Entspannter durch die Trotzphase – ein neuer Ratgeber

*Buchrezension

Die Trotzphase. Achja, das ist schon so eine Sache, oder? Sie kann einem den letzten Nerv rauben. Sie kann einen wahnsinnig machen. Bei uns ist sie ein Glück mittlerweile wieder am Abklingen. Aber in zwei Jahren geht es ja wahrscheinlich wieder los (wobei ich beim dritten Kind dann allem etwas entspannter entgegenschaue). Bei wem ist es grad akut mit den Trotzanfällen? Dem möchte ich das frisch erschienende Buch meiner geschätzten Bloggerkollegin Christina von Einerschreitimmer ans Herz: „Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Der Eltern-Survival-Guide„. (*Affiliate Links, wie auch die weiteren im Text) Denn da gibt es ganz praktisch, einfach umzusetzende Tipps, wie man mit einem kleinen Wutzwerg am besten umgeht. Was an dem Buch besonders ist? Das erzählt Euch Christina am besten selbst… Sie hat das Buch mit ihrem Mann zusammen geschrieben  – als Zwillingseltern sind sie erprobt in Sachen Trotzanfall!

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Drei Trotzanfälle innerhalb von 20 Minuten: Wer hält mit?!

Das Leben mit Kindern ist wunderschön! Aber manchmal auch ganz schön… anstrengend. Zum Beispiel, wenn die Kinder in der berühmt-berüchtigten Trotzphase sind, bei der ich mich manchmal frage, ob sie eigentlich nahtlos in die Pubertät übergeht… Es ist schon Wahnsinn, mit was für einer emotionalen Wucht die Wutanfälle aus den Kindern herausbrechen. Man fühlt sich immer ein wenig hilflos, denn egal, was man macht, irgendwie ist alles doof und falsch und überhaupt. Was mir am besten hilft, ist Humor. Nein, nicht übers Kind lachen. Sondern im Nachhinein, das Groteske der Situation betrachten und herzhaft drüber lachen. Und beim nächsten Trotzanfall mich an eben jenes Groteske erinnern. Das Wissen: Im Nachhinein ist es doch irgendwie komisch, hilft mir enorm, diese nicht immer ganz leichten Situationen zu überstehen.

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Wutzwerg zu Besuch: Willkommen in der Trotzphase!

Die Trotzphase ist ja auch so eine Sache, die man schnell verdrängt und vergisst, wenn das Kind größer ist. Und so habe ich die Trotzanfälle meines Großen schon fast vergessen. Jetzt legt sein kleiner Bruder nach – und ich hatte völlig verdrängt, wie anstrengend es sein kann, einem von Null auf 100 von einer Minute zur anderen schreienden und um sich schlagenden Wüterich gegenüber zu stehen. Mein Kleiner ist nun mittendrin in dem, was man auch pädagogisch korrekt gerne Automiephase nennt. Der Begriff macht es aber keinen Deut besser. Und eines ist klar: Die Wutanfälle meines Großen waren total harmlos im Vergleich zu dem, was sein kleiner Bruder vorzeigen kann.

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Mein süßes kleines Männchen wird groß. Und autonom: Die Trotzphase ist da!

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Ich mach‘ das! Die Welt der Zweijährigen

Man freut sich ja über alle Entwicklungsschritte der lieben Kleinen. Der erste Schritt wird bejubelt, das erste Pipi im Töpfchen feierlich im Klo heruntergespült und wenn sie ihr Mittag alleine löffeln können, erfüllt es einen mit Stolz. Allen Kleinkindeltern möchte ich sagen: Ja, es ist toll! Ich möchte Euch nicht desillusionieren – diese Fortschritte können einen manchmal auch an den Rande der Verzweiflung bringen. Vor allem, wenn die Selbstmach-Phase kommt. Wenn die Zweijährigen einfach alles, ALLES, A-L-L-E-S alleine machen wollen. Und auf vorsichtige Interventionen, weil doch die Zeit ein ganz bisschen drängt, sofort mit einem Wutanfall reagieren.

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Ich mach das! Das Selberessen kann bei Zweijährigen dann halt auch mal so aussehen…Mama braucht jetzt starke Nerven!

