10 Sätze, mit denen Du Schwangere auf die Palme bringst

Es gibt Dinge, die will man als Schwangere gar nicht hören. Die will man so nicht erleben und die findet man auch gar nicht lustig. Wenn Ihr also eine Schwangere mal so richtig auf die Palme bringen wollt (ich könnte jetzt auch sagen „zum Platzen“, aber das hört sich so nach geplatzter Fruchtblase an und das wollen wir ja nun auch nicht), dann lasst einfach einen dieser galanten Sätze fallen.

Die Schwangerschaft steht Ihnen aber gut.

Das ist nett gemeint. Und am Anfang freut es einen auch. Wenn der Bauch noch rund und süß ist. Aber so kurz vor Schluss, wenn die Hüften und der Po ebenfalls kugelrund sind und das Wasser das Gesicht erreicht hat – dann will man das eigentlich nicht hören. Die 20 Kilo extra stehen mir gut? Danke auch. Dann lieber ein echtes Kompliment: Deine Haut ist toll in dieser Schwangerschaft. Oder: Du strahlst so. Das hab ich auch schon gehört und darüber freu ich mich viel mehr. Ehrlich.

Sicher, dass es keine Zwillinge werden?

Den Satz habe ich mir in allen drei Schwangerschaften anhören müssen. Es ist etwas anderes, wenn es jemand Bekanntes zu einem sagt. Aber wildfremde Leute auf der Straße? Die gar nicht wissen, in welcher Woche ich bin? Die eigentlich gar nichts über mich wissen? Nö. Von denen will ich das nicht hören.

Es wird bestimmt ein Mädchen, die nehmen der Mutter die Schönheit.

Öhm ja. Danke auch. Muss ich wohl nichts mehr zu sagen.

Aber man sieht ja noch gar nichts!

Ganz ehrlich, Leute: Wenn jemand stolz von seiner Schwangerschaft erzählt und erst im dritten Monat ist – lasst diesen Satz. Erstens sieht man gerade in der ersten Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts. Zweitens will eine stolze werdende Mutter das nicht hören, denn sie merkt sehr wohl, wie sich der Körper verändert. Sagt lieber was Nettes wie herzlichen Glückwunsch.

Zehn Sätze, die man als Schwangere nicht mehr hören möchte: Sagen Sie das nicht in der Schwangerschaft!

Ganz ehrlich: Manchmal hält man besser den Mund.

Ungefragte Ratschläge will keine Schwangere hören

Ich würde ja einen Kaiserschnitt machen lassen, ich würde ja keinen Kaffee trinken, also ich würde ja mehr rotes Fleisch essen, ich würde ja nicht mehr so viele Treppen steigen, ich würde ja ich würde ja ich würde ja

Ließe sich jetzt endlos fortsetzen. Jeder würde etwas anders machen. Selbst Frauen, die noch nie schwanger waren, kennen sich  bestens aus und haben ungefragte, gute Ratschläge parat. Gut sind auch die älteren Damen, die 40 Jahre alte Weisheiten von sich geben, ohne zu beachten, dass die Medizin seitdem Fortschritte gemacht hat. Merke: Ratschläge nur, wenn auch wirklich drum gebeten wird. Ansonsten: Sein lassen.

Bei einer Bekannten von mir ist ja während der Geburt….

Nun folgt eine Horrorgeschichte. Wahlweise von Notkaiserschnitten, Rissen, Narben oder auch Inkontinenz nach der Geburt. Will man eigentlich nicht wissen, wenn die Geburt in zwei Wochen ansteht.

Ach, so schlimm ist das ja alles nicht, sonst wäre die Menschheit schon lange ausgestorben!

Schon mal gehört, dass früher tatsächlich viele Frauen während der Schwangerschaft oder der Geburt gestorben sind?! Und überhaupt: Dass man da als Mutter nun mal durch muss, ändert nichts an der Tatsache, dass Wehen einfach sch… doll wehtun und so eine Schwangerschaft auch nicht immer ein Zuckerschlecken ist.

Früher haben die Frauen bis zur Geburt auf dem Feld gearbeitet, sich dort einfach hingesetzt und das Baby bekommen – also stell Dich nicht so an.

Früher hat man auch gedacht, die Erde war eine Scheibe.

Habt Ihr schon einen Namen? Nehmt ja nicht XYZ, ich kenne nur Idioten, die so heißen.

Mist. Genau XYZ war unser Favorit. Danke auch. Ich mag die Namen Deiner Kinder eigentlich auch nicht.

Und, ist es schon da?

Beliebte Frage rund um den Stichtag. Am besten noch von Angesicht zu Angesicht, wenn der Babybauch noch dick und rund ist. Leute: Wenn das Baby kommt, werden wir schon Bescheid geben. Keine Sorge.

Was man Schwangeren lieber nicht sagt: Diese Sätze und Sprüche regen mich in der Schwangerschaft besonders auf. 10 Dinge, die Schwangere einfach nur nerven. #schwangerschaft #sprüche

Sätze, die man nach der Geburt lieber nicht sagen sollte

Und einen hab ich noch. Betrifft zwar die Monate nach der Geburt, ist aber trotzdem ein Klassiker:

Sag bloß, du bist schon wieder schwanger?

Nein, das ist nur der Schwabbelbauch, der nicht weggehen will. Aber danke der Nachfrage.

Dann gibt es nicht nur Sätze, die man nicht mehr hören will. Es gibt ja auch diese Dinge, die Menschen machen. Den Bauch anfassen. Einfach so, ungefragt. Tätschel, tätschel. Macht man das etwa sonst bei jemanden? Wenn es gute Bekannte sind, kein Ding, gerne. Ich finde ja auch, dass sich so ein kugelrunder Bauch super anfühlt! Aber Wildfremde? Nö.

