mit einer Horde wilder Kinder (Straßen! Autos!), = Vorbereitung. Und dann geben die Eltern auch noch ihre Kinder einfach so ab und verschwinden frohgemut in ihren freien Nachmittag. Das heißt: Fullhouse, full Stimmung und am Ende des Tages kann man an genau diesen Zeichen erkennen, dass in diesem Haushalt ein Kindergeburtstag war:

Geburtstagskuchen, Kindergeburtstag, Schokokuchen

Merke: Was für ein Kuchen ist total egal. Hauptsache Smarties und Gummibären. Die werden runtergepult, der Rest landet in kleinen Krümeln unterm Tisch.

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Der 5. Geburtstag: Kinder, die Zeit rast!

Ich habe es gestern erst entdeckt: An meiner Pinnwand über dem Schreibtisch hängt noch mein Vorsorgeterminzettel von der ersten Schwangerschaft. Das ist mir gestern aufgefallen: Am 5. Geburtstag meines Sohnes! Der Große ist fünf Jahre alt!  Unglaublich – hatte ich nicht erst vorgestern noch diesen Riesenbauch? War er nicht eben erst noch ein Baby, dass die ersten Krabbelversuche unternahm? Und gestern wurde ich von einem unwahrscheinlich aufgeregten kleinen, großen Mann geweckt, der um 6 Uhr unbedingt seine Geschenke öffnen wollte und sich tierisch auf die Kindergeburtstag-Party freut. Die Zeit rast und an den Kindern merkt man, wie schnell.

Geburtstagskuchen, Kindergeburtstag, Kerzen auspusten

Fünf Kerzen auf dem Geburtstagskuchen. Der große Kuchen wird am Wochenende gebacken.

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Der 2. Geburtstag: Happy Birthday, kleiner Mann!

Wie die Zeit vergeht, wird uns oft erst dann richtig bewusst, wenn wir Kinder haben. Was ich früher für einen blöden Spruch hielt, ist tatsächlich so. Unsere Kinder zeigen uns, wie wir altern. Das hört sich aber zu negativ an. Denn jeder Geburtstag ist ein Grund zu feiern, ein Tag, an dem ich mich ganz besonders freue, über das Wunder, das meine Kinder für mich sind.

Geburtstagskuchen, Kindergeburtstag, Schokokuchen

Zu einem anständigen Geburtstagskuchen gehören Smarties, finden meine beiden Jungs. Ich muss nicht erwähnen, dass sie die Hälfte der Smarties schon vorher aufessen?

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Mamas im Wettbewerb um den schönsten Kindergeburtstag

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindergeburtstage: Es gab Kuchen, Wackelpudding und Kirschen, Kerzen wurden ausgepustet, zur Feier des Tages gab es Brause und abends kleine Minifrikadellen und Kartoffelsalat oder so. Auf dem Tisch lagen bunte Sets und es gab Servietten mit Clowns drauf oder anderen Motiven.  Manchmal auch ein paar Girlanden aus Papier, solche, die man fertig im Supermarkt kaufen kann. Wir spielten Topfschlagen oder tobten einfach nur durchs Haus. Als ich größer war, machten wir kleine Wettbewerbe mit Dosenwerfen oder Ralleys durchs Dorf.  Am Ende bekam jeder eine kleine Tüte mit ein paar Gummibärchen und einem Luftballon. Abends fuhr mein Vater im Auto alle Kinder wieder nach Hause. Wir hatten Spaß, Riesenspaß, und es kam uns gar nicht in den Sinn, dass da etwas fehlen könnte. Alle Geburtstage waren so.

Wettbewerb um den aufwändigsten Kindergeburtstag

Die Kinder von heute könnten das ganz anders sehen.

Wo ist denn hier bitte das Motto?

Das könnten sie zum Beispiel fragen. Motto? Gab es keins. Was ist denn überhaupt ein Motto, hätte ich wohl drauf geantwortet. Was sollte denn da noch fehlen, er war doch einfach perfekt, der Geburtstag!

Heutzutage sieht das anders aus.

Mottopartys sind der letzte Schrei. Piratenparty. Prinzessinparty. Zooparty. Alles muss stimmen, einfach ALLES! Jedes Kind bekommt erst mal eine tolle selbstgebastelte Einladungskarte. Die habe ich früher auch selbst gebastelt. Aber das Basteln von früher hat nix zu tun mit dem Basteln von heute. Einfach nur einen Autoumriss aus Tonpapier ausschneiden und den Text hintendrauf schreiben?! Ha, so einfach kommt Ihr mir nicht davon!

Die Mamas von heute stürzen sich in die Planung einer Geburtstagsfeier als gehe es darum, einen Event für mindestens 1000 VIP-Gäste samt königlichem Besuch zu organisieren.

Klar, natürlich kommen VIPs. Meine Kinder. Und mit königlichem Besuch können die natürlich mithalten. Sie sind mir sogar lieber und wichtiger als sämtliche VIPS und Könige der Welt! Aber brauchen sie wirklich diese perfekt organisierten Feierlichkeiten?

