Ich habe mir Urlaubsfotos angeschaut. Und neben den schönen skandinavischen Landschaften ist mir eins aufgefallen: Ich habe viel zu oft mein Telefon in der Hand. dabei dachte ich, ich hätte meinen Handykonsum im Urlaub reduziert. In meiner Erinnerung hatte ich es hauptsächlich zum Fotografieren in der Hand. Hm. Auf den Fotos sieht es nicht so aus, als würde ich fotografieren. Die eigene Erinnerung ist manchmal trügerisch. Wurde ich auf den Foto nur in einem ungünstigen Moment erwischt? Mag sein. Aber ob ungünstig hin oder her: Ich möchte weniger auf mein Handy starren. Vor allem in Gegenwart der Kinder.
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Mamas Sicht der Dinge – auf die Welt, das Leben, das Arbeiten und überhaupt. Darf auf einem Mamablog nicht fehlen.
Ein Kind ist kein Kind?! Wieso ich das als Dreifach-Mama nicht so sehe
Auf meiner Lesung aus meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ erzählte eine Mutter mir, dass sie ständig zu hören bekommt, sie solle sich nicht so anstellen, schließlich habe sie nur ein Kind. Und ein Kind ist kein Kind. Sagt man doch so. Sie könne diesen Satz nicht mehr hören, sagte sie. Was ich denn als Dreifach-Mutter darüber denke: Ist ein Kind wirklich kein Kind? Und dürfe sie sich deshalb nicht beklagen, dass sie zu nichts kommt? Ich muss gestehen, ich habe mich, als mein zweiter Sohn auf die Welt kam, auch gefragt, wieso mir das Leben mit nur einem Kind eigentlich manchmal so stressig vorkam. Und heute mit drei Kindern wundere ich mich, wieso mir das Leben mit nur zwei Kindern so stressig vorkam. So ändert sich die Wahrnehmung. Aber rückblickend muss ich sagen: Die Umstellung von keinem zu einem Kind war die größte. Das erste Kind hat mein Leben am meisten auf den Kopf gestellt – und dieses Auf-den-Kopf-Stellen, dieses ins kalte Wasser geworfen werden, in eine ganz neue Welt eintauchen, das war es, was das erste Kind am anstrengendsten machte. Und weshalb der Spruch „ein Kind ist kein Kind“ absolut nicht gerechtfertigt ist. Denn natürlich ist ein Kind ein Kind und es ist viel Arbeit – und natürlich dürfen auch Mütter von einem Kind sagen „ich kann nicht mehr!“
Mein Baby, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mal mit Dir schimpfen werde (… und ich weiß, dass es irgendwann so kommt)
Babys sind so knuffig, so süß. Und sie machen noch keinen Blödsinn. Also fast keinen Blödsinn. Und wenn, dann überwiegt das Süßsein so sehr, dass man Babys nicht böse sein kann. Wenn ich mir meine Babymaus so anschaue, dann könnte ich sie den ganzen Tag nur knuddeln. Und kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal mit ihr schimpfen muss. Aber ich weiß, dass es irgendwann so weit ist, mir der Kragen platzt – so wie bei meinen beiden Jungs. Ich erinnere mich noch, als mein Großer so alt war wie seine kleine Schwester jetzt. So süß, so knuffig, mit all diesem Babycharme. Und diese Grübchen! Mit diesem kleinen Wesen einmal schimpfen? Rummeckern? Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Man will als Babymama sein Baby schließlich beschützen und wie kann man einem kleinen Wesen, was man so unglaublich doll liebt, böse sein? Wenn ich meckernde Muttis sah, war da nur ein großes Unverständnis: Wie kann die nur so rummotzen? Was hat das arme Kind getan, um sie so zur Weißglut zu bringen? Wie kann man als liebende Mutter so genervt sein, so mit seinem Kind umspringen? Ich schaute mein Baby an und konnte mir ganz und gar nicht vorstellen dass mich dieses kleine Männchen mit all seinem Babyspeck und den süßen Babygeräuschen mich auch einmal so zur Weißglut bringen könnte. Abgesehen davon, hielt ich mich für eine recht coole, gelassene Person, die so schnell nicht aus der Fassung zu bringen ist. Nun, heute, wo er 7 ist und sein kleiner Bruder 4, weiß ich, dass das sehr wohl geht.
