Mütter, Ihr seid toll!

Ganz gleich, was Euch jemand einreden möchte: Liebe Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn die Dame an der Supermarktkasse Euch einen schalen Blick zuwirft und meint, besser zu wissen, was Euer Baby gerade braucht. Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn Eure Schwiegermutter meint, Ihr würdet Euer Baby verwöhnen, wenn Ihr es auf den Arm nehmt. Mütter, Ihr seid gut, genauso wie Ihr seid. Auch wenn die Instagram-Mami die sauberere Wohnung, Top-Kleidung ohne Flecken und keine Ringe unter den Augen hat. Vergesst nicht – auf den Bildern wird immer nur eine Ecke des  Zimmers gezeigt und in der nicht gezeigten Ecke gibt es genau wie bei Euch Staubflusen und Geschirrberge. Weiterlesen

20 Jahre Abitur – echt jetzt?!

Vor genau 20 Jahren habe ich meine Schule zum letzten Mal betreten. Unglaublich. Vor 20 Jahren war unsere Abi-Entlassungsfeier und ich habe die Abschiedsrede gehalten. Vor 20 Jahren stellten wir uns alle in eine Reihe auf für das Abschlussfoto. Und hoben abends unsere Gläser beim Abi-Ball. 20 Jahre ist das her – echt jetzt? Als ich die letzten Wochen die aktuellen Abiturienten feiern sah, wurde mir auf einmal klar: Als ich vor 20 Jahren mein Abi machte, waren diese jungen Leute noch nicht einmal auf der Welt! Und das war irgendwie ein echt verrücktes Gefühl. Denn das zeigte mir, wie die Zeit vergeht und wie wir Jahr für Jahr älter werden, egal, wie jugendlich wir uns anziehen. Ja, irgendwann wird man auf einmal von Jüngeren gesiezt und es fällt einem auf: Wir sind nicht „nur ein bisschen älter“ sondern eben mal doppelt so alt! Weiterlesen

Im August erscheint mein neues Buch – und so ist es entstanden

Kurz vor Weihnachten wurde es dann doch noch mal stressig. Dabei hatte ich es diesmal so gut geplant: Mit viel Zeitpuffer und ohne Stress sollte mein Buch „Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst“ (Affiliate Partnerlink) entstehen. Das wäre ja wohl gelacht, dachte ich. Und während ich ironischerweise Workshops und  Interviews zum Thema „Burnoutprävention für Mütter“ gab, war ich mal wieder ordentlich am Rotieren. Dabei sollte ich es doch mittlerweile wirklich besser wissen, wie man sich seine Arbeit einteilt und mit klugem Zeitmanagement seine Termine einhält. Ich greife mal kurz vorneweg: Ich habe es diesmal tatsächlich sehr viel besser hinbekommen als die letzten Male, auch wenn die Umstände wirklich nicht leicht waren. Ich war vorm Abgabetermin fertig mit dem Manuskript, ich hatte genug Zeit zum Gegenlesen und für den Feinschliff – aber entgegen aller guter Vorsätze kam dann doch hin und wieder Stress auf… Denn: Arbeiten mit Baby ist so eine Sache. Weiterlesen

Magic Aufräuming nach der Ganznormalemama-Methode (oder: Wie ich an Marie Kondo scheiterte)

Jedes Jahr kurz nach Weihnachten packt mich nicht nur das Fernweh, sondern auch die Sehnsucht nach einem aufgeräumten Zuhause. Nach einem Esszimmer, das auch seinen Namen verdient, nach einem Sofa, auf das man sich setzen kann, ohne vorher sieben Bücher, zwanzig Legosteine und vier Kuscheltiere zur Seite zu räumen. Ich kaufe Hyazinthen und Tulpen, um den Frühling einziehen zu lassen und suche verzweifelt nach einem Ort, an dem ich die Vase abstellen kann. Der ist schwer zu finden, weshalb die Blumen ein eher trauriges Dasein zwischen Altpapierstapeln und partnerlosen Socken fristen. Ich will Ausmisten, mich befreien von all dem Ballast und endlich nicht mehr über Stapel alter Zeitschriften stolpern, wenn ich die Treppe hochgehe! Ich will endlich wieder Platz im Kleiderschrank und in den Küchenschränken. Und ich will einen Platz für all die Dinge, für die man keinen festen Platz hat und sie deshalb auf jeder frei verfügbaren Fläche ablegt. Jedes Jahr dasselbe um die Jahreszeit und es geht nicht  nur mir so. Ausmisten ist das Top-Thema in allen Zeitschriften und nun geht Marie Kondo, DIE Aufräumqueen schlechthin, sogar mit einer Netflixserie an Start. Mit Marie Kondo werde ich meine Ausmist-Challenge jedoch nicht starten, denn ich scheiterte an ihrem Konzept vor zwei Jahren grandios. Ein neues Konzept muss her!   Weiterlesen

