Mütter, Ihr seid toll!

Ganz gleich, was Euch jemand einreden möchte: Liebe Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn die Dame an der Supermarktkasse Euch einen schalen Blick zuwirft und meint, besser zu wissen, was Euer Baby gerade braucht. Mütter, Ihr seid toll! Auch wenn Eure Schwiegermutter meint, Ihr würdet Euer Baby verwöhnen, wenn Ihr es auf den Arm nehmt. Mütter, Ihr seid gut, genauso wie Ihr seid. Auch wenn die Instagram-Mami die sauberere Wohnung, Top-Kleidung ohne Flecken und keine Ringe unter den Augen hat. Vergesst nicht – auf den Bildern wird immer nur eine Ecke des  Zimmers gezeigt und in der nicht gezeigten Ecke gibt es genau wie bei Euch Staubflusen und Geschirrberge.

Mütter, Ihr macht das super! Auch wenn es immer jemanden gibt, der es besser macht. Oder meint zu machen. Oder meint zu wissen, wie man es besser macht. Ihr macht es super, auch wenn die Ratgeber in den Bücherregalen Euch sagen, wie man es besser macht. Jede von uns ist unterschiedlich, jedes Kind ist unterschiedlich, jede Familie: Da gibt es keine pauschalen Gebrauchsanweisungen, sondern nur Inspirationen, aus denen Ihr Euch das herauspickt, was Euch gut tut. Ohne schlechtes Gewissen, wenn Ihr die andere Hälfte einfach weglasst. Oder ganz anders macht.

Liebe Mütter, Ihr könnt Euch auf die Schulter klopfen! Für das, was Ihr jeden Tag macht. Dafür, dass Ihr Eure Babys nachts stundenlang herumtragt, bis sie sich beruhigen. Dafür, dass Ihr morgens Pausenbrote schmiert und nachmittags unermüdlich Pflaster auf kaputte Knie klebt. Ihr dürft Euch dafür selbst loben, dass Ihr zum zehnten Mal „Zehn kleine Zappelfinger“ singt und beim Abendessen geduldig das Essen Eurer Kinder kleinschneidet, bevor Ihr Euch selbst auftut. Klopft Euch dafür auf die Schulter, dass Ihr frierend auf dem Spielplatz steht, mit kalten Füßen und kalten Ohren. Dass Ihr den Wutanfall im Supermarkt geduldig weglächelt und Eure Kinder  beim Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spielen gewinnen lasst.

Mütter, Ihr seid die Besten! Denn Ihr gebt Euer Bestes. Tag für Tag. Und es ist ganz normal, dass Ihr manchmal denkt, dass Ihr nicht genug gebt. Es ist ganz normal, dass Ihr manchmal zweifelt. Ob es reicht, was Ihr macht, ob es der richtige Weg ist, den Ihr geht. Es ist normal, dass man auf seinem Weg auch mal Abzweigungen nimmt, Umwege geht, es ist normal, dass man auf seinem Weg auch mal zurückgeht und einen anderen Weg einschlagt. Das Leben verläuft nicht in einer geraden Linie, sondern in Schlangenlinien.

Zweifel sind ein Ansporn, ein Ansporn, Dinge zu überdenken, vielleicht besser zu machen – aber sie sind nicht dazu da, sich schlecht zu fühlen oder runterziehen zu lassen. Ihr gebt Euer Bestes und was dieses Beste ist, das ist bei jeder von uns anders.

Deshalb dürft Ihr Euch auch mal loben. Wenn es schon sonst keiner tut – seid gut zu Euch selbst. Und lobt auch die Mutter neben Euch. Klopft Euch gegenseitig auf die Schultern – anstatt Euch niederzumachen. Stellt Euch nicht über andere, in dem Ihr auf die Fehler von anderen hinweist. Wendet Euch dem zu, was gut klappt, anstatt über die Fehler zu lamentieren. Denn vieles ist eine Frage  des Blickwinkels. Weshalb ich für meinen Teil beschlossen habe, dem Positiven, den Erfolgserlebnissen mehr Raum einzuräumen.

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Ich finde, wir machen das schon ganz schön gut. Und Fehler gehören dazu. „Aus Fehlern lernt man“ ist kein platter Spruch. Es ist einfach so. Niemand ist perfekt, egal, was uns suggeriert wird. Es gibt auch nicht den perfekten Mutterweg. Es gibt nicht den perfekten Erziehungsstil. Genauso wenig wie den perfekten Haushalt. Oder die perfekten Kinder. Oder den perfekten Ehemann.

Und glaubt mir: Niemand braucht perfekte Menschen! Die Welt voller perfekter Menschen, das wäre kein schöner Platz.

Wir müssen uns von unserem Perfektionismus lösen, von dem Streben nach vermeintlichen Idealen. Wir sind gut. Gut genug. Und das zählt, doch, oder? Und jede, wirklich jede, jede, jede, von uns hat Verbesserungspotenzial. Das ist doch auch irgendwie was Gutes, oder? Zu wissen, dass noch Luft nach oben ist? Wäre ja sonst auch langweilig, irgendwie.

Deshalb: Klopft Euch auf die Schultern, lobt Euch, für das, was Ihr macht, jeden Tag, was Ihr gemacht habt und was Ihr vorhabt. Ihr seid klasse! Wir sind klasse! Und wir machen schon ganz schön viel richtig!

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr familienfreundliche Reisetipps? Oderkinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus demMamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir per Email,  auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest– ich freue mich auf Euch!

Kennt Ihr schon meine Bücher?

  Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter 

Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.“

Ganz neu: „Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst.“

3 Kommentare zu “Mütter, Ihr seid toll!

  1. Auch wenn ich aufgrund unserer gesundheitlichen Situation echt nicht oft an den Computer komme um deine Beiträge zu lesen, genieße ich es immer wieder bei dir rein zu schauen. So normal:) Wir haben drei Mädels und schon so viel erlebt. Ja mit diesem Beitrag hast du vollkommen recht. Manchmal fehlt uns Mamis aber in stressigen Situationen einfach das Selbstbewusstsein und die passende Schlagfertigkeit. Ganz liebe Grüße und ich hoffe es geht deinem Mann einigermaßen gut? Lg Tanita

  2. Danke dafür! Das tat richtig gut, da ich momentan viel zweifle.
    Du bist ebenfalls toll und mir gefällt deine Art zu schreiben so ganz ohne erhobenen Zeigefinger!

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