Top 10 Fehlkäufe für Baby und Kind in Sachen Babyausstattung

Kennt Ihr das? Diese Listen und Ratschläge, was man nicht alles braucht, wenn das Baby auf die Welt kommt? Ich habe alle diese Listen und Zeitschriftenartikel über die bestmögliche Babyausstattung verschlungen, man wollte ja, dass alles da ist und stimmt, nein, dass alles perfekt ist, wenn das Baby kommt. Must haves, Must haves, eigentlich alles war ein Must have für junge Eltern! Nun, wo meine Jungs anderthalb und vier Jahre alt sind, habe ich Babysachen für den Flohmarkt aussortiert. Und festgestellt, was wir da eigentlich alles für unser Baby gekauft hatten.

Nämlich: viel zu viel. Und viel zu viele Fehlkäufe in Sachen Babyausstattung.

Babyausstattung: Was brauchen Eltern wirklich?

In unseren Schränken fristeten diese Fehlinvestitionen ein trauriges Dasein. Manche vermeintliche Babyausstattung-Must-Haves wurden nur ein- oder zweimal herausgenommen, manche gar nicht. Einiges von diesen Babyausstattungs-Dingen hat sicher seinen Sinn, aber in unserem Haushalt, in unserer Situation halt nicht. Vielleicht bei anderen. Und deshalb ist meine Liste der BabyausstattungFehlkäufe sehr persönlich – vielleicht sieht es bei Euch ja ganz anders aus? Ich bin gespannt, was Ihr da so für Erfahrungen gemacht habt, welche Fehlinvestitionen Ihr getätigt habt und welche Babyausstattung Ihr nicht missen wollt!

Unsere größten Fehlkäufe in Sachen Babyausstattung - vermeintliche Must Haves fürs Baby, die bei uns nur im Schrank standen und unbenutzt auf dem Kinderflohmarkt landeten. Denn Nützliches fürs Baby ist nicht immer so nützlich, wie einem weisgemacht wird!

Unsere größten Fehlkäufe fürs Baby

Gläschenwärmer Fehlkauf Babyausstattung Must have

Gläschen- und Flaschenwärmer: Mein Lieblingsutensil unter den Fehlkäufen in Sachen Babyausstattung. Mit Herzblut ersteigert, nie genutzt. Oder doch – einmal?! Besonders stolz war ich auf den Stecker, mit dem man das Gerät auch unterwegs an den Zigarettenanzünder im Auto anschließen konnte. Wie praktisch, dachte ich, als ich den Gläschenwärmer
kaufte. Nun ja. Fläschen haben meine beiden Jungs eh nie genommen. Und die Gläschen… zuhause habe ich sie auf dem Herd erwärmt. Unterwegs entweder im Restaurant in die  Mikrowelle schieben lassen. Oder den Obstbrei vom Nachmittag auf den Mittag vorgezogen. Oder den Milchbrei vom Abend auf den Mittag vorgezogen. Oder halt mal einen Tag nix Warmes. Oder den Gemüsebrei einfach kalt serviert. Gerade beim zweiten Kind wird man da sehr flexibel. Und das Kind auch.

Kinderbett: Die babybay
kam bei uns bei beiden jeden Tag zum Einsatz. Sie war ein echtes Babyaustatttung-Must-Have! So ein Beistellbettchen ist superpraktisch. Aber sobald die Jungs darausgewachsen waren, zogen sie in unser Bett um. Das Nachfolgebett stand und steht nutzlos neben unserem Bett im Schlafzimmer. Weil beide gerne und viel gestillt werden wollten und es mir zu doof war, sie immer übers Bettchen zu heben. Weil es bequemer war, sie einfach neben sich liegen zu haben. Weil sie es doof fanden, durch Gitterstäbe von mir getrennt zu sein. Nach dem Kuscheln im Familienbett hält gleich das normale Bett Einzug. Das Kinderbett hätten wir uns sparen können.

Babyausstattung: Unsere Fehlkäufe fürs Baby.  Diese Dinge brauchen Eltern nicht für die Erstausstattung kaufen.

Spezial-Bettlaken für die Babybay: Wo wir beim Thema Schlafen sind. Die Babybay hat diese halbrunde Matratze. Und beim ersten Kind habe ich noch artig diese passenden (teuren) halbrunde Bettlaken
Bettlaken gekauft. Bis ich feststelle, dass die normalen kleinen Spannbettlaken auch passen. Guter Marketingtrick in Sachen Babyausstattung – ich bin drauf reingefallen!

Babyfon: Bei vielen macht es bestimmt Sinn. Bei uns nicht. Ein paar Mal benutzt. Beim Großen. Bis wir feststellen, dass wir ihn auch ohne Babyfon
, weil das Wohnzimmer neben dem Schlafzimmer ist. Beim Kleinen haben wir diese Geräte mit Kabelgewirr gar nicht erst rausgeholt (es hatte auch keiner von uns Lust, diese Knoten aufzulösen). Und es klappt auch so.

