Zwei große Brüder und eine kleine Schwester: Eine Traumkombination?

Zwei große Brüder, an die man sich anlehnen kann, die für einen da sind, einen in Schutz nehmen und dann auch noch tolle Freunde haben, in die man sich verlieben kann? Das ist mal ne Kombi! Eine Geschwister-Traumkombination, finde ich. Wie es wirklich ist, weiß ich nicht, ich habe einen kleinen Bruder. Der jetzt trotzdem einen Kopf größer ist als ich und mich somit bestens beschützen kann 🙂 Aber diese Geschwisterkombination ist trotzdem so etwas wie eine Traum-Kombination, finde ich. Und bisher scheint das, was ich mir so rosig ausmale, seit ich wusste, dass unser drittes Kind ein Mädchen wird, tatsächlich aufzugehen. Denn unsere beiden  Jungs kümmern sich rührend (jeder auf seine Art) um ihre kleine Schwester und sind supersüße große Brüder.

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Zwei Kindern gerecht werden – manchmal ein Balanceakt

Meine Jungs sind ein Herz und eine Seele. Wenn sie sich nicht gerade um den Duplobagger streiten oder der Kleine dem Großen eins mit dem Krokodil über die Rübe zieht. Sie können wunderbar miteinanderspielen und bringen sich gegenseitig so zum Lachen, wie es kaum ein anderer kann. Sie lieben es, gemeinsam Quatsch zu machen und sich gegen die Großen zu verbünden. Und das Mamaherz geht auf, wenn sie Hand in Hand zum Kindergarten schlendern. Aber dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen es einfach so schwer ist, zwei Kindern gerecht zu werden. In denen man sich manchmal einfach zerreißen möchte.

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So wünscht man es sich als Mutter: Zwei Brüder, die sich verstehen wie Freunde. Und obwohl es bei uns meistens so ist- manchmal ist es doch schwer, beiden Kindern gerecht zu werden.

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Geschwisterstreit: Typische Streitgründe meiner Kinder

Geschwister, die sich nie streiten? Gibt es nicht – oder hat hier jemand den Gegenbeweis?! Meine Kinder können wunderbar miteinanderspielen. Um sich dann urplötzlich von der einen Minute zur anderen total zu zoffen. Geschwisterstreit kann sowas von nerven! Die Streitgründe? Aus Elternsicht  meistens sowas von banal. Aus Kindersicht gerade das wichtigste Problem der Welt. Die 10 typischten Gründe für einen Streit unter Brüdern habe ich einmal für Euch zusammengetragen – wem kommt das noch bekannt vor?!

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Ein Herz und eine Seele? Ja. Können diese beiden Brüder sein. Aber aus für Eltern nicht immer klar ersichtlichen Gründen mutieren sie urplötzlich zu veritablen Streithähnen!

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So unterschiedlich können Geschwister sein!

Es ist schon spannend, diese Sache mit den Genen und den schier unendlichen Kombinationen. Ein und dieselben Eltern und trotzdem sind Geschwister manchmal so unterschiedlich. Nicht nur optisch, sondern auch in ihrer ganzen Art. So wie meine beiden Jungs, die mich immer wieder überraschen und sich mit all ihren Gegensätzen so wunderbar ergänzen.

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Geschwisterliebe.

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Zwei Kinder: Man wächst mit seinen Aufgaben

Zwei Kinder machen mehr Arbeit, zwei Kinder machen mehr Lärm, zwei Kinder machen mehr Chaos und zwei Kinder machen mehr Quatsch: Aber zwei Kinder machen auch mehr Spaß und mehr Freude. Und überhaupt. Wieso zwei kleine Chaoten besser sind als einer – zu dieser Blogparade (#mehralschaos) haben Mama on the rocks und Mama Schulze aufgerufen. Da mache ich gerne mit – denn bei uns herrscht eindeutig mehr als Chaos und das ist auch gut so!

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So friedlich miteinander spielen sie leider nicht immer… zwei Kinder bedeutet auch: Streit unter Geschwistern.

