Wieso ich um Weihnachtsmänner in der Fußgängerzone einen Bogen mache

Abgesehen von der überfüllten Innenstadt gibt es einen guten Grund, weshalb ich an den Adventssamstagen nicht in die Fußgängerzone, in Einkaufszentren oder auf den Weihnachtsmarkt gehe: Der Weihnachtsmann treibt dort sein Unwesen. Nicht nur ein Weihnachtsmann, sondern ein Dutzend. Der eine hat eine Jeans und Turnschuh unter seinem viel zu kurzen roten Mantel an. Der andere einen weißen Rauschebart und eine Brille. Der nächste einen grauen Strubbelbart und keine Brille. Beim übernächsten schaut aus dem Mantel eine dicke Plusterjacke hervor, so eine modische Daunenjacke und der eine Straße weiter ist keinen Tag älter als 21. Sie alle verteilen Süßigkeiten und während der eine ungefragt den Kinder etwas in die Hand drückt, fragt der andere  „Warst du denn auch immer brav?“, der dritte ruft einfach nur „hohoho“ und rauscht vorbei ohne Süßigkeitensack. Was denn jetzt? Wer ist denn nun der richtige Weihnachtsmann? Oder gibt es den etwa nicht? Ist das alles nur gespielt? Damit mein Mittlerer gar nicht erst auf diesen unaussprechbaren Gedanken kommt, mache ich einen Riesenbogen um alle Weihnachtsmänner und Nikoläuse, die die Innenstädte bevölkern. Weiterlesen

Adventskalender: Wie? Nur ein Päckchen am Tag?

Ich hatte ja mal darüber geschrieben, dass Adventskalender eine tolle Erziehungsmaßnahme sind und die Kinder selten so brav sind wie in der Weihnachtszeit. Nun ja. Einiges muss ich nach einem veritablen Trotzanfall meines Kleinen zurücknehmen: Er wollte partout nicht einsehen, dass er nur ein Minipäckchen am Tag auspacken darf. Und das machte ihn wütend. Sehr wütend.

DIY, Adventskalender,

Einfacher DIY-Adventskalender aus Brottüten mit Maskingtape verziert.

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Buchtipp für Kinder: Wo der Weihnachtsmann wohnt


Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wo eigentlich der Weihnachtsmann wohnt? Klar, in Finnland! Dort wohnt er mit all seinen Wichteln, die dort am Fuße des Berges Korvatunturi die Geschenke für die Kinder der Welt bauen und mit ihren Rentierschlitten Heiligabend die ganze Welt beschenken. So glauben es meine Kinder. Und ich habe es auch genauso geglaubt, als ich klein war. Denn so steht es schließlich in einem meiner Lieblingsbücher aus der Kindheit Wo der Weihnachtsmann wohnt
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Der Glaube an den Weihnachtsmann – ein toller Zauber!

Bei meinem Großen dreht sich grad alles, absolut alles um den Weihnachtsmann. Er ist dreieinhalb und kann es gar nicht mehr erwarten, bis endlich Heiligabend ist. Letztes Jahr war er schon furchtbar aufgeregt zu Weihnachten, aber dieses Jahr toppt das Ganze noch.

Wo wohnt der Weihnachtsmann? Was macht der Weihnachtsmann jetzt? Wieso kommt er denn nicht schon heute abend? Was macht der denn im Sommer? Und wieso bringt er die Geschenke nur zu Weihnachten? Der Glaube an den Weihnachtsmann ist grad unerschütterlich!

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Hilft der Weihnachtsmann gegen diese ewige Trödelei?!

Es geht wieder auf Weihnachten zu. Und damit haben wir eine neue Wunderwaffe gegen Trödeln, Trotzanfälle und andere Späße unseres Dreijährigen zur Verfügung: der Weihnachtsmann! Der Weihnachtsmann sieht alles, weiß alles, notiert sich alles und entscheidet dann, welches Kind wie viele Geschenke bekommt. Letztes Jahr hat es gut geklappt. Wir mussten den Weihnachtsmann nur kurz erwähnen, da wurde unser Sohn auf einnmal ganz brav. Er fragte dann auch oft, wenn er etwas ganz toll gemacht hatte, ob das der Weihnachtsmann auch ja gesehen hat. Weihnachten ist toll – Weihnachten mit Kindern ist besser!

Der Weihnachtsmann als Erziehungsmaßnahme

Wir haben dieses „Wo der Weihnachtsmann wohnt„-Buch sehr oft gelesen. Da sind diese kleinen Wichtel, die überall für den Weihnachtsmann spionieren, ob die Kinder auch brav sind. Die in Regenrinnen sitzen und alles im Blick haben. Und der Weihnachtsmann schreibt dann alles in sein dickes Notizbuch. Ich habe dieses Buch als Kind geliebt und dem Weihnachtsmann die schönsten Wunschzettel gemalt – meine Theorie damals: Je schöner verziert der Wunschzettel, umso mehr Wünsche davon werden erfüllt!

