Und da fiel auf einmal der Strom samt Handy aus …

Eigentlich wollte ich heute ja arbeiten. Zwei Texte müssen morgen abgegeben werden. Und für Euch wollte ich einen neuen Blogpost schreiben. Unsere liebsten Wohnmobilstellplätze in  Schweden vorstellen und Euch Fernweh bereiten. Tja. Eigentlich. Doch kaum saß ich am Laptop: Ping. WLAN weg. Schreib ich halt offline, dachte ich. Doch leider war der Laptop nicht wirklich aufgeladen. Typisch. Ping. Laptop aus. Sicherung geflogen? Nö. Nur der Strom weg, Und damit auch das Festnetztelefon und Internet. Hast ja noch das Handy. Dachte  ich. Doch da standen  links oben in der Ecke die unheilvollen Wörter „Kein Netz“. Der Strom kommt bestimmt gleich wieder. Dachte ich.  Doch es sollte vier Stunden dauern, bis wir wieder an den Rest der Welt angeschlossen waren… Weiterlesen

Ein Recht auf heile Welt – wieso ich meinen Kindern nicht alle Nachrichten erzähle

Bombenangriff hier, Mann erschlägt Frau dort, danach noch ein Busunfall mit fünf Toten und der misshandelte Säugling und zum Abschluss noch das Auto, das in die Menschenmenge gerast ist: Wenn man heutzutage die Nachrichten im Radio hört, dann will man eigentlich gar nicht hinhören. Und schon gar nicht, möchte ich, dass meine Kinder es hören. Also bin ich dazu übergegangen, das Radio zur vollen Stunde leiser zu drehen. Seit mein Großer lesen kann, öffne ich die Zeitung morgens auch nicht mehr unbefangen, sondern drehe die Seiten so, dass er sie nicht einfach mitlesen kann. Weil ja fast jeden Morgen etwas drinsteht, das ich meinen Kindern nicht zumuten will. Weil auf dieser Welt zu viele Dinge geschehen, die ich noch nicht einmal verstehe. Die ich mir gar nicht vorstellen will. Und mich dennoch damit auseinandersetze – weil man gar nicht drum herum kommt (und ich als Journalistin auch eine gewisse Kenntnis der Nachrichtenlage haben sollte). Aber meine Kinder, die möchte ich so lange es geht, in ihrer heilen Welt lassen. In der keine Verrückten mit ihrem Auto in ein Straßencafé fahren, in der niemand seinen neugeborenen Säugling einfach aussetzt, in der es keine Giftgasangriffe oder Atombomben gibt.

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Fragen vor dem Einschlafen – Philosophie mit Kindern

„Mama“, sagte mein Großer plötzlich vor dem Einschlafen. „Mama, wenn du ein anderes Kind hättest, würdest du dem auch sagen, dass du es so lieb hast, oder?“ Und bevor ich etwas antworten konnte, fuhr er fort: „Denn dann wüsstest du ja gar nichts von uns.“ Siebenjährige laufen kurz vor dem Einschlafen zur Höchstform auf. Philosophie um 20 Uhr, wenn eigentlich auf dem Sofa eine Zeitschrift auf einen wartet.  Weiterlesen

Was ich heute mal wieder nicht geschafft habe…

Achja. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Und er hatte wieder nur 24 Stunden. Und sechs bis sieben davon würde ich gerne noch schlafen. Um dann morgen vielleicht so ausgeschlafen zu sein, dass ich mal das schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Was ich ewig vor mir herschiebe. Und das, was halt so erledigt werden muss. Und so schlafe ich ein mit der stillen Hoffnung, ab morgen könnte sich wie durch ein Wunder die Erdumdrehung verringern (Asteroideneinschlag im Pazifik oder ein Sonnensturm mit bremsender Rotationswirkung?!) und der Tag hat auf einmal 26 Stunden. Ach Quatsch, wenn schon denn schon. 28 Stunden. Dann würde ich vielleicht mal alles schaffen. Oder zumindest 50 Prozent dessen, was so zu tun ist. Stattdessen habe ich mal wieder nichts geschafft…

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Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein – mein neues Buch!

Es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und über das ich auf dem Blog schon häufiger geschrieben habe: Der Perfektionismuswahn in unserer Gesellschaft und was der Druck mit uns Müttern anstellt. So sehr liegt mir dieses Thema am Herzen, dass ich darüber ein ganzes Buch geschrieben habe! „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter“ heißt es und ist HEUTE im Trias Verlag erschienen, wo auch schon mein Erziehungsratgeber „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder“ erschienen ist. Nun also ein Ratgeber für Mütter. Doch es ist nicht nur ein Buch voll mit Tipps, wie man als Mutter nicht ausbrennt und sich Auszeiten nimmt – es geht in meinem neuen Buch auch darum, wieso Mütter heutzutage eigentlich so unter Druck stehen, was das mit der Gesellschaft und den Sozialen Medien zu tun hat – und woran man eigentlich erkennt, wenn es alles zu viel ist.

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Wo sind all die Gitarren hin?