Tipps für die Babyausstattung – weniger ist manchmal mehr

Fläschensterilisator: Noch so ein Riesending, was im Küchenschrank Platz wegnimmt und ungelogen kein einziges Mal im Einsatz war. Alles schön sauber für die Babys, dachten wir, auf allen Babyausstattung-Listen und Tipp-Sammlungen tauchte so ein Sterilisator auf. Nun ja, da meine Jungs keine Fläschchen brauchten, fiel dieser Gebrauch schon mal weg. Löffel für die Vitamin D Tabletten und später der Trinkbecher wurden mit kochendem Wasser keimfrei gemacht. Ging auch, sparte Platz. Und nach einem halben Jahr reicht der normale Geschirrspüler eh aus.

Waschlappen zum Posaubermachen: Feuchttücher bitte nur für unterwegs! Zuhause Waschlappen und warmes Wasser. Spart Geld und ist ja viel besser für die Babyhaut. Soweit die Theorie… beim Großen hatten wir am Anfang noch Waschlappen im Gebrauch, bis uns ganz schnell das Auswaschen zu blöd wurde. Man ist halt doch bequem. Beim zweiten gab es von Anfang an Feuchttücher. Die gibt es ja auch ohne Parfüm und ultrasuperdupersensitiv. Die Waschlappen kommen dafür zum Einsatz, wenn der Kleine sich weigert, in die Badewanne zu gehen.

Windelmülleimer: Wir hatten diesen vielgepriesenen Windeleimer
nicht gekauft. Da waren wir uns von Anfang an drüber im Klaren: Das brauchen wir nicht für die Babyausstattung. Aber es passt so schön zum Windelwechsel-Thema. Wir hatten es überlegt , aber verworfen. Windeln kommen bei uns direkt in die schwarze Tonne vor die Tür. Beim Großen hatten wir erst noch kleine Plastiktüten bereitliegen, wo wir die Windeln einwickeln wollten – haben wir nicht lange durchgehalten. Wenn das Kind auf der Wickelkommode zappelt, hat man anderes zu tun als mit einer Hand die Stinkewindel in eine Plastiktüte zu quetschen -glaubt mir!

Delfin Schwimmscheiben: Ja, ich weiß. Sie sind ganz toll zum Schwimmenlernen, halten das Kind besser und unterstützen es beim Schwimmenlernen und man kann mit ihnen variieren, wie das Kind über Wasser gehalten wird. Deshalb haben wir die Schwimmscheiben
auch gleich beim Babyschwimmen gekauft! In der Praxis haben dann doch die simplen aufblasbaren orangenen Schwimmflügel gesiegt. Man lässt die Luft raus, knüllt sie zusammen und sie passen in jede Handtasche. Oder in den Koffer, wenn man in den Urlaub will. Dieser Vorteil überwiegt einfach alles.  Und da wir unsere Kinder, solange sie noch kein Seepferdchen haben eh nicht unbeaufsichtigt im Wasser lassen, tun es diese profanen günstigen Schwimmflügel auch. Und wenn man sie verliert, ist es kein Drama, für 2,50 gibt es überall neue. Also auch hier: Fehlkauf bei der Babyaustattung.

Latzhosen fürs Neugeborene: Ohja. Sie sind SÜSS. Supersüß. Aber das war’s dann auch. Wenn sie dann noch nicht einmal eine Wickelklappe haben: Lasst die Finger von Latzhosen in Größe 50. Auch als Geschenk. Man hat einfach keine Lust, sie wieder rüberzufriemeln. Und beim Liegen und den ersten Drehungen stören sie auch.

Hemden oder Rollkragenpullis für Babys: Wer hat Lust, 8 kleine Miniknöpfe zuzumachen, während sich vor einem ein plötzlich sehr mobiles Baby windet? Na also. Zwei Hemden auf dem Flohmarkt verkauft, hatten unsere Jungs beide nie an.

Über Klamotten könnte ich noch ewig weiterschreiben – meine Jungs haben einfach viel zu viele Klamotten und im Endeffekt tragen sie eh immer dieselben Sachen. Und  Fehlkäufe sind unter den Babyklamotten eine Menge…

Schnuller habe ich auch umsonst gekauft, beide Jungs fanden die eher uninteressant, sie landeten ungenutzt im Müll. Auch diese Fingerlinge zum Putzen der ersten Zähne hätte ich mir sparen können, da tut es die erste kleine Zahnbürste genauso gut. Ohja, in Sachen Babyaustattung gibt es viele unsinnige Dinge… denn Eltern sind eine begehrte Zielgruppe!

Einen Wickelkurs braucht niemand

Jaja, man kauft und kauft und kauft Babyausstattung en masse – und es bringt ja auch Spaß, gerade beim ersten Kind (wenn das Zweite unterwegs ist, ist so gut wie alles da -wobei das ja kein Grund ist, etwas nicht zu kaufen 😉 und außerdem hat man keine Zeit mehr zum Shoppen). Ach, das waren schon tolle Samstagsnachmittage im Babyladen mit der Ausstattungsliste in der Hand und dann diese süßen kleinen Sachen und das noch und das noch und ach bei Ebay so günstig, da muss man zuschlagen und dann diese tollen Preise auf den Flohmärkten. Man wollte sie ja auch komplett haben ,die Babyausstattung bevor das Baby kam und hatte Angst, ja irgendetwas Wichtiges zu vergessen.

