Terror, Krieg, Angst: In was für einer Welt wachsen unsere Kinder auf?

Ich bin immer noch sprachlos, hilflos. Es macht mich betroffen. Die Welt ist wieder ein Stück mehr aus den Fugen geraten. Diese furchtbare Tat erinnert mich daran, dass diese Welt nicht perfekt ist, erinnert mich an all die Krisen auf diesem Planeten, ich lässt mich die Frage stellen: In was für einer Welt wachsen unsere Kinder auf? Und wie können wir sie beschützen, vor dem Bösen, dem Unaussprechlichen? Und wie können wir diese Welt ein bisschen besser machen? Für unsere Kinder  – für alle Kinder?

In was für einer Welt wachsen unsere Kinder auf?

In was für einer Welt wachsen unsere Kinder auf?

Man fühlt sich verwundbarer nach so einer Nachricht. Früher habe ich die aus beruflichen Gründen Nachrichten analysiert, für meine Leser aufbereitet. Seit ich Mama bin, überwiegen die Emotionen. Und ich fühle Angst um meine Kinder. Die Nachrichten kommen dichter an mich heran. Sie tun mir weh. Sie machen mir Angst. Ich fühle mich verwundbar.  Verwundbarer denn je.

Ich wollte gestern eigentlich einen meiner lustigen Artikel über die Alltagssituationen mit Kindern schreiben. Aber mir blieb mein Lachen im Halse stecken, als ich die Nachrichten hörte. Deshalb gibt es heute keinen lustigen Text. Ich musste nachdenken.

Was wird aus den Krisen in der Ukraine, in Syrien oder in Palästina?

Diese Welt spielt verrückt. Auch wenn es in den Medien in den vergangenen Monaten in den Hintergrund rückte: Es gibt sie noch, die vielen Konflikte, Krisen, Kriege. Die Ukraine. Russland. Wir wissen immer noch nicht, was der Herr Putin eigentlich vorhat. Israel, Palästina. Der IS, der Unvorstellbares in Syrien und dem Irak macht, Dinge, die mich grausen lassen, Angst haben lassen. Und der seinen Terror nun also auch  zu uns bringt. Mit aller Wucht. Mit Gewalt. Ich bin über eine Sache froh: Dass meine Jungs noch zu klein sind, die Geschehnisse mitzubekommen und zu verstehen. Denn zu erklären, was passiert, das stellt mich vor eine große Herausforderung.

Und das sind nicht alle Konflikte, alle Kriege, die Menschen, die jetzt in dieser Minute in einem dieser Konflikte sterben. Was passiert in Somalia? In Afghanistan? In Nigeria? Wir Menschen tun uns gegenseitig Unfassbares an. Und in Deutschland gehen jeden Montag 18 000 Idioten auf die Straße und geben Parolen von sich, die ich lange überwunden hoffte. Und dann fühlen sich diese Spinner von Pegida und dem Front National in Frankreich auch noch in ihren kruden Ansichten bestätigt – ich muss, hier darf ich das Wort ja benutzen: kotzen. Statt zu spalten, müssen wir dichter zusammen rücken.

Wie können wir diese Welt besser machen? Wie können wir sie für unsere Kinder lebenswert machen? Wie können wir unsere Kinder beschützen? Als Mutter will ich alles tun, um meine Kinder vor dem Bösen zu beschützen, sie behütet aufwachsen lassen – am liebsten würde ich das Alles nicht an sie heranlassen. Und weiß, dass das  nicht geht. Wir können, dürfen unsere Augen nicht verschließen.

Wie können wir die Welt für unsere Kinder besser machen?

Aber wie können wir die Welt besser machen? Man fühlt sich klein angesichts dessen, was in der großen Welt passiert. Hilflos. Sprachlos. Ich habe diese Woche eine Psychologin interviewt, die Flüchtlinge ehrenamtlich psychologisch betreut. Sie sagte mir, wir können spenden. Ja, das können wir. Wir können ehrenamtlich arbeiten. Und dann sagte sie etwas, was mir in Erinnerung geblieben ist: Wir können mit Freundlichkeit helfen.

