Wir sehen immer nur einen Ausschnitt und wissen nicht, was außerhalb des Rahmens ist

Ein hübsches Regal, nett dekoriert mit Jugendstil-Vorratsdosen vom Flohmarkt, Wichteln und heimeligen Tassen. Dazu ein paar nette Zeilen über die Gemütlichkeit, die im Advent Einzug hält und dazu der unvermeidliche #hygge-Hashtag. Hat die ihr Haus aber toll dekoriert! So gemütlich, so schick im Skandi-Stil, wohnt die aber toll! Nun, dass direkt unter diesem schönen Regal ein überquellender Altpapierstapel liegt, sieht man nicht auf dem Bild. Dass direkt daneben der ebenso überquellende Wäschekorb steht und der nicht abgeräumte Stapel benutztes Geschirr ebenso wenig. Denn wir sehen nur diesen Ausschnitt. Und wir wissen nie, was außerhalb des Rahmens ist. Weiterlesen

10 Dinge, die man im Advent mit Kinder nie machen sollte

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Neben den Sommerferien die schönste Zeit mit Kindern im Jahr. Ich mag es, wenn wir gemütlich zuhause sitzen, ich mag die Weihnachtsbäckerei, auch wenn es jedesmal eine Riesenkleckerei ist, ich mag diesen Zauber vom Weihnachtsmann, ich mag manchmal sogar die Weihnachtsbastelei, auch wenn ichzwei linke Hände hab. Ich mag Kinderpunsch, ich mag Tannenduft, ich mag die kleinen Wichtel überall. Erst mit Kindern hat Weihnachten seinen eigentlichen Zauber bekommen. ABER … es gibt einige Dinge, die man mit Kindern im Advent echt nie machen sollte. Nie. Faux-pas, absolute. Weiterlesen

Mal eben schnell zum Bäcker… was ich vermisse, seit ich Kinder habe

Erinnert Ihr Euch noch? Damals, in der Vorkindära? Als man einfach noch mal eben schnell zum Bäcker ging? Sich die Schuhe überzog, die Jacke an und wirklich mal eben schnell zur Tür raus war. Eine Straße weiter zum Bäcker und nach zehn Minuten zurück. Oder zum Briefkasten. Mal eben schnell. Und nach fünf Minuten zurück. Es gibt nicht viel, was ich aus meinem Vor-Mama-Leben vermisse. Aber ganz ehrlich: Mir fehlt dieses Mal-eben-schnell. Klar, Entschleunigung und so. Wichtig, mehr Achtsamkeit für den Moment, auch wichtig und überhaupt muss denn immer alles schnellschnell gehen in unserer eh so schnelllebigen Gesellschaft. Weiß ich doch. Aber: Ganz egal. Ich vermisse es, einfach mal eben schnell zum Bäcker zu gehen. Weil ich vergessen habe, Brot zu kaufen und es mir abends um halb sechs einfällt. Ich vermisse es, mal eben schnell zum Briefkasten zu gehen, bevor der um 17 Uhr geleert wird. Im Leben mit Kindern geht nichts mehr „einfach mal eben schnell“. Weiterlesen

Mütter, Ihr seid toll!

Ganz gleich, was Euch jemand einreden möchte: Liebe Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn die Dame an der Supermarktkasse Euch einen schalen Blick zuwirft und meint, besser zu wissen, was Euer Baby gerade braucht. Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn Eure Schwiegermutter meint, Ihr würdet Euer Baby verwöhnen, wenn Ihr es auf den Arm nehmt. Mütter, Ihr seid gut, genauso wie Ihr seid. Auch wenn die Instagram-Mami die sauberere Wohnung, Top-Kleidung ohne Flecken und keine Ringe unter den Augen hat. Vergesst nicht – auf den Bildern wird immer nur eine Ecke des  Zimmers gezeigt und in der nicht gezeigten Ecke gibt es genau wie bei Euch Staubflusen und Geschirrberge. Weiterlesen

