Entspannter durch die Trotzphase – ein neuer Ratgeber

*Buchrezension

Die Trotzphase. Achja, das ist schon so eine Sache, oder? Sie kann einem den letzten Nerv rauben. Sie kann einen wahnsinnig machen. Bei uns ist sie ein Glück mittlerweile wieder am Abklingen. Aber in zwei Jahren geht es ja wahrscheinlich wieder los (wobei ich beim dritten Kind dann allem etwas entspannter entgegenschaue). Bei wem ist es grad akut mit den Trotzanfällen? Dem möchte ich das frisch erschienende Buch meiner geschätzten Bloggerkollegin Christina von Einerschreitimmer ans Herz: „Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Der Eltern-Survival-Guide„. (*Affiliate Links, wie auch die weiteren im Text) Denn da gibt es ganz praktisch, einfach umzusetzende Tipps, wie man mit einem kleinen Wutzwerg am besten umgeht. Was an dem Buch besonders ist? Das erzählt Euch Christina am besten selbst… Sie hat das Buch mit ihrem Mann zusammen geschrieben  – als Zwillingseltern sind sie erprobt in Sachen Trotzanfall!

Was unterscheidet dein Buch von anderen Trotzratgebern?

Christina: Der Humor. Es gibt ganz wunderbare Trotzratgeber, auch von fabelhaften Blogger-Kolleginnen, alles Bücher, die ich sehr empfehlen kann. Was unser Buch einzigartig macht? Hier werden Alltagssituationen, die alle Eltern kennen, humorvoll und völlig realistisch beschrieben. Natürlich mit einem Augenzwinkern – sonst wäre es ja nicht „Einer schreit immer“. Es gibt im Buch einen ganz klassischen Theorieteil und dann noch Expertentipps, sowie Tipps von erfahrenen Müttern, wie sie in gewissen Situationen reagieren. Ich denke, dass es beruhigend ist zu lesen, dass es allen Eltern in der Trotzphase gleich geht.

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Christina Tropper hat das Buch mit ihrem Mann Alexander Smutni zusammengeschrieben und bloggt bei Einerschreitimmer über den Alltag mit Zwillingen.

Was ist denn nun eigentlich der Grund für Trotzanfälle?

Christina: Überforderung. Das Kind kann seine Gefühle nicht einordnen. Es entwickelt seinen eigen Willen. Man muss sich vorstellen, dass da ein kleiner Mensch ist, der noch nicht richtig sprechen kann und gewisse Fertigkeiten noch nicht hat, der aber gerade seinen eigenen Willen entdeckt und entwickelt. Darum heißt die Trotzphase ja auch „Autonomiephase“, oder „Phase des Willens“. Trotzphase ist halt den meisten Menschen geläufiger. Es ist so: Das Kind möchte eigenständig agieren und kann es noch nicht richtig. Das ist ganz schön fordernd, oder? Das Ergebnis: Ein Gefühlschaos. Der sprichwörtliche Trotzanfall. Eingangs ist im Buch eine Situation beschrieben: Stell dir vor du bist bei der Schachweltmeisterschaft in China. Aber du kannst kein Schach und sprichst kein Chinesisch. Genau so geht es Kindern in der Trotzphase: Sie sind überfordert und drehen deshalb einfach kurz durch. Es ist ein Kurzschluss im Gehirn der die kleinen Trotzköpfe einfach übermannt. Und in Wahrheit ist dieser Kurzschluss sehr wichtig für die Entwicklung. Er ist für Eltern nur eben anstrengend.

Hast du ein Geheimrezept in Sachen Umgang mit Trotzanfall?

