Die besten Ausreden, nicht ins Bett zu müssen

Es ist ja irgendwie komisch. Kinder schlafen immer dann, wenn sie nicht sollen. So um 17 Uhr im Auto zwei Kilometer bevor man zuhause ist. Oder morgens um 7, wenn der Wecker zum dritten Mal klingelt und der Kindergartenausflug bevorsteht. Aber wenn sie denn sollen, nämlich am liebsten abends um 19 Uhr, mit Augezudrücken vielleicht 19.30 Uhr – dann sind sie nicht müde zu kriegen. Verlangen noch ein Buch und noch ein Buch oder vertragen sich auf einmal blendend mit dem kleinen Bruder und spielen in trauter Eintracht Müllabfuhr. Und haben viele gute Ausreden, wieso sie noch nicht ins Bett gehen können

GEschwisterstreit, Geschwisterliebe, Brüder, Carrerabahn

So friedlich miteinander spielen sie leider nicht immer… außer es geht ins Bett.

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Angsthase, Pfeffernase: Typische Kindergartensprüche

„Fang mich doch, Du Eierloch“ oder „Angsthase, Pfeffernase, morgen kommt der Osterhase“ – das hört man bei uns zurzeit täglich. Kommt Euch das auch bekannt vor? Meine Kinder bringen aus dem Kindergarten so allerhand lustige Kindersprüche mit, über die sie sich stundenlang beömmeln können. Und das Witzige ist: Die meisten dieser Kinderreime kenne ich noch aus meiner Kindheit! Ich liste Euch mal die angesagtesten Kindersprüche auf, die bei uns grad die Runde machen – was bringen Eure Kinder aus dem Kindergarten so mit?

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Von beiden Seiten ein „Angsthase, Pfeffernase“-Gegröle und ich mittendrin: Kinderreime aus dem Kindergarten, 100 Mal am Stück.

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Die 10 witzigsten Warum-Fragen meiner Kinder

Meine Jungs sind beide mittendrin in der Warum-Phase. Der Große seit 3 Jahren, der Kleine seit einigen Monaten. Und beim Kleinen explodieren die Warum-Fragen gerade. Während der Große schon fast philosophische Fragen stellt, die manchmal nur mit der Hilfe von Google und Co. zu beantworten sind, stellt der Kleine zurzeit so herrliche, teils absurde, komische und irgendwie sehr clevere Fragen, die einen nicht nur zum Nachdenken, sondern immer wieder zum Lachen bringen. Eine Top 10 seiner Warum-Fragen habe ich mal für Euch aufgelistet…

Schlafmangel, Durchschlafen, Kaffee, Cappuccino

Pausen? Nein. Gibt es nicht in der Warum-Phase. Warum auch mit dem Warum-Fragen aufhören?!

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Kindermund: Und warum?

Mein Großer ist dreieinhalb Jahre alt und seit einiger Zeit mitten in der Warum-Phase. Warum? Warum nicht? Und was dann? Und wieso das? Und warum, warum, warum??? Es ist unglaublich, was man alles dazulernt, um die Fragen zu beantworten. Denn den Kleinen fällt so einiges auf, was für uns selbstverständlich scheint. Manchmal ganz schön verblüffend, was den Kindern so in den Sinn kommt und was in ihren kleinen Köpfen so umgeht. Ein Beispiel von heute:

Nach dem Kindergarten kommen wir an einem Kinderspielzeug-Laden vorbei, der vor kurzem gebrannt hatte. Nun hat er wieder – pünktlich zur Weihnachtszeit – aufgemacht und den Eingang zur Feier des Tages mit ganz vielen Luftballons geschmückt.

Mama, warum hängen da so viele Luftballons?“

Weil der Laden wieder aufmacht.

Ja, aber wieso hängen die Luftballons auf?

Zur Feier des Tages. Damit man sieht, dass der Laden wieder aufhat.

Und wieso soll man das sehen?

Damit die Leute reinkommen.

Und wieso?

Damit die Leute da Spielzeug kaufen.

Und warum?

Damit der Laden Geld verdient.

Aber warum denn?

Weil das der Beruf von der Frau ist: Sie verkauft Spielzeug und verdient damit Geld.

Und warum ist das ihr Beruf?

Weil ihr das Spaß bringt. Jeder sucht sich einen Beruf, mit dem er Geld verdient und der ihm Spaß bringt. (Man will das Kind ja nicht gleich demotivieren: Arbeiten bringt natürlich Spaß!)

Aber wieso will die Geld verdienen?

Damit sie mit dem Geld einkaufen gehen kann. (Kapitalismus in Kurzform)

Und warum?

Weil die Ladenbesitzerin ja auch was essen will und Kleider anziehen möchte.

Aber wieso?

Ohne Kleider ist es ja ganz schön kalt. Und ohne Essen hat man Hunger.

Und warum denn?

Ich sage nur so viel: Es ging noch eine Weile so weiter. Bis er auf dem Weg nach Hause einen Hundehaufen auf dem Fußweg entdeckte und ihm die nächste Frage einfiel:

Wieso machen denn die Hunde auf den Fußweg?

Das sind ja noch die einfachen Fragen. Manchmal wird es richtig philosophisch:

Mama, warum muss uns das Essen denn gut schmecken?

Kindermund: Wie heißt Mama mit Nachnamen?

Wie heißt deine Mama mit Vornamen?

Nathalie.

Und wie ist ihr Nachname?

Mama.

