Mit diesen Tipps beschäftigt sich das Baby wunderbar selbst (… und Ihr habt Spaß beim Aufräumen)

Unser Baby ist nun fast zehn Monate alt. Das ist das Alter, in dem Babys Action wollen. Beschäftigung. Toben. Aufmerksamkeit. Und ja, ich könnte ihr ewig zuschauen, wie sie durchs Haus krabbelt und versucht, aufs Sofa zu klettern. Und ja, es ist einfach unglaublich süß, wenn sie anfängt zu tanzen, wenn ich ihr etwas vorsinge. Und ja, ich liebe diese Begeisterung in ihren Augen, wenn ich mit ihr ein Buch anschaue und dabei Tiergeräusche nachmache. Aber: Ich kann es nicht den ganzen Tag. Es gibt einfach Dinge, die erledigt werden müssen. Der Geschirrspüler muss ab und zu mal eingeräumt und angeschaltet werden. Telefonate sind zu führen und nicht jeder Gesprächspartner ist zu erreichen, wenn die Kinder im Bett liegen. Der Große will Hilfe bei den Hausaufgaben. Ich will auch mal duschen (ist ja eh immer so eine Sache mit Baby, darüber hatte ich ja mal hier geschrieben). Ich muss arbeiten. Oder aber: Mama will einfach nur mal fünf Minuten in Ruhe Kaffee trinken und in einer Zeitschrift blättern. Es ist ja Murphys Gesetz, dass sich Babys und Kinder immer dann gar nicht mehr selbst beschäftigen können, wenn man gerade ganz dringend mit dem Finanzamt telefonieren muss. Oder eingeseift unter der Dusche steht. Aber: Ich habe da ein paar Tricks, mit denen Ihr Euer Baby ganz sicher beschäftigt (nun, bei einigen werdet IHR dafür danach mit Aufräumen beschäftigt sein, aber so what, das tut man doch gern für ein paar Minuten Me-Time!). 

Gebt dem Baby eine volle Klopapierrolle!

Es passierte mir unfreiwillig: Während ich duschte, saß das Baby in seiner Babywippe. Aber das Babyspielzeug, was ich ihr hingelegt hatte, war langweilig. Sie wollte gerade anfangen zu meckern, als sie den Zipfel Klopapier bemerkte, der in ihrer Reichweite war. Anfängerfehler – ich hatte nicht aufgepasst und sie zu dicht am Klopapierhalter platziert! Mit einer Begeisterung zog sie das gesamte Papier von der Rolle und war so beschäftigt, dass ich doch tatsächlich dazu kam, mir die Beine zu rasieren. Und auch fürs Eincremen war endlich mal Zeit – denn meine Babymaus entdeckte, wie toll es ist, das Klopapier in lauter kleines Klopapierkonfetti zu zerreißen. Ein echter Tipp, den ich zur Nachahmung empfehle, wenn Ihr mal länger in Ruhe telefonieren wollt oder ein spannendes Buch zu Ende lesen wollt.

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Gebt dem Baby einen Taschentuchspender!

Das ist dieselbe Kategorie: Papier aus etwas herausziehen und anschließend zerreißen und überall verteilen. Passierte mir auch durch Zufall: Seit unsere Babymaus stehen kann, kommt sie an ungeahnte Orte und war auf einmal an der Taschentuchpackung. Und als sie entdeckte, dass da immer wieder ein neues Taschentuch nachrutscht, wenn man eins rauszieht, war die Begeisterung groß. So groß, dass die Packung in Nullkommanix leer war.

Stellt dem Baby eine kleine Schüssel mit Wasser hin!

Natürlich keine große Waschschüssel, denn Babys können in so etwas ertrinken. Ja sogar in Pfützen. Aber ganz viele kleine Breischalen mit Wasser sind gefahrenfrei. Zumindest fürs Baby, nicht für den Parkettfußboden. Aber Ihr glaubt nicht, wie viel Spaß es so einem Baby macht, die Schüssel auszukippen und mit den Händen drin rum zu patschen. Wer das noch steigern will, kann dazu noch etwas Sand hinzugeben.

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Babys können sich länger selbst beschäftigen als man denkt

Gebt dem Baby einen Teller voller Bananenstücke!