Christina: Ruhig bleiben und die Situation nicht persönlich nehmen. Wenn uns beim Autofahren jemand die Vorfahrt nimmt, nehmen wir das ja auch nicht persönlich. Wir ärgern uns kurz und dann ist es wieder gut. Bei Trotzanfällen von Kindern ist das Problem, dass Eltern es oft auf sich nehmen. Sie glauben etwas falsch gemacht zu haben in der Erziehung, oder sind beleidigt, weil sie alles für ihr Kind geben, aber trotzdem getrotzt wird. Dabei ist Trotz einfach ein Entwicklungsschritt. Ein Machtkampf ist in jedem Fall absolut zu vermeiden, denn dann verlieren beide: Eltern und Kinder. Es gilt Kompromisse auf Augenhöhe zu finden mit denen die ganze Familie leben kann. Außerdem sollte man den Kindern immer eine Wahlmöglichkeit bei Entscheidungen lassen. Dann können sie auch besser damit umgehen, wenn einmal über ihren Kopf hinweg bestimmt wird.

Undogmatischer Ratgeber für die Trotzphase

Und kannst du die Leserinnen beruhigen- wird es besser, wird es einfacher?

Christina: Wenn sie eine eigene Wohnung haben und ausziehen. Nein – das ist nur ein Spaß! Besser wird es, wenn die Kinder sich ausreichend artikulieren können. Und wenn die Kinder ein abgesichertes Selbstbewusstsein entwickelt haben, welches Urvertrauen in Selbstvertrauen gewandelt hat. Manche Kinder trotzen bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr. Ich kann aber alle Mütter da draußen beruhigen: Das ist die Ausnahme!

Ja, da kann ich Christina zustimmen. Denn unser Großer ist mit sechs Jahren sehr vernünftig und bei unserem Kleinen lassen nun mit dreieinhalb die Trotzanfälle wirklich deutlich nach. Unser Geheimrezept war auch immer: Humor. Auch wenn es manchmal schwerfiel. Ich habe gemerkt, dass ich beim zweiten Kind sehr viel lockerer damit umgehen konnte als beim ersten – was mich für das dritte Kind relativ optimistisch in die Zukunft blicken lässt..

Die gute Nachricht: Die Trotzphase geht vorbei!

Wer mehr über die Trotzphase wissen möchte, wieso sie entsteht, was im Kopf des Kindes vorgeht und vor allem, wie man ihr am besten begegnet, dem möchte ich „Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Der Eltern-Survival-Guide“ wärmstens empfehlen. Es ist ein undogmatischer Ratgeber, was mir immer wichtig ist. Denn Dogmen in der Erziehung – darauf kann ich verzichten! Das Buch lässt sich sehr gut herunterlesen, es ist locker geschrieben und vor allem kann man es in Häppchen lesen. Was für uns Mütter ja nicht ganz unwichtig ist – denn wann schafft man es schon, wirklich mal ein Buch am Stück zu lesen?! Man kann sich aus dem Buch immer die jeweilige Situation herauspicken, die einem gerade am Herzen liegt. Also den Trotzanfall beim Essen. Den Wutanfall im Supermarkt, usw. In dem Buch sind die typischen Situationen beschrieben – und Lösungswege werden aufgezeigt. Lösungswege, die pragmatisch sind und sich umsetzen lassen. Denn viel zu oft finde ich in Ratgebern Lösungswege, die einfach viel zu theoretisch sind, als dass sie sich wirklich umsetzen lassen. Das ist in diesem Buch anders. Dazu kommen viele Zitate von Müttern, wie sie in bestimmten Situationen mit einem Trotzanfall und der Trotzphase an sich umgegangen sind.

Das Buch ist im Trias Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro. Das ist übrigens der Verlag, in dem auch im Oktober mein Erziehungsratgeber Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder“ erscheint!

*Dieser Text enthält Affiliate Links, das heißt, dass ich bei Eurer Bestellung eine kleine Provision erhalte. Für Euch wird dadurch nichts teurer – aber mir ermöglicht das, diesen Blog frei von nervigen Werbebannern zu halten. Da haben wir also alle etwas von! Natürlich ist das Buch auch bei Eurem Buchhändler zu erhalten und direkt beim Verlag zu bestellen!

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