Experiment mit Zisch und Knall: Raketen basteln für Kinder

Meine Jungs lieben alles, was zischt und knallt und sprudelt. Sie lieben Experimente, bei denen irgendetwas in die Luft geht und können sie stundenlang wiederholen. Die eigentliche Experimentierzeit ist bei uns eher zur kühleren  Jahreszeit, aber dieses Experiment eignet sich am besten draußen, nun, es sollte eigentlich am besten nur draußen gemacht werden. Denn diese selbstgebaute Rakete fliegt wirklich hoch. Und mit hoch meine ich hoch, der Rekord war bei uns höher als unser Haus, zehn Meter waren es mindestens. Der Aufwand für diese selbstgebauten Raketen: gering. Der Knallfaktor: riesig. Der Spaßfaktor: noch riesiger. Aber Vorsicht – Eure Kinder könnten an die hundert Wiederholungen einfordern, so war es bei uns nämlich! Weiterlesen

Gastbeitrag: „Bis einer weint! Kein Tag ohne Geschwisterstreit“

Ich freue mich immer, wenn ich auf diesem Blog auch ein paar andere Stimmen unterbringe – umso mehr Vielfalt, umso besser, finde ich. Denn wir Mütter sind verschieden, unsere Kinder sind verschieden, unsere Familien und natürlich auch unsere Meinungen und Wege, die wir beschreiten. Ich finde Gastbeiträge sind so etwas wie die Würze auf einem Blog, denn sie runden das große ganze Blog-Gericht erst so richtig ab! Und deshalb freue ich mich riesig, dass ich heute wieder einen Gastbeitrag für Euch habe – diesmal hat für mich die liebe Verena von dem Blog Vrenitutkund einen Text über Geschwisterstreit von der Seele gebloggt! Sie ist wie ich Dreifachmutter und ich mag ihre Texte sehr ! Aber lest selbst – hier kommt Verenas Gastbeitrag: Weiterlesen

Raus aus dem Haus, am besten ohne Handy: Wie die Natur den Familienzusammenhalt stärkt

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Kennt Ihr diese Tage, an denen so ziemlich alles schief läuft, Ihr vor lauter Haushalt, Geschwisterstreit und Terminstress nicht mehr wirklich weiterwisst? Die Tage, an denen Ihr das Gefühl habt, dass Euch die Decke auf den Kopf fällt? Wenn ständig jemand etwas von Euch will und Ihr zu keinem klaren Gedanken kommt? Das sind diese Tage, an denen ich manchmal am liebsten schon mittags das Insbettgehritual einläuten möchte, um endlich Ruhe zu haben. Was an solchen Tagen tatsächlich Wunder wirkt: Wenn wir raus in die Natur gehen. Schon allein raus aus dem Haus zu kommen, hebt schlagartig die Stimmung. Egal, wie das Wetter ist. An solchen Tagen ziehe ich den Kindern die Schuhe an und ab geht es, einmal um den Block, auf den Spielplatz oder einfach nur zu Fuß zum Bäcker. Hauptsache frische Luft und ein Ortswechsel! Schwupps, lassen die Streitereien nach, flitzen die Kinder um die Wette und der sich anbahnende Spannungskopfschmerz verschwindet… noch besser – und vor allem nachhaltiger – wirkt der Ortswechsel, wenn es nicht nur auf den Spielplatz oder zum Bäcker geht, sondern  raus in die Natur! Weiterlesen

Nachhaltig um jeden Preis? Leute, entspannt Euch!