Wir können mit einem Lächeln helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Hört sich naiv an. Ist es auch. Angesichts dessen, was passiert, zu glauben, dass ein Lächeln etwas ändern kann. Aber es kostet nichts, kein Geld und keine Zeit. Jeder kann es! Und es hilft. Es ist ein erster Schritt, diese Welt lebenswerter zu machen.

Und deshalb werde ich in den nächsten Tagen wieder einen meiner lustigen Texte schreiben. Um Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Das Ihr weitergeben könnt.

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Das Kind braucht doch eine Mütze: Kaum ist man Mama, kommen die Ratschläge von allen Seiten

Es gibt nichts Privateres als das Familienleben und die Kindererziehung. Und kaum etwas, bei dem einen ALLE reinreden. Ungefragt. Kaum etwas, wo jeder meint, es besser zu wissen. Und auch mal ungefragt Ratschläge zu verteilen. Weiterlesen

Teilzeit: Anspruch und Realität. Dabei gibt es kaum Effizienteres als Teilzeitmuttis!

Ich bin froh, dass ich als Freiberuflerin selbst entscheiden kann wann und wie viel ich arbeiten möchte. Denn das können nicht alle Mamas, Rechtsanspruch auf Teilzeit hin oder her. Denn viele Unternehmen setzen sich einfach drüber hinweg oder geben bei Bewerbungen Müttern einfach mal keine Chance. Heute hat mir eine Freundin von ihrem vergeblichen Versuch erzählt, einen Teilzeitjob in ihrer Branche zu finden. Noch ist sie in Elternzeit, aber ihr alter Arbeitgeber hat ihr schon klar gemacht, dass sie mit 25 Stunden in Teilzeit nicht einsteigen kann. Also schaut sie sich um nach einem neuen Arbeitsplatz in Teilzeit – und das ist alles andere als erbaulich. Weiterlesen

Eine ganz normale Mama ist bei Facebook

Ich hab’s getan. Ich habe mir eine Facebook-Seite eingerichtet. Eigentlich wollte ich das gar nicht. Aber nun probiere ich es mal aus. Social Media, Vernetzen, und so weiter. Mir sind in letzter Zeit oft Zeitungsartikel aufgefallen, die ich spannend fand, die ich passend fand, aber hier auf meinem Blog nicht so recht unterbringen konnte. Genauso oft kommen mir kleine Gedankensplitter, die für einen Post zu kurz sind. Und dann stoße ich beim Surfen ständig auf interessante Blogartikel, die ich mit anderen teilen möchte. Und für all das nutze ich nun also dieses Gesichtsbuch, auf dem ich aus Prinzip keine Kinderfotos zeige. Und eben aus diesem Prinzip trenne ich privat und Blog und Beruf und möchte nicht meine Privatkontakte ständig mit Blogbeitragslinks oder Zeitungsartikellinks vollballern.

Das mache ich nun auf www.facebook.com/ganznormalemama

Ich werde auch in unregelmäßigen Abständen auf besonders schöne Posts auf meinem eigenen Blog hinweisen, möchte aber die FB-Seite vorallem dazu nutzen, noch mehr in die Diskussion zu gehen und Dinge zu teilen ,die zu meinem Mama-Thema passen, aber irgendwie doch nicht ganz auf diese Blog-Webseite,

Mal sehen, was draus wird, ich bin gespannt und freue mich auf viele Likes und Kommentare und überhaupt!

Wieviel Spielzeug brauchen Kinder?

Man kann jetzt zur Rechtfertigung sagen: Wir haben das alles auf dem Flohmarkt gekauft. Das stimmt ja. Das meiste ist tatsächlich gebraucht. Aber das macht es nicht besser. Wir ertrinken im Spielzeug. Überall liegt es. Ständig tritt man auf ein Auto. Oder einen Duplostein. Muss ich noch erwähnen, dass das verdammt weh tut? Oder man stolpert über den Betonmischer. Im Bad guckt einen der Kuschelteddy an, in der Küche liegen Bälle und Matchboxautos, sogar im Geschirrspüler trifft man sie manchmal. Im Schlafzimmer reihen sich Rasseln und Kuscheltiere aneinander. Im Wohnzimmer muss man erst das Sofa freischaufeln, bevor man seinen Hintern drauf platzieren kann. Brauchen unsere Kinder das Spielzeug überhaupt?! In dieser Menge? Aber wie viel Spielzeug ist richtig, ab wann haben Kinder zu viel Spielzeug?!