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Interviewreihe: Heute mal ich

Eigentlich kommt hier ja seit Anfang Dezember samstags immer eine andere Mamabloggerin zu Wort. Nun, da ich aber recht viel zu tun hatte in der letzten Zeit und es total verpeilt habe, meiner letzten Interviewpartnerin die Fragen rechtzeitig zu schicken, interviewe ich mich heute einfach mal selbst. Ich hoffe, diese Lösung ist für Euch okay! Ich war die ganze Zeit fest davon überzeugt, dass ich Fragen schon raussgeschickt und Antworten schon erhalten hatte. Nun, das war nicht so…

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10 banale Gründe für einen Trotzanfall

Trotzanfälle können Nerven kosten. Sie können einen wahnsinnig machen. Was meine Kinder zu einem Wutausbruch bringt? Ich versuche mal zu überlegen… 10 Gründe für einen gepflegten Wutanfall… Was, ich darf mich nur auf 10 beschränken?! Ich versuch’s. Sonst wird es unübersichtlich, die Liste könnte ewig lang werden. Denn Wutausbrüche meiner Kinder gibt es bei uns täglich. Der Große hat die Trotzphase grad wieder reaktiviert und beim Kleinen hat sie grad begonnen. Und so kommt es schon mal vor, dass ich mit zwei schreienden und tobenden Kindern an der Supermarktkasse stehe und mein gewohnt souveränes Mamalächeln aufsetze, bezahle, gleichzeitig den Kleinen am Verlassen des Supermarktes hindere und den Großen daran, doch noch Gummibärchen aufs Band zuschmuggeln.

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Ich will aber mit den Händen essen!!! Trotzanfall droht.

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10 Dinge, mit denen meine Kinder mich in den Wahnsinn treiben

Bevor ich Mutter wurde, hielt ich mich immer für eine recht coole, gelassene Person. Immer gut gelaunt, nicht aus der Ruhe zu bringen und eigentlich nicht zu Hysterie neigend. Klar werde ich genauso auch als Mutter sein. Dachte ich. Dass es natürlich alles ganz anders kam, muss ich nicht erwähnen, oder? Cool und lässig ist die Theorie, die Praxis ist wie immer etwas … äh, anders. Ich hätte nie gedacht, dass mich jemand so in den Wahnsinn treiben kann. Dieser jemand sind meine Söhne. Und sie wissen ganz genau, welche Knöpfe sie drücken müssen…

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Bullshitbingo: Jeden Morgen dasselbe Theater!

Es ist egal, wann wir aufstehen. Ob halb sieben oder sieben: Wir kommen immer auf den letzten Drücker in den Kindergarten (über die morgendliche Trödelei hatte ich ja schonmal hier geschrieben…). Ich weiß nicht, was mit der Zeit passiert. Ich weiß nur, dass ich am Ende schweißgebadet bin, viermal um den Esszimmertisch hinter meinen Söhnen hergerannt bin, die sich im Wechsel das wieder ausziehen wollten, was ich ihnen mühevoll angezogen hatte, mal wieder ein schlechtes Gewissen habe, weil ich viel zu viel geschimpft habe und ich dringend einen zweiten Kaffee brauche. Anstatt Euch lang und breit meinen heutigen Morgen zu erzählen, beschränke ich mich auf das Wesentliche und präsentiere es Euch in Form eines Bullshitbingos! Weiterlesen

Knopf drücken sonst Trotzanfall: Dreijährige und ihr merkwürdiger Hang zum Knöpfedrücken

Auf dem Weg zum Kindergarten kommen wir an einer Ampel vorbei. Und ich hoffe jedesmal, dass da nicht jemand vor uns auf den Ampelknopf drückt. Denn sonst geht das Geschrei los: „Ich wollte aber den Knopf drücken!“ Wutanfall par excellence. Um die gute Laune nicht kurz vor dem Abschied in den Kindergarten wieder zu drücken, gebe ich dann nach. Es wird eine Ampelphase gewartet, auch wenn wir bequem bei Grün hätten rüberlaufen können. Damit das Kind dann noch einmal den Knopf drücken kann. Morgen gerettet, Trotzanfall aus dem Weg gegangen. Weiterlesen

Hilft der Weihnachtsmann gegen diese ewige Trödelei?!

Es geht wieder auf Weihnachten zu. Und damit haben wir eine neue Wunderwaffe gegen Trödeln, Trotzanfälle und andere Späße unseres Dreijährigen zur Verfügung: der Weihnachtsmann! Der Weihnachtsmann sieht alles, weiß alles, notiert sich alles und entscheidet dann, welches Kind wie viele Geschenke bekommt. Letztes Jahr hat es gut geklappt. Wir mussten den Weihnachtsmann nur kurz erwähnen, da wurde unser Sohn auf einnmal ganz brav. Er fragte dann auch oft, wenn er etwas ganz toll gemacht hatte, ob das der Weihnachtsmann auch ja gesehen hat. Weihnachten ist toll – Weihnachten mit Kindern ist besser!