Wenn es ein Wort gibt, ohne dass keine Ausgabe der Tageszeitung, keine Frauenzeitschrift und neuerdings auch kein Wirtschaftsmagazin auskommt, dann ist es: Nachhaltigkeit. Wahlweise nachhaltig. Es gibt Tage, da stolpert man auf fast jeder Seite der Tageszeitung über eines der Wörter. Was wir nicht alles tun sollen, um nachhaltig zu sein! In den sozialen Medien überbieten sie sich mit Vorschlägen. Strohhalme aus Glas (hat mal jemand an kleine Kinder gedacht, die ja eigentlich die Hauptzielgruppe von Strohhalmen sind und gerne herzhaft zubeißen?), feste Seife zum Haarewaschen, Bienenwachstücher statt Alufolie, es ist ja alles schön und gut und mehr als lobenswert. Aber, wenn jemand so wie eine Bekannte neulich alle Tupperdosen aus Plastik aus dem Küchenschrank wirft, um Platz für Glasbehälter zu schaffen, die sie neu anschafft, dann ist das gut gemeint, aber nicht wirklich effektiv. Wisst Ihr, wie viel Energie und Rohstoffe in die Produktion von Glasbehältern fließen? Wieso also noch völlig intakte Kunststoffdosen in den Müll werfen, nur weil sie aus dem bösen Plastik sind?! Oder der Herr, der eine Streuobstwiese abholzte, um bienenfreundliche Wiesenblumen auszusäen und stolz von seinem Einsatz für die Bienen berichtete? Oder die Mutter, die jegliches Plastikspielzeug ihrer Kinder wegwarf, um alles durch entsprechendes Holzspielzeug zu ersetzen? Nein,  es ist nicht nachhaltig, wenn wir alle anfangen, sämtliche Kunststoffgegenstände aus unserem Haushalt durch Alternativen zu ersetzen. Jedenfalls nicht, solange sie noch funktionsfähig sind. In Sachen Nachhaltigkeit ist eine Hysterie ausgebrochen, und wehe, jemand isst Joghurt aus einem Plastikbecher, dann bekommt er zumindest virtuell einen über die Rübe gezogen. Weiterlesen

Gastbeitrag: „Mein Mann ist immer der good Guy und überlässt mir die unangenehmen Dinge wie Erziehen und Verbieten“

Good Guy, Bad Guy? Kennt man aus dem Fernsehen. Die Kommissare, die sich beim Verhör aufteilen. Der eine macht einen auf einfühlsam, der andere mimt den harten Kerl. So ähnlich sei es auch bei ihr und ihrem Mann, schrieb mir eine Leserin, die mich fragte, ob sie sich in einem Gastbeitrag einmal Luft verschaffen und die Meinung von anderen Leserinnen hören kann. Ihr Mann übernehme immer nur die angenehmen Dinge im Familienleben – toben, Ausflüge, Schwimmen gehen – während an ihr die ganze Erziehungsarbeit und damit Verbieten, Meckern, Lernen für die Schule und so weiter hängen blieben. Das nerve, denn sie sei damit zwangsläufig immer die Meckermama, sagt die Leserin. Eine spannende Frage, fand ich und bat sie um den Gastbeitrag! Weiterlesen

Es geht nicht darum, wer Schuld daran ist, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, sondern darum, wie wir es wieder rausholen

Es ist so schnell gemacht. Die Schuld bei anderen zu suchen. Es erleichtert vieles, wenn es einen Sündenbock gibt, wenn man einfach jemand anders die Schuld zuschieben kann. Man muss selbst keine Verantwortung übernehmen. Man hat schnell eine Erklärung für die Situation. Und man kann sich so herrlich darüber aufregen. Ah, ich gebe es zu: Es kann ja sogar Spaß bringen, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben und sich dann so herrlich darüber auszulassen! Ganz abgesehen davon, dass man sich selbst gleich viel besser fühlt. Aber noch besser fühle ich mich, seitdem ich nicht mehr nach dem Schuldigen suche. Was nicht bedeutet, dass ich die Schuld auf mich nehme – sondern dass ich ganz einfach, gar niemandem die Schuld in die Schuhe schiebe. Nicht mir. Nicht anderen. Denn ganz ehrlich: Es ändert doch in den meisten Fällen nichts an der Situation, wenn man die Schuldfrage klärt. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und anstatt zu lamentieren, wer alles daran Schuld ist, ist es doch besser, sich einfach mal ans Werk zu machen und das Kind wieder rauszuholen, bevor es ertrinkt! Weiterlesen