Buchtipp für Kinder: Fiete – Das versunkene Schiff (das Buch zur Ahoiii-App)

Kennt Ihr Fiete, den kleinen, süßen Seemann von der gleichnamigen Kinder-App? Zu den virtuellen Bilderbüchern gibt es jetzt auch ein ganz echtes Buch – Ihr wisst schon, so aus Pappe und Papier – und genau das hat mir der Boje Verlag zur Rezension für einen Buchtipp zur Verfügung gestellt. Da ich echte Bilderbücher immer noch am liebsten mag, habe ich mir das Buch gerne für Euch mit meinen Jungs zusammen angeschaut.

Fiete Kinderbuch Kinderapp Ahoiii

Ein Seemann auf der Suche nach einem echten Schiff: Das ist Fiete.

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Multimedia-Kompetenz der Zweijährigen

Als ich klein war, waren Telefone mit einem Kabel in der Wand befestigt und hatten so eine Ringelschnur dran. Die fand ich ziemlich lustig, weil man sie ganz lang ziehen und dann wieder zurückschnellen lassen konnte. Meinen Sohn interessiert so etwas weniger. Denn die Kinder von heute wachsen im Zeitalter von Handy, Smartphone und Tablet PC auf. Einen Touchscreen hielt ich vor gar nicht mal so wenigen Jahren noch für Science Fiction Gedöns. Mein Sohn denkt, dass auch mein Laptop oder das Display meiner Kamera einen Touchscreen haben und fährt wie verrückt mit dem Finger auf dem Bildschirm auf und ab.

Ich will blättern.“

Funktioniert nur nicht. Da tut sich gar nichts.

Der Computer ist wohl kaputt“, sagt er enttäuscht.

Kinder bedienen Smartphones intuitiv – und richtig

Da ist mein Smartphone schon spannender, da konnte er schon mit einem Jahr die Tastensperre lösen (was seine Oma immer noch nicht, liebe Mama entschuldige, wenn ich das hier so schreibe, aber es stimmt doch, oder?!) . Mittlerweile weiß er genau, wo die Pixi-Buch-Apps versteckt sind, die ich für lange Autofahrten runtergeladen habe. Er findet die nur so toll, dass er sie längst nicht nur im Auto anschauen will, sondern am liebsten ständig. Mein Handy ist seitdem ganz oft „kaputt“ oder ich habe  es „zufällig“ irgendwo vergessen…

Neulich war eine Freundin von mir zu Besuch, sie hatte ein Ipad dabei und wollte mir einige Fotos zeigen. Mein Sohn begriff sofort, dass es dasselbe wie mein Telefon nur in Groß war und fing an, begeistert die Tastensperre zu lösen. Nur blöd, dass es mit einem Pin Code gesichert war, den er dann auch gleich mal knacken wollte. Ein Glück haben wir ihn von dem dritten vergeblichen Versuch abhalten können.

Medienkompetenz: Kinder richtig an digitale Medien heranführen

Man könnte jetzt sagen, die Geräte sind doch genial konstruiert, intuitiv bedienbar und so etwas. Aber das erklärt nicht, wieso sich genug Erwachsene mit ihrer Bedienung schwer tun, während die Kinder zack, wisch, klick, genau wissen, wie sie an die Pixi-Buch-App kommen. Sie wachsen einfach anders auf, beobachten uns und vielleicht werden sie ja schon während der Schwangerschaft geprägt?! Keine Ahnung, aber es ist wirklich erstaunlich. Schon die Kleinsten halten sich längliche Bauklötze ans Ohr und spielen Telefonieren. Das wäre uns doch nie eingefallen, dass so ein Bauklotz ein Telefon sein könnte, mit dem man auch noch im Kreis herumflitzen kann!

Aber manchmal frage ich mich schon, was stellt diese Medienkompetenz mit unseren Kindern an? Wird ihr Gehirn irgendwie anders geprägt als unseres? Ich weiß es nicht, aber vorstellen könnte ich es mir irgendwie schon.