Ein Kind ist kein Kind?! Wieso ich das als Dreifach-Mama nicht so sehe

Auf meiner Lesung aus meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ erzählte eine Mutter mir, dass sie ständig zu hören bekommt, sie solle sich nicht so anstellen, schließlich habe sie nur ein Kind. Und ein Kind ist kein Kind. Sagt man doch so. Sie könne diesen Satz nicht mehr hören, sagte sie. Was ich denn als Dreifach-Mutter darüber denke: Ist ein Kind wirklich kein Kind? Und dürfe sie sich deshalb nicht beklagen, dass sie zu nichts kommt? Ich muss gestehen, ich habe mich, als mein zweiter Sohn auf die Welt kam, auch gefragt, wieso mir das Leben mit nur einem Kind eigentlich manchmal so stressig vorkam. Und heute mit drei Kindern wundere ich mich, wieso mir das Leben mit nur zwei Kindern so stressig vorkam. So ändert sich die Wahrnehmung. Aber rückblickend muss ich sagen: Die Umstellung von keinem zu einem Kind war die größte. Das erste Kind hat mein Leben am meisten auf den Kopf gestellt – und dieses Auf-den-Kopf-Stellen, dieses ins kalte Wasser geworfen werden, in eine ganz neue Welt eintauchen, das war es, was das erste Kind am anstrengendsten machte. Und weshalb der Spruch „ein Kind ist kein Kind“ absolut nicht gerechtfertigt ist. Denn natürlich ist ein Kind ein Kind und es ist viel Arbeit – und natürlich dürfen auch Mütter von einem Kind sagen „ich kann nicht mehr!“

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Die ersten Sommerferien fürs Schulkind: Worauf ich mich besonders freue

Endlich! Der letzte Schultag! Sommerferien! Die große Freiheit – sechs Wochen lang! Dieses wohlige Gefühl aus meiner Kindheit ist auf einmal wieder da – nun, da mein Großer die ersten Sommerferien seiner Schulzeit hat. Das erste Schuljahr ist um – und bevor es dann in der zweiten Klasse ein wenig mehr zur Sache geht, stehen nun sechs Wochen Nichtstun an. Nein, wir werden keine Hausaufgaben machen. Nein, wir werden nichts üben oder uns sonst irgendwie auf die zweite Klasse vorbereiten. Lesen wird er ein Glück von selbst, denn das mag er wirklich gerne – und ansonsten soll er seine ersten langen Schulferien genießen. Denn das will ich auch. Ich muss gestehen: Ich freue mich genauso wi er. Ich freue mich schon seit Wochen. Und es ist fast so wie damals als ich noch ein Kind war. Man fiebert auf den letzten Schultag hin, mit jedem Tag mehr. Und dann ist er endlich da  -der letzte Schultag und man wacht morgens auf und weiß: Jetzt liegen noch sechs Wochen Ferien vor einem! Das Gefühl riecht nach warmem Sommerregen, nach Barfuß im Gras, nach Pommes am Strand, nach Sonnencreme und Bratwurst mit Senf.

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Mein Baby, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mal mit Dir schimpfen werde (… und ich weiß, dass es irgendwann so kommt)

Babys sind so knuffig, so süß. Und sie machen noch keinen Blödsinn. Also fast keinen Blödsinn. Und wenn, dann überwiegt das Süßsein so sehr, dass man Babys nicht böse sein kann. Wenn ich mir meine Babymaus so anschaue, dann könnte ich sie den ganzen Tag nur knuddeln. Und kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal mit ihr schimpfen muss. Aber ich weiß, dass es irgendwann so weit ist, mir der Kragen platzt – so wie bei meinen beiden Jungs. Ich erinnere mich noch, als mein Großer so alt war wie  seine kleine Schwester jetzt. So süß, so knuffig, mit all diesem Babycharme. Und diese Grübchen! Mit diesem kleinen Wesen einmal schimpfen? Rummeckern? Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Man will als Babymama sein Baby schließlich beschützen und wie kann man einem kleinen Wesen, was man so unglaublich doll liebt, böse sein? Wenn ich meckernde Muttis sah, war da nur ein großes Unverständnis: Wie kann die nur so rummotzen? Was hat das arme Kind getan, um sie so zur Weißglut zu bringen? Wie kann man als liebende Mutter so genervt sein, so mit seinem Kind umspringen? Ich schaute mein Baby an und konnte mir ganz und gar nicht vorstellen dass mich dieses kleine Männchen mit all seinem Babyspeck und den süßen Babygeräuschen mich auch einmal so zur Weißglut bringen könnte. Abgesehen davon, hielt ich mich für eine recht coole, gelassene Person, die so schnell nicht aus der Fassung zu bringen ist. Nun, heute, wo er 7 ist und sein kleiner Bruder 4, weiß ich, dass das sehr wohl geht.