Ja. Werdende Eltern und frischgebackene ebenso sind eine Superzielgruppe. Da sitzt das Geld locker, da will man nur das Beste fürs Kind und überhaupt! Man will ja auf alles vorbereitet sein und ist es doch nie genug. Oh, mir fällt noch ein elfter Punkt ein, der zwar nicht zur Babyausstattung zählt, aber ebenso überflüssig und somit eine Fehlinvestition war:

Der Umgang-mit-dem-Baby-Kurs: Wir wollten perfekt vorbereitet sein und natürlich alles Lernen. Also waren wir bei diesem Wickelkurs in der Hebammenpraxis. Wickeln, Stillen, Tragen, Baden, was man halt so wissen muss, wenn das Baby frisch aus dem Bauch schlüpft. War auch alles sehr wissenswert. Allerdings war es genau das, was die Schwestern im Krankenhaus und die Hebamme bei ihren Besuchen auch erklärten- und noch viel anschaulicher vormachten. Und zwar mit dem eigenen Baby und nicht mit einer Babypuppe (die wir für diesen Kurs sogar extra gekauft hatten – noch so eine Fehlinvestition).

Fazit: In der Zeit hätten wir besser schön gemeinsam frühstücken gehen können. Noch einmal ohne Babygeschrei und dreckige Pullis. Was bis heute nicht drin ist.

Was waren Eure größten Fehlkäufe fürs Baby?

Wie gesagt, das ist meine Liste – was hattet Ihr für Fehlkäufe fürs Baby? Oder ist etwas auf meiner Liste, wo Ihr sagt: Nee nee, liebe Nathalie, das war bei uns im Dauereinsatz und macht echt Sinn? Nennt mir Eure Must-Haves und Eure Fehlkäufe in  Sachen Babyausstattung!

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31 Kommentare zu “Top 10 Fehlkäufe für Baby und Kind in Sachen Babyausstattung

  1. Bei uns war der Kinderwagen der größte Reinfall.Sehr wenig genutzt. Da wollte sie nie rein. Lieber rumtragen und was sehen. Hätte mir lieber ein Tragetuch kaufen sollen. Ebenso das Baby Bett. Totale Fehlinvestition . Durchs stillen blieb sie mit bei uns im Bett. Mein Mann baute sogar ein extra großes selber. Und wenn sie meinen Herzschlag hörte schlief sie eh viel besser. Jetzt ist sie 12 und ich würde es wieder so machen. Also hört auf euer Gefühl und lasst euch nicht reinreden.

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  2. endlich auch eine richtige „ehrliche“ und authentische Seite. Klasse ist auch der Bereich der Fehleinkäufe. Mache weiter und bleibe aktuell 🙂

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  3. Bei den meisten Sachen stimme ich zu. Widerspruch muss ich allerdings Beim Säuglingspflegekurs einlegen 😉 Da hat man uns nämlich gesagt, was man alles eben NICHT braucht! Super hilfreich! 👍🏻😂

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  4. Fläschchen und Gläschenwärmer waren bei uns auch überflüssig. Kind wurde eigentlich nur gestillt und bei den paar Malen, als wir versuchten ihm ein Fertiggläschen schmackhaft zu machen, sah er uns an als würde er fragen: “ Wie jetzt, das soll ich essen?“ Ich habe eigentlich immer alles selbst gekocht, wahrscheinlich lag es daran. Schlafsack und Beistellbettchen waren super, haben wir heute noch und der Angelcare Windeleimer war bis zu dem Zeitpunkt, als der Kleine anfing mobil zu werden auch gut. Dann gab es allerdings kein Halten mehr auf dem Wickeltisch und ich packte alles in Deko Kisten auf die Couch um. Die Windeln flogen dann auch gleich direkt in die Tonne. Wickelkurs und Puppe haben wir uns zum Glück erspart, aber was wirklich auch überflüssig war, war die Wiege am Anfang. Da lag er zwei Wochen drin, dann zog er zu mir auf die Couchecke ins Stillkissen um. Ansonsten hat eigentlich alles seinen Sinn und Zweck gehabt.

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  5. Also ich hab auch Einiges im Schrank,was ich nicht gebraucht hätte. Z.b. einen Schlafsack. Mein Sohn hasst diesen Teil und schreit,sobald er den an hat. Gefällt ihm gar nicht. Decke ihn mit ner dünnen decke so bzw. wickle ihn leicht damit ein,damit er sich die nicht über’n Kopf ziehen kann. Bei Windeln kann ich dir eigentlich nur Pampers empfehlen. Alle anderen laufen mir immer aus,weil mein Kleiner so ein Strampelkönig ist und die anderen irgendwie immer verrutschen. Pampers halten als Einzige dicht und verruchtschen nicht! Wenn man die im Angebot kauft,sind die genauso teuer wie die billigen. Muss man halt gucken.

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