Mein Baby liebt Banane. Haben ihre Brüder nie gegessen und tun sie bis heute nur widerwillig bei Durchfall – aber ihre kleine Schwester findet Banane einfach dufte. Und zwar mit allen Sinnen. Wenn man ihr einen Teller mit Bananenstücken hinstellt, landen immerhin zwei Drittel auch im Magen. Das restliche Drittel wird genussvoll zwischen den Fingern zermanscht, in die Hose geschmiert oder adrett auf den umliegenden Fußboden geworfen. Faustregel: Eine Banane fürs Baby, ein Kaffee und eine Frauenzeitschrift für die Mama. Klappt vom Timing her super. (und Banane ist ja auch gesund, nicht wahr!? Und macht, dass man weniger Windeln wechseln muss, als wenn man die gleiche Menge Pflaume gibt)

Lasst das Baby eine Zeitschrift lesen!

Ja, früh übt sich, nicht wahr? Wobei ich empfehlen würde, ein durchgelesenes Exemplar zum Spielen zu geben. Denn Babys lieben ihre Liebe zur Literatur anders aus als wir. Stichwort: Konfetti, siehe oben, Klopapier oder Taschentücher.  Aber hey, es ist auch erlaubt, Zeitschriftenkonfetti in den Altpapiercontainer zu werfen.

Setzt das Baby vor den Korb frisch zusammengelegter Wäsche!

Schmutzwäsche wäre unhygienisch, deshalb natürlich die frisch zusammengelegte. Die lässt sich super ausräumen (ausräumen ist ja eh toll, auch Schubladen mit Töpfen sind dafür super geeignet – kleiner Trost: Das Einräumen lernen Kinder so ab 2, man muss also nur lange genug warten!). Meine Babymaus ist völlig aus dem Häuschen, wenn sie die Wäsche einzeln aus dem Wäschekorb ziehen kann und um sich herumdrapiert. Je mehr Wäsche, umso besser. Ich bin dazu übergegangen, die Wäsche von der Leine in den Korb zu werfen, ohne Zusammenlegen. Das ist einfach Selbstoptimierung, keine Faulheit.

Lasst das Baby in einer Cremedose matschen!

Ihr solltet dabei nicht den Anfängerfehler begehen und Eure teure Anti Aging Creme hinstellen. Nehmt lieber eine Babycreme ohne komische Inhaltstoffe. Ist besser für Babys Haut, Parabene und so, Ihr wisst schon. Vom Geldbeutel mal ganz abgesehen. Aber Creme ist klasse, lässt sich super überall verteilen und zwischen den Fingern glitschen. Das ergibt Kinderkunstwerke auf dem Fußboden, die man so schnell nicht mehr vergisst!

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Ihr seht, das mit dem Selbstbeschäftigen von Babys ist gar nicht so schwer! Man darf es nur nicht mit Babyspielzeug versuchen. Denn das ist ja grundsätzlich eh überbewertet und wenn größere Geschwister da sind sowieso total langweilig. Wenn es nicht so gefährlich wäre, würde meine Babymaus sich am liebsten in die Legokiste der großen Brüder setzen und die Legobauwerke Stein für Stein auseinandernehmen. Dann wäre sie wirklich lange beschäftigt. Der Haken an der Sache: Sie nimmt alles, aber auch alles in den Mund. Eher suboptimal bei Legos, deshalb fällt das leider flach und das Zimmer der großen Brüder ist für sie ohne Aufsicht tabu. (meistens auch mit Aufsicht, denn die Jungs werfen uns beide aus Angst um ihre Bauwerke immer raus).

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3 Kommentare zu “Mit diesen Tipps beschäftigt sich das Baby wunderbar selbst (… und Ihr habt Spaß beim Aufräumen)

  1. Immer wenn ich meinem Kleinen etwas aus Papier zum Spielen gebe (Zeitschrift, Klopapier, Taschentücher…), stopft er es sich nur in den Mund und es bildet sich ein großer Papierklumpen im Mund und er fängt an zu Würgen. Er ist 7,5 Monate alt.
    Das ist ja nicht Sinn der Sache, oder? Wie macht ihr das? 🤔

  2. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Bewährt hat sich bei mir auch die Vorratsdosenschublade in Kinderhöhe. Da können sie ungehindert aus-, um-,und einräumen. Ok, das Einräumen bleibt meist dann doch wieder der Mama, aber was tut man nicht alles für eine kleine Verschnaufpause. LG Glitzer

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