Vom Babyschmatzen, Schnupfenschnarchen und Schulkindseufzern: Gedanken beim Anblick meiner schlafenden Kinder

Es war mal wieder einer dieser Abende. Die Kinder wollten nicht ins Bett. Der eine hatte seine drolligen zehn Minuten, die leider in 20 Minuten ausarteten und aus wildem Herumgespringe auf dem Bett statt gesitteten Umziehen bestanden. Der andere hatte auf einmal verlernt, wie man sich alleine die Socken auszieht und schlicht keinen Bock aufs Zähneputzen. Das Baby war völlig übermüdet und krabbelte beim Wickeln immer weg, aus Angst, etwas von dem Unsinn zu verpassen, den ihre Brüder zum Besten gaben. Beim Vorlesen war die Geschichte mal wieder viel zu schnell vorbei, auf Klo mussten sie auch noch dreimal und Durst hatten sie auch noch, bevor dann kurz vorm Einschlafen noch so viel aus ihnen heraussprudelte, was sie an ihrem Tag erlebt hatten. Das Einschlafkuscheln zog sich in die Länge und meine Augen wurden schwerer und schwerer und das, obwohl auf dem Schreibtisch noch ein bisschen Arbeit auf mich wartete und sich bei mir leichte Unruhe breit machte. Und dann schliefen sie doch. Ihr Atem ging ruhiger und ruhiger, der eine seufzte zufrieden im Schlaf, das Baby machte leise, wohlige Schmatzgeräusche, der andere drehte sich auf die Seite und schlang schlaftrunken den Arm um mich. Und anstatt aufzuspringen und an meinen Schreibtisch zu hechten, blieb ich noch ein wenig liegen. Hörte dem leisen Schnarchen des verschnupften Kindergartenkindes zu, schnupperte am Babyhaar, versuchte diesen Babyduft abzuspeichern im Langzeitgedächtnis und strich dem Schulkind die verschwuschelten Haare aus dem Gesicht.    Weiterlesen

Die besten Ausreden, nicht ins Bett zu müssen

Es ist ja irgendwie komisch. Kinder schlafen immer dann, wenn sie nicht sollen. So um 17 Uhr im Auto zwei Kilometer bevor man zuhause ist. Oder morgens um 7, wenn der Wecker zum dritten Mal klingelt und der Kindergartenausflug bevorsteht. Aber wenn sie denn sollen, nämlich am liebsten abends um 19 Uhr, mit Augezudrücken vielleicht 19.30 Uhr – dann sind sie nicht müde zu kriegen. Verlangen noch ein Buch und noch ein Buch oder vertragen sich auf einmal blendend mit dem kleinen Bruder und spielen in trauter Eintracht Müllabfuhr. Und haben viele gute Ausreden, wieso sie noch nicht ins Bett gehen können

GEschwisterstreit, Geschwisterliebe, Brüder, Carrerabahn

So friedlich miteinander spielen sie leider nicht immer… außer es geht ins Bett.

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Das missglückte Einschlafritual: Ich bin aber noch gar nicht müde!

Ich freue mich schon auf die Zeitumstellung. Ehrlich. Obwohl dann endgültig Herbst ist. Aber dann werden meine Kinder endlich mal früher ins Bett gehen. Zumindest ein paar Tage bis sie sich an den neuen Rhythmus gewöhnt haben. Aber vielleicht tut dann die frühe Dunkelheit ihr Übriges. Die Sache mit dem Einschlafritual und dem Insbettgehen ist bei uns nämlich zurzeit so eine Sache…

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Ich bin noch gar nicht müde! Da kommt er im Schlafsack aus dem Bett und spielt noch ne Runde…

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10 Dinge, die zu einer gepflegten Gute-Nacht-Geschichte gehören

Tipps für eine gute Gute-Nacht-Geschichte: Das wollen meine Kinder beim Geschichtenerzählen in ihrem Märchen haben.

Unser Einschlafritual für den Großen ist ein bisschen umständlich (aber schön. Meistens.): Erst ein oder zwei Kapitel in einem Buch lesen, dann eine Geschichte erzählen, noch mal auf Klo gehen, kuscheln, schlafen. Naja. Das mit dem Schlafen kann sich manchmal hinziehen. Manchmal folgt ein erneuter Klogang. Oder ein Griff zur Wasserflasche. Aber was nie fehlen darf, ist die selbstausgedachte Gute-Nacht-Geschichte! Und zwar nicht irgendeine. Mein Großer gibt mir da strenge Auflagen. Es gibt da 10 Dinge, die eigentlich nie fehlen dürfen beim Geschichtenerzählen. NIE!

