10 Anfängerfehler von Eltern: Diese Fehler unterlaufen einem nur einmal

Wer Kinder hat, lernt ständig dazu. Ich auch. Und zwar nicht nur sämtliche Dinosauriernamen und Bezeichnungen für Bagger, sondern auch, was man im Umgang mit den Kindern strengstens zu beachten hat. Denn es gibt Anfängerfehler, die unterlaufen einem nur einmal. Hier meine Sammlung: vom vor der Geburtstagsfeier aufgeräumten Kinderzimmer bis hin zu dem Irrtum, dass gleichmäßiges Atmen gleich Tiefschlaf bedeutet.

Filzstift, Parkett, Kinder malen, Chaos

Einmal umgedreht und schon sind die Dielen verziert.

Diese Anfängerfehler sollten Eltern vermeiden

Ich kann Euch versichern, diese Anfängerfehler unterlaufen jedem. Aber vielleicht kann ich Euch ja davor bewahren. Glaubt mir, das erleichtert das Leben mit Kindern ungemein!

1 Einem Kind mit Filzstiften in der Hand den Rücken zuwenden.

Das Kind will malen. Also lässt man es. Weil es dabei so schön still ist, wendet man ihm den Rücken zu und macht schonmal das Abendessen. Und freut sich, dass sich der Kleine so toll selbst beschäftigen kann. Das muss der Flow sein, denkt man sich. Der kleine Mann ist ja total versunken! Man freut sich. Bis man sich umdreht. Und die Dielen im Esszimmer großflächig verziert sind. Der Kleine hat grad seine expressionistische Phase. So eher abstrakt.

Diese 10 Anfängerfehler machen Eltern nur einmal: Erziehung von Babys und kleinen Kindern ist nicht immer einfach -wie wir aus unseren Fehlern lernen können.

2 Das Kinderzimmer VOR der Geburtstagsfeier aufräumen und staubsaugen.

Man will ja, dass die Kinder sich wohlfühlen. Und richtet alles nett her. Die Kuscheltiere sitzen nett drapiert auf dem Bett, die Bilder an der Wand sind geradegerückt und die Bücher schön der Größe nach sortiert, die pädagogisch Wertvollen dezent in den Vordergrund gerückt. Auch der Rest des Hauses ist hübsch aufgeräumt, es kommen ja schließlich auch die Mütter. Nun. Diesen Fehler mache ich nicht noch einmal. Nach einer Viertelstunde sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Die Bücher aus dem Regal gerissen, das Hochbett zum Piratenschiff umgebaut, die Duplos auf dem Fußboden ausgeleert, alles noch ein bisschen garniert mit Kuchenkrümeln. Und in meinem Kopf kreiste die unausgesprochene Frage: Wieso hast Du eigentlich aufgeräumt???

Kindergeburtstag

Wieso hatte ich noch mal das Kinderzimmer vor der Geburtstagsparty aufgeräumt?

3  Vor dem Abendbrot mit Reis und Erbsen zu staubsaugen.

Merkt es Euch! Staubsaugt NIE vor dem Abendbrot. Schon gar nicht, wenn es Reis, Erbsen, Couscous oder andere lustige Dinge gibt. Es geht IMMER etwas daneben. Und am meisten an den Tagen, an denen man vorher alles blitzeblank gemacht hat. Ja, bei uns kann man vom Fußboden essen. Weil die Kinder so großzügig etwas abgeben.

4 Gleichmäßiger, tiefer Atem heißt nicht, dass das Kinder eingeschlafen ist.

Da liegt man und kuschelt. Hat vier Kapitel Hotzenplotz vor dem Schlafengehen gelesen, war noch mal mit auf Klo und dann endlich: tiefer, gleichmäßiger Atem. Es war ein langer stressiger Tag, die Kinder waren zum Ende hin echt durch und man will endlich einfach faul auf dem Sofa fläzen und in der frisch gekauften Zeitschrift blättern. Die Chance ist gekommen! Das Kind schläft! Tief und fest! Auf Zehenspitzen schleicht man sich aus dem Zimmer – doch da: „Mama, wohin gehst Du?“ Nein. Das Kind hatte noch nicht geschlafen. Und wird es auch die nächsten 30 Minuten nicht.

5 Das Kind vor dem Frühstück umziehen.

Normalerweise ziehen wir die Kinder nach dem Essen um. Denn sie kleckern immer. Und zwar ausgiebig. Es ist Murphys Gesetz, dass sie immer dann das Müsli komplett über sich schütten, wenn man sie ausnahmsweise VOR dem Frühstück umgezogen hat. Und dann auch immer an den Tagen, an denen man eh zu spät dran ist.

Kind kleckert, mit Milch gekleckert, Kind umziehen

Zieht man das Kind vor dem Frühstück um, wird es garantiert die Milch umschmeißen.