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Was beim Zweiten anders ist Teil II

Man wird deutlich cooler beim zweitenKind. Und sieht vieles nicht mehr so eng. Man ist einfach entspannter. Da ist zum Beispiel das Wickeln. Wurde der Große als Baby sogar nachts im Zweistundentakt gewickelt, muss der Kleine jetzt die ganze Nacht in einer Windel ausharren und bekommt auch tags nur eine frische, wenn ein großes Geschäft reinging oder die Pipiwindel kurz vorm Überlaufen ist.

A propos Wickeln:Feuchttücher waren beim Großen in den ersten Monaten eine gaaanz große Ausnahme. Nur unterwegs. Zuhause natürlich nur warmes Wasser und ein kuschelweicher Waschlappen. Bloß keine Chemie auf Babys Po! Was soll ich sagen, als der Große sechs Monate alt war, gab es nur noch Feuchttücher, die sensitiv ohne alles zwar, aber die bösen Feuchttücher. Beim Kleinen gab es nie einen Waschlappen. Und auch kein warmes Wasser. Sondern von Anfang an Feuchttücher. Die hatten sie übrigens auch im Krankenhaus. Es gab sie also vom ersten Tag an.

Und jeden Morgen einen frischen Body? Gab’s beim Großen. Wir wechseln ja auch täglich die Unterhose. Also jeden Morgen die kleinen Ärmchen durch die Ärmel friemeln, das Ding gegen Babys Willen über den Kopf ziehen.. puh. Quatsch Unterwäsche! Die Windel ist Babys Unterhose! Also wird bei Baby Nummer 2 der Body auch mal einen zweiten und ja auch einen dritten Tag angelassen. Bis mal eine Windel überläuft, was ja irgendwie ständig geschieht (immer dann, wenn man eh spät dran  ist und das Kind endlich angezogen hat und in den Kinderwagen packen will – aber das ist eine andere Geschichte).

Wurde der Große nach jedem Stillen so lange „beklopft“ bis ein Bäuerchen kam, kommt beim Kleinen eins oder es kommt nicht. Es stört ihn auch gar nicht, wenn keins kommt.. (siehe auch: https://ganznormalemama.wordpress.com/2013/12/02/was-beim-zweiten-kind-anders-ist/ oder Immer wieder ein Wunder)

Waren wir beim Großen noch darauf bedacht, ja nicht zu viel Trubel zu haben und genug Routine im Alltag (bloß nicht zu viele Reize -Reizüberflutun = ganz böse!), muss der Kleine nachmittags notgedrungen im Kinderchaos klarkommen: Da düst der Große mit demRutscheauto um ihn herum, hüpft vorm Schlafengehen  übers Bett oder wirft beim Essen mut Brot. Und der Kleine? Findet es klasse. Er ist der größte Fan seines großen Bruders, verfolgt ihn mit neugierigen Blicken und rudert begeistert mit den Armen, je lauter der Radau, umso begeisterter.

Beim ersten Kind habe ich auch die Wochen gezählt – und es gar nicht verstanden, wenn Mütter nur die Lebensmonate ihrer Kinder kannten. Was soll ich sagen? Mein Kleiner ist jetzt vier Monate alt – aber den Überblick über die Wochen habe ich verloren…

Man macht sich auch weniger Gedanken über die Entwicklung. Greifen, drehen, robben, das kommt alles von alleine. Man freut sich über die Entwicklungsschritte, aber feiert sie nicht mehr wie beim Ersten. Und vergleicht sich nicht mehr mit anderen.

Das wird sich noch weiter so fortsetzen… wenn es mit dem Brei losgeht zum Beispiel. Alles selbstgekocht und natürlich so bio wie es überhaupt geht?! Gläschen, oh Gott, bloß nicht?! Ich befürchte, das wird nicht durchzuhalten sein. Ich gestehe auch, ich würde ihm sogar ein kaltes (!) Möhrengläschen geben. Oder den Nachmittagsobstbrei zum Mittagessen, wenn man unterwegs ist… Ja, ich würde den Essensrhythmus wissentlich durcheinander bringen! Frevel!

Ja, man wird etwas gelassener. Und undogmatischer. Erkennbaren Schaden hat unser Kleiner bisher nicht genommen. Eines halte ich aber genauso ein wie beim Großen: Ich lasse ihn nicht schreien.