Kindermund: Petzi und die Mingvase

Es gibt da dieses Petzi-Buch, wo Petzi beim Kaiser von China mit einer Seifenkiste eine teure Ming-Vase umfährt und sie in tausend Teile zerspringt. Petzi flickt sie natürlich zusammen, Pelle hat ja schließlich den passenden Kleber im Schnabel.

Mein Sohn mag dieses Buch sehr. Besonders toll findet er, dass Petzi und seine Freunde die Vase wie ein großes Puzzle zusammensetzen.

Nun waren wir kürzlich Kaffee trinken. Und meinem Sohn fiel der Becher mit seiner Milch runter, weil er die Tischplatte verfehlte. Kein großes Ding, wir sammelten die Scherben ein, wischten auf. Als wir die Scherben dann wegwarfen, schaute uns mein Sohn aus seinen großen Augen an:

Wieso machen wir es nicht so wie Petzi?

Es hat etwas gedauert, bis ich begriff. Wir sollten puzzeln, so wie Petzi. Ob Milchbecher oder Ming-Vase – das ist  ja schließlich egal!

Noch ein Kindermund: Baggerfahrer im Dixieklo

Mein Großer liebt Baustellen. Besonders Bagger. Wir bleiben immer lange vor den Absperrungen stehen. Bei uns in der Stadt gibt es viele Baustellen, also wird jeder Weg lang – denn es gibt ja viel zu gucken. Mein Sohn weiß auch schon ganz genau, wo die Bauarbeiter auf Klo gehen: Klar, aufs blaue Dixieklo! (siehe auch: http://ganznormalemama.com/2013/09/29/was-macht-der-baggerfahrer/)

Neulich standen wir wieder vor einer Baugrube und der Baggerfahrer stellte den Motor ab, stieg aus dem Bagger aus und ging zum Dixieklo. Mein Sohn erkannte ganz richtig: „Der muss mal!“ Es dauerte dann eine Weile und ich hatte den Baggerfahrer eigentlich schon wieder vergessen. Wir schauten auf die Baugrube, guckten uns die Rohre an, den Presslufthammer und dann ging die Tür vom Dixieklo auf und der Baggerfahrer kam wieder raus. Zur Freude meines Sohnes, der ganz laut und begeistert rief:

Da ist der Baggerfahrer wieder! Aber was hat er so lange auf dem Klo gemacht, Mama?“

Kindermund: Der Sandmann war da

Der Große will mal wieder nicht ins Bett. Ihm fällt immer etwas Neues ein. Nun hat der Sandmann überall Sand hingestreut. Nicht nur in die Augen. Sondern auf den Kopf, auf die Füße, auf die Nase, in die Ohren.

Dann musst du jetzt schnell schlafen, dann geht der Sand weg.

Netter Versuch, Mama. Bringt nur nicht viel. Überall Sand. Er erzählt mir, wo überall der Sand ist. Ich bitte ihn, doch in die Schlafposition zu gehen. Nein, das geht. Er kann sich nicht hinlegen. Und schon gar nicht auf die Seite (seine Einschlafposition). Wieso?

Dann fällt doch der ganze Sand aus meinem Ohr raus. Den wollen wir nicht im Bett haben.

 

Noch mehr Kindermund: Wie machen Krokodile Pipi?

Die Warum-Phase stellt mich schon seit mehr als einem halben Jahr vor immer wieder neue Herausforderungen. Und hat dank Internetrecherche für echt schwere Fälle auch meine Allgemeinbildung stark erweitert. Jetzt wird sie ergänzt von einer neuen Fragenart: Wie bestimmte Tiere schlafen. Und fast noch spannender, wie sie denn auf Klo gehen.

Mein Sohn hat einen Kuschelhasen. Der kommt mit ins Bett und so war vor dem Schlafengehen die Frage Thema, wie Hasen denn schlafen. Das konnte ich noch beantworten und geschickt überleiten zu „Und du schläfst jetzt auch mal.“ Am Morgen wollte er dann wissen, wie sie Pipi machen. Auch das fiel mir noch ein. Hasenködel konnte ich ihm sogar zeigen. Da war er zutiefst beeindruckt.

So haben wir schon viele Tiere durch, bei den meisten wusste ich sogar Bescheid. Aber gestern aus heiterem Himmel war wieder so ein Fall fürs Lexikon:

Mama, wie machen Krokodile Aa und Pipi?“

Na, wer weiß es?! Eins ist klar: Man lernt nie aus. Schon gar nicht mit Kindern. Habt Ihr auch so kreative Warum-Fragen?!

Kindermund: Immer gleich notieren

Mein Großer wird bald drei. Und plappert ohne Unterlass. Eigentlich müsste man nonstop das Diktiergerät laufen lassen, um das zu dokumentieren. Denn manchmal, nein, fast immer ist es wirklich witzig, was er dabei so raushaut. Leider schaffe ich es noch nicht einmal, alles zu notieren, was er so sagt. Abends sitzt man dann da und überlegt: Was hat er noch mal gesagt!?

Es ist wieder eins dieser Dinge, bei denen man am liebsten die Zeit anhalten möchte. Weil es so ein niedliches Alter ist. Soviel Spaß macht. Und die Zeit vorbeirast, viel zu schnell.

Was mich beruhigt: Bisher war jede Phase, jedes Alterso schön, so niedlich, dass man dachte, es lässt sich doch gar nicht mehr steigern. Auf einer Website, die Kindersprüche sammelt und dabei sehr lustige in der Sammlung hat (www.kindermund.net – es lohnt sich, da mal vorbeizuschauen), habe ich gesehen, dass Kinder auch mit fünf oder sechs noch weiter so niedliche Sachen sagen. Das stimmt einen doch optimistisch!