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Tipps zum Laternebasteln und Co. – man kommt ja zu nix!

Laterne selber basteln oder kaufen?

Das große Laternenfest steht am im Kindergarten. Der Große ist schon ganz aufgeregt. Leider basteln sie dieses Jahr keine Laternen. Das heißt: Wir müssen eine mitbringen. Nun stehe ich vor der Frage: Selberbasteln oder Kaufen. Ich sehe uns da nur schon stehen, umringt von den Supermuttis mit ihren superkreativen, selbstgemachten Laternen, den kompliziert aus Tonpapier ausgeschnittenen Mustern, abgesteppt mit Washi-Tape und aufgenähten Eulen, dazu selbst leuchtendes Transparentpapier und natürlich eine selbstgezogene Kerze aus ökologisch abbaubaren, schwer entflammbaren Bienenwachs, das garantiert ohne Feinstaub verbrennt. Da stehen sie die Supermuttis, in ihren Parkas und schauen auf ihre süßen blonden Mädchen mit selbstgenähten Pumphosen und Finkidjacken und den lustigen Bommelmützen. Auf der anderen Seite stehen die anderen. Die mit den Fertiglaternen aus dem Supermarkt, die mit den Kindern im Noname-Schneeanzug, die mit den LED-Leuchten in den Laternen.

Mal eben schnell was basteln – haha!

Aber wo werde ich stehen? Ich habe mir vorgenommen, zumindest eine einfache Laterne zu basteln. Etwas ganz Schnelles. Ich bin eh kein Scherenmeister und für komplizierte Basteleien fehlt mir schlicht die Geduld. Am Wochenende will ich mich ransetzen, ein paar Scherenschnitte, schnippschnapp, Laterne ab oder so. Um zumindest irgendetwas Individuelles zu haben für meinen Großen.

Aber man kommt ja zu nix.

Da sind ja auch noch andere Projekte, die auf ihre Fertigstellung – oder ihre Inangriffnahme – warten. Das Fotobuch zum Beispiel. Ich meine nicht damit nicht nur das über unser Baby (es ist 11 Monate alt) sondern das unseres Großen. Er ist jetzt dreieinhalb. Die Bilder seiner ersten neun Monate haben wir in einem Fotobuch. Der Rest wartet darauf.

Wir wollten auch schon lange mal unsere Wohnzimmerwand umdekorieren. Neue Bilder aufhängen, vielleicht ganz anders als bisher. Das alte Foto in seinem alten Rahmen hängt dort immer noch. Seit fünf Jahren.

Vom Kleiderschrank ausmisten und Kindersachen auf dem Flohmarkt verkaufen, rede ich jetzt einfach mal nicht.

Stattdessen denke ich an mein Büro und die Postablage. Die sich dort seit einem Jahr stapelt. Nein, ich habe den Kindergeldbescheid unseres Babys noch nicht in seinen Ordner abgeheftet. Er liegt gleich unter meinem Elterngeldbescheid. Und über diversen Kontoauszügen und Stromabrechnungen, die auch noch ihren Weg in ihre Ordner finden müssen. Wenigstens gibt es die Ordner schon.

Mamas haben einfach keine Zeit!

Dann wären da auch noch diverse Strickprojekte, die ich in Gedanken schon so gut wie fertig und in Realität noch nicht mal angefangen habe. Die Wolle habe ich dafür schon. Sie liegt kindersicher verwahrt, genau wie die Stricknadeln. Die Kissenhülle, die ich im März noch fertigmachen wollte, liegt auch noch da. 20 Reihen von 90 habe ich geschafft. Dann kam der Sommer und jetzt habe ich vergessen, wie das Muster weitergeht.

Man kommt ja zu nix!

