Gastbeitrag: Von der Langeweile einer Babymutter

Als ich die Email einer Leserin las, wusste ich sofort, was sie meinte, als sie mir beschrieb, wie lang die Tage mit Baby manchmal sind und wie groß die Langeweile an diesen Tagen ist. Auch ich kannte diese Tage, vor allem beim ersten Kind. Wenn die Zeit nicht verging und man abends feststellte, dass man den ganzen Tag mit keinem Erwachsenen geredet hatte, sondern nur mit dem eigenen Baby. Beim zweiten und beim dritten Kind wurde das schon besser – aber auch jetzt gibt es manchmal Tage, an denen ich mich einfach dabei langweile, auf dem Spielplatz Sandkuchen zu backen oder mich mit Kinderpuzzeln zu beschäftigen. Kennt ihr das Gefühl, das meine Gastautorin beschreibt? Lest selbst. Sie möchte lieber anonym bleiben, aber ich freue mich über ihre Ehrlichkeit:

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Zweierlei Maß – von „engagierten Vätern“ und „Rabenmüttern“

Der Vater ist gerade auf den Spielplatz gekommen, das Handy unters Kinn geklemmt. Während er seinem Sohn aufs Klettergerüst hilft, schallen Wortfetzen herüber. „Müssen wir unbedingt morgen im Meeting besprechen“ und „ich schick gleich ne Mail“. Sohnemann ist gerutscht und buddelt im Sand, der Vater tippt aufs Smartphone und bekommt nicht mit, wie Sohnemann ihm ein Sandeis bringt, bis Sohnemann ihm das Eis, also den Sand, über die Hose kippt. Er lacht und gibt seinem Sohn einen Kuss, bevor er sich wieder dem Smartphone widmet. „Ich finde es ja toll, wenn sich Väter so engagieren“, wispert eine Mutter der anderen zu. „Wie süß er mit seinem Kleinen umgeht“, sagt die andere. Wieder eine andere sagt „toll, dass das möglich ist, auch auf dem Spielplatz zu arbeiten und Zeit mit dem Kind zu verbringen.“ Es ist 16.30 Uhr. Während der Vater weiter am Sandkastenrand sitzt, kommt eine andere Mutter mit ihrer Tochter auf den Spielplatz. „Die arme Kleine, ihre Mutter arbeitet immer bis vier“, wispert es am Sandkastenrand. „Der ist die Arbeit wichtiger als ihr Kind“, antwortet die andere. Die vollzeitarbeitende Mutter klemmt sich das Handy unters Ohr und während sie ihrer Tochter auf die Rutsche hilft, schallen Wortfetzen herüber: „Müssen wir im Meeting besprechen. Ich schick gleich ne Mail.“ Am Sandkastenrand werden die Augen verdreht: „Die arbeitet selbst noch auf dem Spielplatz anstatt mit ihrer Tochter zu spielen.“

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Ja, wir dürfen uns freuen, wenn die Kinder ins Bett gehen!

Es gibt Dinge, für die muss sich niemand entschuldigen. Eine Mutter sagte letztens auf dem Spielplatz „heute freue ich mich echt darauf, wenn die Kinder im Bett liegen“. Kaum hatte sie es gesagt, entschuldigte sie sich sogleich dafür und versicherte, dass sie ihre Kinder ja liebe und überhaupt jede Minute mit ihnen genieße. Dabei hatte niemand etwas Negatives gesagt, im Gegenteil, alle umstehenden Mütter nickten wissend. Denn ganz ehrlich: Kennen wir das nicht alle? Diese Tage, an denen die Zeit so langsam vergeht? An denen wir uns danach sehnen, einfach Zeit für uns zu haben? Zeit, ohne dass jemand was von uns will? Einfach nur Ruhe? Kennen wir nicht alle diese Tage, an denen unsere Kinder uns wahnsinnig machen? Diese Tage, an denen wir so müde sind, dass selbst der vierte Kaffee unsere Augen nicht offen hält?

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Wie Familien mal wieder vergessen werden. Oder: Was sind Familien der Gesellschaft wert?