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Wieso mich Dogmen in der Erziehung stören

Kürzlich blätterte ich in einem Erziehungsratgeber. Interessantes Thema, eine Fragestellung, die mich schon länger beschäftigte. Aber ich kam nicht weit mit dem Lesen. Denn wohin ich auch blätterte, mich verfolgte ein erhobener Zeigefinger. Am Ende blieb ein schaler Geschmack und irgendwie das Gefühl: Ich als Mama mache eigentlich alles falsch. Sprich: Ich habe versagt, weil ich es nicht so mache, wie beschrieben. Ich las die Dialoge, die als Problemlösung aufgeschrieben waren und fühlte mich erneut: schuldig. Und dachte mir: „Wer zum Teufel redet so?“ Wenn das die Lösung sein sollte (und laut Buch die einzige wahrhaftige echte umsetzbare und beste Lösung), dann versagen die Mütter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis reihenweise. Regelmäßig.   Weiterlesen

Auf den Tag genau 6 Monate alt: unsere Babymaus!

Heute habe ich übrigens Geburtstag. In zweifacher Hinsicht. Ich bin heute 38 geworden. Ja, uralt, wie mein Sohn charmant sagt. Und ich bin seit einem halben Jahr Dreifachmama. Auf den Tag genau vor 6 Monaten kam unsere Babymaus nämlich auf die Welt. Und fragt mich nicht, wo die Zeit geblieben ist?! Genau ein halbes Jahr ist es her, da lag sie auf mir mit ihrem zerknitterten Neugeborenengesicht. Und heute gluckst und plappert sie –  und die Hälfte des Babyjahres ist schon um. In einem halben Jahr wird sie ein Jahr alt! Wahnsinn, was sich in diesen Monaten alles getan hat.

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Premieren, die Mütter nicht brauchen: Arm gebrochen, Krankenhaus und OP

Es gibt Premieren, die braucht man einfach nicht. Dinge, die man nicht in einem Satz nennen möchte. Kinder und Krankenhaus ist sowas. Kind mit Vollnarkose im OP ist sowas. Es gibt Situationen, die öffnen einem die Augen. Und man ist verwundert über sich selbst – wie man auf einmal funktioniert, wie man es trotz allem schafft, die Dinge irgendwie doch positiv zu sehen. Mein Sohn hat sich den Arm gebrochen. 1000 mal ist er von der Schaukel gesprungen. 1000 mal ist nix passiert. Bis auf vorgestern. Das Ergebnis: ein weinendes, aber überraschend tapferer Junge, ein Arm, der merkwürdig abstand und ich, die alle drei Kinder ins Auto packte, ins Krankenhaus fuhr und dabei funktionierte. Überraschend souverän. Autopilot. Natürlich war der Mann gerade unterwegs -Murphys Gesetz lässt grüßen. Natürlich passierte es kurz vor Schluss unseres Freibadbesuches, als ich sagte „noch fünf Minuten, dann geht es nach Hause.“ Das Resultat: Arm gebrochen und zwar so, dass operiert werden musste.

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Ein Wochenende allein mit drei Kindern – und einem Haufen zu erledigender Arbeit

Dass Murphys Gesetz in ganz besonderem Maße für uns Eltern gilt, habe ich ja schon mal beschrieben. Und an diesem Wochenenden schlug es mal wieder so richtig zu. Das erste Wochenende alleine mit drei Kindern. Natürlich ein Wochenenden, an dem ich richtig viel zu tun habe. Es ist Ende des Monats und das heißt bei mir immer: Artikel für meine Zeitschriften-Kunden abgeben. Dazu Frühlingsfest im Kindergarten, hochsommerliche Temperaturen und drei Kinder, die alles andere im Sinn haben, als abends früh ins Bett zu gehen. Tja. Und da bin ich also, die Frau mit dem Buch mit den tollen Tipps, wie man als Mama keinen Burnout bekommt und sich Auszeiten nimmt – und befolge keinen einzigen meiner tollen Tipps, sondern stehe stattdessen selbst kurz vorm Durchdrehen. Toll Frau Expertin, das ist so wie bei den Lungenfachärzten, die zur Zigarette greifen. Einen Einblick gefällig in den ganz normalen Wochenendwahnsinn zwischen Home Office, Babystillen und  Home Office! Achja und den ersten Zahn beim Baby gab es auch noch!

