Haushalt, Job und Familie: Mama-Alltag-Blogparade

Früher konnte ich ja nur müde lächeln, wenn es in der Vorwerk-Werbung hieß „Ich führe ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen“. Blöder Witz, dachte ich. Mittlerweile – 3einhalb Jahre nach der Geburt des Großen und 10 Monate nach der Geburt des Kleinen – weiß ich, was das bedeutet… und verstehe den tieferen Sinn hinter diesem Werbescherz. Mama-Alltag ist kein Witz und besteht auch nicht nur aus Latte Macchiato mit anderen Muttis trinken. Wenn man dazu noch arbeitet, wie nicht nur ich sondern Millionen anderer Mütter auch, dann bleibt vor allem eines auf der Strecke: man selbst. Ein großes Stück man selbst. Autonomie? Gibt man am Kreißsaal ab.

Mamas im Spagat zwischen Haushalt, Kind und Job

Auf dem Blog Mamas Mäuse – Mama bloggt habe ich diese nette Blogparade gefunden und mache hiermit mit! Meinen Mama-Alltag beschreiben, soll ich. Mache ich gerne. Im Stundentakt.

Hier also ein Durchschnittstag. Einer ohne plötzliches Fieber und Kinderarztbesuche. Davon gibt es leider auch mehr als genug. Da ist dann nix mit Stundentakt. Aber hier erst mal der ganz normale Alltag einer ganz normalen Mama!

5.30 Uhr Das Baby wacht auf und will an die Brust! Sofort! Und dann noch nach einer halben Stunde die andere Seite! Sofort!

6.30 Uhr Baby ist fertig und schläft noch mal ein. Ich auch.

6.45 Uhr Wecker klingelt. Kinder schlafen. Mann auch. Ich steh auf und schleich ins Bad, mache mich fertig. Sonst komme ich nie zum Zähne putzen, das kenn ich ja schon.

7 Uhr Der Gatte steht auf. Ich wickel das schlaftrunkene Baby und ziehe es schnell an, bevor es ganz wach wird und der Umzieh-Zweikampf beginnt. Der Große wacht auch auf und meckert erst mal „Bin noch so müde“. Er versteckt sich unter der Decke.

7.15 Uhr Mann trinkt Kaffee, ich ziehe den Großen aus dem Bett.

7.30 Uhr Alle sitzen am Frühstückstisch. Naja, Baby krabbelt und isst das, was beim gestrigen Abendbrot auf dem Boden gelandet ist. Und das ist eine große Auswahl. Ich schmiere das Brot für den Kindergarten, mache meinen Kaffee und dann auch mal mein Brot.

7.45 Uhr Mann fährt los. Ich fange langsam mal an, das Baby anzuziehen.

8 Uhr Den Großen überreden, sich auch mal umzuziehen. Dann Schuhe an, Rucksack auf, los zum Kindergarten!

8.30 Uhr Der Große ist im Kindergarten, das Baby schläft auf dem Rückweg nach Hause ein.

8.45 Uhr Baby schläft immer noch! Ab an den Computer! Arbeiten! Als Freiberuflerin arbeite ich auch in der Elternzeit, immer wenn das Baby schläft. Eine Stunde, bis er aufwacht. Die Uhr tickt. Wie mein Arbeiten so aussieht habe ich schon ein paar mal hier und hier gepostet.

10 Uhr Baby wacht auf. Mit Baby spielen, aufpassen ,dass er beim Laufenlernen nicht umkippt und nicht alleine dieTreppe hochkrabbelt. Nebenher: Wäsche waschen, Geschirrspüler ausräumen, Baby aus dem offenen Geschirrspüler rauszerren, Altpapier wegbringen. Achja, einmal stillen und dabei ein paar Emails lesen.

12 Uhr: Zeit für die Raubtierfütterung. Brei kochen, Brei füttern, Baby saubermachen, Baby umziehen, Fußboden grob reinigen.

