Mamas und ihre Geheimtricks – Bloggerinnen im Interview

Meine Interviewreihe mit Blogger-Kolleginnen über ihre Geheimtricks in Sachen Kindererziehung geht in die nächste Runde. Diesmal dabei: Nic Pinguet vom fantastischen Blog Minimalistmuss mit ihren Tipps gegen Quengelei an der Supermarktkasse und auf langen Autofahrten und über die Mama-Must-Haves, die das Leben leichter machen.

Mama-Must-Haves, die das Leben leichter machen

Nic ist Interiordesignerin und schreibt auf ihrem Blog über Minimalismus, gibt dabei Einrichtungstipps, manchmal sogar Kochtipps und entwirft sogar eigene Produkte. Ich mag ihren Blog sehr – und beneide sie darum, wie sie den Begriff Minimalismus lebt. Und das, obwohl sie zwei Kinder hat! Ich finde Minimalismus toll und nehme mir immer wieder vor, das Ganze auch bei uns umzusetzen. Unser Haushalt gleich nämlich eher dem Gegenteil: Wir sind alle vier Sammler. Und Chaoten. Was ich aussortiere, wird zielsicher von irgendjemand anderem aus diesem Haushalt wieder einsortiert. Ach, liebe Nic, komm‘ uns doch mal besuchen! (nicht nur zum „minimalisieren“, sondern auch so auf eine Tasse Kaffee, denn wir haben uns schon so oft hin und hergemailt, dass es mal Zeit wird, ein bisschen Face to Face zu quatschen 🙂

Interview Mamablog Mama Must Have

Und los geht’s:

Steigen wir ein mit dem Klassiker: Kind hat Trotzanfall an Supermarktkasse. Dein Geheimtrick/Tipp?

– Also meine Kleinen sind ja tatsächlich noch sehr klein – 2,5 Jahre und 17Monate – und da wird dann ganz banal abgelenkt, was in dem Alter ja noch super geht. Entweder a) Die Tüte Milchbrötchen, die wir immer, immer, immer kaufen müssen, wird aufgemacht und jeder bekommt eins. Mit vollen Backen lässt sich schließlich schlecht brüllen, oder aber

b) Jeder bekommt zwei von diesen Döschen mit Kaugummis in Drageeform, die es ja immer an der Kasse gibt, in die Patschehändchen gedrückt. Die dürfen dann kräftig geschüttelt werden damit es so ordentlich rattert und Krach macht. Da sind die Kids gleich wieder gut drauf und hält uns kinderlose, augenrollende Meckertanten und -onkel die womöglich hinter uns in der Schlange stehen, schön vom Leib. Die Kaugummis werden natürlich nicht gekauft, sondern der Tante an der Kasse in die Hand gedrückt, wenn wir zahlen. Wem das nicht passt, der sollte halt so Dinger nicht auf Kinderaugenhöhe platzieren 😉
Was darf auf einer langen Autofahrt nicht fehlen, um Kinder bei Laune zu halten?
– Kuscheltuch und Nuki. Kind 2 ist eigentlich nach 15min spätestens in Schnarchlaune. Kind 1 ist schwieriger. Autos und Bücher zum anschauen… und der Sonnenschutz fürs Fenster darf nicht fehlen, sonst wird laut gebrüllt: „Mamaaaaaaaaaaaaa, mach die Sonne aus! Mir ist heiß!“
Im Restaurant mit Kindern – was tun, wenn die Stimmung kippt und das Essen nicht kommen will?
– Uiuiuiuiui! Ich glaube da kann ich nicht viel zu sagen, denn mein Mann (ein Franzose) und ich sind Foodies und wirklich beide sehr gut in der Küche. Meist sind wir deswegen von der Qualität der Mittelpreisklasseresturants (also denen die wir uns ruhigen Gewissens leisten können) enttäuscht und so gehen wir so gut wie nie aus zum Essen. Wir nehmen das Restaurantgeld und kaufen dann Zutaten erster Güte und kochen damit selbst. Uns macht der ganze Prozess schon Spaß.
Wenn wir wirklich beide fertig sind und nix mehr da haben (was eigentlich nie vorkommt – Foodfanatiker halt) dann wird vielleicht mal ne Pizza bestellt. Also, wenn wir dann doch mal in einem Resturant sind, dann ist das ein pures Abenteuer für die Kids. So viel zu sehen, so viel zu hören und so viele fremde Menschen die man einfach mal so anquatschen kann….. vielleicht sogar andere Kinder…. sorry, aber wer denkt da noch an Essen?
Was sollte man als Mama immer in der Handtasche dabei haben, um anstrengende Situationen zu entschärfen, knurrende Kindermägen zu besänftigen, für Malheure wie vollgekotzte Pullis oder übergelaufene Windeln gewappnet zu sein?
– Hahahahhaha! Handtasche? Ich stecke einfach nur noch meinen Geldbeutel in die Kinderwickeltasche. Wo dann immer neben Windeln und Feuchttüchern, ein Buch und 2Autos sind. Taschentücher und eine Flasche Wasser und Bananen. Affen essen ja Bananen – deswegen nehmen wir immer Bananen mit, falls der innere Gozilla in einem der Beiden ausbricht!
Gibt es so etwas wie ein Mama-Must-Have, was den Alltag mit Kindern einfacher macht?
– Ja auf jeden Fall: Alte, schluffige Klamotten wo es egal ist ob einer dran zieht, der andere sich die Nase drin abwischt, jemand mit Weetabix im Mund genau in deine Richtung niest….. ach, und dann das schöne, das gefaltete, das saubere T-shirt im Garderobenschrank, das nur in aller Hektik übergezogen wird, wenn es unerwartet an der Haustüre klingelt. Dieser rare Moment, wenn man mit der kinderfreien Aussenwelt in Kontakt tritt und sich panisch überlegt ob denn die zerzausten Haare vom Toben mit den Kids als stylischer „out-of-bed-look“ durchgehen???