Denn es sind ja nicht nur die perfekt ausgetüftelten Einladungskarten aus japanischem Tonpapier mit Washitape verziert und Muscheln wahlweise Stoffresten aufgepimpt. Jede Karte ein Unikat, von der Mama Monate voraus an den Abenden im Wohnzimmer gebastelt.

Perfekt geplanter Kindergeburtstag

Der Tag selbst wird akribisch geplant. Um 15 Uhr kommen die Kinder. Jedes bekommt erst mal ein Fernrohr, wahlweise ein rosa Diadem oder eine originelle Hippieblume überreicht. Ganz dem Motto entsprechend. 15h10 Geschenke auspacken. 15h18 Musik ab! Die – natürlich dem Motti entaprechende dreistöckige Torte mit Fondant wird Wunderkerzen schwenkend aufgetragen 15h21 Kerzen auspusten 15h23 Applaus und Fotosession. 15h27 Platz nehmen am – natürlich aufwändig geschmückten – Tisch. 15h37 Torte anschneiden und Fototermin.

Ja, die Deko. Da basteln die Mamas viele Nächte dran. Tischdecke, Stuhlüberwurf, Kerzen (natürlich selbstgezogen und verziert), Servietten, Platzsets, Teller, Gläser, achja, die Namenskarten! Und die lustigen kleinen Gimmicks wie Piratenschiff aus Muscheln und Treibholz samt selbstgenähtem Segel, in das der Name des Geburtstagskindes eingestickt ist… alles natürlich im Rahmen des ausgeklügelten Mottos!

Neben der Torte gibt es, was das Herz begehrt: Gummibärchen in Muscheln serviert. Wackkelpudding  im Motto verziert. Schokoküsse im eilig angefertigten DIY-Utensilo.

Nach dem Festmahl geht es mit einem ausgetüfteltem Programm weiter, Animateurin Mama hat da mal was vorbereitet. Dass die Spiele, für die Mama noch spontan vier Nächte lang mit der Heißkleberpistole ein echtes Boot gebaut hat, dem Motto folgen, muss ich wohl nicht mehr erwähnen?

Das Abendessen ist analog zur Torte: Buffet mit 20 Köstlichkeiten, heiß und  kalt und immer dem Motto nach. Geschnitzte Möhren in Prinzessinform etwa. Alles bio, was denn sonst. Zum Abschied gibt es dann einen selbstgenähten Beutel aus diesem süßen Stoff mit den Elefanten drauf und dem eingestickten Namen des Gastkindes. Dadrin Mamas selbstgebackene Kekse, ein Büchlein, selbst angerührte Knete und natürlich ein von Mama selbst geflochtenes Armband.

Und ganz zum Schluss sagt dann das Geburtstagskind vorm Zubettgehen: Ich wollte ja eigentlich noch mit den anderen Kindern spielen.

Nein, ich mache da nicht mit!

Unsere Geburtstagspartys sind für die Kinder nicht für die Muttis

Diese Partys werden teilweise schon für Zweijährige so gestaltet. Es ist ein wahrer Wettbewerb um den schönsten Kindergeburstag entbrannt. Je mehr selbstgefertigte Pompons und Lampions, umso größer die Liebe fürs Kind?! Die entsetzten Blicke auf dem Spielplatz, wenn man zugibt, dass es am dritten Geburtstag des Sohnemannes KEIN MOtto gab und auch keine selbstgefertigten Gastgeschenke, sprechen Bände. Nein, wir hatten auch keine Spiele organisiert. Wir haben die Kinder einfach mal das Kinderzimmer auf den Kopf stellen lassen und sind danach auf den Spielplatz gegangen. Wir Mamas hatten sogar Zeit, ganz entspannt unseren Kuchen zu essen und ungestört Kaffee zu trinken!

Nein, ich bin bei diesem Wettbewerb draußen. Wir hatten doch früher auch tolle Geburtstage. Und wieso dieser ganze Stress? Um es den Kindern Recht zu machen? Ich glaube nicht, dass ein Dreijähriger wirklich selbstgezogene Kerzen und eine dreistöckige Fondanttorte braucht. Geht es nicht eher darum, bei anderen Müttern Eindruck zu schinden? Damit diese sich unter Druck gesetzt fühlen und beim nächsten Mal noch größer auffahren?

Ich steige aus. Wir feiern so wie früher. Statt Karten mit Siebdruck anzufertigen und fünf Stunden lang die Strohhalme mit Washitape zu verzieren, spiele ich lieber Feuerwehr mit meinem Großen, ja, und nutze den Feierabend, wenn die Kinder im Bett sind, lieber dazu, ein Buch zu lesen oder sinnlos durchs TV-Programm zu zappen statt Papierschiffchen aus Origami-Papier für die Kuchentafel zu falten. Den Wettbewerb müssen die Supermamis ohne mich ausfechten.

Nicht, dass ich Euch dafür kritisiere. Soll jeder so feiern wie er will. Ich finde Eure Deko auch niedlich und beneide Euch für Euer kreatives Händchen. Aber dafür erwarte ich auch, dass Ihr nicht auf mich herabblickt, wenn ich nur einen Marmorkuchen mit Schokoglasur und Gummibärchendeko backe.

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