Gute Nacht Geschichte Einschlafritual Kind Familie Mamablog

Ein Glück dürfen zumindest die vorgelesenen Bücher variieren und von anderen Dingen handeln…

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Der allabendliche Ins-Bett-Bring-Wahnsinn: Ich bin noch gar nicht müde, Mama!

Es ist halb neun, abends, versteht sich, und ich habe mich mal wieder auf Zehenspitzen aus dem Schlafzimmer geschlichen. Die Kinder schlafen – Feierabend! Aber bis es soweit war, hat es, sagen wir mal vorsichtig, ein wenig gedauert mit dem Ins-Bett-Bringen. Wie eigentlich jeden Abend seit es draußen länger hell ist.  Besonders schlimm ist es, wenn der Große im Kindergarten Mittagsschlaf hält. Dann schläft er selten vor neun. Und bis es soweit ist, kostet es mich einige Nerven. Ich glaube auch einige braune Haare – denn die grauen an der Schläfe, die haben verdächtigt zugelegt. Heute war wieder so ein Abend, der nach den schwierigen zwei Stunden zwischen 5 und 7 begann…

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Mama ich bin noch nicht müde: Wie muss das Einschlafritual aussehen?

Achja, Babys und Kinder  und das liebe Einschlafen. Das ist so eine Sache. Und wird irgendwie nicht besser. Ich habe mich ja schon über die Foltermethode Schlafmangel ausgelassen (siehe auch hier und hier).  Das mit dem Schlafmangel geht mittlerweile. Der Kleine schläft gut durch, ich merke auch nicht jedes Aufwachen von ihm, seit ich es mir abgewöhnt habe, auf die Uhr zu schauen und nachzurechnen, wie lange er durchgeschlafen hat. Gestillt wird im Liegen, im Halbschlaf, oft schlafe ich dabei ein in unserem gemütlichen Familienbett.

Einschlafrituale sind unserem Kind egal

Aber seit einiger Zeit will unsr Großer einfach nicht ins Bett. Wenn er dann endlich schläft, schläft er gut (ins unserem Bett – siehe auch Plädoyer fürs Familienbett). Aber das ins Bettbringen ist ein echter Kampf. Jedes Kind kann schlafen lernen? Ha, da kennt Ihr unseren Sohn nicht!

Beim Abendessen reibt er sich noch die Augen. Die schon ganz klein sind. Also ab zum Umziehen! Bevor der müde Punkt überschritten ist. Der ist leider schon bei Betreten des Schlafzimmers überschritten. Denn dann geht das Gehopse auf dem Bett los. Gerne auch mal auf den kleinen Bruder, der dann schnell in Sicherheit gebracht werden muss. Lassen wir ihn hopsen, dann hat er sich ausgepowert. Schöne Theorie. Geht nur nicht so auf. Denn er dreht immer mehr auf. Aber auch, wenn wir ihn ohne Gehopse ins Bett bringen. Haben wir alles schon ausprobiert. Er hat halt sein eigenes Einschlafritual und will dabei auch selbst Regie führen.

Jedes Kind kann schlafen lernen? Da kennt Ihr unser Kind schlecht!

Umziehen will er sich nicht! Na klar, kann er das alleine. Macht er aber nicht. Wenn wir ihn anziehen, gibt es Theater. So ein Dreijähriger ist ganz schön stark! Er windet sich, strampelt wie wild mit den Füßen, läuft weg. Hopst wieder rum. Brüllt rum „Ich will das nicht!“ Wir schließen schon immer die Fenster. Wer weiß, was die Leute sonst denken. Hier wird nur ein Kind ins Bett gebracht- ein Kind, was einfach nicht schlafen will.

Man kann ihn mit Büchern bestechen. „Wenn du dich jetzt ganz schnell anziehst, lesen wir drei Bücher.“ Bei jedem Zappeln werden es weniger Bücher. Man muss sich aber auch eines aufbewahren, um ihn zum Zähneputzen zu bringen. „Wenn du ganz schnell die Zähne putzt, dann lesen wir das Conni-Buch.“

Kind ist im Bett. Umgezogen. Geschrubbte Zähne. Mama und Papa sind schon total fertig. Kind nicht. Kind ist nicht müde.

Ich bin noch gar nicht müde, Mama.“

Doch, du hast doch ganz kleine Augen.

Guck, meine Augen sind ganz groß.“

Argumente bringen da nichts. Er müsse sich doch ausruhen, um am nächsten Tag zu spielen? Sieht er anders. Das mit dem Argumentieren haben wir ganz schnell bleiben lassen. Also die direkte Art:

Ich möchte, dass du jetzt schläfst. Ich möchte noch ein Buch lesen.“

Aber er hat doch noch plötzlich Hunger. Und Durst. Und Pipi muss er auch. Und danach Hände waschen. Klar.

