Müüüüüüüde….vom größten Energieräuber überhaupt – der Schlafmangel

Ich halte mich tapfer an meinem Kaffee fest. Aber irgendwann pusht auch der leckerste, stärkste Kaffee nicht mehr. Auch der Grüne Tee danach macht nur minimal wacher. Ich freue mich schon aufs Bett, aber bis es soweit ist, muss ich noch einen ganzen Nachmittag mit drei Kindern durchstehen, die drei Kapitel Gute-Nacht-Geschichte inbegriffen,  dazu Streitereien ums Lego, Zahnputzverweigerung, etliche volle Windeln und was so ein Nachmittag noch so mit sich bringt. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Ich werde wieder mit den Kindern einschlafen. Aber auch, wenn die Aussicht auf das kuschelige Bett grad noch so verlockend ist: Richtig freuen kann ich mich nicht. Denn wer freut sich schon auf eine Nacht, die alle zwei Stunden von einem hungrigen Baby unterbrochen wird? Weiterlesen

Brief an mein früheres Mama-Ich

Mein Kleiner wird nächste Woche drei Jahre alt. Und den Großen habe ich gerade in der Grundschule angemeldet. Die Zeit rast, meine Kinder werden groß. Immer wenn ich mir dessen besonders bewusst werde, denke ich zurück, wie es war, als meine Kinder auf die Welt kamen. Wie ich als junge Mutter vor der damals vollkommen neuen Situation, dem vollkommen neuen Leben mit vollkommen neuen Fragen stand. Ich machte mir so viele Gedanken, so viele Sorgen, wollte so viel wissen. Heute, mit etwas Abstand würde ich mein früheres Mama-Ich manchmal am liebsten nehmen und sagen: „Hey, es wird alles leichter. Die meisten Antworten kommen von selbst.“ Ich wünschte, damals hätte man es mir häufiger mal gesagt. Und deshalb schreibe ich diesen Brief nicht nur an mein früheres Mama-Ich sondern an alle jungen Mütter, die so wie ich damals, vor so vielen Fragen und Sorgen stehen. Liebe frischgebackene Mamas: „Verzweifelt nicht, alles wird besser. Einfacher. Und schöner.“

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Durchschlafen? Wird überschätzt.

Guten Morgen. Ich brauchte erstmal zwei Kaffee, um die Augen etwas weiter als einen Millimeter öffnen zu können. Aber nun sitze ich hier und bin… erstaunlich fit! Heute Nacht hätte ich das nicht gedacht. Da hab‘ ich mich nach dem gefühlt 20. Mal Kind zum Einschlafen bringen gefragt, wie ich den heutigen Tag überstehen soll. Dabei sollte ich es mittlerweile besser wissen: Irgendwie ist man dann doch am nächsten Morgen fitter als man nachts glaubt. Durchschlafen wird überschätzt. Es ist ’ne nette Sache. Aber selbst so Morgenmuffel und Langschlaffans wie ich kommen irgendwie durch den Tag!

Schlafmangel, Durchschlafen, Kaffee, Cappuccino

Zwei Tassen Kaffee später sieht die Welt gleich ganz anders aus.

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Stille Nacht, alles schläft, nur Mama nicht – juhu, das Kind schläft durch, ich dafür nicht!

Kinder sind verschieden. Während mein Großer schnell zuverlässig seine sieben Stunden am Stück schlief, entpuppte sich sein kleiner Bruder als Dauertrinker und Morgengrauennuckler. Durchschlafen? Kann ich, wenn ich groß bin, dachte er sich wohl. Wieso faul vor sich hinschlummern, wenn man doch Mamas T-Shirt hochziehen und bequem andocken kann? Nein, mit dem Schlafen hat er es nicht so, der kleine Mann. Ist er eingeschlafen, darf man ihn bloß nicht bewegen, sonst wacht er wieder auf. Ich brauche Euch wohl nicht zu erzählen, wie viele Abende ich mit ihm auf dem Sofa saß, nach dem Einschlafen auf dem Schoß liegend, bloß nicht bewegend, auch wenn die Füße einschliefen. Eigentlich jeder Abend seit 17 Monaten. Füße und Kind schliefen und wachten wieder auf sobald ich den Gang zum Bett antrat.

