Magic Aufräuming nach der Ganznormalemama-Methode (oder: Wie ich an Marie Kondo scheiterte)

Jedes Jahr kurz nach Weihnachten packt mich nicht nur das Fernweh, sondern auch die Sehnsucht nach einem aufgeräumten Zuhause. Nach einem Esszimmer, das auch seinen Namen verdient, nach einem Sofa, auf das man sich setzen kann, ohne vorher sieben Bücher, zwanzig Legosteine und vier Kuscheltiere zur Seite zu räumen. Ich kaufe Hyazinthen und Tulpen, um den Frühling einziehen zu lassen und suche verzweifelt nach einem Ort, an dem ich die Vase abstellen kann. Der ist schwer zu finden, weshalb die Blumen ein eher trauriges Dasein zwischen Altpapierstapeln und partnerlosen Socken fristen. Ich will Ausmisten, mich befreien von all dem Ballast und endlich nicht mehr über Stapel alter Zeitschriften stolpern, wenn ich die Treppe hochgehe! Ich will endlich wieder Platz im Kleiderschrank und in den Küchenschränken. Und ich will einen Platz für all die Dinge, für die man keinen festen Platz hat und sie deshalb auf jeder frei verfügbaren Fläche ablegt. Jedes Jahr dasselbe um die Jahreszeit und es geht nicht  nur mir so. Ausmisten ist das Top-Thema in allen Zeitschriften und nun geht Marie Kondo, DIE Aufräumqueen schlechthin, sogar mit einer Netflixserie an Start. Mit Marie Kondo werde ich meine Ausmist-Challenge jedoch nicht starten, denn ich scheiterte an ihrem Konzept vor zwei Jahren grandios. Ein neues Konzept muss her!   Weiterlesen

Kinderzimmer ausmisten – oder wie hieß noch mal der Typ, der den Stein den Berg hochrollt?!

Ihr habt schon mal von Sisyphos gehört? Der Grieche, der immer wieder unermüdlich den Stein den Berg hochrollt – und dann mit ansehen muss, wie der Stein kurz vorm Gipfel wieder den Berg herunterkullert. Also macht sich Sisyphos noch einmal an die Arbeit. Und rollt von vorne. Um dann wieder nur dabei zusehen zu müssen, wie der Stein nach unten rollt und er die ganze Arbeit noch einmal beginnen darf. Das war seine Strafe, die er in der Unterwelt ausrichten musste. Tag für Tag. Da geht es ihm so ähnlich wie mir: Die Unterwelt ist das Kinderzimmer. Der Berggipfel die Ordnung, die ich gerne hätte und nie erreiche. Und der Stein sind meine Kinder. Die aus unerfindlichen Gründen eine andere Auffassung von Ordnung und Ausmisten haben als ich. Egal, wie viel ich wann aussortiere, ob zusammen mit den Kindern oder heimlich, wenn sie abends im Bett liegen: Meine Aussortier-Versuche werden torpediert. Tagtäglich. Denn meine Kinder können sich einfach von nichts trennen!

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Chaos im Kinderzimmer: Beweisfotos zum überbewerteten Aufräumen

Mein letzter Post über meine Kapitulation vor dem Chaos im Kinderzimmer hat mir viele Kommentare beschert, nicht nur hier, auch bei Facebook. Die Rettungswege sind immer noch frei und da wir im Esszimmer staubsaugen mussten (zwecks Kekskrümelei everywhere), ist auch das Esszimmer halbwegs passierbar. Im Kinderzimmer herrscht noch Landunter, aber heute Abend ändert sich das, fester Vorsatz! Das Wohnzimmer hingegen ist noch spielzeugfreier Raum – eher gesagt, wieder spielzeugfreier Raum, da ich einfach alles mit dem Fuß ins angrenzende Kinderzimmer geschoben habe und die Tür zugemacht habe. Hier nun aber mal Beweisfotos, die ich extra für Euch gemacht habe. (Mit dem Telefon bei denkbar schlechten Lichtverhältnissen, entschuldigt die Qualität) Aber ich denke, sie sprechen für sich:

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Mir hat übrigens gestern eine Erzieherin erzählt, dass mein Großer im Kindergarten einer eifrigsten Aufräumer ist! Ihm scheint es dort richtig Spaß zu bringen, er ist schnell und mit System dabei. Es ist also doch noch nicht alle Hoffnung verloren. Ein bisschen so wie mit dem Essen: Im Kindergarten isst er alles ohne Meckern, zu Hause wird aussortiert…