Der Weihnachtsmann als Erziehungsmaßnahme

Wir haben dieses „Wo der Weihnachtsmann wohnt„-Buch sehr oft gelesen. Da sind diese kleinen Wichtel, die überall für den Weihnachtsmann spionieren, ob die Kinder auch brav sind. Die in Regenrinnen sitzen und alles im Blick haben. Und der Weihnachtsmann schreibt dann alles in sein dickes Notizbuch. Ich habe dieses Buch als Kind geliebt und dem Weihnachtsmann die schönsten Wunschzettel gemalt – meine Theorie damals: Je schöner verziert der Wunschzettel, umso mehr Wünsche davon werden erfüllt!

Mein Großer fand die Geschichte letztes Jahr auch schon toll. Dieses Jahr haben wir den Weihnachtsmann nun also schon Anfang November rausgekramt. Er muss nun einfach als Erziehungsmaßnahme herhalten, um diese ewige Trödelei und diese Trotzanfälle in den Griff zu bekommen. Er sieht alles, hört alles und merkt sich alles. Wenn der Große also mal wieder seine fünf Minuten hat, komme ich mit:

Du weißt ja, der Weihnachtsmann guckt ganz genau, wie brav die Kinder sind.“

Meistens (aber leider nicht immer) reißt er sich dann auch zusammen. Letztens aber, da sind mir mal wieder die Nerven durchgegangen. Es war mal wieder morgens, das Kind spielte, das Baby spielte mit. Der Mann ging zur Arbeit. Anziehzeit für alle Leut‘! Ich zog das Baby an, dann mich selbst, mein Großer spielte mit einem Auto und musste dann unbedingt noch mal etwas malen. Ich zog ihn von seinem Stuhl, legte ihm seine Strümpfe hin. Was soll ich sagen? Es dauerte und dauerte. Nach einer Viertelstunde war der Pulli an, die Socken auch, aber bevor die Hose angezogen wurde, wurde der Pulli wieder ausgezogen. Schließlich musste noch der Puppenwagen im Kreis gefahren werden, der Pulli kam wieder an, dann auch die Hose, aber die Socken mussten wieder aus. Fand er. Ich nicht. Aber was hab ich schon zu sagen?

Es zog sich. Etwas. Etwas länger. Und noch länger. Alle guten Zusprüche brachten nix. Im Kindergarten warten sie. Deine Freundin frühstückt schon ohne dich. Ich wurde lauter. Schließlich platzte mir der Kragen. Ich schimpfte. Ein Rohrspatz ist nichts dagegen. Ich zog die Weihnachtsmannkarte:

Ich weiß nicht, ob der Weihnachtsmann überhaupt Lust hat, dir jetzt noch Geschenke zu bringen.“

Ich weiß. Pädagogisch nicht besonders wertvoll. Aber was mir noch viel mehr Kummer bereitete: Mein Großer schaute mich mit großen Augen an, die Hände auf den Ohren: „Mama, Du bist mir zu laut.“ Da war mir auf einmal zum Heulen zumute, ich nahm ihn lange in den Arm und entschuldigte mich für meinen Ausbruch. Es tat mir so leid und ich hatte den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen. Immer wieder ärgerte ich mich, dass ich so zum Rumpelstilzchen geworden war. Eigentlich sollte wir froh sein, dass Kinder unseren durchgetakteten Alltag nicht kennen – dass sie in ihrer eigenen Zeitblase leben. Und einfach hemmungslos trödeln können. Wieso müssen Dreijährige Pünktlichkeit lernen?! Wir sollten froh sein, dass sie ihren Alltag noch nicht nach der Uhr richten. Und uns einfach mal dieses in den Tagleben von ihnen abgucken.

Die Lüge vom Weihnachtsmann hilft bei Trotzanfällen und Trödelkindern

Aber es kann so ungemein nerven! Diese ewige Trödelei von Kindern. Diese tausend Sachen, die zu erledigen sind. Dass man nicht einfach die Schuhe anzieht und losgeht. Dieses Warten. Und das andere warten lassen. Es gibt halt doch manchmal Termine und Verabredungen. Und außerdem will  man manchmal auch einfach mal los!

Am Nachmittag waren wir beide besonders nett zueinander. Mir, weil mir meine Rumbrüllerei so leid tat. Und er, weil er den Weihnachtsmann wieder beeindrucken wollte. Abends im Bett, als ich ihm sagte, wie lieb ich ihn habe, sagte er: „Ich hab dich auch lieb, Mama.“

Und dann nach einer Pause: „Aber jetzt bringt mir der Weihnachtsmann doch auch Geschenke, oder?“

Leider hat sich der Weihnachtsmanneffekt schon nach einer Woche etwas verflüchtigt. Beeindrucken kann man ihn damit nur noch sporadisch. Nun ziehe ich die Nikolauskarte. Der kommt schließlich auch schon vorher! Und dann im Frühjahr hilft der Osterhase :-)