Kennt Ihr das auch? Der Tag hat gerade erst angefangen und auf einmal ist es Abend? Das Kind ist gerade erst umgezogen, da kann der Schlafanzug schon wieder an? Von wegen, in der Elternzeit, da hat man Zeit und kann endlich alles erledigen, was man mal machen wollte. Es klappte beim ersten Kind nicht. Und beim zweiten schonmal gar nicht. Wer ein Geheimrezept kennt – bitte melden! Vielleicht komme ich ja dann mal zu etwas. Irgendetwas, das nicht aus Windeln wechseln, Trotzanfälle ignorieren oder Brei wegwischen besteht.

To be continued… Das war Teil 1 zum Thema „Man kommt ja zu nix“. Teil 2 folgt.

Wenn ich dazu komme.

Happy Family, kein Müll, keine Rotznasen: Familien in der Werbung

Ich habe es gestern nach langer Zeit mal wieder geschafft, fern zu schauen. Kommt nur selten vor, denn allzu oft schlafe ich einfach mit ein, wenn ich die Kinder ins Bett bringe. Gestern also mal wieder. Mit Werbepausen. Werbespots, die mir von einem schönen Familienbild erzählten. Fröhliche Familien, rotwangige Kinder mit Zöpfchen und frechen Daunenwesten im Grünen, fesche Mamas mit Modelmaßen, verständnisvolle Papas, die sich das Frühstücksbrot schmieren, glänzenden Autos und noch viel besser: glänzenden Haushalten!

Da blitzt der Glastisch (welche Familie mit Kleinkindern hat einen Glastisch?!), da scheint die Sonne durch streifenlose Fenster, da hat die Waschmaschine die Möhrenbreiflecken restlos aus dem unverfärbten strahlendweißen Body gewaschen, da gluckst das Baby satt und zufrieden in seinem Bett nachdem es 12 Stunden durchgeschlafen hat, da lässt sich das Baby anschließend ohne Zappelei mit einer frischen Windel versorgen.

Wieso wird das Familienleben in der Werbung so unrealistisch dargestellt?

Brave New World! Happy Familiy in der Werbung. Die Haushalte sind piccobello aufgeräumt, da liegen keine Gummistiefel im Weg, da hat kein Kind den Spielplatzsand aus den Schuhen im Wohnzimmer ausgeschüttet, da ist kein Brei neben dem Hochstuhl gelandet, da kann man vom Boden essen!

Kann man bei uns auch, findet zumindest unser Baby. Liegt ja genug da. Wenn da Brotkrümel, Reis von vor drei Tagen und Spielplatzsand ein fröhliches Ringelreihen tanzen (über das Thema bodenloser Haushalt hatte ich ja bereits hier geschrieben…) Seit wir Kinder haben hat der Ausdruck „da kann man vom Boden essen“ eine neue Bedeutung erlangt.

SONY DSCUnd die Kühlschränke sind immer so klasse aufgeräumt und sortiert, frisch geputzt und voll mit Biogemüse. Da stehen bestimmt keine abgelaufenen Grillsaucen rum. Das Cerankochfeld vom Herd blitzt und blinkt, die Betten sind gemacht, das Kaminfeuer knackt und kein noch so kleines Stäubchen liegt vor der Feuerstelle.

Schöne heile Welt im Kinderzimmer? Nö. Schönes heiles Chaos.

Dann die Kinderzimmer in der Werbung! Alles ist der Größe nach sortiert und lagert natürlich noch im Regal, an den Wänden lustige Wandtattoos statt Fingerabdrücke, der Teppich ist bunt – und man kann die einzelnen Farben sogar noch erkennen. Diese Kinder nehmen sich nur das, was sie gerade brauchen. Anschließend stellen sie es zurück. Hier wird doch nix ausgekippt! Selbst die Duplosteine werden der Farbe nach sortiert und fein säuberlich wieder eingeräumt.

Und die Kinder selbst! So adrett angezogen. Dass so ein Kleidchen unpraktisch beim Bäumeklettern ist, stört hier keinen. Diese niedlichen Hosen und die niedlichen Mützen! Die komischerweise auch nie vom Kopf gezogen und aus dem Buggy geworfen werden. Die Socken zieht sich hier auch niemand einfach so mal aus bei 10 Grad und Regen. Die Gesichter so sauber, so proper, kein Rotz, keine Popel, keine Breiflecken. Frisch gewaschene Haare – diese Kinder lieben es ja auch, die Haare zu waschen. Da brennt nix, da gibt es kein Theater!

