Hilfe, ich kann nur noch Schnulzen lesen – wie sich Lesegewohnheiten als Mutter ändern

Dass ich seit ich Kinder habe keine Krimis mehr lesen kann, damit habe ich mich arrangiert. Ich hatte ja mal darüber geschrieben, dass ich früher Thriller verschlungen habe, sehr gerne Gerichtsmediziner-Krimis, umso spannender und blutiger, desto besser. Nun, dann wurde ich Mutter und auf einmal war mir alles zu spannend, zu blutig, zu gewalttätig. Selbst den „Tatort“, früher geliebtes Sonntagabend-Ritual, konnte ich irgendwann nicht mehr gucken. Tja, so ändert man sich. Aber seit ich mein drittes Kind habe, ist noch es noch schlimmer geworden mit meiner Empfindlichkeit. Man könnte sagen: Es wird von Kind zu Kind schlimmer! Neuerdings kann ich nur noch Schnulzen lesen. Mit Happy End. Versteht sich. Oder Historienromane. Aber bitte ohne kranke und tote Kinder, bitte ohne Mütter, die von ihren Kindern getrennt werden, auch wenn sie sich am Ende wiederfinden. Meine Nerven! Weiterlesen

Kommt raus aus Eurer Blase! Wieso wir viel häufiger über den Tellerrand blicken sollten

Das Leben ist bequem. Wir haben unsere Freunde, wir haben unsere Familie, unsere Nachbarn. Den erweiterten Freundeskreis. Bekannte bei Facebook und Instagram. Eine Handvoll Blogs, denen wir folgen. Wir bewegen uns in einem mehr oder weniger abgesteckten Radius. In unserer Komfortzone. Gehen dort einkaufen, wo es uns gefällt. Gehen in die Cafés und Restaurants, die uns zusagen. Gehen dort spazieren, wo wir uns wohlfühlen. Lassen unsere  Kinder Kinder von Eltern treffen, mit denen wir auf einer Wellenlänge sind. Machen dort Urlaub, wo andere sind wie wir. Wir haben es uns schon sehr  bequem eingerichtet in unserer kleinen Blase. Mit all den anderen, die unsere Blase teilen oder zumindest Schnittmengen davon teilen. Aber bei allem Komfort vergessen wir manchmal eine entscheidende Sache: Diese Blase ist nur ein kleiner, kleiner, kleiner Ausschnitt der Welt! Unsere bequeme Lebenswirklichkeit ist nur eine winzige Spielart der Vielfalt, die das Leben, die Gesellschaft, die Welt bietet. Weiterlesen

Bin ich nur eine gute Feministin, wenn …?!

Ich weiß, ich bin spät dran, der Frauentag ist ja schon vorbei. Aber trotzdem will ich noch was loswerden zu der Diskussion um Frauenrechte, Gleichstellung, Feminismus und all dem, was am Freitag durch die Medien geisterte. Immer wenn ich die Diskussionen im Internet lesen, wenn ich Zeitungsartikel lese, wenn ich Argumente von Frauen-Demo-Teilnehmerinnen höre, dann stellen sich mir ein paar Fragen, allen voran die: Wann ist eine Frau emanzipiert? Oder anders ausgedrückt: Wann bin ich eine gute Feministin? Oder noch anders ausgedrückt: Was macht eine Frau zur Feministin? Und gibt es etwas, das sich damit ausschließt? Kann ich auch als teilzeitarbeitende Frau in einem typischen Frauenberuf eine emanzipierte Feministin sein?! JA KLAR. Wenn es mein eigener Weg ist! Weiterlesen

Müüüüüüüde….vom größten Energieräuber überhaupt – der Schlafmangel

Ich halte mich tapfer an meinem Kaffee fest. Aber irgendwann pusht auch der leckerste, stärkste Kaffee nicht mehr. Auch der Grüne Tee danach macht nur minimal wacher. Ich freue mich schon aufs Bett, aber bis es soweit ist, muss ich noch einen ganzen Nachmittag mit drei Kindern durchstehen, die drei Kapitel Gute-Nacht-Geschichte inbegriffen,  dazu Streitereien ums Lego, Zahnputzverweigerung, etliche volle Windeln und was so ein Nachmittag noch so mit sich bringt. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Ich werde wieder mit den Kindern einschlafen. Aber auch, wenn die Aussicht auf das kuschelige Bett grad noch so verlockend ist: Richtig freuen kann ich mich nicht. Denn wer freut sich schon auf eine Nacht, die alle zwei Stunden von einem hungrigen Baby unterbrochen wird? Weiterlesen

Nein, Mütter müssen sich nicht rechtfertigen!