Mein Großer fand die Geschichte letztes Jahr auch schon toll. Dieses Jahr haben wir den Weihnachtsmann nun also schon Anfang November rausgekramt. Er muss nun einfach als Erziehungsmaßnahme herhalten, um diese ewige Trödelei und diese Trotzanfälle in den Griff zu bekommen. Er sieht alles, hört alles und merkt sich alles. Wenn der Große also mal wieder seine fünf Minuten hat, komme ich mit:

Du weißt ja, der Weihnachtsmann guckt ganz genau, wie brav die Kinder sind.“

Meistens (aber leider nicht immer) reißt er sich dann auch zusammen. Letztens aber, da sind mir mal wieder die Nerven durchgegangen. Es war mal wieder morgens, das Kind spielte, das Baby spielte mit. Der Mann ging zur Arbeit. Anziehzeit für alle Leut‘! Ich zog das Baby an, dann mich selbst, mein Großer spielte mit einem Auto und musste dann unbedingt noch mal etwas malen. Ich zog ihn von seinem Stuhl, legte ihm seine Strümpfe hin. Was soll ich sagen? Es dauerte und dauerte. Nach einer Viertelstunde war der Pulli an, die Socken auch, aber bevor die Hose angezogen wurde, wurde der Pulli wieder ausgezogen. Schließlich musste noch der Puppenwagen im Kreis gefahren werden, der Pulli kam wieder an, dann auch die Hose, aber die Socken mussten wieder aus. Fand er. Ich nicht. Aber was hab ich schon zu sagen?

Es zog sich. Etwas. Etwas länger. Und noch länger. Alle guten Zusprüche brachten nix. Im Kindergarten warten sie. Deine Freundin frühstückt schon ohne dich. Ich wurde lauter. Schließlich platzte mir der Kragen. Ich schimpfte. Ein Rohrspatz ist nichts dagegen. Ich zog die Weihnachtsmannkarte:

Ich weiß nicht, ob der Weihnachtsmann überhaupt Lust hat, dir jetzt noch Geschenke zu bringen.“

Ich weiß. Pädagogisch nicht besonders wertvoll. Aber was mir noch viel mehr Kummer bereitete: Mein Großer schaute mich mit großen Augen an, die Hände auf den Ohren: „Mama, Du bist mir zu laut.“ Da war mir auf einmal zum Heulen zumute, ich nahm ihn lange in den Arm und entschuldigte mich für meinen Ausbruch. Es tat mir so leid und ich hatte den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen. Immer wieder ärgerte ich mich, dass ich so zum Rumpelstilzchen geworden war. Eigentlich sollte wir froh sein, dass Kinder unseren durchgetakteten Alltag nicht kennen – dass sie in ihrer eigenen Zeitblase leben. Und einfach hemmungslos trödeln können. Wieso müssen Dreijährige Pünktlichkeit lernen?! Wir sollten froh sein, dass sie ihren Alltag noch nicht nach der Uhr richten. Und uns einfach mal dieses in den Tagleben von ihnen abgucken.

Die Lüge vom Weihnachtsmann hilft bei Trotzanfällen und Trödelkindern

Aber es kann so ungemein nerven! Diese ewige Trödelei von Kindern. Diese tausend Sachen, die zu erledigen sind. Dass man nicht einfach die Schuhe anzieht und losgeht. Dieses Warten. Und das andere warten lassen. Es gibt halt doch manchmal Termine und Verabredungen. Und außerdem will  man manchmal auch einfach mal los!

Am Nachmittag waren wir beide besonders nett zueinander. Mir, weil mir meine Rumbrüllerei so leid tat. Und er, weil er den Weihnachtsmann wieder beeindrucken wollte. Abends im Bett, als ich ihm sagte, wie lieb ich ihn habe, sagte er: „Ich hab dich auch lieb, Mama.“

Und dann nach einer Pause: „Aber jetzt bringt mir der Weihnachtsmann doch auch Geschenke, oder?“

Leider hat sich der Weihnachtsmanneffekt schon nach einer Woche etwas verflüchtigt. Beeindrucken kann man ihn damit nur noch sporadisch. Nun ziehe ich die Nikolauskarte. Der kommt schließlich auch schon vorher! Und dann im Frühjahr hilft der Osterhase :-)

Glänzende Kinderaugen: Weihnachten mit Kindern ist zauberhaft!

Weihnachtszeit ist Kinderzeit. Klar, die Adventszeit war immer kuschelig, gemütlich mit all den Süßigkeite, Lebkuchen, Plätzchen, dem Glühwein, dem Weihnachtsmarkt – und natürlich den Weihnachtsgeschenken, über die man sich ja auch als Erwachsener freut. Aber der richtige Weihnachtszauber, der stellt sich erst ein, wenn man Weihnachten mit kleinen Kindern erlebt. Geschichten vom Weihnachtsmann erzählt, auf dem Weihnachtsmarkt mit der Märcheneisenbahn fährt anstatt am Glühweinstand bibbert, jeden Morgen den Adventskalender mitöffnet, sich an der Freude der Kinder freut, mit den Kindern den Weihnachtsbaum schmückt und die Tage bis Heiligabend zählt. Diese glänzenden Augen der Kinder zu Weihnachten – sie geben dem ganzen Weihnachtsfest einen ganz eigenen Sinn. Und seitdem ich Kinder habe, erlebe ich die Adventszeit viel intensiver. Denn Weihnachten mit Kinder ist einfach… zauberhaft! Weiterlesen