Und die Mütter in den Werbespots! Auch sie haben keine Rotzflecken an der frisch gebügelten Bluse (Bügeln? Wo war noch mal unser Bügeleisen?!), keine Kotze am Revers. Sogar die Schuhe sind geputzt, die Haare schmiegen sich offen auf die Schultern (offene Haare? Das letzte Mal vor drei Jahren! Regel Nr. 1 – bloß nie eine Haarsträhne in die Hände von Babys, wenn man seine Post-Schwangerschafts-Strähnchen noch behalten will). Die Werbemütter tragen Make Up! Und haben keine Augenringe. Sie tragen Bikini! Ihnen wird hinterhergepfiffen! Und den Kindern ist es noch nicht einmal peinlich, wenn ihr Papa der Mama hinterherpfeift!

Familien in der Werbewelt: Wieso wird das Leben mit Kindern in Werbespots immer total realitätsfern dargestellt? Kritische Kolumne über das FAmilienleben im Fernsehen.

In der Werbewelt haben alle gute Laune – immer!

Achja. Die Papas. Die helfen der Mama im Haushalt, die kommen selbst im Winter bei Tageslicht zum Abendessen nach Hause, auch bei ihnen sieht man keine Anzeichen von Übermüdung. Man scherzt, man lacht, die Kinder sind artig, keiner wirft mit Essen, keiner meckert, man macht fröhliche Kissenschlachten vor dem Schlafengehen (kenne ich auch, nur ist das irgendwann nicht mehr fröhlich). Geschwister spielen friedlich miteinander, natürlich ohne dabei Spielzeug auf den Boden zu werfen.

Die Kinder in der Werbung kommen auch nie mit einem Popel am Finger auf ihre Mamas zu und wollen sie in der Hose abwischen.

Man fährt tolle Autos – und was noch toller ist an diesen Autos: Da klebt kein Bonbon an den Sitzpolstern geschweige denn an den Kindersitzen. Bei unseren Kindersitzen habe ich die ursprüngliche Farbe schon vergessen. Unter Kekskrümeln und Kotzeresten ist das nicht mehr so richtig zu erkennen. Ich glaube, der eine war rot, der andere blau. Oder war es umgekehrt?

Man hat das Gefühl, nur Supermodels sind Supermamas

Ach, die Familien in der Werbung. Sie haben es ja so gut. Die Muttis können noch richtige Kuchen backen. Sogar die Papas! Und die Kinder helfen so artig. Da hat keines einen Trotzanfall, weil es doch die Eier in den Teig machen wollte und nun hat doch die Mama das schon gemacht.

Und nach dem Backen sieht es nicht so aus, als habe ein Elefant den Schrank ausgeräumt und dabei in die Mehltüte geniest.

Ich frage mich, muss das sein? Brauchen wir diese Werbung? Diese Bilder, die uns an unsere eigene Unzulänglichkeit erinnern? Mal ehrlich. Bei wem sieht es so proper aus wie in der Werbung? Bitte melden! Samt Fotobeweis. Wieso zeigen uns die Werbespots diese heile Welt? Mit Models, die wahrscheinlich gar keine Kinder haben, aber dann für 30 Sekunden in die Rolle der Familienmanagerin schlüpfen. Ich hätte gerne ein bisschen mehr Authenzität. Ein bisschen mehr normales Leben.

Eine ganz normale Mama eben!

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

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Haushalt mit Kindern: Der bodenlose Wäschekorb

Kennt  Ihr die bodenlose Kaffeetasse? Die es zum Frühstück im Café gibt? Die sich immer wieder selbst nachfüllt? Tja. Die hätte ich gerne. Jeden Tag. Aber wir haben dafür den bodenlosen Wäschekorb. Der sich von alleine auffüllt. Tag für Tag.

Kaum ist er leer, ist er wieder voll.

