Interviewreihe: Mamabloggerinnen über ihre Life Hacks

Wie angekündigt, gibt es nun jedes Wochenende eine neue „Folge“ von „Mamabloggerinnen über ihre Geheimtricks im Umgang mit Kindern„. Sperriger Titel, lustige, informative, schöne Interviews mit Blog-Kolleginnen, die ich sehr schätze. Nachdem letzte Woche Wiebke von Verflixter Alltag den Auftakt gemacht hat, geht es jetzt mit Anne von Einer schreit immer weiter – ein sehr lustiger Blog, den ich ebenfalls schon sehr lange lese. Ich bin damals schon allein am Titel hängen geblieben, denn der Satz passt auf unsere Familie ebenso wie auf Anne und ihre Zwillinge. Aber lest selbst…

Einer schreit immer: Anne zu Gast bei ganznormalemama

Einer schreit immer: Anne zu Gast bei ganznormalemama

 Geheimtricks, Must haves, Geheimwaffen von Müttern: Tipps von Müttern für Mütter

Kindererziehung ist so eine Sache. Alle reden von Konsequenz. Und natürlich wird ständig die Pädagogik-Keule geschwungen. Manchmal ist das aber mit der Konsequenz ziemlich anstrengend und stets pädagogisch wertvoll zu sein klappt auch nicht wie geplant. Da greifen wir Mamas gerne zu unseren Geheimtricks. Welche Anne bei ihren Zwillingen anwendet, verrät sie mir im Interview:

Steigen wir ein mit dem Klassiker: Einkaufen mit Kindern und dann ein standesgemäßer Trotzanfall an Supermarktkasse. Was hilft?

  • Generell ist das Einkaufen mit Zwillingen kein Spaß – aber mittlerweile habe ich diesen Mütter-Blick drauf, den verwenden oft auch Lehrerinnen oder Geisteskranke in Horrorfilemen. Der geht so: Du ziehst die Augenlider auf Halbmast und hast sozusagen Schlitzaugen (Vorsicht – nicht zu weit schließen, sonst sieht man nichts mehr, das macht dann unglaubwürdig) – und dann versuchst du noch eine Augenbraue hochzuziehen. Hinzu kommt ein manisches Funkeln in den Augen. Mit diesem Blick kann man sämtliche Unruheherde auf der ganzen Welt problemlos beruhigen. TIPP: Blick immer vor dem Spiegel üben. Wenn man sich vor sich selber fürchtet, dann funktioniert er auch.

– Was darf auf einer langen Autofahrt nicht fehlen, um Kinder bei Laune zu halten?

  • Ich bin da pädagogisch völlig wertlos: Wir haben so Mini-Fernseher auf den Kopfstützen montiert. Fernsehen funktioniert immer. Ich schalte das AUto-Tv bei Strecken über 200 Kilometern ein – vorher nicht. Aber jedenfalls kann ich das absolut empfehlen. Wir hatten heuer höchst traumatisches Auto-Erfahrungen bei unserem Italien-Urlaub. Es endete damit, dass uns am Brenner die Karre kaputt ging und wir um zirka 2 Uhr in der Nach an einem Pannenstreifen standen, während die Kinder und wir brüllend auf den Abschleppdienst warteten. Solche Situationen will man nicht noch mal erleben…. Daher: Autokino!

Im Restaurant mit Kindern – was tun, wenn die Stimmung kippt und das Essen nicht kommen will?

  • Ich bestelle gleich wenn wir ins Restaurant kommen mit den Getränken eine Suppe für die Kinder. Die kommt meistens sehr schnell und stillt den ersten Hunger. Habe mich gerade erst wieder dieses Wochenende so blamiert, als wir im Lokal waren und die Kinder sobald sie saßen schrien: „Essen, essen, eeeeeesssssssseeen“. Den Appetit haben die beiden schon mal von Papa…

– Was sollte man als Mama immer in der Handtasche dabei haben, um anstrengende Situationen zu entschärfen, knurrende Kindermägen zu besänftigen, für Malheure wie vollgekotzte Pullis oder übergelaufene Windeln gewappnet zu sein?

  • Es geht nichts ohne Feuchttücher. Feuchttücher sind das Schweizer Messer aller Mütter. Mit denen könnte man vermutlich sogar ein Auto putzen – ich liebe diese Dinger. Generell fällt mir auf, dass meine schicke Liebeskind-Handtasche absolut mit Kinder-Zeug vollgemüllt ist. Letztens kramte ich einen angelutschten Lolli raus – man hat ja Gott sei Dank mittlerweile eine ziemlich niedrige Ekelgrenze.  Bäh…

– Gibt es so etwas wie ein Mama-Must-Have, was den Alltag mit Kindern einfacher macht?

  • Baldrian. In Ausnahmefällen auch Schnaps.

Chaos im Haushalt, Geschirrspüler quillt über, es ist 18 Uhr, schlechte Laune und Hunger, kein Platz auf dem Herd um zu kochen und was Schnelles, Praktisches ist auch nicht im Tiefkühlfach: Wie rettet man die Stimmung? Was gibt es zu Essen?

  • Oh – das kenne ich so gut. Wir leben mittlerweile auf einer Müllhalde . Wenn gar nichts mehr geht, dann bestellen wir Pizza oder gehen zum Chinesen des Vertrauens…

Zum Blog: Anne hat Zwillinge. Weil ständig eines ihrer Kinder brüllt, betreibt sie den Zwillingsblog „Einer schreit immer – die Wahrheit über das Leben mit Zwillingen“. Anne hat acht Hände und viel Humor. Und genau diesen Humor schätze ich sehr an ihrem Blog. Ich kann immer wieder herzhaft lachen!

Danke für das schöne Interviews. Das mit den Feuchttüchern kann ich nur bestätigen. Fernsehgucken beim Autofahren würde ich auch gerne anwenden, nur kotzt mein Kleiner immer schön das Auto voll und das würde es alles noch schlimmer machen (wenn das überhaupt geht). Das mit der Suppe als Vorspeise werde ich das nächste Mal versuchen. Und was die Ordnung betrifft, meine Liebe, da sieht es bei uns wahrscheinlich ziemlich genauso aus wie bei Euch 🙂

Bereits erschienende Interviews könnt Ihr hier nachlesen:

Wiebke von Verflixter Alltag

14 Kommentare zu “Interviewreihe: Mamabloggerinnen über ihre Life Hacks

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