 

 

Das Geschwisterkind ist da – wie werde ich zwei Kindern gerecht?

Da sind sie nun, die zwei Brüder. Der Große ist kein Einzelkind mehr. Ich hatte ja bereits vor der Geburt des Kleinen über meine Gedanken und Befürchtungen geschrieben, beiden Kindern gleichermaßen gerecht zu werden. In der Theorie ist man denn auch gut gewappnet gegen eventuelle Eifersuchtsanfälle beim großen Kind, hat sich vorbereitet auf allerhand schwierige Situationen und durchgespielt, wie man beiden Kindern gerecht werden kann. Man hat das große Kind vorbereitet auf das Geschwisterkind, all die Bücher gelesen und die Bilderbücher angeschaut. Man hat ihn an der Schwangerschaft teilhaben lassen und den Ratschlag beachtet, keine falschen Versprechungen zu machen. Mein großer Sohn wusste: Da kommt ein Baby auf die Welt und das kann am Anfang nur schreien, schlafen, trinken und zwar an Mamas Brust. Es dauert eine Weile, bis der kleine Bruder Duplos bauen kann.

Soweit  die Theorie. Und dann wird man in die Praxis geworfen.

Babyhände, zwei Kindern gerecht werden

Egal, wie gut man sich auf die Geburt des zweiten Kindes vorbereitet: Das Gefühl, zwei Kindern nicht gerecht zu werden, zerreißt einen doch.

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Was beim zweiten Kind anders ist…

Mittlerweile haben wir uns alle gut aneinander gewöhnt. Der große Bruder ist der tollste große Bruder, den man sich vorstellen kann: Immer will er mit seinem kleinen Bruder kuscheln, streichelt ihm übers Haar und zeigt ihm die Lieblingsspielzeuge. Wenn der kleine Bruder weint, fragt der Große besorgt: „Was hat er denn?“

Der Zauber ist immer noch da, auch beim zweiten Kind. Es gibt Dinge, die werden einfach nicht zur Routine!

Darüber hatte ich ja auch hier  https://ganznormalemama.wordpress.com/2013/11/25/immer-wieder-ein-wunder/  geschrieben.

Beim zweiten Kind hat man mehr Routine – was vieles einfacher macht

Es gibt nichts Schöneres als abends mit den beiden Kindern im Arm einzuschlafen. Der Große kommt einem so groß vor, der Kleine so klein. Es gibt nichts Schöneres als an dem Baby zu schnuppern, dieser unverwechselbare Babygeruch, den die Kleinen in den ersten Wochen an sich haben. Diese federweichen Haare, die sich anfühlen wie Kükenfedern! Und die großen Augen, mit denen er in die Welt schaut, so neugierig – es gibt ja auch viel kennenzulernen!

Aber es gibt auch Dinge, die beim zweiten Mal anders sind. Routine, die man nicht vergessen hat. Das Wickeln. Es geht so viel leichter von der Hand. Das Anziehen der klitzekleinen Babysachen. Was haben wir beim ersten Mal noch geflucht, wenn sich dieser kleine Arm nicht in den Pullover stecken ließ! Diesmal geht es ruckzuck, als ob wir nix anderes getan haben. Überhaupt, das ganze Handling. Es war sofort wieder da – vom ersten Augenblick an. Kopf abstützen, Baby hochheben, im Arm wiegen, wippen, eingespeicherte Handgriffe.

Das Stillen: Es klappte auf Anhieb, als ob da dieses Jahr Pause nicht gewesen war. Baby andocken, sich bequem hinsetzen, nebenher mit einer Hand essen oder Emails schreiben – sowas verlernt man nicht!

Die Coolness, wenn der Kleine unruhig ist: Kein nervöses Herumdoktorn. Kein „Was hat er denn?“ Sondern souveränes Trösten, alle Möglichkeiten durchspielen und viel schneller die Lösung herausfinden.

Eines ist unverändert beim zweiten Kind: die Mutterliebe

Und was genauso ist wie beim ersten Kind: Die Mutterliebe, vom ersten Augenblick an. Man will nichts anderes, als dieses kleine Wesen beschützen, hofft und bangt, dass es ihm immer gut geht – und tut alles, dass es auch so bleibt.