Wäschekorb Haushalt Chaos Mamablog

Wäscheberge, Wäscheberge . Hört diese Dauerschleife jemals auf?

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Stilleinlagen und Co. – Neues aus dem Paralleluniversum

Mal ganz ehrlich: Wusstet Ihr, was Stilleinlagen sind? Damals, in grauer Vorzeit, bevor das erste Kind auf die Welt kam? Ich nicht. Das ist so etwas, was man einfach nur als Mama kennt. Verschämt stehen sie im Drogerieregal in der Babyecke. Ich hatte gar keine Vorstellung davon, wie so etwas aussieht und dass man so etwas überhaupt braucht. Ich hatte auch keine Vorstellung davon, wie das eigentlich so genau ist mit dem Milcheinschuss. Ich hatte ja keine Ahnung, wie das so ist, wenn man unterwegs ist und das Baby gluckt und sich ohne jegliche Kontrolle Flecken auf dem T-Shirt ausbreiten, weil mal wieder die verdammte Stilleinlage verrutscht ist! Das lernt man ja auch nicht in der Schule. Weiterlesen

Haushalt, Job und Familie: Mama-Alltag-Blogparade

Früher konnte ich ja nur müde lächeln, wenn es in der Vorwerk-Werbung hieß „Ich führe ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen“. Blöder Witz, dachte ich. Mittlerweile – 3einhalb Jahre nach der Geburt des Großen und 10 Monate nach der Geburt des Kleinen – weiß ich, was das bedeutet… und verstehe den tieferen Sinn hinter diesem Werbescherz. Mama-Alltag ist kein Witz und besteht auch nicht nur aus Latte Macchiato mit anderen Muttis trinken. Wenn man dazu noch arbeitet, wie nicht nur ich sondern Millionen anderer Mütter auch, dann bleibt vor allem eines auf der Strecke: man selbst. Ein großes Stück man selbst. Autonomie? Gibt man am Kreißsaal ab.

Mamas im Spagat zwischen Haushalt, Kind und Job

Auf dem Blog Mamas Mäuse – Mama bloggt habe ich diese nette Blogparade gefunden und mache hiermit mit! Meinen Mama-Alltag beschreiben, soll ich. Mache ich gerne. Im Stundentakt.

Hier also ein Durchschnittstag. Einer ohne plötzliches Fieber und Kinderarztbesuche. Davon gibt es leider auch mehr als genug. Da ist dann nix mit Stundentakt. Aber hier erst mal der ganz normale Alltag einer ganz normalen Mama!

5.30 Uhr Das Baby wacht auf und will an die Brust! Sofort! Und dann noch nach einer halben Stunde die andere Seite! Sofort!

6.30 Uhr Baby ist fertig und schläft noch mal ein. Ich auch.

6.45 Uhr Wecker klingelt. Kinder schlafen. Mann auch. Ich steh auf und schleich ins Bad, mache mich fertig. Sonst komme ich nie zum Zähne putzen, das kenn ich ja schon.

7 Uhr Der Gatte steht auf. Ich wickel das schlaftrunkene Baby und ziehe es schnell an, bevor es ganz wach wird und der Umzieh-Zweikampf beginnt. Der Große wacht auch auf und meckert erst mal „Bin noch so müde“. Er versteckt sich unter der Decke.

7.15 Uhr Mann trinkt Kaffee, ich ziehe den Großen aus dem Bett.

7.30 Uhr Alle sitzen am Frühstückstisch. Naja, Baby krabbelt und isst das, was beim gestrigen Abendbrot auf dem Boden gelandet ist. Und das ist eine große Auswahl. Ich schmiere das Brot für den Kindergarten, mache meinen Kaffee und dann auch mal mein Brot.

7.45 Uhr Mann fährt los. Ich fange langsam mal an, das Baby anzuziehen.

8 Uhr Den Großen überreden, sich auch mal umzuziehen. Dann Schuhe an, Rucksack auf, los zum Kindergarten!

8.30 Uhr Der Große ist im Kindergarten, das Baby schläft auf dem Rückweg nach Hause ein.

8.45 Uhr Baby schläft immer noch! Ab an den Computer! Arbeiten! Als Freiberuflerin arbeite ich auch in der Elternzeit, immer wenn das Baby schläft. Eine Stunde, bis er aufwacht. Die Uhr tickt. Wie mein Arbeiten so aussieht habe ich schon ein paar mal hier und hier gepostet.