Schnelle Hilfte beim Chaos im Haushalt

Chaos im Haushalt, Geschirrspüler quillt über, es ist 18 Uhr, schlechte Laune und Hunger, kein Platz auf dem Herd um zu kochen und was Schnelles, Praktisches ist auch nicht im Tiefkühlfach: Was gibt es zu Essen? Und was schafft schnell einigermaßen Ordnung?
– Hehehe! Also Thema essen hatten wir ja oben schon mal.Da sind wir wie gesagt die „Vorzeigefamilie“: Dank „relativem“ Minimalismus: was Anzahl an Gläsern, Bechern, Töpfen etc angeht, gibt es  die Situation „kein Platz da“ bei uns nicht. Wir haben nur noch das Nötigste um gut kochen zu können. Und was wenn ich doch mal schnell Ordnung brauche? Ich hab nen Mann – der kann das super 😉 „Cherieeeee, zis is impossible! Les garcons, (h)urry up! You ar big enough to (h)elp! Ol toyz (h)ave to go to your room! Vite! vite!“
 Und wie zaubert Ihr auf die schnelle ein leckeres Gericht auf den Tisch?
– Mein Tipp für super schnell, super easy gekochtes Essen auf den Tisch in hektischen Momenten ist: Immer diese Packungen an trocken Asiasuppen zu hause haben. Du weißt schon, die die man nur noch mit heißem Wasser aufgiessen muss. So an sich sind die recht widerlich weil viel, viel zu salzig. Aber bei uns kommt eine Suppe in einen großen Topf, viel Wasser drauf und dann alles rein was so rumfliegt bis es ein richtiger „Eintopf“ ist. Der halbe Becher TK Erbsen, mit dem man sonst nix mehr machen kann, die zwei, schon schrumpeligen Karroten, ne Zwiegel rein, die Hühnchenreste aus dem Kühlschrank die auch keine richtige Portion ansich mehr sind. Ist noch was Mais in der Dose drin? Rein damit! Da ist noch ein Teelöffel Pesto im Gläschen? Super! Tomate reingehackt… so gut wie alles geht bei Suppe! 2min aufkochen – fertig! Und meine allerliebste Zutat die nie, nie, nie zuhause fehlen darf: Frischkäse. Ich glaube ich kann in so ziemlich jedes Rezept Frischkäse einbauen. Tomatensauce reicht nicht mehr für alle? Frischkäse und was Wasser bei – passt. Sahne aus? Igitt, mag ich eh nicht: Frischkäse rein! Nur Vorsicht: die meisten Markenfrischkäse sind total salzig. Wir haben immer den Günstigen von Lidl (Schweiz) oder Dia (Frankreich) und die sind viel besser und neutraler als Philadelohia, Bresso und Co.
Danke liebe Nic – und schon wieder hab‘ ich was dazugelernt!
Wer bisher schon im Interview über seine Geheimwaffen geplaudert hat – es lohnt sich!

13 Kommentare zu “Mamas und ihre Geheimtricks – Bloggerinnen im Interview

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