Rabenmutter? Woher dieser Begriff kommt und wieso Raben keine schlechten Eltern sind

(Werbung, der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen)

Es gibt ein Wort in unserem Sprachgebrauch, das ich eigentlich so gar nicht mag: Rabenmutter. Oder genauer gesagt: Rabenmutter ist so ein Wort, das ich bisher nicht mochte. Denn seit ich mehr über Raben weiß, sehe ich das Wort „Rabeneltern“ in einem viel positiveren Zusammenhang. Es begegnet einem als Mutter eher selten direkt ins Gesicht gesprochen. Nein, das Wort „Rabenmutter“ fällt eher hinter vorgehaltener Hand, getuschelt mit verdrehten Augen und einem abfälligen Lachen.

„Schon gehört, die lässt ihr Kind jeden Tag bis 16 Uhr im Kindergarten“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Schon gehört, die hat ja nie etwas zu essen für ihre Kinder auf dem Spielplatz dabei“ – „Was für eine Rabenmutter!“

„Ach, da kommt ja die, die sich auf dem Spielplatz lieber mit anderen Müttern unterhält, anstatt mit ihren Kindern Sandkuchen zu backen.“ – „Rabenmutter, die Kinde sind doch erst 4 Jahre alt!“

„Die geht doch tatsächlich nach dem Kindergartenelternabend noch etwas trinken anstatt zuhause ihre Kinder ins Bett zu bringen.“ – „So eine Rabenmutter!“ Weiterlesen

Interview und Buchtipp: Wieso kann man es als Mutter niemanden Recht machen?

Wieso hat man als Mutter manchmal das Gefühl, man kann es niemanden Recht machen? Wieso scheinen es alle besser zu wissen, wenn es um Erziehung und Familienleben geht? Wieso haben viele Mütter das Gefühl, im Beruf und im Alltag nicht ernst genommen zu werden? Diese Fragen habe nicht nur ich mir gestellt, sondern auch Alina Bronsky und Denise Wilk, beides ebenfalls Mütter, die sich fragten, was sich an unserer Gesellschaft ändern muss, damit die Geburtenrate steigt und wir ein kinderfreundlicheres Klima bekommen und Mütter den gesellschaftlichen Rückhalt bekommen, den sie verdienen. Darüber haben sie ein Buch geschrieben: „Die Abschaffung der Mutter“. Ich habe mit Aline darüber gesprochen, wieso so viele Mütter sich zunehmend unter Druck gesetzt fühlen, wieso Mütter es niemanden Recht machen können, wieso die Welten von Kinderosen und Eltern immer weiter auseinanderdriften und was in unserer Gesellschaft fehlt. Und über einiges Spannendes mehr, was sie für ihr Buch recherchiert hat – lest selbst!

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Muttertag: Einer im Jahr reicht nicht

Sonntag ist Muttertag. Und mein Sohn hat mir jetzt schon das Geschenk überreicht, dass er bei der Tagesmutter gebastelt hat. Aber noch ist es eingepackt. Erst Sonntag aufmachen, Mama. Ich bin gespannt und jetzt schon gerührt. Letztes Jahr gab es ein Herz aus Salzteig mit seinem Handabdruck drin. Das hängt jetzt noch im Esszimmer und ab und zu nimmt mein Sohnemann es herunter und erklärt mir noch einmal, wie er das damals gebastelt hat.

muttertag

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