Zwei große Brüder und eine kleine Schwester: Eine Traumkombination?

Zwei große Brüder, an die man sich anlehnen kann, die für einen da sind, einen in Schutz nehmen und dann auch noch tolle Freunde haben, in die man sich verlieben kann? Das ist mal ne Kombi! Eine Geschwister-Traumkombination, finde ich. Wie es wirklich ist, weiß ich nicht, ich habe einen kleinen Bruder. Der jetzt trotzdem einen Kopf größer ist als ich und mich somit bestens beschützen kann 🙂 Aber diese Geschwisterkombination ist trotzdem so etwas wie eine Traum-Kombination, finde ich. Und bisher scheint das, was ich mir so rosig ausmale, seit ich wusste, dass unser drittes Kind ein Mädchen wird, tatsächlich aufzugehen. Denn unsere beiden  Jungs kümmern sich rührend (jeder auf seine Art) um ihre kleine Schwester und sind supersüße große Brüder.

Schon als ich aus dem Krankenhaus nach Hause kam, fragten die beiden Jungs als erstes, wenn mein Mann sie aus dem Kindergarten und der Schule abgeholt hatte, wo ihre kleine Schwester ist. Und morgens wollen sie als erstes unser Babymädchen begrüßen und freuen sich wie verrückt, wenn sie wach ist.  Was sehr praktisch ist: Während mein Mann und ich uns morgens fertig machen, lenken die Jungs die Kleine ab, so dass ihr nicht plötzlich einfällt, Hunger zu haben oder auf den Arm zu wollen. So einen Service hätte ich mir beim ersten Kind gewünscht!  Und auch beim zweiten, denn da war der Große noch zu klein mit seinen zwei Jahren, um wirklich als Babybespaßer einzuspringen, während Mama sich die Zähne putzt.

Mit Hingabe am Babybespaßen

Es ist schon praktisch, wenn man zwei kleine große Jungs hat, die das Baby auch mal ablenken, wenn man nicht grad die Hände frei hat. Klar, man kann die beiden nicht mit ihr alleine lassen – es sind halt trotz 4 und 6 Jahren kleine Jungs. Aber das Ablenken und Unterhalten bekommen sie super hin, so dass ich auch mal die Wäsche zusammenlegen kann oder schnell etwas kochen kann. Da werden fleißig Rasseln geschwenkt (freilich manchmal etwas zu wild, was dann wieder Babygeschrei als Folge hat), Grimassen gezogen und Lieder vorgesungen. Jeder macht das auf seine Art: Der Große ist schon sehr umsichtig und vorsichtig. Er flötet mit sanfter Stimme ihren Namen, streicht ihr über die Haare und zieht auch schon mal fachkundig eine runtergerutschte Babysocke hoch. Der Kleine, der eh etwas stürmischer und wilder ist als sein großer Bruder, kann sich nicht immer zügeln und da wird aus dem Wangestreicheln auch schon mal ein sanftes Zwicken und das Rasselnhalten wird etwas lauter und schneller – aber er ist  trotzdem unglaublich niedlich dabei.

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Immer wieder wollen die Jungs ihre Schwester streicheln, mit ihr spielen und – und bringen ihre Schwester zum fröhlichen Strampeln und Lächeln. Überhaupt das Lächeln! Seit sie lächeln kann, ist ihre Schwester noch interessanter für sie geworden. Sie freuen sich jedes Mal, wenn sie angestrahlt werden. Und noch mehr, wenn ihre Schwester ihnen mit einem „ouo“ antwortet, was zurzeit das einzige Geräusch ist, dass sie hervorbringt und uns Eltern ebenfalls immer in große Verzückung verfallen lässt.

Ich bin gespannt, ob es so bleibt mit der Begeisterung für die kleine Schwester. Wobei sie ja immer spannender wird, je mehr sie lernt. Wenn die Begeisterung über das erste Lächeln schon so groß ist, wie wird es dann erst, wenn unser Baby richtig greifen kann oder richtig lacht, so glucksend und zuckersüß, wie nur Babys es können? Wie wird es werden, wenn sie anfängt sich zu drehen oder zu robben?!

Eifersucht hält sich (noch) in Grenzen

Momentan läuft es super mit den drei Geschwistern. Natürlich sind die großen Brüder nicht rund um die Uhr mit ihrer kleinen Schwester zu Gange. Und natürlich ist dann doch recht schnell die Legorakete spannender und wichtiger als die Babyrassel. Aber das ist ja auch normal so – und total in Ordnung. Aber es läuft wirklich besser als erwartet – und ist genauso so eine süße Geschwisterkombination, wie ich es mir vorgestellt habe.