Neulich im Café beobachtet: Junge Mutter holt eine Thermoskanne aus dem Kinderwagen, fügt Milchpulver hinzu, schüttelt und gibt ihrem kleinen Baby das Fläschchen. Nicht ohne sich dreimal zu entschuldigen, dass sie ihr Baby ja leider nicht stillen konnte und es so gerne gemacht hätte. Einen Tag später entschuldigt sich eine Mutter im Kindergarten mehrmals dafür, dass ihr Dreijähriger noch im Buggy sitzt („er ist immer so müde nach dem Kindergarten und will nicht laufen“). Und beim Bäcker entschuldigt sich eine andere Mutter dafür, dass sie ihrem Sohn ein Milchhörnchen statt einem Vollkornbrötchen kauft („er hat sich den ganzen Tag darauf gefreut, aber sonst hole ich  nur Vollkorn“). Wieder einen Tag später in der Kindergartengarderobe entschuldigt sich eine andere Mutter, dass sie ihrer Tochter einen Schneeanzug vom Discounter anzieht und kein teures Markenprodukt („der Anzug von XY ist ja gerade in der Wäsche“). Und im Biosupermarkt entschuldigt sich eine Mutter für ihre Babytrage, das Tragetuch sei ja gerade in der Wäsche. Was zum Teufel… ?! Man läuft durch die Stadt und ringsherum entschuldigen sich Mütter für ganz selbstverständliche Dinge, die, mit Verlaub, doch eigentlich niemanden etwas angehen. Die Windeln  im Einkaufswagen sind für den Vierjährigen? Na und? Muss sich da jemand für rechtfertigen? Nein.   Weiterlesen

„Ich habe, seitdem ich Mutter bin, immer unterbewusst Ängste“ – ein Leserbrief

Ich freue mich immer sehr, wenn mein Blog und auch meine Bücher anderen Müttern weiterhelfen – wenn sie zeigen „Ihr seid nicht alleine“. Denn fällt einem nicht alles gleich viel leichter, wenn man weiß, dass es anderen auch so geht? Letzte Woche habe ich wieder eine liebe Email von einer Mutter bekommen, die mich sehr berührte. Sehr gerne veröffentliche ich ihren Leserbrief nach Absprache mit ihr anonym hier auf dem Blog – vielleicht habt Ihr ein paar liebe Worte und Ratschläge für sie? Und könnt Ihr Mut machen? Denn das wollte ich von Anfang mit meinem Blog: mich mit anderen austauschen und Mut machen. Hier kommt ihr Leserbrief:   Weiterlesen

Die Kunst, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren: Mütter, Ihr dürft egoistisch sein!

Ich gebe es zu: Ich bin irgendwie ein hoffnungsloser Fall. Ich weiß es ja eigentlich besser. Aber trotzdem ist es immer dasselbe. Die Familie tut sich reihum auf beim Essen, alle sitzen mit ihren vollen Tellern da. Und ich? Schnippel das Essen für das Baby klein, während mein Essen kalt wird. Mama denkt zuletzt an sich. Es ist ja leider symptomatisch. Ein Beispiel für ein Verhalten, das sich durchs ganze Mamaleben zieht. Wir Mütter neigen dazu, zuletzt an uns selbst zu denken. Wir flitzen durch unser Leben, haben alles im Kopf von den Schließtagen der Kita bis hin zur aktuellen Windelgröße des Babys, nur uns selbst vergessen wir viel zu oft. Wir verkneifen es uns auf die Toilette zu gehen, weil das Baby auf dem Arm eingeschlafen ist, wir verzichten auf unsere Lieblingsserie, weil das Kind nicht einschlafen will und kuscheln eine Extrarunde im Bett. Wir pellen uns bibbernderweise im Schwimmbad als letzte aus den nassen Badesachen, weil wir erst einmal alle Kinder abtrocknen und umziehen. Und so geht es munter weiter: Unsere eigenen Bedürfnisse setzen wir an letzter Stelle. Hauptsache, die Familie ist glücklich, dann ist auch die Mama glücklich?! Weiterlesen

