Durchschlafen? Wird überschätzt.

Guten Morgen. Ich brauchte erstmal zwei Kaffee, um die Augen etwas weiter als einen Millimeter öffnen zu können. Aber nun sitze ich hier und bin… erstaunlich fit! Heute Nacht hätte ich das nicht gedacht. Da hab‘ ich mich nach dem gefühlt 20. Mal Kind zum Einschlafen bringen gefragt, wie ich den heutigen Tag überstehen soll. Dabei sollte ich es mittlerweile besser wissen: Irgendwie ist man dann doch am nächsten Morgen fitter als man nachts glaubt. Durchschlafen wird überschätzt. Es ist ’ne nette Sache. Aber selbst so Morgenmuffel und Langschlaffans wie ich kommen irgendwie durch den Tag!

Schlafmangel, Durchschlafen, Kaffee, Cappuccino

Zwei Tassen Kaffee später sieht die Welt gleich ganz anders aus.

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Tipps zum Durchschlafen – mit zwei Kindern

Kaum hat der Kleine seinen Schlafrhythmus ein wenig humaner eingestellt (alle 3-4 Stunden Stillen, damit kann man leben. Wenn er nur nicht immer beschließen würde, dass die Nacht um 6h morgens vorbei ist…), meldet sich der Große, der bisher zuverlässig durchgeschlafen hat und sogar ein Langschläfer ist – er lässt uns schon mal bis 9h ausschlafen!

Kaum schläft der eine durch, muss der andere aufs Klo

Aber in der ersten Nacht, in der der Kleine auf einmal gut schlief (s. auch Schlafmangel, die Erste: http://ganznormalemama.com/2013/12/16/schlafmangel-n…-foltermethode/), ging es los: „Mama, ich muss Pipi auf dem Topf!“ Ich war gerade eingenickt und freute mich auf 3 Stunden Schlaf am Stück. Der Große ist seit einiger Zeit trocken und hat nur noch nachts eine Windel um. Eigentlich ja sehr löblich, wenn er jetzt auch nachts trocken werden will. Muss man ja unterstützen, so rein pädagogisch gesehen… Und ich find es ja auch klasse. Theoretisch.

Aber es war der absolut falsche Moment! Nein, Kind, lass mich schlafen, bitte. Naja, denkt man. Sagt man natürlich nicht. Man will ja das Kind beim Großwerden unterstützen. Also, Topf nebens Bett gestellt. Dem schlaftrunkenen Kind Windel samt Schlafanzughose einfach runtergezogen .

Total falsch! Großes Geheule:

„Nein, ich wollte doch die Aufkleber selbst aufmachen!“

Du kannst sie doch morgen früh aufmachen. Nein, er will sie jetzt selbst aufmachen. Zweiter diplomatischer Versuch: Du kannst sie ja zumachen. Nein. Er will sie aufmachen. Jetzt.

Also Hose hoch, Windel hoch. So, Kind, mach die Aufkleber nun doch selbst auf. Dass er dringend auf Klo musste, hatte er übrigens schon wieder vergessen.

Nein, alles falsch, er wollte die Aufkleber doch VORHIN aufmachen. Jetzt waren sie doch schon mal auf. Ist doch nicht dasselbe.

Steht da ein heulendes Kind neben dem Topf, die Zeit verrinnt und ich denke nur: Alles Minuten, die ich hätte schlafen können. Kostbare Schlafzeit, die vergeht und der Kleine meldet sich bald wieder…

Musst Du jetzt Pipi oder nicht?!“

Achja, das hatte er ja ganz vergessen. Schluchz, schluchz. Ja, muss mal. Jetzt macht er die Aufkleber selbst auf, zieht die Hose runter und setzt sich auf den Topf. Ein Wasserfall plätschert in das Töpfchen. Schnell ins Bett. Wo ihm schluchzend einfällt: Ich wollte doch die Aufkleber aufmachen…

Ah aber dann endlich doch Ruhe. Nochmal kuscheln. Und Schlafen, bis sich der Kleine meldet..

Am nächsten Morgen übrigens zog er sich die Windel samt Hose einfach runter und verkündete stolz:

Schau mal, die Windel kann man einfach runterziehen.“

Schlafmangel – nicht ohne Grund eine Foltermethode…

Ich hatte es schon wieder vergessen. Oder erfolgreich verdrängt. Wie sehr Schlafmangel einen schlauchen kann. Wie anstrengend die ersten  Wochen sind, bis sich das Baby an einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt hat. Dabei war es mit unserem Großen ganz genauso. Der wollte alle zwei Stunden gestillt werden, auch nachts und brauchte nach seiner halbstündigen  Mahlzeit eine weitere halbe Stunde für sein Bäuerchen, ohne das er nicht weiterschlafen konnte. Unterm Strich blieb dann also eine Stunde Schlaf bevor das Ganze  von vorne begann. Mit sechs, sieben Wochen war es dann von einer Nacht auf die andere besser und er schlief vier  bis fünf Stunden am Stück und dann ziemlich schnell auch mal sechs Stunden. Weiterlesen