Und, um so viel schon vorweg zu nehmen. Es gibt eine Sache, mit der Männer ihre frisch entbundenen Frauen in den Wahnsinn treiben können. Und zwar dieser Satz, den sie morgens hellwach der lieben Frau entgegenzwitschern: „Und heute Nacht hat er/sie wieder durchgeschlafen, super!“ Da möchte man nach einer Nacht mit allen zwei Stunden Dauerstillen und drei übergelaufenen Windeln einfach nur sagen: „Der einzige, der hier heute durchgeschlafen hat, warst du, mein Lieber.“

Gibt es auch so Sprüche, die Euch in der Schwangerschaft wahnsinnig gemacht haben und die Ihr einfach nicht mehr hören konntet?

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11 Kommentare zu “10 Sätze, mit denen Du Schwangere auf die Palme bringst

  1. Hab ich auch (fast) alles schon erlebt. Besonders toll war mein Chef (selbst Vater von drei Kindern), der meinte mich anmeckern zu müssen, weil ich einen Teller (!) in die Teeküche bringen wollte. So schwer müssten schwangere Frauen in seinem Unternehmen nicht schleppen. Ich warte immer noch auf den Zivi, der ab heute meine Tasche, Jacke, Teller, Notizbücher, usw trägt ;)

  2. *lach* Meine bisherige Krönung war: „Ach, und das ist Euer kleiner Unfall?“ Zum Glück war ich schlagfertig genug zu sagen: „Nein, es ist kein Unfall. Ich bin mit 32 noch nicht so senil, dass ich die Anleitung meiner Antibabypille nicht verstehe….“ Aber es ärgert mich immer noch – sonst hätte ich es ja nicht mehr im Kopf….

  3. Hallo zusammen! Also ungefragt angefasst, hat meinen Bauch noch niemand. Demjenigen würde ich aber auch sofort auf die Finger hauen. Ich musste mich allerdings schon öfter mal gegen Wildfremde wehren, die meinten, ihre Nase in unseren Kinderwagen stecken zu müssen – so nach dem Motto: „Man sieht ja gar nicht, dass da was drin ist!“ Gern kommt beim Tragen mit Tuch oder Tragehilfe auch die Frage, ob das Kind denn da drin atmen könne. (Nö, ich lass es gerade ersticken! – Was denken sich die Leute denn?) Sehr geliebt wird von mir auch der Kommentar: „Das hat bestimmt Hunger!“, wenn man wirklich mal mit einem schreienden Baby durch die Stadt hetzt. Das ging mir ab und zu mal beim ersten Kind so, als ich mit Einkäufen beladen und schweißgebadet nach einem angenehmen Plätzchen zum Stillen gesucht oder am liebsten gemütlich zu Hause gestillt habe. Solche Ratschläge versetzen einem gerade als frischgebackene Mama einen Stich ins Herz oder setzen einen noch mehr unter Druck. In dieser, meiner 3. Schwangerschaft, nervt mich aber von Anfang an die Frage, ob es denn nicht bald soweit sei? Ja sehe ich denn seit der 12. Woche so aus, als würde ich demnächst platzen??? Gut, mittlerweile bin ich in der 32. SSW und der Bauch ist deutlich sichtbar. Aber so sieht man nun mal aus als Schwangere! Verdammt, da wächst ein Mensch in meinem Körper, mit allem Drumunddran! Babybäuche sind doch toll, aber manchmal auch schwer und belastend, gerade wenn das Baby wächst, es hier und da zieht. Ich seh mich doch jeden Tag im Spiegel! Mir ist schon aufgefallen, dass etwas anders ist als sonst! Je nach Tagesform trifft es mich also oder ich habe einen Spruch dazu parat. Genauso oft wie mich zu viel Enthusiasmus über meinen Bauch aufregt, ärgere ich mich aber auch über mangelnde Hilfe im Alltag. Schon klar, dass mein Partner und ich uns für Kinder entschieden haben, verpflichtet nicht die gesamte Gesellschaft auf mich Rücksicht zu nehmen, aber manchmal wäre eine helfende Hand im Alltag mit Kindern schon toll! Wie neulich, als ich mit dickem Kugelbauch bei Platzregen einen Fahrradanhänger mit Kleinkind und ein Kinderfahrrad samt nörgeliger Fünfjähriger in den Bus gewuchtet habe und dann von einem auf dem Notsitz der Kinderwagenabstellfläche platzierten Rentner angemault wurde, dass ich ja ganz schön viel Zeug rumschleppe und den Ausgang nicht verstopfen soll! Ach nee!? An dem Tag war ich zu erschöpft, um zurückzumeckern, aber niemand im Bus ist für uns aufgestanden oder hat kurz das Kinderfahrrad gehalten, als ich die Bustickets am Schalter holen musste. Das fand ich schon traurig.

  4. Oh ja genau diese Sätze nerven einfach nur noch. Mich regt es aber auch tierisch auf, wenn mir ständig irgendwas aus der Hand gerissen wird, weil es ja zu schwer ist. Das ich eine 11 kg schwere 2-jährige durch die Gegend trage, den Haushalt alleine mache und die Einkäufe ja auch irgendwie ins Haus kommen müssen, dass sieht natürlich niemand. Mich nervt diese Bevormundung sehr, vor allem weil es keine echte Hilfe ist. Auch die übergriffigen Streicheleinheiten fremder Omas machen mich wahnsinnig. Ich frag mich echt wie man auf so eine Idee kommen kann? Eine fremde Person über den Bauch zu streicheln?

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