Eifersüchteleien unter den Geschwistern halten sich in Grenzen. Am Anfang war der Kleine sehr viel anhänglicher und auch jetzt will er häufiger in den Arm genommen werden (wobei ich das sehr gerne mache und das  Kuscheln sehr genieße) und auch mal auf den Schoß, wenn die Kleine grad gestillt wird und es eigentlich gar nicht passt. Und ab und zu will er beim Essen plötzlich gefüttert werden. Oder kann sich seine Schuhe nicht mehr selbst anziehen. Aber dem kann ich mit (für mich selbst) erstaunlicher Gelassenheit begegnen. Es ist halt eine Phase und es wird auch wieder besser… (mehr dazu lest Ihr übrigens auch in meinem Buch „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder„, für das ich jetzt ganz unverfroren einmal Werbung in eigener Sache mache!). Also irgendwann wird es besser. Hoffe ich doch.

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Nein, im Ernst. Die großen Brüder machen es wirklich klasse. Ihr glaubt gar nicht, wie einem das Herz aufgeht, wenn man sie mit ihrer kleinen Schwester sind! Ich hoffe, dass es so bleibt, dass die Drei ein Herz und eine Seele werden, so wie die beiden Großen jetzt schon ein super Team sind. Auch wenn der Altersabstand zur Kleinen recht groß ist.

Das einzige, woran wir uns noch gewöhnen müssen, ist das Einschlafen. Denn da wollen die beiden  Jungs immer ausgiebig mit mir kuscheln. Aber natürlich will dann auch genau zu dem Zeitpunkt das Baby gestillt werden. Oder bekommt genau dann einen abendlichen Schreianfall, wenn ich den Jungs vor dem Schlafen etwas vorlesen will. Da gibt es dann schon den einen oder anderen enttäuschten Blick und auch mal ein wenig Eifersucht auf die Schwester -und dann sind die Jungs auch schon genervt von dem sonst so süßen Baby und äußern das auch.

Aber wir werden besser in unseren abendlichen Abläufen! Von Tag zu Tag. Wobei ich zugeben muss: Diese enttäuschten Blicke, wenn ich grad nicht vorlesen kann oder so kuscheln kann, wie sie wollen  – die treffen tief ins Mutterherz. Sie tun mir so leid, ich wünschte, diese Momente wären leichter für sie.  Man kann nun mal nicht immer allen Kindern gerecht werden und manchmal zerreißt es einen eben doch. Aber ich versuche es, mit einer doppelten Kuschelportion wieder gut zu machen, sobald das Baby es dann zulässt. Und alles in allem sind wir alle auf einem guten Wege in unser Leben zu fünft. Es fühlt sich gut an, so wie es ist!

Und die zwei großen Brüder und ihre kleine Schwester machen es super! Und die Geschwister-Kombination? Finde ich nach wie vor klasse. Um nicht zu sagen: Ich liebe es, genauso, wie es ist.

(wobei ich das jetzt auch bei drei Jungs sagen würde. Oder bei drei Mädchen.)

Geschwister: Traumkombination zwei große Brüder und eine kleine Schwester? #familie #kinder

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3 Kommentare zu “Zwei große Brüder und eine kleine Schwester: Eine Traumkombination?

  1. Ich hab auch zwei „große“ Jungs (Zwillinge – 4) und jetzt ein inzwischen 4 Monate altes Baby, auch ein Junge. Sie sind auch rührend mit dem Kleinen, wobei sie oft recht stürmisch sind aber auch wieder sehr unterschiedlich trotz ihrem gleichen Alter…
    Eifersucht gibt es hier auch kaum, sie lieben ihren kleinen Bruder…
    Was das abendliche Vorlesen angeht… Naja, entweder kommt der Krümel mit (wobei er wirklich ein sehr sehr braves und ruhiges Baby ist) und wenn er nicht will, also weint… Dann suchen sich die Große aus ob Mama oder Papa vorliest und der jeweilige andere bespaßt den Kleinen. Das funktioniert super! 🙂

    Aber das mit dem sich nicht mehr anziehen können hab ich gleich doppelt *seufz*. Beide können garnichts mehr, alles muss angezogen werden… Das nervt schon ziemlich, vor allem weil der eine von Beiden eigentlich immer ein „ich mach das selber / ich kann das schon“ – Kind war…

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  2. Ich bin Schwester von zwei größeren Brüdern und hättest du mich damals als Kind gefragt, ich hätte meine Brüder nur zu gerne gegen Schwestern eingetauscht. Für mich war es nicht leicht, bei zwei Brüdern meinen Platz zu finden. Allerdings waren wir sehr eng beieinander. Als ich geboren wurde, war mein ältester Bruder 2 1/2 Jahre und dazwischen war mein zweitältester Bruder. Drei Kinder in 2 1/2 Jahren, das sind andere Voraussetzungen als bei euch. Ich war nie wirklich die kleine Schwester, dazu waren meine Bruder selbst noch zu klein oder zu nah vom Alter an mir dran.
    Heute möchte ich meine Brüder nicht missen und bin froh, durch sie die männliche Seite gut zu kennen.
    Eure Beiden werden die „Große-Bruder-Rolle“ sicher besser füllen, als es meine damals konnten. Ich wünsche euch viel Freude.

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