Lasst die Kinder toben – und dabei einfach Kind sein!

*Werbung – dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung der AOK Hessen*

Der Tagesablauf mancher Kinder ist besser durch getaktet als der eines Managers. Der kann sich ja wenigstens noch in Meetings ausruhen. Die Kinder hingegen müssen vom heimischen Frühstückstisch ruckizucki in den Kindergarten, nach dem Kindergarten schnurstracks zum Musikunterricht und danach vom Abendbrottisch direkt ins Bett. Zeit zum Toben? Außerhalb des Kindergartens eher weniger. Aber ist es nicht genau das, an was wir uns am liebsten erinnern, wenn wir an unsere Kindheit denken? Das stundenlange Toben, das Versinken ins Spiel, ohne Verpflichtungen, ohne Termindruck, diese Zeit, in der wir einfach nur Kind sein konnten? Genau dafür bleibt den Kindern von heute immer weniger Zeit – dabei ist es sogar nachweislich förderlich für die Gesundheit. Von Kindern – und von uns Eltern! 

Zu viele Nachmittagskurse tun nicht gut

Bei meinem Großen hatte ich auch diese Kurse belegt. Pekip hier, musikalische Früherziehung für Babys da. Später wurde daraus Kinderturnen und Musikgarten. Einzig das Babyschwimmen verkniffen wir uns nach einem katastrophalen Versuch. Ich wollte mein Kind natürlich fördern, machten doch alle so und ja, es war auch ein Stück weit eine Flucht aus dieser Einsamkeit, die Erstmütter so oft befällt. Beim zweiten Kind fehlte dann schlicht die Zeit – und außerdem musste der Kleine ja eh überall mit hin und machte so die Kurse seines großen Bruders einfach mal mit. Bis dann auch noch zweimal die Woche ein Seepferdchenkurs hinzukam und ich feststellte: Wir waren einfach nur am Rennen. Und deshalb einfach nur: tierisch kaputt. Alle. Der Große, der Kleine, ich und auch der Papa, der abends unseren gesammelten Frust abbekam.

Die Termine taten uns nicht gut.

Kaum war das Seepferdchen auf die Badehose genäht, kündigte ich alle Kurse. Der Sommer stand vor der Tür. Nach dem Sommer wollte ich schauen, welche Kurse sich für die Kinder eignen. Nun, der Sommer verging, wir waren draußen, jeden Tag, wir genossen die freien Nachmittage, wir trafen uns mit anderen Kindern, wir bummelten auch mal so in den Tag hinein mit Eis und gar nichts tun – und die einzigen die noch rannten, waren meine Kinder. Allerdings auf dem Spielplatz. Weil sie Fangen spielten oder ihre Kinderdinge erledigten, die ja immer im Laufschritt erledigt werden.

Und wir waren  alle entspannter. Besser gelaunt. Ausgeglichener. Die Trotzanfälle nahmen ab. Ich meckerte weniger. Ich konnte endlich wieder über die Kinderstreiche und Pups-Witze lachen. Wir waren seltener krank. Und abends ging es zufrieden und mit weniger Theater ins Bett (ganz ohne Theater scheint es bei Kindern ja irgendwie selten zu gehen…).

Seitdem wir das Nachmittagsprogramm radikal zusammengestrichen haben, sind wir alle besser drauf. Und so verzichtete ich nach den Sommerferien auf Kursanmeldungen und wir lebten einfach mal so weiter.

Ein gute Entscheidung.

Lasst doe Kinder toben und spielen ohne Termindruck - und einfachc Kinder sein. Kolumne

Toben ohne Termindruck: Bringt nicht nur Spaß und mindert den Stress, sondern ist auch noch gut für die Gesundheit!

Toben fördert die Gesundheit der Kinder

Ihr wisst, ich bin ein großer Fan vom freien Spielen – denn dabei lernen die Kinder nachweislich alles, was sie brauchen. Aber dass es sogar Studien gibt, die das belegen, das wusste ich beim ersten Kind nicht.