Heute mal etwas off the Topic. Darf auch mal sein, oder? Die ganznormalemama ist ja eigentlich ein Familienblog und was zum Teufel hat Rockmusik mit Kindern zu tun? Egal. Ich muss mir mal was von der Seele schreiben und dafür sind Blogs ja da. Also waren sie zumindest in grauen Vorzeiten bevor man sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzte. Ich vermisse die Gitarren. Die E-Gitarren im Radio. Ich höre selten Radio, was zum einen daran liegt, dass ich selten Auto fahre und zum anderen daran, dass meine Jungs in der Küche am liebsten den alten Kassettenrecorder anschmeißen und zum 2457. Mal „Wicki und die starken Männer“ hören. Letztens waren wir wieder im Auto unterwegs, hörten einen ganz normalen Radiosender mit den Hits der 2000er und von heute, was halt so läuft an angesagter Musik. Ach. Merkt man daran, dass man alt ist? Dass man mit den Hits von heute nur noch wenig anfangen kann? Und sich nostalgisch nach alten Zeiten sehnt? Ich jedenfalls vermisste schmerzlich den guten alten E-Gitarren-Sound.

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Die Zeit kurz vorm Stichtag… immer wieder magisch

Am Anfang hat man das Gefühl, als wolle die Zeit einfach nicht vergehen. Man zählt die Tage, die Wochen. Hat das Gefühl, als sei die Zeit wie Kaugummi, bis endlich die 12. Woche erreicht ist. Und irgendwann im Laufe der Schwangerschaft beginnt die Zeit plötzlich zu rasen. Ehe man sich versieht, ist das letzte Trimester da, dann kommt der Mutterschutz und man denkt: Ach, jetzt noch mal ganz gemütlich. Nix da – plötzlich steht der Stichtag vor der Tür und man fragt sich: Wo ist die Zeit eigentlich hin?! Bei dieser dritten Schwangerschaft ging alles noch rasanter als bei den ersten beiden. Und jetzt, so knapp eine Woche vorm Stichtag? Da ticken die Uhren auf einmal wieder langsamer. Diese letzten Tage haben etwas Besonderes an sich, fast schon etwas Magisches. Weiterlesen

Was ich an Attachment Parenting nicht mag

Versteht mich nicht falsch. Den Grundgedanken von Attachment Parenting finde ich toll. Und vieles fließt in die Erziehung unserer Kinder mit ein. Floss übrigens schon mit ein, bevor ich den Begriff Attachment Parenting zum ersten Mal gehört habe. Wir leben sehr bindungsorientiert – ganz bewusst. Aber dennoch nervt mich die Attachment Parenting „Bewegung“ ganz gewaltig! Wieso? Obwohl ich doch selbst so viel davon in unser Familienleben integriert habe? Weil es leider so viele Eiferer gibt, so viele Mütter, die das Attachment Parenting fast schon sektenmäßig vorantreiben und alle anderen, die nicht so verfahren wie sie, verurteilen, als etwas Schlechteres sehen, auf sie hinabblicken (nicht nur bei AP, klar, aber dort auffallend oft). In den sozialen Medien bin ich immer wieder schockiert, wie rau der Ton geworden ist und wie sehr sich Mütter gegenseitig zerfleischen. Wer mich kennt, weiß: Dogma finde ich doof. Dogmen jeglicher Art. Und noch viel mehr, wenn es um so etwas Privates wie das Familienleben geht. Doch leider wird gerade Attachment Parenting von vielen so verbissen und dogmatisch vorangetrieben – was ich sehr schade finde und was ich daran wirklich nicht mag.

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Die ersten Schultage – ein kleines Zwischenfazit über den Schulbeginn

Unglaublich – nun hat mein Großer schon die ersten richtigen Schultage hinter sich. Nach der Einschulung ging es ja erst so richtig los: Nun begann der Schulalltag. Der für so einen Erstklässler natürlich erst einmal richtig spannend ist. Er meistert die Umstellung von Kindergarten auf Schule viel besser als erwartet – für mich hingegen ist vieles noch ganz schön ungewohnt und neu. Und ich gestehe: Ich muss mich wirklich erst einmal an diese neue Situation gewöhnen…

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Schwangerschaftsupdate SSW18: Unser Baby wird ein…

Hatte ich mir nicht irgendwann vorgenommen, diese dritte (und wahrscheinlich letzte) Schwangerschaft noch mal so richtig zu genießen? Den wachsenden Bauch zu dokumentieren und mir Zeit dafür zu nehmen? Nun. Das mit den guten Vorsätzen ist ja immer so eine Sache. Irgendwie haut das bei mir nie hin. Jetzt bin ich tatsächlich schon in der 19. Woche und habe noch mehr als bei den letzten beiden Schwangerschaften das Gefühl, die Zeit rast. Zeit für ein kleines Schwangerschaftsupdate aus der SSW18, in der wir nun auch erfahren haben, ob unsere Jungs ein Schwesterchen bekommen oder ob wir demnächst eine Rasselbande mit drei Jungs durchs Haus rennen haben…

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