Dann nach dem Lesen der Bücher, dem Erzählen einer Geschichte und dem Singen des Schlafliedes: Nein, er kann noch nicht schlafen. Auf keinen Fall. Weil er einfach nicht müde ist.

Jeden Abend derselbe Stress beim Insbettbringen

Mittlerweile bin ich müde. Er zappelt rum. Ich würde am liebsten ein wenig kuscheln. So haben wir es früher gemacht. Gekuschelt, er hat sich an mich rangerobbt und ist schnell in meinem Arm eingeschlafen. Damals habe ich auch nicht verstanden, wie man ein Buch namens „Verdammte Scheiße, schlaf endlich ein!“ schreiben kann. Mittlerweile kann ich diesen Buchtitel sehr gut verstehen.

Dieser Stress beim Insbettbringen, er zerrt an den Nerven. Gewaltig.

Denn genau dieser Gedanken schwirrt einem im Kopf herum nach einer Stunde Einschlafritual und Zappeln des Kindes. Ja, ich gebe es zu, ich habe auch schon oft geschimpft. Ich bin rausgegangen, weil ich keine Lust mehr hatte. Ich habe ein bisschen rumgeschrien. Man wird verdammt dünnhäutig, vor allem, wenn der Tag lang war und man abends seine einzige freie Stunde genießen will, sinnloses TV schauen möchte oder auch mal arbeiten muss.

Ich habe auch mit der Tür geknallt und gesagt „du schläfst jetzt alleine ein, ich habe keine Lust mehr“.

Alle Quatsch mit den Einschlafritualen!

Hat alles nichts gebracht. Außer schlechtem Gewissen. Ich kann doch einen Dreijährigen nicht anschreien. Ich kann ihn doch nicht alleine lassen, wenn er offensichtlich nicht alleine sein möchte. Ich bin auch immer schnell wieder zurückgegangen,wenn er mich gerufen hat.

Und habe mich entschuldigt für meinen Gefühlsausbruch.

Jesper Juul hat mich beruhigt: Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern authentische Eltern, die dürfen auch mal Emotionen zeigen.

Trotzdem mag ich mein Kind nicht anschreien und rumkeifen wie… wie jemand, der ich nicht sein will. Aber man fährt so schnell aus der Haut. Aber es bringt einfach nichts. Also habe ich mir vorgenommen, mich zu beherrschen.

Ruhig bleiben, zu versuchen zu kuscheln, in Gedanken zu zählen oder beharrlich ein Schlaflied zu singen, bringt mehr. Auch wenn es eine Stunde dauert.

Das Blöde: Ich schlafe oft selbst dabei ein. Manchmal noch vor meinem Großen! Und dann ist meine einzige Mama-Stunde am Tag dahin. Morgens bin ich dafür ausgeschlafen. Aber mal abends mit dem Gatten den Tatort gucken. Oder mit ihm über Germany’s next Topmodel lästern. Dabei hemmunglos eine Tüte Chips wegknuspern. DAS ist doch auch Lebensqualität!

Verdammte Scheiße schlaf endlich ein!

Jeden Abend hoffe ich auf in Wunder: Dass er sofort einschläft nach einer gemütlichen Kuschelrunde. Vielleicht sogar alleine (was schon mal klappte, aber das ist 8 Monate her‘). Egal, wann er ins Bett geht, ob er den ganzen Tag draußen war, getobt hat, ob wir vorher 5 Bücher zum Müdemachen gelesen haben: Mein Kind will nicht schlafen! Sogar ein Tag am Meer bringt nix. Die Welt ist ja auch viel zu spannend…

Wie hat es bei Euch geklappt mit dem stressfreien Insbettbringen? Was sind Eure Geheimtipps fürs Einschlafritual? Sind alle Dreijährigen so?!

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Kindermund: Der Sandmann war da

Der Große will mal wieder nicht ins Bett. Ihm fällt immer etwas Neues ein. Nun hat der Sandmann überall Sand hingestreut. Nicht nur in die Augen. Sondern auf den Kopf, auf die Füße, auf die Nase, in die Ohren.

Dann musst du jetzt schnell schlafen, dann geht der Sand weg.

Netter Versuch, Mama. Bringt nur nicht viel. Überall Sand. Er erzählt mir, wo überall der Sand ist. Ich bitte ihn, doch in die Schlafposition zu gehen. Nein, das geht. Er kann sich nicht hinlegen. Und schon gar nicht auf die Seite (seine Einschlafposition). Wieso?

Dann fällt doch der ganze Sand aus meinem Ohr raus. Den wollen wir nicht im Bett haben.