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Diese Dinge sind völlig normal, liebe Mamas!

Immer wieder stoße ich in den sozialen Medien auf Fragen von Müttern, die wissen wollen, ob es normal ist, dass ihr drei Wochen altes Baby nicht durchschläft. Oder ihr Dreijähriger nicht alleine einschläft. Verunsicherte Mütter, die sich fragen, ob es normal ist, wenn ihr Zweijähriger sich nicht länger als 15 Minuten alleine beschäftigen kann oder ob es anderen auch so geht, dass ihr Vierjähriger kein Gemüse mag. Und dann sind da die Schwiegermütter oder neunmal klugen Nachbarinnen, die den Müttern erzählen wollen, dass Kinder spätestens mit sechs Monaten alleine einschlafen sollten oder die Mutter aus der Kindergartengruppe, die es gar nicht verstehen kann, dass Kinder kein Gemüse essen, denn ihre Kinder essen natürlich alles und mögen auch gar keine Süßigkeiten. Sehr hilfreich auch, vielen Dank. Dabei gibt es so viele Dinge im Leben mit Kindern, die einfach normal sind. Die ganz und gar kein Grund zur Sorge sind. Und bei denen man sich gar keinen Kopf machen sollte, ob man selbst etwas falsch macht oder das Kind. Diese Dinge, liebe Mamas, sind einfach ganz normal!

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Und da fiel auf einmal der Strom samt Handy aus …

Eigentlich wollte ich heute ja arbeiten. Zwei Texte müssen morgen abgegeben werden. Und für Euch wollte ich einen neuen Blogpost schreiben. Unsere liebsten Wohnmobilstellplätze in  Schweden vorstellen und Euch Fernweh bereiten. Tja. Eigentlich. Doch kaum saß ich am Laptop: Ping. WLAN weg. Schreib ich halt offline, dachte ich. Doch leider war der Laptop nicht wirklich aufgeladen. Typisch. Ping. Laptop aus. Sicherung geflogen? Nö. Nur der Strom weg, Und damit auch das Festnetztelefon und Internet. Hast ja noch das Handy. Dachte  ich. Doch da standen  links oben in der Ecke die unheilvollen Wörter „Kein Netz“. Der Strom kommt bestimmt gleich wieder. Dachte ich.  Doch es sollte vier Stunden dauern, bis wir wieder an den Rest der Welt angeschlossen waren… Weiterlesen

Ein Recht auf heile Welt – wieso ich meinen Kindern nicht alle Nachrichten erzähle

Bombenangriff hier, Mann erschlägt Frau dort, danach noch ein Busunfall mit fünf Toten und der misshandelte Säugling und zum Abschluss noch das Auto, das in die Menschenmenge gerast ist: Wenn man heutzutage die Nachrichten im Radio hört, dann will man eigentlich gar nicht hinhören. Und schon gar nicht, möchte ich, dass meine Kinder es hören. Also bin ich dazu übergegangen, das Radio zur vollen Stunde leiser zu drehen. Seit mein Großer lesen kann, öffne ich die Zeitung morgens auch nicht mehr unbefangen, sondern drehe die Seiten so, dass er sie nicht einfach mitlesen kann. Weil ja fast jeden Morgen etwas drinsteht, das ich meinen Kindern nicht zumuten will. Weil auf dieser Welt zu viele Dinge geschehen, die ich noch nicht einmal verstehe. Die ich mir gar nicht vorstellen will. Und mich dennoch damit auseinandersetze – weil man gar nicht drum herum kommt (und ich als Journalistin auch eine gewisse Kenntnis der Nachrichtenlage haben sollte). Aber meine Kinder, die möchte ich so lange es geht, in ihrer heilen Welt lassen. In der keine Verrückten mit ihrem Auto in ein Straßencafé fahren, in der niemand seinen neugeborenen Säugling einfach aussetzt, in der es keine Giftgasangriffe oder Atombomben gibt.

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