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Tipps zum Durchschlafen – mit zwei Kindern

Kaum hat der Kleine seinen Schlafrhythmus ein wenig humaner eingestellt (alle 3-4 Stunden Stillen, damit kann man leben. Wenn er nur nicht immer beschließen würde, dass die Nacht um 6h morgens vorbei ist…), meldet sich der Große, der bisher zuverlässig durchgeschlafen hat und sogar ein Langschläfer ist – er lässt uns schon mal bis 9h ausschlafen!

Kaum schläft der eine durch, muss der andere aufs Klo

Aber in der ersten Nacht, in der der Kleine auf einmal gut schlief (s. auch Schlafmangel, die Erste: http://ganznormalemama.com/2013/12/16/schlafmangel-n…-foltermethode/), ging es los: „Mama, ich muss Pipi auf dem Topf!“ Ich war gerade eingenickt und freute mich auf 3 Stunden Schlaf am Stück. Der Große ist seit einiger Zeit trocken und hat nur noch nachts eine Windel um. Eigentlich ja sehr löblich, wenn er jetzt auch nachts trocken werden will. Muss man ja unterstützen, so rein pädagogisch gesehen… Und ich find es ja auch klasse. Theoretisch.

Aber es war der absolut falsche Moment! Nein, Kind, lass mich schlafen, bitte. Naja, denkt man. Sagt man natürlich nicht. Man will ja das Kind beim Großwerden unterstützen. Also, Topf nebens Bett gestellt. Dem schlaftrunkenen Kind Windel samt Schlafanzughose einfach runtergezogen .

Total falsch! Großes Geheule:

„Nein, ich wollte doch die Aufkleber selbst aufmachen!“

Du kannst sie doch morgen früh aufmachen. Nein, er will sie jetzt selbst aufmachen. Zweiter diplomatischer Versuch: Du kannst sie ja zumachen. Nein. Er will sie aufmachen. Jetzt.

Also Hose hoch, Windel hoch. So, Kind, mach die Aufkleber nun doch selbst auf. Dass er dringend auf Klo musste, hatte er übrigens schon wieder vergessen.

Nein, alles falsch, er wollte die Aufkleber doch VORHIN aufmachen. Jetzt waren sie doch schon mal auf. Ist doch nicht dasselbe.

Steht da ein heulendes Kind neben dem Topf, die Zeit verrinnt und ich denke nur: Alles Minuten, die ich hätte schlafen können. Kostbare Schlafzeit, die vergeht und der Kleine meldet sich bald wieder…

Musst Du jetzt Pipi oder nicht?!“

Achja, das hatte er ja ganz vergessen. Schluchz, schluchz. Ja, muss mal. Jetzt macht er die Aufkleber selbst auf, zieht die Hose runter und setzt sich auf den Topf. Ein Wasserfall plätschert in das Töpfchen. Schnell ins Bett. Wo ihm schluchzend einfällt: Ich wollte doch die Aufkleber aufmachen…

Ah aber dann endlich doch Ruhe. Nochmal kuscheln. Und Schlafen, bis sich der Kleine meldet..

Am nächsten Morgen übrigens zog er sich die Windel samt Hose einfach runter und verkündete stolz:

Schau mal, die Windel kann man einfach runterziehen.“

Schlafmangel – nicht ohne Grund eine Foltermethode…

Ich hatte es schon wieder vergessen. Oder erfolgreich verdrängt. Wie sehr Schlafmangel einen schlauchen kann. Wie anstrengend die ersten  Wochen sind, bis sich das Baby an einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt hat. Dabei war es mit unserem Großen ganz genauso. Der wollte alle zwei Stunden gestillt werden, auch nachts und brauchte nach seiner halbstündigen  Mahlzeit eine weitere halbe Stunde für sein Bäuerchen, ohne das er nicht weiterschlafen konnte. Unterm Strich blieb dann also eine Stunde Schlaf bevor das Ganze  von vorne begann. Mit sechs, sieben Wochen war es dann von einer Nacht auf die andere besser und er schlief vier  bis fünf Stunden am Stück und dann ziemlich schnell auch mal sechs Stunden. Weiterlesen