Man stelle sich mal vor: Der Wirtschaftsminister tritt zurück. Drei Monate vor der Wahl. Ist ja nicht mehr lange hin, trotzdem muss ja jemand seinen Job machen. Ist ja wichtig. Und da lässt man einfach den Finanzminister seinen Job mit erledigen. Das kann man ja so nebenher machen, statt einem Ministerposten macht man eben zwei gleichzeitig. Kann man sich nicht vorstellen? Tja. Genau das ist geschehen, nur dass es die Familienministerin war, die zurückgetreten ist und die Justizministerin ist, die nun parallel noch das Amt der Familienministerin mit übernimmt. Ich bin mir ziemlich sicher: Bei einem zurückgetretenen Wirtschaftsminister hätte man den vakanten Posten nicht so gelöst. Denn Wirtschaft, das ist wichtig. Was im Umkehrschluss zeigt, wie unwichtig Familienpolitik ist – in den Augen der Verantwortlichen. Was hatten wir uns damals über Schröders Zitat „Familie und Gedöns“ aufgeregt. Lange ist es her. Leider muss ich feststellen: Es hat sich an der Einstellung nicht viel geändert. Was eben die Geschehnisse von gestern zeigen. Und was die ganze Coronapandemie uns zeigt, in der man uns Familien einfach mal alleine gelassen hat. Die bekommen das schon hin! 150 Euro pro Kind haben sie doch bekommen, sollen sich mal nicht so anstellen. Das man mit diesen 150 Euro gerade mal so die Kosten von den Druckerpatronen bezahlen kann, die man fürs Homeschooling verbraucht hat, interessiert keinen.

Was den Stellenwert der Familien in der Politik, ja, in der Gesellschaft zeigt.

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Was Mütter ruhig sagen dürfen…

…. Mütter müssen nicht alles können. Mütter müssen nicht alles gut finden. Mütter müssen nicht alles machen. Und Mütter dürfen natürlich sagen: „Ich hab‘ keinen Bock auf…- „

  • Basteln
  • Rollenspiele
  • kreative Brotboxen
  • Kuchenbacken
  • Pizzateig selbermachen
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Gastbeitrag: Tipps, wie man sich selbst mehr Zeit widmet

Wie schaffe ich es, mich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und im Alltag mehr Zeit und Ruhe für mich zu finden? Das ist gar nicht so einfach, sondern so komplex, dass ich ein ganzes Buch darüber geschrieben habe: „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“. Da das Thema mir so am Herzen liegt, freue ich mich sehr, dass mir Judith, Coach für Mütter, einen Gastbeitrag geschrieben hat, in dem sie Tipps gibt, wie wir uns selbst mit kleinen Schritten mehr Platz im Alltag einräumen, egal, wie stressig er ist:

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#elfmillionenstimmen: Jetzt Politik für Familien machen

Seit mehr als einem Jahr sind über elf Millionen Familien in Deutschland in besonderem Maße Leidtragende der Pandemie. Die massive Erhöhung der Aufwände durch parallele Erwerbsarbeit und Carearbeit bei gleichzeitig fehlender Betreuung für Kinder führt zu einer enormen psychischen und/oder finanziellen Belastung. Eltern stehen durch ihr relativ junges Alter und fehlende Priorisierung in der Impfreihenfolge am Ende, Kinder werden frühestens im nächsten Jahr geimpft. Familien werden bis zur Beendigung der Pandemie erhöhten Belastungen ausgesetzt sein. Nach unzähligen Nächten der Unwissenheit, vielen Tränen und dem Gefühl von Kraftlosigkeit entsteht in vielen Eltern das Bedürfnis etwas gegen diese Machtlosigkeit zu unternehmen. An einem Donnerstagabend schreibt Märry Falk (aka Frauraufuss bei Insta) eine Instagram-Nachricht an Falk von Papamachtsachen: „Ich habe deinen Artikel gerade gelesen. Wir müssen etwas tun, wollen wir das zusammen machen?“ Die zwei kennen sich nicht, nur online und doch entsteht aus dieser Nachricht die Initiative #elfmillionenstimmen. Innerhalb von wenigen Stunden baut Lisa das Logo und die Homepage und Falk und Märry sitzen nächtelang an den Ideen und Zielen der Initiative. Eine wichtige Aktion – weshalb ich Märry um einen Gastbeitrag gebeten habe, um genauer zu erklären, worum es geht und wie jede/jeder von uns etwas machen kann. Lest selbst:

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Einfache Tipps für mehr Ordnung im Familienalltag: Ein Experten-Gastbeitrag

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass das mit der Ordnung und mir so eine Sache ist. Das Haus tipptopp aufgeräumt zu halten, zählt nicht unbedingt zu meinen Prioritäten und allgemein ist das Aufräumen mit drei Kindern immer so eine Sache: Kaum habe ich das eine aufgeräumt und drehe mich um, wird es schon wieder unordentlich gemacht. Und meine Kinder haben eh ein ganz eigenes Verständnis davon, was aufgeräumt bedeutet! Ich freue mich, dass mir heute Katharina in einem Gastbeitrag ganz einfache und vor allem leicht umsetzbare Tipps gibt, wie man sein Zuhause auch mit Kindern ordentlicher halten kann. Sie hat dabei eine wunderbar entspannte Haltung, die mir sehr gefällt, lest selbst:

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Wenn man mit zu vielen Bällen gleichzeitig jongliert…

Das Jonglieren klappte eigentlich ganz gut. Mal fiel ein Ball runter, wurde aber recht routiniert wieder aufgehoben und weiter ging’s. Mit etwas Übung lief das alles ganz gut, nicht perfekt, aber akzeptabel – und mehr kann man eigentlich nicht erwarten. Aber dann kamen immer mehr Bälle hinzu. Wurden einfach reingeworfen, ohne Rücksicht auf die Bälle, die eh schon in der Luft gehalten werden mussten. Einfach so flog ein Ball namens Pandemie in das eh schon labile Konstrukt. Und dieser Ball wollte sich nicht so recht anpassen an den Rhythmus der anderen Bälle, die munter durch die Luft wirbelten. Als ob das nicht reichte, brachte der Ball namens Pandemie noch weitere Bälle mit sich: den Ball namens Homeschooling, den Ball namens Kitaschließung, den Ball namens Kontaktbeschränkung, den Ball namens Lockdown. Vorübergehend war da noch der Ball namens Spielplatzsperrung, der den anderen Bällen das Leben schwer machte. Zu viele Bälle gleichzeitig, die in der Luft gehalten werden müssen. Seit einem Jahr. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

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Checker Tobi und die Mülltrennung: Interview mit Tobi Krell zu seinem neuen (Kurz-)Film

Was passiert eigentlich mit unserem Müll? Und wieso ist es so wichtig, den Gelben Sack, Glas, Altpapier und Biomüll vom Restmüll zu trennen? „Wird das nicht eh alles zusammen verbrannt?“ ist die Frage, die der großartige Tobi Krell, besser bekannt als Checker Tobi, im Kurzfilm „Die richtige Mülltrennung“ beantworten soll. Natürlich wird nicht alles einfach verbrannt, die Antwort nehme ich schonmal vorweg. Was aber genau mit dem unterschiedlichen Müll passiert, das wusste auch ich nur grob vorher. Jetzt wissen meine Kinder und ich es genauer: Denn Tobi erklärt es uns in dem 18 Minüter, den er zusammen mit der Initiative „Mülltrennung wirkt“ gedreht hat. In bester Checker Tobi-Manier geht er dabei den Dingen ganz genau auf den Grund und fragt sich in seiner unnachahmlichen Tobi-Art, die ich sehr mag, durchs Thema. Ich muss gestehen: Ich habe das Thema „Mülltrennung“ noch nie so unterhaltsam und kurzweilig präsentiert bekommen! Was meinen Jungs beim Schauen einfiel, wie uns der Film gefiel und vor allem, was Tobi dazu sagt? Lest selbst – und den Film könnt ihr hier mit euren Kindern selbst anschauen!

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