6 Geschwistern unterschiedliche Spielsachen schenken.

Da meint man es gut und denkt sich, man schenkt dem einen einen Bagger und dem anderen das Müllauto. So haben sie mehr davon, können sich das auch mal gegenseitig ausleihen. Falsch gedacht. Wer wirklich Streit vermeiden will, schenke stets genau dasselbe. Denn Kinder wollen grundsätzlich das, was der andere hat.

7 Ein wichtiges Telefonat auf 17 Uhr legen.

Wolfsstunde hat eine Dänin mir mal gesagt, Wolfsstunde sei die Zeit zwischen 17 und 18 Uhr. Eine ganz gefährliche Stunde. Wenn die Kinder heulen wie die Wölfe. Sie sind müde und hungrig und überhaupt. Haben keine Lust mehr zu spielen. Ins Bett legen geht nicht, denn dann sind sie um 10 wieder wach und wollen nicht wieder ins Bett. Essen geht auch nicht,denn das Abendbrot ist noch nicht fertig und wenn sie jetzt was anderes essen, essen sie kein Abendbrot. Das denkbar Schlechteste, was man zu diesem Zeitpunkt planen kann: ein wichtiges Telefonat. Mit dem Finanzamt. Oder was Geschäftliches, ein Interview etwa. Zu einem so geschmeidigen Thema wie „Neue Trends in der Kosten-Nutzen-Rechnung“ zum Beispiel. Da machen sich zwei heulende Kinder im Hintergrund richtig gut: „Er hat mir das Auto weggenommen! Das hatte ich aber zuerst! Er hat mir an den Haaren gezogen! Er hat mich gekniffen! Mamaaaaaa! Mamaaaa, bitte Milch!“

8 Das Kind alleine mit dem Laptop zu lassen.

Noch mal eben schnell einen Text bearbeiten, bevor ich ihn abschicke. Morgen ist Redaktionsschluss. Die Kinder spielen ein Glück mal ganz friedlich. Die Zeit nutze ich. Doch dann klingelt das Telefon, das natürlich wieder irgendwo im Müll verschwunden ist. Ich stehe schnell auf, wühle mich durchs Chaos, lasse den PC nur mal eben kurz aus den Augen… ganz blöder Anfängerfehler! Beim Zurückkommen ist der PC aus. Daneben stehen zwei kleine Jungs mit unschuldigen großen braunen Augen. Nach dem Einschalten steht der Bildschirm auf dem Kopf. Das Worddokument ist weg. Auch nicht im Papierkorb. Nein, irgendwo im Nirvana. Verschollen.

9 Den Kindern vorm Schlafengehen sagen, dass man noch mal ausgehen will, wenn sie schlafen.

Meine Kinder glauben, dass ich mit ihnen im Bett bleibe. Aus irgendeinem Grund denken sie, dass ich auch um halb Acht ins Bett gehe. Wer abends nochmal raus will, sollte es tunlichst vermeiden, dass vor den Kindern anzusprechen. Denn dann schlafen sie nicht. Nie und nimmer. Sie bleiben dann solange wach, bis der Film im Kino schon lange vorbei ist.

10 Zu glauben, dass die Kinder länger schlafen, wenn sie später ins Bett gehen.

Nein, nein, nein. Das klappt nicht. Kinder haben eine innere Uhr. Sie wachen immer dann auf, wenn Mama und Papa eine Tiefschlafphase haben. Das haben sie im Blut, das nennt man Timing.

Irrtümer im Umgang mit Kindern vermeiden

Kennt Ihr auch solche Anfängerfehler, die Euch nur einmal unterlaufen sind? Ich bin gespannt auf Eure Mama-Irrtümer!

Ich muss auch zugeben, manche Fehler passieren mir immer wieder. Und meine Kinder sind so schlau und nutzen es jedes Mal aus, wenn ich mal wieder zu naiv bin. Und hoffe, dass doch dieses Mal die Kinder wirklich wirklich am nächsten Morgen lange schlafen. Tun sie natürlich nicht. Aber Mama wollte es ja nicht glauben, hihi.

Herzlich Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

16 Kommentare zu “10 Anfängerfehler von Eltern: Diese Fehler unterlaufen einem nur einmal

  1. Wenn du die Wahl hast zwischen schlafen und essen, wählst du nur einmal schlafen. Denn spätestens, wenn der kleine Teufel wieder Hubger hat und du an dem Tag natürlich vergessen hast, dir einen Snack bereit zu legen, kippst du um vor Hunger 😂
    Auch zu denken: „ach ich muss zwar auf Toilette, aber das kann ich nach dem Stillen machen!“ Schwerer Fehler, denn an dem Tag dauert das stillen -natürlich- länger 😁

    Gefällt mir

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