Home Office mit Baby -Tipps für das Arbeiten von zuhause aus

Als freiberufliche Journalistin ist die Elternzeit keine so richtige Elternzeit. Es gibt einfach immer etwas zu tun. Seit elf Jahren arbeite ich selbständig – das heißt zuhause im Home Office. Ein Jahr pausieren? Kam für mich nicht in Frage, bei keinem Kind. Immer wieder nahm ich Aufträge an, musste ich, um bei meinen Kunden nicht in Vergessenheit zu geraten. Und so sitze ich jetzt auch beim dritten Kind regelmäßig am Laptop und tippe meine Texte. Mittlerweile habe ich den Dreh etwas besser raus und arbeite um einiges effektiver als beim ersten Baby. Doch immer noch ist es ein Spagat, der nicht so ganz einfach ist – und manchmal würde ich auch einfach gerne ein bisschen Elternzeit haben, ich gebe es zu. Aber andererseits mache ich meine Arbeit einfach viel zu gerne! Was mir beim Home Office mit Baby hilft? Ich habe einmal einige Tipps zusammengefasst:  Weiterlesen

Ein Wochenende allein mit drei Kindern – und einem Haufen zu erledigender Arbeit

Dass Murphys Gesetz in ganz besonderem Maße für uns Eltern gilt, habe ich ja schon mal beschrieben. Und an diesem Wochenenden schlug es mal wieder so richtig zu. Das erste Wochenende alleine mit drei Kindern. Natürlich ein Wochenenden, an dem ich richtig viel zu tun habe. Es ist Ende des Monats und das heißt bei mir immer: Artikel für meine Zeitschriften-Kunden abgeben. Dazu Frühlingsfest im Kindergarten, hochsommerliche Temperaturen und drei Kinder, die alles andere im Sinn haben, als abends früh ins Bett zu gehen. Tja. Und da bin ich also, die Frau mit dem Buch mit den tollen Tipps, wie man als Mama keinen Burnout bekommt und sich Auszeiten nimmt – und befolge keinen einzigen meiner tollen Tipps, sondern stehe stattdessen selbst kurz vorm Durchdrehen. Toll Frau Expertin, das ist so wie bei den Lungenfachärzten, die zur Zigarette greifen. Einen Einblick gefällig in den ganz normalen Wochenendwahnsinn zwischen Home Office, Babystillen und  Home Office! Achja und den ersten Zahn beim Baby gab es auch noch!

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Vereinbarkeit: Warum wir Mütter Netzwerke brauchen

Mit der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf ist es ja bekanntlich so eine Sache. Bei mir klappt es meistens ganz gut – was aber nur daran liegt, dass ich freiberuflich von zuhause aus arbeite. Was bedeutet: Wenn ein Kind krank ist, könnte ich trotzdem arbeiten. Denn ich bin ja eh zuhause. Und zur Not könnte ich ja auch abends arbeiten. Wenn die Kinder schlafen. Der Konjunktiv ist bewusst gewählt. Denn viel zu oft kann ich es nicht. Weil Theorie und Praxis wie so oft einfach auseinanderklaffen. Bisher habe ich es aber immer irgendwie hinbekommen. Bis letzte Woche ein krankes Kind und ein wichtiger Termin kollidierten und mir klar wurde: Das Ding mit der Vereinbarkeit ist und bleibt schwierig. Ohne Netzwerke geht es nicht für uns Mütter. Und damit meine ich nicht die sozialen Netzwerke. Sondern die echten, realen. Denn Facebook kann nun mal kein krankes Kind aus dem Kindergarten abholen!

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Das Mama-Dilemma im Home Office

„Könntest Du einmal bitte bei den Handwerkern anrufen? Ich kann es vom Büro aus nicht erledigen, aber Du bist doch eh den ganzen Vormittag zuhause?“

Na klar, ich bin zuhause. Aber ich sitze genauso im Büro. In meinem Büro. Im Home Office. Und ich muss bis zum frühen Nachmittag fertig sein, kann keine Überstunde machen, denn da wartet mein Sohn auf mich und will von der Tagesmutter abgeholt werden.  Die Zeit muss ich nutzen. Konzentriert.

„Wie schön, dass Du Dein Hobby zum Beruf gemacht hast und vormittags Zeit dafür hast.“

Als Mama im Home Office wird man nicht immer ganz ernst genommen

Ja, ich sitze zuhause und schreibe. Und ja, ich schreibe gerne. Mein Beruf als freiberufliche Journalistin bringt mir Spaß. Aber es geht hier nicht nur um Selbstverwirklichung und das Betreiben eines Hobbys, so wie die Millionärsgattin, die nebenher ein bisschen in Sachen Charity macht. Ich habe studiert, meinen Beruf gelernt und übe ihn seit vielen Jahren aus. Und ich bin ganz gut darin. Ja, er bringt mir Spaß. Aber ich verdiene damit auch mein Geld und ich habe es manchmal auch stressig – Artikel müssen nunmal pünktlich abgegeben werden.

„Schön, wenn die Frau ein eigenes Taschengeld dazuverdient und sich auch mal was Kleines gönnen kann.“

Toll, nicht wahr?! Der Mann malocht und finanziert das Leben, die Frau darf ein bisschen Taschengeld verdienen. Man will ja nicht immer den Mann fragen. Dafür sitzt die Frau in ihrem Arbeitszimmer und tippt son bisschen vor sich hin. Niedlich, die Kleine mit ihrem Taschengeld!

Diese und ähnliche Sätze müssen sich viele arbeitende Mütter anhören, die sich für Teilzeit entschieden haben, weil sie auch ein bisschen Zeit mit ihrem Kind verbringen wollen. Und diese und ähnliche Antworten geben diese Mütter den frech Fragenden – oder sie denken diese Antworten auch nur noch, weil sie längst resigniert haben, ihren Gegenüber aufzuklären, sich gegen all die Vorurteile zu behaupten.

Teilzeit und dann auch noch Home Office: Mütter und die viel zitierte Vereinbarkeit

Und wenn man dann auch noch von zuhause aus arbeitet, im mysteriösen Home Office verschwindet, dann werden die Fragen manchmal richtig frech. Arbeitet sie da wirklich? Von zuhause aus? Geht das denn?! Frauen und Selbstverwirklichung, niedliche Hobbys, so ein bisschen für sich machen, das liegt vielen auf der Zunge.

„Die will doch nur spielen.“

Immer wieder höre ich diese Gespräche mit, wird mir von anderen Müttern davon berichtet, erlebe ich diese Fragen selbst. Mama in Teilzeit im Home Office, das nehmen viele nicht für voll. Man ist doch zuhause, da kann man doch schnell nebenher noch die Wäsche waschen?! Klar, mache ich doch im Büro auch, mal schnell aus dem Meeting raus und den Geschirrspüler anwerfen.

Wieso können wir es als Frauen eigentlich so selten jemandem rechtmachen? Und – wieso wollen wir es eigentlich ständig allen rechtmachen? Wir sollten über diese Kommentare hinweg sehen (ich kann es noch nicht, ich gebe es zu, ich rege mich immer noch auf, wie dieser Post zeigt!) und vor allem Solidarität mit anderen Frauen/Müttern zeigen, anstatt uns gegenseitig zu zerfleischen und aufeinander hinab zu sehen.

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