10 Uhr Baby wacht auf. Mit Baby spielen, aufpassen ,dass er beim Laufenlernen nicht umkippt und nicht alleine dieTreppe hochkrabbelt. Nebenher: Wäsche waschen, Geschirrspüler ausräumen, Baby aus dem offenen Geschirrspüler rauszerren, Altpapier wegbringen. Achja, einmal stillen und dabei ein paar Emails lesen.

12 Uhr: Zeit für die Raubtierfütterung. Brei kochen, Brei füttern, Baby saubermachen, Baby umziehen, Fußboden grob reinigen.

12.30 Uhr: Spazierengehen bis Baby schläft ,denn Baby schläft nur im Kinderwagen.

12.45 Uhr: Baby schläft! Auf dem schnellsten Weg nach Hause. Ab ab an den Computer!

13.45 Baby und Kinderwagen schnappen, ab zum Kindergarten. Den Großen abholen. Wenn ich wieder arbeite, will ich das auf 14.30 steigern.

14 Uhr: Den Großen umarmen. Nach Hause. Baby wacht auf. Will den nächsten Brei. Der Große will Kakao. Füttern und mit dem Großen reden und beim Malen zugucken.

14.30 Uhr: Baby saubermachen. Esszimmerboden grob reinigen. Alles in den Geschirrspüler. Selbst mal einen Teller Müsli essen. Kaffee trinken.

15 Uhr: Spielplatz! Bei gutem Wetter andere dort treffen. Die Großen spielen alleine – yippieh! – die Kleinen graben sich im Sand ein. Ab und zu mithelfen beim Pipimachen im Gebüsch oder Sandkuchen essen.

17 Uhr: Einkaufen gehen. Der Große darf bezahlen und hält die ganze Supermarktkasse auf. Findet es aber klasse. Bekommt dann aber Trotzanfall, weil er den Einkaufswagen nicht mit nach Hause nehmen darf.

18 Uhr: Ab nach Hause. Baby füttern. Milchbrei machen. Dem Großen beim Malen zugucken. Baby putzen, den Rest wieder grob reinigen.

18.30 Uhr: Unser Essen vorbereiten. Dabei aufpassen, dass das Baby nicht den Radiosender verstellt und der Große beim Mithelfen sämtliche Finger absäbelt.

19 Uhr: Der Mann kommt. Essen. Geschirrspüler einräumen. Küche grob reinigen.

20 Uhr: Kinder umziehen. Zähneputzen. Baby stillen bis es schläft, dem Großen drei Bücher vorlesen.

20.30 Baby schläft.

20.45 Der Große sieht endlich ein, dass er ein bisschen müde ist und man beim Schlafen wächst (ja, geb ich zu, fauler Trick, funktioniert aber!).

21 Uhr: Der Große schläft. Ins Wohnzimmer schleichen. Tee kochen.

21 15 Uhr Das Baby will noch mal trinken und nicht im Bett schlafen sondern bei uns auf dem Sofa.

21 Uhr 30 Ab an den Computer. Arbeiten.Oder wenn das gar nicht mehr geht, weil der Kopf platzt: Lesen. Entweder um 21. 30 Uhr ins Bett. (wenn man nicht um 21 Uhr mit dem Gr0ßen schon eingeschlafen ist) oder b)

23 Uhr: ab ins Bett.

24 Uhr: Das Baby will noch mal trinken. Wenn man Glück hat, ist er dann bis 5 Uhr satt, wenn man Pech hat, muss man um 3 nochmal ran.

 Zeit für mich? Bleibt auf der Strecke

So sieht’s aus! Macht doch mit bei der Blogparade und schreibt Euren Alltag in Euren Blog und verlinkt Euch in den Kommentaren und unter  dem Mamas Mäuse-Blog – denn diese Mäusemama hatte den großartigen Einfall zu dieser Blogparade. Bin gespannt, was wir noch für Mama-Alltage geschildert bekommen…