Immer dieses Einmischen – wenn ungefragte Ratschläge nerven
„Ach, jetzt ist sie schon so alt, dass sie ohne Mützchen raus darf?“ Es war bestimmt nicht böse gemeint, der Satz der älteren Dame. Sie fragte nett und blieb schon häufiger stehen, um meine Babymaus zu bewundern. Aber diesmal schwang ein kleiner Vorwurf mit. Mein sechs Monate altes Baby trug nämlich keine Mütze während sie in meiner Babytrage saß. Es war ein lauer Morgen, 9 Uhr, 20 Grad, kein Lüftchen wehte. UV-Strahlung gab es auch keine nennenswerte und zudem stand ich im Schatten. Aber Babys! müssen! nunmal! draußen! Mützchen! tragen! Auch wenn es draußen so warm ist wie im Haus. Wo kommen wir denn hin! Achja, die Mütze ist so ein Dauerthema. Dicht gefolgt vom Tragen. Gestern erst wieder im Zug, die ältere Dame aus der Sitzreihe vor mir „Stört es das Baby nicht, wenn es sich so gar nicht bewegen kann?“ Schon mal mit Kinderwagen Zug gefahren? Ganz abgesehen davon, dass meine Maus sehr gern getragen wird. Von all den anderen Vorteilen will ich gar nicht reden. Und außerdem: Glaubt die Dame, dass mein Baby da den ganzen Tag drinsitzt? Was weiß sie überhaupt von unsere Leben?! Weiterlesen
Wieso mich Dogmen in der Erziehung stören
Kürzlich blätterte ich in einem Erziehungsratgeber. Interessantes Thema, eine Fragestellung, die mich schon länger beschäftigte. Aber ich kam nicht weit mit dem Lesen. Denn wohin ich auch blätterte, mich verfolgte ein erhobener Zeigefinger. Am Ende blieb ein schaler Geschmack und irgendwie das Gefühl: Ich als Mama mache eigentlich alles falsch. Sprich: Ich habe versagt, weil ich es nicht so mache, wie beschrieben. Ich las die Dialoge, die als Problemlösung aufgeschrieben waren und fühlte mich erneut: schuldig. Und dachte mir: „Wer zum Teufel redet so?“ Wenn das die Lösung sein sollte (und laut Buch die einzige wahrhaftige echte umsetzbare und beste Lösung), dann versagen die Mütter in meinem engeren und weiteren Bekanntenkreis reihenweise. Regelmäßig. Weiterlesen
Diese Dinge sind völlig normal, liebe Mamas!
Immer wieder stoße ich in den sozialen Medien auf Fragen von Müttern, die wissen wollen, ob es normal ist, dass ihr drei Wochen altes Baby nicht durchschläft. Oder ihr Dreijähriger nicht alleine einschläft. Verunsicherte Mütter, die sich fragen, ob es normal ist, wenn ihr Zweijähriger sich nicht länger als 15 Minuten alleine beschäftigen kann oder ob es anderen auch so geht, dass ihr Vierjähriger kein Gemüse mag. Und dann sind da die Schwiegermütter oder neunmal klugen Nachbarinnen, die den Müttern erzählen wollen, dass Kinder spätestens mit sechs Monaten alleine einschlafen sollten oder die Mutter aus der Kindergartengruppe, die es gar nicht verstehen kann, dass Kinder kein Gemüse essen, denn ihre Kinder essen natürlich alles und mögen auch gar keine Süßigkeiten. Sehr hilfreich auch, vielen Dank. Dabei gibt es so viele Dinge im Leben mit Kindern, die einfach normal sind. Die ganz und gar kein Grund zur Sorge sind. Und bei denen man sich gar keinen Kopf machen sollte, ob man selbst etwas falsch macht oder das Kind. Diese Dinge, liebe Mamas, sind einfach ganz normal!