12.30 Uhr: Spazierengehen bis Baby schläft ,denn Baby schläft nur im Kinderwagen.

12.45 Uhr: Baby schläft! Auf dem schnellsten Weg nach Hause. Ab ab an den Computer!

13.45 Baby und Kinderwagen schnappen, ab zum Kindergarten. Den Großen abholen. Wenn ich wieder arbeite, will ich das auf 14.30 steigern.

14 Uhr: Den Großen umarmen. Nach Hause. Baby wacht auf. Will den nächsten Brei. Der Große will Kakao. Füttern und mit dem Großen reden und beim Malen zugucken.

14.30 Uhr: Baby saubermachen. Esszimmerboden grob reinigen. Alles in den Geschirrspüler. Selbst mal einen Teller Müsli essen. Kaffee trinken.

15 Uhr: Spielplatz! Bei gutem Wetter andere dort treffen. Die Großen spielen alleine – yippieh! – die Kleinen graben sich im Sand ein. Ab und zu mithelfen beim Pipimachen im Gebüsch oder Sandkuchen essen.

17 Uhr: Einkaufen gehen. Der Große darf bezahlen und hält die ganze Supermarktkasse auf. Findet es aber klasse. Bekommt dann aber Trotzanfall, weil er den Einkaufswagen nicht mit nach Hause nehmen darf.

18 Uhr: Ab nach Hause. Baby füttern. Milchbrei machen. Dem Großen beim Malen zugucken. Baby putzen, den Rest wieder grob reinigen.

18.30 Uhr: Unser Essen vorbereiten. Dabei aufpassen, dass das Baby nicht den Radiosender verstellt und der Große beim Mithelfen sämtliche Finger absäbelt.

19 Uhr: Der Mann kommt. Essen. Geschirrspüler einräumen. Küche grob reinigen.

20 Uhr: Kinder umziehen. Zähneputzen. Baby stillen bis es schläft, dem Großen drei Bücher vorlesen.

20.30 Baby schläft.

20.45 Der Große sieht endlich ein, dass er ein bisschen müde ist und man beim Schlafen wächst (ja, geb ich zu, fauler Trick, funktioniert aber!).

21 Uhr: Der Große schläft. Ins Wohnzimmer schleichen. Tee kochen.

21 15 Uhr Das Baby will noch mal trinken und nicht im Bett schlafen sondern bei uns auf dem Sofa.

21 Uhr 30 Ab an den Computer. Arbeiten.Oder wenn das gar nicht mehr geht, weil der Kopf platzt: Lesen. Entweder um 21. 30 Uhr ins Bett. (wenn man nicht um 21 Uhr mit dem Gr0ßen schon eingeschlafen ist) oder b)

23 Uhr: ab ins Bett.

24 Uhr: Das Baby will noch mal trinken. Wenn man Glück hat, ist er dann bis 5 Uhr satt, wenn man Pech hat, muss man um 3 nochmal ran.

 Zeit für mich? Bleibt auf der Strecke

So sieht’s aus! Macht doch mit bei der Blogparade und schreibt Euren Alltag in Euren Blog und verlinkt Euch in den Kommentaren und unter  dem Mamas Mäuse-Blog – denn diese Mäusemama hatte den großartigen Einfall zu dieser Blogparade. Bin gespannt, was wir noch für Mama-Alltage geschildert bekommen…

 

 

6 Kommentare zu “Haushalt, Job und Familie: Mama-Alltag-Blogparade

  1. Guten Abend zusammen,

    ich kann deinen Alltag voll und ganz nachvollziehen! Habe zwar bislang nur ein Kind, aber mein Sohn wird die nächsten Tage ein Jahr alt und lernt gerade das Laufen. Ich kann auch nur arbeiten, wenn er schläft. Sonst steht er immer brav bei mir und will gleich mittippen. So kann ich einfach nicht konzentriert arbeiten. Daher arbeite ich entweder früh morgens, wenn er schläft, oder abends, wenn er dann eingeschlafen ist. Natürlich auch über den Tag, wenn er dann mal sein Nickerchen macht.

    Wenn dann einer sagt „ach du arbeitest doch gar nicht richtig“, da wird mir gleich schlecht.

    Hut ab! Mach weiter so, deine Kinder finden dich super! 🙂

    Gruß Gordana

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