Meine Top 10 Mama-Notlügen – oder: Wieso auch Mamas manchmal flunkern dürfen

Sind wir Mamas nicht alle Supervorbilder? Immer pünktlich, frisch geduscht, mit einem Lächeln im Gesicht. Freundlich, zuvorkommend grüßen wir, kommt uns ein Bitte und Danke von den Lippen. Wir gehen nur bei Grün über die Ampel und naschen natürlich nie und wenn dann nur ökologisch korrekte und vollkommen zuckerlose Vollkornkekse. Und lügen? Tun wir natürlich nie! Mamas sind die ehrlichsten und aufrichtigsten Geschöpfe der Welt. Absolute Topvorbilder. Immer.

Nun lassen wir die Ironie mal beiseite und kommen zur Sache.

Notlügen Kind in der Schüssel Essen Saukraum Kinder kleckern Beikost

Notlügen sind erlaubt – auch für Mamas

Ich predige meinen Kindern natürlich ständig was von guten Manieren und natürlich: dem Ehrlichsein. Aber es gibt einfach Situationen, da sind kleine Notlügen erlaubt. Sie erleichtern den Alltag und können die eigene Stimmung um einiges heben. Hier mal meineTop 10 der auf jeden Fall erlaubten Mama-Notlügen:

Meine Top 10 Mama-Notlügen: Weil Erziehung nicht immer einfach ist und ich es als Mutter nicht schaffe, meinen kindern gegenüber immer pädagogisch korrekt zu sein. Lustige Kolumne über das Leben mit Kleinkindern

1. Wie schade, der Hubschrauber ist leider immer noch kaputt.

(muss ich leider jeden Tag sagen, wenn wir an diesem blöden 50-Cent-kosten-Hubschrauber in der Fußgängerzone vorbeikomme und mein Großer damit fliegen will – nur blöd, als letztens tatsächlich ein Kind damit flog und mein Großer freudestrahlend sagte: „Der Hubrschrauber ist wieder heil!“)

2. Mama muss mal ganz dringend auf Klo.

(gerne sonntagsmorgens benutzt, wenn ich einfach mal in Ruhe die Zeitung lesen möchte – siehe auch mein Text über Mamas Rückzugsort auf dem Klo)

3. Da ist Kaffee drin.

(hilft immer, wenn es um noch gänzlich unbekannte Naschsachen geht)

4. Kinderturnen fällt heute leider aus, weil die Trainerin krank ist.

(wenn ich mal absolut keine Lust auf dämliches Rumstehen in einer überfüllten, überlauten Turnhalle habe)

5. Der Eismann hat heute leider zu.

(ganz doof gelaufen, wenn man dann einem Kind mit Eistüte in der Hand entgegenläuft)

6. Ach wie dumm, die Batterien sind leider schon alle!

(hilft bei allen blinkenden und dudelnden Spielzeugen aus Plastik, die einem nach fünf Minuten schon den letzten Nerv rauben)

7. Nein, die Batterien kann man leider nicht im Supermarkt kaufen, das sind Spezialbatterien.

(unser Großer ist ja nicht doof und weiß, dass man auch einfach Einkaufen gehen kann)

8. Die Gummibärchen waren schlecht, die musste ich leider wegwerfen.

(nachdem ich abends im akuten Heißhungeranfall die letzten Gummibärchen vertilgt hatte)

9. Das ist ein Buch für Große, das können wir heute leider nicht mitnehmen, das ist nicht erlaubt.

(wenn der Große in der Bücherei ein Buch mit FURCHTBAR viel Text und noch blöderen Bildern anschleppt, von dem man auf den ersten Blick weiß, dass es sein neuestes Lieblingsbuch sein könnte, das man die nächsten drei Wochen vor dem Schlafengehen lesen muss)

10. Der Kindergarten macht gleich zu!

(hat sich fast jeden Morgen im Alltag bewährt, wenn der Große mal wieder TRÖDELT und noch mehr TRÖDELT)

Ich finde, ein bisschen Notlüge ist erlaubt – was meint Ihr? Dürfen Mamas auch mal lügen? Und mit welchen Notlügen könnt Ihr glänzen und meine Liste fortführen? Ich bin gespannt!

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24 Kommentare zu “Meine Top 10 Mama-Notlügen – oder: Wieso auch Mamas manchmal flunkern dürfen

  1. Hallo,

    ich finde Notlügen. Wirkliche Notlügen völlig ok.
    Aber Eismann hat zu, Hubschrauber fliegt nicht, etc sind für mich keine Notlügen.
    Ich würde da ehrlich antworten. Wenn dein Kind merkt (Kind kommt mit der Eistüte, Hubschrauber fliegt plötzlich wieder, etc), das du nicht die Wahrheit sagst wird es irgendwann anzweifeln was du sagst. Deshalb lüge ich nur in Notfall. Den Rest erkläre ich lieber, warum dies und das jetzt nicht geht.

    Viele liebe Grüße

    Anja von http://familiewitz.de

    • Naja, es war ja auch eher als witziger Text zum Schmunzeln gedacht. Dass es pädagigisch nicht ganz korrekt ist, weiß ich auch :-) Aber ich glaube, viele ertappen sich dabei, hin und wieder einen dieser Sätze zu sagen -. sie machen das Leben leichter!

  2. Hihihi,das kenne ich und finde mich 1a im Text wieder. Meine Kleine wird erst 2,was aber irgendwie momentan gut funktioniert ist zu sagen,dass irgendwas schläft. Also wenn sie Nachbars Hasen ansehen will (die wollen uns den schon verkaufen,weil wir so oft da sind ;).),dann sage ich,dass er schläft. Akzeptiert sie ohne Murren und winkt dann Richtung Nachbarn…Schon auch sehr süüüüß. Wird nur nicht ewig funktionieren,fürchte ich. Die Kleinen sind ja nicht dumm :)

  3. „Da ist Kaffee drin“ gefällt mir😁. Naja, da die Thronfolgerin erst 17 Monate schreibt, muss ich noch nicht viel notlügen ;-) insofern kann ich nur schmunzeln über das was noch kommt 😁.glg

  4. Wenn wir bei einem Bäcker vorbeilaufen und sonst nichts einkaufen waren, hab ich ab und zu ausgerechnet dann „kein Geld dabei“. ;-)

    Sonst ißt er die Brezel und verschmäht das Mittagessen.

    Tolle Idee. Freu mich schon auf die nächsten Lügen.
    Lg Anja von der Kellerbande

  5. *lach lach lach*
    Bei meinem Grossen, wenn er zB an fremden Autos rumfummeln wollte. „Lass mal lieber, sonst kommt der Automann und schimpft.“ Oder durch Blumenbeete latschen… „Der Gartenmann schimpft…“ je nachdem, was gebraucht wurde. Aber da war er noch klein, nicht mal 3jährig.

    Beim Kleinen: „Oooh, keine Milchschnitte, Schokojoghurt etc mehr da…“, obwohl ich im Kühlschrank ganz hinten sehr wohl noch was liegen sehe. Kaputte Münzfahrzeuge gab es auch schon oder wahlweise „Kein Kleingeld, sorry“.
    Gerade im Trotzalter sollte das doch erlaubt sein, finde ich. :)

    • 😂😂😂 den wollte ich meinem sohn auch schon erzählen. Habe die milchschnitten ganz oben, ganz hinten versteckt. Dumm nur, das er von unten durch die glastablare sehen konnte.

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