Und für die Gesundheit ist das freie Toben in der Natur  oder auch im Wohnzimmer auch noch förderlich, so die AOK Hessen: „Kinder, die sich viel bewegen, können ihren Körper auch besser einschätzen. Bewegungsspiele, Ausflüge in die Natur oder einfach freies Toben fördern die motorische Entwicklung. Indem das Kind spielerisch und ganz nebenbei seine Koordination verfeinert und seine Balance trainiert, lernt es, auch auf Risiken besser zu reagieren. Es kann dann zum Beispiel Stürze besser abfangen. Kurz: Bewegung fördern kann das Unfallrisiko minimieren.“

Natürlich kann beim Klettern im Wald oder beim Toben über den Spielplatz mehr passieren als beim Musizieren auf dem Glockenspiel. Aber unsere Kinder deshalb in Watte zu packen, ist kontraproduktiv. Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Denn wie sollen sie lernen, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und ein Gefahrenbewusstsein zu entwickeln, wenn wir Eltern ihre Entdeckerlust ständig mit einem „Pass auf“ bremsen oder mangels Zeit zum freien Spielen einfach gar nicht zulassen? „Wichtig ist, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben und ihm zu erklären, was in manchen Situationen passieren könnte“, rät die AOK Hessen. Wichtig sei es, unseren Kinder spielerisch Gefahrenquellen aufzuzeigen. So kann man zum Beispiel den Unterschied von heiß und kalt anhand von fest verschlossenen Flaschen mit heißem Wasser und Eiswürfeln deutlich machen (mehr Tipps findet Ihr hier.)

Freies Spiel und Toben ist gut für die Gesundheit der Kinder und der ganzen Familie, ,auch von uns Eltern. Weniger Termine und Förderung bedeutet auch weniger Stress. Der Text entstand mit Unterstützung der AOK, es ist also WErbung enthalten.

Also lasst die Kinder toben  – Ihr tut ihnen dabei nur Gutes! Abgesehen davon, dass es auch noch Spaß bringt. Und ist das nicht das, um was es in der Kindheit geht? Darum, einfach nur zu spielen, zu toben, die Welt zu entdecken, die Zeit zu vergessen? Die festen Termine, Hausaufgaben und all diese Verpflichtungen: Das kommt doch früh genug. Wieso müssen wir unsere Dreijährigen schon in dieses Korsett pressen?

Und wenn wir dieses Toben dann auch noch gemeinsam mit unseren Kindern machen – bei einem Waldspaziergang, beim Versteckenspielen im Garten oder beim Höhlenbauen im Wohnzimmer, dann tun wir Eltern auch noch unserer Gesundheit etwas Gutes. Denn eins habe ich ganz schnell gemerkt: Meine Kinder haben Bewegung in meinen vorher vom Sitzen dominierten Alltag gebracht!

Das hat auch eine Familienstudie der AOK ergeben: Tägliche Bewegung mit dem Kind genauso wie gemeinsame Mahlzeiten sind „wichtige Routinen und Merkmale des Familienlebens, die einen positiven Einfluss auf das gesunde Aufwachsen der Kinder haben.“ Das steigert die Zufriedenheit der ganzen Familie – und, so die Studie weiter: Je höher die Familienzufriedenheit, desto besser der Gesundheitszustand – nicht nur der Eltern selbst, sondern auch der Kinder.

Deshalb lasst doch die Kinder einfach Kinder sein! Tobt mit ihnen, lasst ihnen ihre Freiräume und knallt die Nachmittage nicht voll. Aus der Langeweile entstehen oft die besten Ideen!

Und falls Ihr noch Anregungen für Spiele im Garten sucht, dann schaut doch mal in dieses Video der AOK Hessen.


*Dieser Text ist als Werbung gekennzeichnet, da er in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen entstand, die mir Recherchematerial und das Video zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank dafür!

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Und wusstet Ihr, dass mein neues Buch Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter auf dem Markt ist?  Und natürlich immer noch erhältlich ist mein Ratgeber zum Thema zweites Kind: „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.

     

Ein Kommentar zu “Lasst die Kinder toben – und dabei einfach Kind sein!

  1. Kinder einfach Kinder sein lassen ist das beste was man machen kann. Einfach raus in die Natur und spielen. Sich mit Freunden treffen und die Welt ohne Stress und Zwänge entdecken. Die kindheit ist einfach zu kurz für Termine und Pflichten

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