Wie sich das Prinzip „Weniger ist mehr“ durch die gesamte Elternschaft zieht

Weniger ist mehr. Habt Ihr sicher schon mal gehört. Weniger Deko im Wohnzimmer, weniger Make Up im Gesicht, weniger Schaumfestiger im Haar und weniger Salz in der Suppe. Viel wichtiger aber ist das Prinzip „Weniger ist mehr“ im Familienleben. Es ist sozusagen die Geheimzutat für entspanntes Elternsein. Denn es lässt sich so wunderbar im Alltag einsetzen. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so. Weiterlesen

Du merkst, dass du alt bist, wenn die Modesünden deiner Kindheit plötzlich wieder angesagt sind

Jetzt bin ich wirklich alt. Denn die Karottenjeans ist zurück! Auf einmal tragen alle diese unförmigen Jeans mit meterhohem Hosenbund bis über den Bauchnabel. So wie damals, Ende der 80er, Anfang der 90er. Wenn du merkst, dass die Modesünden deiner Kindheit und Jugend plötzlich wieder in, angesagt, trendy oder wie auch immer sind – dann weißt du: Du bist alt. Alles kommt wieder. Man muss seine Klamotten nur lange genug aufbewahren, dann kann man sie wieder ohne schlechtes Gewissen anziehen und ist voll en vogue. Ausgerechnet die Karottenjeans! Die Highwaisthosen! Die Katastrophe der 80er! Leute, diese Hosen sahen damals schon … suboptimal aus. Und es hat sich nichts geändert: Diese Jeans stehen nur wenigen. Sie machen immer noch einen Po wie eine Riesenbirne. Aber es ist ja noch schlimmer. Die Bodys sind auch wieder da! Nicht die für Babys. Sehen aber genauso aus. Mit Knopfleiste unten. Und für erwachsene Frauen. Dazu eine Highwaistkarotte und man ist trendiger als trendy. Weiterlesen

Burnout vorbeugen: Wieso mit vielen kleinen Auszeiten mehr erreicht ist als mit einer großen

„Ich muss nur einmal wieder ein Wochenende für mich haben. Lange ausschlafen. Mich um nichts kümmern müssen. Nur Dinge tun, die mir gut tun. Dann wird alles anders.“ Sagte eine Freundin von mir, buchte sich ein Wellness-Wochenende und verreiste ohne Kinder. Dass sie ihre Kinder furchtbar vermisste, ist eine andere Geschichte. Vor allem aber geht es darum: Es war danach nicht alles anders. Die Auszeit hatte ihren Kopf freigepustet, sie wusste wieder, was wichtig für sie ist. Aber als sie am Montag wieder vom Kindergarten ins Büro flitzte, war alles wieder wie sonst. Willkommen im Hamsterrad! Nun, vielleicht hilft dann ein längerer Urlaub? Eine Woche Auszeit? Um wieder Zeit für sich zu haben? Und so etwas gegen den täglichen Stress zu tun? Dem Mutter-Burnout vorzubeugen? Auszeiten wie ein Wellnesswochenende oder gar ein ganzer Urlaub nur für uns selbst sind wichtig und schön – aber erstens bringen sie nichts, wenn der Alltag danach so weitergeht wie bisher. Denn dann ist der Erholungseffekt schneller weg als uns lieb ist. Und schwer zu organisieren sind diese Auszeiten auch. Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht jedermanns Sache ist, so längere Zeit ohne die Kinder zu sein. Meine jedenfalls nicht. Ich würde sie spätestens nach ein paar Stunden furchtbar vermissen.

Weiterlesen