Wie sich das Prinzip „Weniger ist mehr“ durch die gesamte Elternschaft zieht

Weniger ist mehr. Habt Ihr sicher schon mal gehört. Weniger Deko im Wohnzimmer, weniger Make Up im Gesicht, weniger Schaumfestiger im Haar und weniger Salz in der Suppe. Viel wichtiger aber ist das Prinzip „Weniger ist mehr“ im Familienleben. Es ist sozusagen die Geheimzutat für entspanntes Elternsein. Denn es lässt sich so wunderbar im Alltag einsetzen. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so. Weiterlesen

Du merkst, dass du alt bist, wenn die Modesünden deiner Kindheit plötzlich wieder angesagt sind

Jetzt bin ich wirklich alt. Denn die Karottenjeans ist zurück! Auf einmal tragen alle diese unförmigen Jeans mit meterhohem Hosenbund bis über den Bauchnabel. So wie damals, Ende der 80er, Anfang der 90er. Wenn du merkst, dass die Modesünden deiner Kindheit und Jugend plötzlich wieder in, angesagt, trendy oder wie auch immer sind – dann weißt du: Du bist alt. Alles kommt wieder. Man muss seine Klamotten nur lange genug aufbewahren, dann kann man sie wieder ohne schlechtes Gewissen anziehen und ist voll en vogue. Ausgerechnet die Karottenjeans! Die Highwaisthosen! Die Katastrophe der 80er! Leute, diese Hosen sahen damals schon … suboptimal aus. Und es hat sich nichts geändert: Diese Jeans stehen nur wenigen. Sie machen immer noch einen Po wie eine Riesenbirne. Aber es ist ja noch schlimmer. Die Bodys sind auch wieder da! Nicht die für Babys. Sehen aber genauso aus. Mit Knopfleiste unten. Und für erwachsene Frauen. Dazu eine Highwaistkarotte und man ist trendiger als trendy. Weiterlesen

„Mama, was ist Krieg?“

Die schönsten Gespräche mit meinen Kindern entwickeln sich oft abends im Bett. Wenn das Buch durchgelesen ist und ich gerade das Licht ausmachen möchte. Und dann kommen sie, die Fragen über das Leben. Kinder sind ja geborene Philosophen, ihre Gedankengänge überraschen immer wieder – und ihre Fragen sind nicht immer leicht zu beantworten. „Mama, was ist Krieg?“ wollte der Fünfjährige vor dem Schlafengehen wissen. Es ist so eine Frage, bei der man sein kleines Kind am liebsten nur noch festhalten möchte und nie mehr loslassen möchte. Und am liebsten gar nichts antworten möchte, am liebsten einfach nur „das ist etwas, was es vor langer Zeit auf der Erde mal gab, aber heute nicht mehr.“ Nur: Diese Antwort ist leider falsch. Und auch wenn ich meine Kinder vor allem Bösen beschützen möchte, ich kann es nicht. Die Welt ist nun mal so, wie sie ist. Und Kinder haben ein Anrecht auf ehrliche Antworten. Solange sie altersgerecht sind. Denn sie haben auch ein Recht auf heile Welt, zumindest in den ersten Lebensjahren. Mein Siebenjähriger nahm die Antwort vorneweg und ein Glück hatte ihn in der  Schule noch kein anderes Kind „verdorben“ und seine Antwort war kindergartenkindgerecht: „Das ist, wenn Länder Streit haben und sich bekämpfen.“   Weiterlesen