Was ich heute mal wieder nicht geschafft habe…
Achja. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Und er hatte wieder nur 24 Stunden. Und sechs bis sieben davon würde ich gerne noch schlafen. Um dann morgen vielleicht so ausgeschlafen zu sein, dass ich mal das schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Was ich ewig vor mir herschiebe. Und das, was halt so erledigt werden muss. Und so schlafe ich ein mit der stillen Hoffnung, ab morgen könnte sich wie durch ein Wunder die Erdumdrehung verringern (Asteroideneinschlag im Pazifik oder ein Sonnensturm mit bremsender Rotationswirkung?!) und der Tag hat auf einmal 26 Stunden. Ach Quatsch, wenn schon denn schon. 28 Stunden. Dann würde ich vielleicht mal alles schaffen. Oder zumindest 50 Prozent dessen, was so zu tun ist. Stattdessen habe ich mal wieder nichts geschafft…
Wo sind all die Gitarren hin?
Heute mal etwas off the Topic. Darf auch mal sein, oder? Die ganznormalemama ist ja eigentlich ein Familienblog und was zum Teufel hat Rockmusik mit Kindern zu tun? Egal. Ich muss mir mal was von der Seele schreiben und dafür sind Blogs ja da. Also waren sie zumindest in grauen Vorzeiten bevor man sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzte. Ich vermisse die Gitarren. Die E-Gitarren im Radio. Ich höre selten Radio, was zum einen daran liegt, dass ich selten Auto fahre und zum anderen daran, dass meine Jungs in der Küche am liebsten den alten Kassettenrecorder anschmeißen und zum 2457. Mal „Wicki und die starken Männer“ hören. Letztens waren wir wieder im Auto unterwegs, hörten einen ganz normalen Radiosender mit den Hits der 2000er und von heute, was halt so läuft an angesagter Musik. Ach. Merkt man daran, dass man alt ist? Dass man mit den Hits von heute nur noch wenig anfangen kann? Und sich nostalgisch nach alten Zeiten sehnt? Ich jedenfalls vermisste schmerzlich den guten alten E-Gitarren-Sound.
Was wir von Babys lernen können: Das, was wirklich zählt.
Es gibt Leute, die bezahlen teures Geld für Entschleunigungskurse. Sie versuchen sich in Achtsamkeit und Meditation, vertiefen sich in schlaue Bücher oder gehen gleich ins Kloster. Ich schaue einfach mein Baby an. Beobachte sie morgens dabei, wie sie sich nach dem Aufwachen reckt und streckt, langsam aufwacht und mich dann mit diesem unwiderstehlichen Babylächeln anstrahlt. Ich könnte sie stundenlang anschauen, stundenlang ihr Glucksen hören, mich über ihre aufgeregt strampelnden Ärmchen freuen, wenn ich ihr eine Rassel hinhalte. Babys bringen einen zurück auf den Boden der Tatsachen, sie zeigen einem, was wirklich wichtig ist. Man muss sich nur einlassen auf ihr Tempo, in ihre Welt eintauchen.
Und noch mal in die Warteschleife
Ich würde Euch ja gerne ein paar Fotos von süßen speckigen Babyfingerchen und Füßchen zeigen, aber wie es aussieht, müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden. Unsere Kleine lässt auf sich warten! Bis heute morgen war ich noch recht entspannt, der mein Kleiner kam auch vier Tage zu spät. Und es war noch mal ein sehr entspanntes, schönes Familienwochenende mit Ausschlafen und viel Kuscheln mit den Jungs. Aber nun muss ich zugeben, werde ich doch langsam ungeduldig… Weiterlesen