„Na, da haben Sie sich gefreut, dass es nach zwei Jungs noch ein Mädchen gab“

Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich diesen Satz gehört habe (von total Fremden!), seit mein Babymädchen auf der Welt ist. „Na, da haben Sie sich sicher gefreut, dass Sie nach zwei Jungs noch ein Mädchen bekamen.“ Oder in der Variation „Nun müssen Sie ja nicht mehr üben, höhö.“ Oder: „Ist das nicht schön, dass Sie nun doch noch ein Mädchen bekommen haben?“ Ja! Natürlich ist es schön. Und ich habe mich unglaublich gefreut. Und ich finde es tatsächlich die beste Geschwisterkombination, die ich mir vorstellen kann: zwei große Brüder und eine kleine Schwester. Ich gebe auch ganz offen zu: Wenn man mich vorher gefragt hätte, was ich mir lieber wünsche, dann hätte ich gesagt „ein Mädchen“. Weil ich es einfach toll finde, nun nicht nur zwei Jungs beim Aufwachsen zu begleiten, sondern auch ein Mädchen. Mit dem ich noch einmal andere Dinge erlebe, mit dem ich später  vielleicht auch ganz andere Dinge besprechen werde. Aber das ändert nichts daran, dass ich diese Frage von total Fremden irgendwie dreist, fast schon unverschämt finde.   Weiterlesen

Interview mit einer Mutter: „Wieso ich mich entschieden habe, Hausfrau zu sein“

Vor kurzem hatte ich ein Interview auf dem Blog mit einer Mutter, die mir erzählte, wie sie und ihr Mann sich Haushalt, Kinderbetreuung und Arbeit gleichermaßen aufteilen und beide auf Teilzeit reduziert haben. Echte Gleichberechtigung und Vereinbarkeit, hat mir die Mutter im Interview erzählt. Daraufhin erhielt ich viele Kommentare und Emails von Müttern, die es ähnlich hielten, aber auch von Müttern, die es gerne so machen würden, aber deren Mann es nicht möchte. Und eben von einer Mutter, die mir von ihrem Weg erzählte: Sie hat sich nach der Geburt des ersten Kindes ganz bewusst entschieden, Hausfrau zu sein. Trotz Ingenieursstudium und besten Karrierechancen. Dass sie für ihr Lebensmodell ebenso kritische Kommentare bekommt, wie die Mutter, die mit ihrem Mann gemeinsam Teilzeit genommen hat und alles zur Hälfte aufteilt, ist irgendwie bezeichnend für Deutschland im Jahr 2018, oder? Egal, wie man es macht, irgendjemand meckert immer. Weshalb wir auch nicht versuchen sollten, es anderen recht zu machen, sondern einfach unseren eigenen Weg gehen sollten. Was die Hausfrau-Mutter zu ihrem Weg bewegt hat und wie andere ihr dabei begegnen, hat sie mir im Interview erzählt:  Weiterlesen

Wieso ich meine Kinder erziehe – und es nun mal nicht ohne Regeln geht

Was ist eigentlich neuerdings so schlimm daran, seine Kinder zu erziehen? Wieso wird sich über Regeln lustig gemacht? Und wieso hat das Wort erziehen so einen negativen Beiklang und wurde durch Beziehung ersetzt? Eine Beziehung zu meinen Kindern habe ich sowieso, nämlich eine ganz besondere, einzigartige, mit nichts vergleichbare. Ist es denn so verwerflich, trotz dieser besonderen Beziehung auch noch zu erziehen? Vielleicht, wenn man Erziehung gleichsetzt mit Strafen, Meckern, Rohrstock – aber ganz ehrlich, das ist doch nicht Erziehung, also jedenfalls nicht die heutige Erziehung (hoffe ich doch mal). Erziehung ist vielfältig,  Erziehung ist mal strenger, mal lockerer und vor allem: individuell (das ist mir ganz wichtig- ich will hier niemanden bekehren oder sagen, dass mein Weg der beste ist. Es ist ja individuell. Wie gesagt. Aber ich will mir mal meine Meinung von der Seele schreiben.) wo war ich stehen geblieben? Erziehung ist individuell. Und ja, in der Erziehung gibt es Regeln – und auch bei uns zuhause gibt es Regeln. Denn ohne Regeln funktioniert unsere Gesellschaft nicht, unser Miteinander. Und ja, auch das müssen Kinder lernen. Und ja, ich finde daran ist gar nichts Verwerfliches. Denn die meisten Regeln sind einfach sehr sinnvoll, begründen sich auf Rücksichtnahme und Respekt vor anderen. Was nicht heißt, dass es auch absolut blödsinnige, überflüssige Regeln gibt. Aber nur weil es diese gibt, muss man die sinnvollen doch nicht gleich verteufeln?

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